Ich fliege genau so, wie es die jeweiligen Hersteller vorgeben:
- Jeder Heli, der mit einem Roten läuft, hat selbstverständlich einen Stützakku drin (oder nennt es Puffer- oder Backup-Akku). Die BEC-Spannung ist der Akkutype angepasst, 6V bei NiMh, 7V bei LiFe. Damit sind die Akkus praktisch wartungsfrei (von gelegentlichem Balancieren der Lithium Zellen abgesehen), werden mittels Stecker ohne Schalter ans System angeschlossen. Der Empfängerstromkreis wird per Telemetrie überwacht. So einfach und so sicher wie möglich!
- Fluggeräte mit Hobbywing Reglern laufen ohne Backup, weil der Hersteller dazu nichts angibt. Bekanntlich kann eine zusätzliche Spannungsquelle ein BEC auch stören. Solange also nicht aus erster Hand ein bestimmtes Verfahren für zulässig erklärt wird, kommt auch keines zur Anwendung. Hörensagen ist mir viel zu wenig, um wirklich wissen zu können, dass ich mir mit vermeintlich absichernden Anbauten nicht selbst ins Knie schieße!
Allgemein zur Sicherheit:
Bei Verwendung eines internen BECs bewirkt dessen Ausfall unmittelbar auch den Ausfall des Antriebs, weil der Regler zur Versorgung der eigenen Elektronik ebenfalls dessen Strom nützt. Ohne Strom keine Kommutierung, einen Steuerungsausfall mit weiterlaufendem Motor gibt´s da nicht. Wenn Dich in einem lastintensiven Manöver das Unerwartete trifft und das BEC samt Antrieb stirbt, ist so schnell die Energie aus dem Rotor, dass Dir die Steuerung auch nicht mehr hilft, dann geht´s nur mehr ballistisch weiter, so oder so. Da auf eine Notautorotation zu hoffen, sehe ich als reines Wunschdenken. Aus so etwas wie Schweben geht es vielleicht (sehr vielleicht), aber da ist dann auch bei unkontrolliertem Absturz kaum Fremdschaden zu erwarten. Inwieweit hier der Eigenschaden viel anders aussieht, lässt sich nur vermuten. Erfolgreiche Notautorotationen hatte ich bisher nur bei Heckausfällen.
Und s.o. (samt Links), wennst Dich der Zuverlässigkeit einer Kondensator-Schutzschaltung anvertraust, kannst das gleich mit der BEC Elektronik auch machen. So ein Buffer Dings als Backup würde nur Sinn haben, wenn man ihm völlig vertrauen könnte. Völlig zuverlässig gibt´s da aber nicht, nur sehr zuverlässig, und das gilt für Buffer und BEC gleichermaßen. Nachdem aber das sehr unwahrscheinliche Versagen des Buffers auch dazu führen kann, dass das BEC versagt, wird die Sache zum Nullsummenspiel. Buffer kann nützen, in gleichem Maß aber auch schaden, wozu also den Aufwand treiben?
Wenn man gewaltige Kondensatoren braucht, damit das BEC die Servos ausreichend versorgen kann, dann liegt das Setup ganz gewaltig im Argen. Dann gehört das in Ordnung gebracht und nicht ein Workaround dazu gebastelt.
Und über schleißige Lötstellen, auseinander fallende Stecker und sich lösende LiPos sollte man besser schweigen, außer es betrifft einen nicht selbst. Wenn doch, dann reuig in sich gehen!
LG, Philipp


Kommentar