Funktionieren kann so eine Ladestrategie: Das 4fach Celectra hat eine ähnlich simple aber effektive Methode, es bläst immer volle Kalotte in die Lipos rein und legt ein fach Pausen ein, die es je nach Zustand der Zelle einfach vergrößert, wenn die Endspannung von ca. 4.18-4.20V erreicht ist, gemessen wird einfach nur das Absinken der Spannung unter geringer Belastung, um zu erkennen, ob wieder was reingeschoben werden kann. Das hört dann mit Erreichen des Ladeendzustandes automatisch auf, die Spannung sackt nicht mehr ab (die LED blinkt nicht mehr, der Akku wird indirekt als "voll" gemeldet).
Was "aufregenderes" kann das 4fach auch gar nicht machen, dazu fehlt ihm die entsprechende Elektronik (da ist ja fast gar nichts drin). Fakt ist aber auch: Das 4fach macht bei den kleinen Dignern einen deutlich besseren Job als irgendein B6 dieser Welt, es lädt die kleinen Lipos mit der max möglichen Füllmenge in möglichst geringer Zeit. Das schafft weder mein Robbe B6 noch mein CellPro

Ausfluss meines Geschreibsels: Schaden tuts den kleinen Bonbons genauso wenig oder viel, wie ein Ladevorgang im Celectra 4fach

Lipos sind genauso wie Brennholz: Egal wie vorsichtig oder zurückhaltend man den Kamin befeuert, irgendwann muss neues Holz her (=normaler Verschleiß/Verbrauch).
Ich habe mal von einem ICharger gelesen, bei dem die niedrigste Ladestromstärke mit 50 mA angegeben wurde (nur der Vollständigkeit halber: Die Schulze LipoCard II soll das auch können). Möglicherweise haben sich die Entwickler was eigenes ausgedacht (und nicht nur die Standard-FW des Imax B6 gepatcht), ich will also nicht ausschließen, dass es auch mit einem "großen" Lader möglich sein könnte, bei den kleinen Dingern einen möglichst hohen Füllstand zu erreichen.
Ich habe beim Vergleich zwischen 4fach und Robbe IMMER eine Fehlmenge von ungefähr 10-12% feststellen müssen, beim CellPro sind es nur noch 6-8%...
Auf dieser Grafik sieht mans:
Tektron.jpg
Das war einer meiner Lieblings-Tektron, der damals richtig willig Strom angenommen hat, mit den Nanos waren die Differenzen stärker ausgeprägt.
Hab letztens, als die Thematik hier aufkam, mal mit dem Cellpro versucht, 3 parallele Lipos (im Hyperion 6fach Adapter) in einer einigermaßen akzeptablen Zeit aufzuladen, richtig zufrieden war ich damit nicht. So richtig ganz doll wie ein einzelner großer Akku verhalten sich die kleinen parallel geschalteten Lipos eben doch nicht. Den (Hinter-)Grund dessen habe ich noch nicht herausgefunden, vielleicht konnten sich die Zellen nicht "leiden" (unterschiedlicher Zustand der Chemie), was die Problematik untermauert, nur gleichartige und gleichwertige Lipos parallel zu schalten...
Aber ich drifte jetzt gerade etwas ab, mal schauen, welche neueren Erkenntnisse der von dir genannte Thread für mich bereit hält, Danke auf alle Fälle für den Tipp, wär ich nie von alleine drauf gestoßen...
PS: Ich mach am WoEnde mal noch ein Ladeprotokoll mit dem B6 und eins zum Vergleich mit dem Cellpro, da sieht man schön, wie die Dinger "ticken"...


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