Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Rolf Ho
    Member
    • 27.12.2006
    • 535
    • Rolf
    • Libelle Enger

    #61
    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

    Der Flug fand an dem heißesten Tag des Jahres statt.
    Nach dem Flug habe ich die Cockpittür geöffnet, um die Akkus abzuklemmen. Es kam mir direkt eine große Wärme entgegen und starker Stromgeruch.

    Den Motor konnte ich nicht anfassen und ein Kollege hat dann die Temperatur des Motors an den Wicklungen gemessen: über 100° C.

    Ich hatte schon befürchtet, dass der Motor Schaden genommen hatte. Aber ich hatte Glück und es ist nichts passiert.

    Der Antrieb zieht ja nur 22 Amp., die Belastung ist nicht zu hoch.

    Meine einigste Erklärung war, dass ich ja den Antrieb für 1000 umdr./min ausgelegt habe und jetzt fliege ich mit 900 umdr./min.
    Der Motor dreht nicht hoch genug und muss sich zu sehr quälen.

    Ich habe daraufhin das Motorritzel geändert von 21 auf 18 Zähne.

    Diese Maßnahme war erfolgreich und seitdem sind die Temperaturen selbst an heißen Tagen im grünen Bereich.

    Kommentar

    • Rolf Ho
      Member
      • 27.12.2006
      • 535
      • Rolf
      • Libelle Enger

      #62
      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

      Nach den Weihnachtstagen habe ich jetzt wieder richtig Lust zum Bauen und die Hughes soll ja im Frühjahr fertig sein.
      Zum Ausbau des Cockpits ist der Pilot ein entscheidender Faktor. Ich habe zuerst mich fotographiert und so gezoomt, bis ich die richtige Größe gefunden hatte.
      Diese ergab sich zu 400mm. Daraus folgt ein Maßstab von 1:4,5 und damit besteht das Problem, dass nicht viele Pilotenpuppen mit diesem Maßstab zur Verfügung stehen.
      Nach vielen Internetrecherchen habe ich festgestellt, dass Puppen in Amerika mit Maßstab 1/4 ca. 400 mm hoch sind und damit unserem Maßstab 1:4,5 entsprechen.
      Ich habe dann eine solche Puppe gekauft und der Pilot konnte endlich probesitzen.
      Jetzt werden die Sitze gebaut und mit Leder bezogen und genäht.

      Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie groß dann Sitze und Pilot bei einem Maßstab von 1:4,5 sind.
      Angehängte Dateien

      Kommentar

      • Jürgen F.
        Senior Member
        • 26.11.2008
        • 2625
        • Jürgen
        • 59174 Kamen

        #63
        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

        Aber das blöde Grinsen musst Du ihm noch herausoperieren

        Würde zu gerne wissen woran der denkt.......
        Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

        Kommentar

        • Rolf Ho
          Member
          • 27.12.2006
          • 535
          • Rolf
          • Libelle Enger

          #64
          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

          Jürgen,

          das Grinsen hat mich schon im Internet gestört. Aber ich hoffe, dass das mit der Sonnenbrille und dem Headset dann nicht mehr so auffällt.
          Wenn der Pilot in Zukunft immer Grund zur Freude hat, soll mich das auch nicht stören.
          Ich zeige dir den Piloten heute. Freue mich schon auf unser Treffen.

          Rolf
          Zuletzt geändert von Rolf Ho; 17.01.2015, 10:39.

          Kommentar

          • Jürgen F.
            Senior Member
            • 26.11.2008
            • 2625
            • Jürgen
            • 59174 Kamen

            #65
            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

            Das Treffen war klasse, Wiederholung demnächst, hoffe ich!

            Und der Pilot ist mit Sonnenbrille und Mütze vollkommen in Ordnung, mittlerweile gefällt mir sein Grinsen irgendwie...
            Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

            Kommentar

            • Rolf Ho
              Member
              • 27.12.2006
              • 535
              • Rolf
              • Libelle Enger

              #66
              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

              Ich habe mich jetzt ein bischen um den Ausbau des Cockpits gekümmert. Das Cockpitpanel habe ich in Amerika bestellt. Als bleiben jetzt erst einmal die Sitze. Hier habe ich versucht aus dem Internet so viele Fotos wie möglich zu bekommen. Schade dass ich noch nicht die Möglichkeit hatte die Original Hughes zu besichtigen und zu fotographieren. Für das anschließende Nieten wäre das auch ein großer Vorteil.

              So habe ich jetzt mit der Rückenlehne begonnen. Ich wollte unbedingt Ledersitze. Und so habe ich ein Grundgestell auf 2 mm Polystyrolplatten gebaut und bei den Nähten Löcher im Abstand von 5mm gebohrt. Zur Polsterung habe ich Schaumgummiplatten unter das Leder gelegt.
              Der Pilot wird sich wohlfühlen.
              Angehängte Dateien

              Kommentar

              • Topknut2
                Member
                • 07.03.2008
                • 903
                • Knut
                • Duisburg

                #67
                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                Das ist sehr schön geworden. Sieht bequem aus.

                Kommentar

                • Jürgen F.
                  Senior Member
                  • 26.11.2008
                  • 2625
                  • Jürgen
                  • 59174 Kamen

                  #68
                  AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                  Das sieht doch sehr gut aus, auch wenn Du während unseres Telefonats die Löcher in der Grundplatte nicht finden konntest.

                  Vielleicht hättest Du die Ecken des Leders auf links vernähen können, bevor Du die Bezüge aufziehst?

                  Aber vermutlich sieht man die Ecken später sowieso nicht mehr, wenn der Grinsemann Platz genommen hat.
                  Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

                  Kommentar

                  • Helipilot77
                    Senior Member
                    • 21.05.2012
                    • 2930
                    • Christoph
                    • Viersen / fme-Erkelenz

                    #69
                    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                    Aber für einen Mann, gut genäht
                    Sieht gut aus

                    Gruß Christoph
                    Helichrissi/ EC145 600(MB);Rex600 EFL Pro(MB);Rex500(MB);E325 V2(MB);Logo600se; Bell 212TJ

                    Kommentar

                    • Rolf Ho
                      Member
                      • 27.12.2006
                      • 535
                      • Rolf
                      • Libelle Enger

                      #70
                      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                      Bei den Ecken habe ich lange probiert. Das Leder ist zu dick zum Einfalten. Dann würden 3 Schichten übereinander sein. Deshalb habe ich das untere Teil Ca. 5mm überstehend und das obere darübergelegt. Die Ecken auf links vernähen kriege ich nicht hin.

                      Kommentar

                      • philoat
                        Member
                        • 22.09.2013
                        • 623
                        • Bernhard
                        • Salzburg

                        #71
                        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                        Bin immer wieder erstaunt wie viele handwerkliche Fähigkeiten ein Mann haben muss um seinen Traumheli zu realisieren und entdecke dabei immer wieder meine Unzulänglichkeiten und mangelnden Fertigkeiten.
                        Toller Cockpitsessel!
                        Bernhard

                        Kommentar

                        • Rolf Ho
                          Member
                          • 27.12.2006
                          • 535
                          • Rolf
                          • Libelle Enger

                          #72
                          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                          In den letzten Monaten habe ich nichts von mir hören lassen, war aber mit dem Bau der Hughes nicht untätig.

                          Das T-Leitwerk war mir in der Verbindung des Höhen- mit dem Seitenleitwerk nicht stabil genug und durch das Anecken und Anstoßen des Leitwerks beim Transport auch schon leicht beschädigt. Hier habe ich mir einen L-Winkel 8mm breit aus 2,5 mm CFK geschnitten und in eine Nut des T-Leitwerks eingeharzt. Hier dürfte jetzt in Zukunft nichts mehr passieren.

                          In Originalbildern der Hughes 500 E habe ich dann gesehen, dass meistens oben auf dem T-Leitwerk noch eine weiße Positionslampe ist. Wie beim Original, habe ich dann mit Hilfe eines CFK-Rohres im Seitenleitwerk eine Kabeldurchführung geschaffen. Dieses CFK- Rohr bringt auch noch zusätzliche Stabilität.
                          Angehängte Dateien

                          Kommentar

                          • Rolf Ho
                            Member
                            • 27.12.2006
                            • 535
                            • Rolf
                            • Libelle Enger

                            #73
                            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                            In den letzten Wochen war auch Schleifen des doch sehr dicken Fillers angesagt. Der Filler hat das Gewicht des Helis gefühlt 1 kg erhöht. Deshalb habe ich lange und gründlich geschliffen. Es traten dann trotzdem noch Dellen und Beulen auf, die ich durch Spachteln und Schleifen versucht habe, so gut wie möglich zu entfernen. Dennoch wird die Hughes insgesamt nicht hundertprozentig in der Oberfläche. Man darf hier nicht vergessen, dass die Hughes ein Absturzheli war und die Turbine und die Abgasrohre haben mit ihrer Hitze auch am Rumpf ihre Spuren hinterlassen. Gerade im Bereich der Abgasrohre war das GFK sehr weich geworden.

                            Nach dem Schleifen habe ich die Hughes jetzt noch einmal leicht grundiert und dann wird noch einmal mit 800er Nassschleifpapier nachgeschliffen.

                            Auf dem Foto sieht man, dass an den Fahrwerksbeinen die Fahrwerksverkleidung zerschnitten wurde. Der obere breitere Teil ist mit dem Rumpf verklebt. Der schlankere untere Teil wird dann lose in das größere Teil gesteckt und unten an den Kufen verklebt. Durch die Steckung ist die Verkleidung insgesamt flexibler und wie beim Original ausgeführt.

                            Man sieht auch den komplett dichten Kabinenboden im Cockpit und Passagierraum. Im Cockpit ist der Deckel geschraubt und kann ständig geschlossen bleiben.
                            Im Passagierraum wird der Deckel mit einem Loch versehen, damit man leicht mit dem Finger den Deckel abnehmen kann. Gehalten wird der Deckel durch Magnete. Unter dem Deckel befindet sich der Schalter für die Empfängerstromversorgung und die Zuführung der 2 5-S Akkus in einen Schacht unterhalb des Cockpits.

                            Mittlerweile habe ich begonnen mit dem Nieten mit Holzleim zu üben. Das habe ich noch nie gemacht und das wird mein erster Heli mit Nieten. Bei dieser Größe des Hubschraubers finde ich, dürfen die Nieten nicht fehlen, und die Hughes hat viele Nieten.
                            Angehängte Dateien

                            Kommentar

                            • helipower59
                              Senior Member
                              • 25.02.2008
                              • 4760
                              • Michael

                              #74
                              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                              Zitat von Rolf Ho Beitrag anzeigen
                              In den letzten Wochen war auch Schleifen des doch sehr dicken Fillers angesagt. Der Filler hat das Gewicht des Helis gefühlt 1 kg erhöht. Deshalb habe ich lange und gründlich geschliffen. Es traten dann trotzdem noch Dellen und Beulen auf, die ich durch Spachteln und Schleifen versucht habe, so gut wie möglich zu entfernen. Dennoch wird die Hughes insgesamt nicht hundertprozentig in der Oberfläche. Man darf hier nicht vergessen, dass die Hughes ein Absturzheli war und die Turbine und die Abgasrohre haben mit ihrer Hitze auch am Rumpf ihre Spuren hinterlassen. Gerade im Bereich der Abgasrohre war das GFK sehr weich geworden.

                              Nach dem Schleifen habe ich die Hughes jetzt noch einmal leicht grundiert und dann wird noch einmal mit 800er Nassschleifpapier nachgeschliffen.

                              Auf dem Foto sieht man, dass an den Fahrwerksbeinen die Fahrwerksverkleidung zerschnitten wurde. Der obere breitere Teil ist mit dem Rumpf verklebt. Der schlankere untere Teil wird dann lose in das größere Teil gesteckt und unten an den Kufen verklebt. Durch die Steckung ist die Verkleidung insgesamt flexibler und wie beim Original ausgeführt.

                              Man sieht auch den komplett dichten Kabinenboden im Cockpit und Passagierraum. Im Cockpit ist der Deckel geschraubt und kann ständig geschlossen bleiben.
                              Im Passagierraum wird der Deckel mit einem Loch versehen, damit man leicht mit dem Finger den Deckel abnehmen kann. Gehalten wird der Deckel durch Magnete. Unter dem Deckel befindet sich der Schalter für die Empfängerstromversorgung und die Zuführung der 2 5-S Akkus in einen Schacht unterhalb des Cockpits.

                              Mittlerweile habe ich begonnen mit dem Nieten mit Holzleim zu üben. Das habe ich noch nie gemacht und das wird mein erster Heli mit Nieten. Bei dieser Größe des Hubschraubers finde ich, dürfen die Nieten nicht fehlen, und die Hughes hat viele Nieten.

                              Ich rühre dann schon mal den Lack an.
                              Gruss, Michael

                              Kommentar

                              • Helipilot77
                                Senior Member
                                • 21.05.2012
                                • 2930
                                • Christoph
                                • Viersen / fme-Erkelenz

                                #75
                                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                                Ich finde wenn Modelle zu aalglatt sind, sieht das auch nix aus, die echten sind auch nicht 100% glatt! Und Nieten gehört meiner Meinung nach an jeden Heli
                                Das mit den Leimnieten geht echt gut von der Hand wenn man vorher bisschen übt.

                                Grüsse Christoph
                                Helichrissi/ EC145 600(MB);Rex600 EFL Pro(MB);Rex500(MB);E325 V2(MB);Logo600se; Bell 212TJ

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X