Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

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  • der_dreamdancer
    Senior Member
    • 13.10.2011
    • 3501
    • Christian
    • Salzburg

    #16
    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

    Du hast zwar nur zwei Buttons für Dateianhänge, aber es gehen bis zu 10 Fotos. Dann ist Schluss.
    Immer zwei Fotos auswählen, dann hochladen, dann gleich die nächsten auswählen, wieder hochladen, usw. usw...
    Chris

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    • Rolf Ho
      Member
      • 27.12.2006
      • 535
      • Rolf
      • Libelle Enger

      #17
      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

      Nachdem die Spanten alle eingepasst waren, konnte ich die Zeichnung mit der Mechanik den tatsächlichen Positionen der Spanten anpassen und die Mechanikseitenteile vervollständigen. Dann habe ich die Seitenteile auf Papier ausgedruckt und auf 3 mm Sperrholz geklebt. So war es einfach, alle Seitenteile mit der Laubsäge auszuschneiden und dann zu montieren. Durch dieses Vorgehen ist eine gute ßberprüfung der Zeichnung möglich. Die CAD Zeichnung bildet später die Basis für das Ausfräsen der Mechanikseitenteile aus 2,5 mm CFK Platten. Ein direktes Fräsen ist mir zu riskant, da ja die Platten relativ teuer sind und Ausschuss ärgerlich wäre.

      An Hand der Seitenteile aus Sperrholz haben sich dann noch kleinere ßnderungen an der Zeichnung ergeben, insbesondere habe ich diagonale Zwischenwände zur Stabilitätserhöhung hinzugefügt.
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      • Rolf Ho
        Member
        • 27.12.2006
        • 535
        • Rolf
        • Libelle Enger

        #18
        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

        Mittlerweile habe ich mich auch ein bisschen mit 3D Zeichnen beschäftigt und alles dreidimensional gezeichnet. Hiermit war es dann noch einfacher alles zu überprüfen, bevor ich dann die Riementeile und Servos etc. bestelle.

        Man erkennt aus dieser Zeichnung, dass meine Eigenbau- Riemenmechanik aus einem einstufigen Riemenantrieb besteht. Das große Riemenrad ist in normalen Rümpfen immer unterzubringen und der Aufwand für ein einstufiges Getriebe ist wesentlich geringer als bei einem zweistufigen Getriebe.
        großes Rad mit 200 Zähnen, AT3 Profil, 20 mm breit.

        Auf dem Motor ist ein Ritzel mit Bordscheiben, für 16mm breiten Zahnriemen, 21 Zähne.

        Die Rotorwelle wird in 2 Vario Domlagern gelagert. Unter dem oberen Domlager befindet sich dann noch ein Axiallager zur Aufnahme der Gewichtskräfte, darunter ein Vario Klemmring. In dem großen Riemenrad habe ich dann ein Vario Freilauflager integriert.

        Für den Heckantrieb habe ich mich für eine ßbersetzung von 1:5 von Hauptrotor zu Heckrotor entschieden. Bei meiner Huey hatte ich 1:4 was ausreichend ist, aber bei einem 5-Blatt-Rotor wird eine höhere Leistung benötigt und damit muss auch das Heck mehr leisten.
        Antriebsritzel mit 50 Zähnen, 2 Bordscheiben, für T5 Riemen mit 5 mm Breite.

        Ritzel für Heckrotor mit 10 Zähnen, 2 Bordscheiben und Nabe.

        Ein Vorteil des Riemenantriebes ist, dass man in der Drehrichtung variabel ist und so ist es einfach, den Heckrotor links herum drehen zu lassen, wie es scale ist. Der Heckrotor dreht also von oben in den Hauptrotorkreis.

        Ich habe dann die Riemenräder als Rohlinge mit Zahnprofil bestellt. Für die Bearbeitung mit CNC Drehen und Fräsen konnte ich dann die CAD Zeichnung verwenden.

        Für die Bestellung des Zahnriemens wollte ich dann alles zusammen montieren und dann exakt die Länge des Riemens bestellen. Ich bekomme die Riemenlänge glücklicherweise Zahngenau und kann dadurch auf weitere Umlenkungen oder andere Hilfsmittel zum Spannen verzichten.

        Ich habe mir viele Gedanken bei der Konstruktion der Eigenbau- Riemenmechanik gemacht und ich gehe davon aus, dass man die Mechanik nicht weiter vereinfachen kann.

        Parallel zu der Mechanik für diese Hughes haben wir übrigens auch die Mechanik für Jürgens (DUCDUC) NH90 konzipiert und gefertigt. Hierdurch konnte ein gewisser Einsparungseffekt bei der CNC- Bearbeitung der Riemenräder erzielt werden.
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        • Rolf Ho
          Member
          • 27.12.2006
          • 535
          • Rolf
          • Libelle Enger

          #19
          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

          Nachdem zeichnerisch alles maßlich geprüft war, konnte ich mich um die Bestellung aller Elektronikteile und der Taumelscheibe kümmern, dies sind im einzelnen:

          - 3 Taumelscheiben Servos Savöx Sa1258 (Sa hat verringertes Getriebespiel)
          - Heck Servo Savöx SH 1290
          - Drehzahlregler Castle Creations 80HV ICE2
          - Helitron VS-5P mit 2 Lipo-controlern mit Akkuwächter und Schalter als Empfängerstromversorgung mit 2S Lipo
          - Daemon 3x Stabilisierung (auch für virtuelle Taumelscheibenverdrehung bei Mehrblattköpfen)
          - Jeti Antiblitz
          - SK Taumelscheibe
          - SK Taumelscheibenmitnehmer
          - Helitec Heckrotorblätter mit S-Schlag
          - Helitec 5-Blatt Rotorblätter, 800mm lang, S-Schlag

          Solange ich hierauf warte, können erst einmal nur Reparaturarbeiten am Rumpf gemacht werden.

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          • Rolf Ho
            Member
            • 27.12.2006
            • 535
            • Rolf
            • Libelle Enger

            #20
            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

            Der Heckausleger hat 3 größere Schäden durch den Einschlag der Rotorblätter. Glücklicherweise war aber das GFK nicht ganz durch.

            Vorschläge für die Reparatur waren:
            - GFK Matte von innen reinlaminieren und dann außen eine GFK Matte drauf laminieren
            - CFK Matte von innen reinlaminieren und dann außen eine GFK Matte drauf laminieren
            - innen 4 lange CFK-Stäbe einkleben zur Erhöhung der Stabilität

            Ich habe entsprechende Versuche gemacht mit dem Einlaminieren innen, hatte aber keine guten Erfahrungen gemacht mit dem Anpressen von innen mit langem Luftballon oder langem konischen Rohr.

            Dann habe ich zufällig im Internet die Plätzli Methode gesehen



            und die habe ich dann dankend ausprobiert. Der Aufwand hierfür ist minimal und das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Durch die Reparatur des Heckauslegers ist dieser sehr stabil geworden. Ich werde diese Methode auch zum Verschließen der beiden Turbinenauslässe im Rumpf verwenden.
            Zur weiteren Versteifung des Heckauslegers habe ich dann auch noch 4 CFK Stäbe innen einlaminiert. Jeder hatte mich ja schon gewarnt vor Schwingungen des T-Leitwerkes, und denen wollte ich so gut wie möglich vorbeugen. Andererseits habe ich durch das Reduzieren des Gewichtes des neuen Balsa T-Leitwerkes schon Vibrationen vorgebeugt.
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            • der_dreamdancer
              Senior Member
              • 13.10.2011
              • 3501
              • Christian
              • Salzburg

              #21
              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

              Mit genau der Methode hab ich auch die Haube von meiner 500er Bell instandgesetzt....geht ganz gut....
              Chris

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              • Rolf Ho
                Member
                • 27.12.2006
                • 535
                • Rolf
                • Libelle Enger

                #22
                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                Mit der Plätzli Methode wurden dann auch die beiden seitlichen ehemaligen Turbinenauslässe und die beiden unteren Löcher geschlossen. Die seitlichen Turbinenauslässe habe ich vorher mit einem CFK Abfallstück von innen verschlossen.

                Mir ist aufgefallen, dass der Rumpf ohne diese Löcher erheblich stabiler geworden ist.
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                • Rolf Ho
                  Member
                  • 27.12.2006
                  • 535
                  • Rolf
                  • Libelle Enger

                  #23
                  AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                  Ich hätte nie gedacht, dass in so wenigen Tagen 1000 clicks zustande kommen. Danke für das Interesse.

                  Bald bin ich am heutigen Zustand der Hughes angelangt und dann geht es leider langsamer mit dem Bericht weiter.

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                  • heliroland 66
                    Senior Member
                    • 06.03.2011
                    • 5112
                    • Roland
                    • Hasselroth

                    #24
                    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                    Bei dem Titel brauchst Du Dich aber wirklich nicht wundern,
                    ich hab ihn auch abonniert.
                    Klasse Arbeit, die Du da machst, bin sehr gespannt auf das Endergebnis

                    Roland
                    Modell-Heli fliegen, fast die schönste Nebensache der Welt
                    Je originalgetreuer je besser!

                    Kommentar

                    • Jürgen F.
                      Senior Member
                      • 26.11.2008
                      • 2625
                      • Jürgen
                      • 59174 Kamen

                      #25
                      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                      Zitat von heliroland 66 Beitrag anzeigen
                      Klasse Arbeit, die Du da machst, bin sehr gespannt auf das Endergebnis

                      Roland
                      Ja, das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

                      Wie Rolf schon schrieb habe ich in meiner NH 90 eine technisch sehr ähnliche Mechanik.

                      Diese basiert vollständig auf Rolfs Entwurf und entstand auch unter seiner Mithilfe.

                      Rolf hatte mir seinerzeit spontan angeboten, seine Eigenbaumechanik aus der Huey an die Nh 90 anzupassen.

                      Dafür auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!

                      Die Mechanik der NH sieht zwar etwas anders aus, dies liegt aber lediglich daran dass ich die Mechanikaufhängung der NH 90 Turbinenversion verwendete sowie die Domplatten und Mechanikverbinder des T-Rex 700.

                      NH90 Scale Online-Baubericht - RC-Heli Community

                      Meine NH 90 mit Rolfs Mechanik hatte am letzten Samstag Erstflug und ich kann nun sagen, dass ich noch nie ein so genial einfaches und superleises Stück Mechanik geflogen habe.

                      Rolf wirkliche Meisterleistung sieht man der fertigen Mechanik allerdings nicht unbedingt an:

                      Es ist die Kunst der Simplizifierung.

                      Hut ab, mein Freund!

                      juergen
                      Angehängte Dateien
                      Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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                      • helipower59
                        Senior Member
                        • 25.02.2008
                        • 4760
                        • Michael

                        #26
                        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                        Zitat von DUCDUC Beitrag anzeigen
                        Ja, das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

                        Wie Rolf schon schrieb habe ich in meiner NH 90 eine technisch sehr ähnliche Mechanik.

                        Diese basiert vollständig auf Rolfs Entwurf und entstand auch unter seiner Mithilfe.

                        Rolf hatte mir seinerzeit spontan angeboten, seine Eigenbaumechanik aus der Huey an die Nh 90 anzupassen.

                        Dafür auch hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!

                        Die Mechanik der NH sieht zwar etwas anders aus, dies liegt aber lediglich daran dass ich die Mechanikaufhängung der NH 90 Turbinenversion verwendete sowie die Domplatten und Mechanikverbinder des T-Rex 700.

                        NH90 Scale Online-Baubericht - RC-Heli Community

                        Meine NH 90 mit Rolfs Mechanik hatte am letzten Samstag Erstflug und ich kann nun sagen, dass ich noch nie ein so genial einfaches und superleises Stück Mechanik geflogen habe.

                        Rolf wirkliche Meisterleistung sieht man der fertigen Mechanik allerdings nicht unbedingt an:

                        Es ist die Kunst der Simplizifierung.

                        Hut ab, mein Freund!

                        juergen


                        Lieber Juergen wir brauchen alle ein Video.

                        Es ist auch warm genug.
                        Gruss, Michael

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                        • Rolf Ho
                          Member
                          • 27.12.2006
                          • 535
                          • Rolf
                          • Libelle Enger

                          #27
                          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                          Jetzt, wo der Rumpf so weit repariert ist, konnte ich mir schon mal Gedanken über die Lackierung machen. Falls ich eine Original Hughes nachbaue, muss dies bei weiteren Details berücksichtigt werden.

                          Zuerst hatte ich vor, mich an kein Original zu orientieren und suchte eine einfache aber schöne Lackierung. Mir gefällt immer noch die Jubiläumslackierung meiner Huey mit den Deutschlandfarben und ich versuchte, diese auf meine Hughes zu übertragen.

                          Mit Paint habe ich mir selbst einige Lackiervorschläge gezeichnet.
                          Ich war aber mit keinem Vorschlag so richtig zufrieden und habe dann meine Hubschrauberfreunde in die Diskussion einbezogen.

                          Thomas (er hatte schon -schuld-, dass ich mich für die Hughes begeistert hatte. Thomas, danke dafür) schickte mir dann das angehängte Foto einer Original Hughes und so soll sie werden.
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                          • martin176
                            martin176

                            #28
                            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                            Klasse Teil

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                            • Rolf Ho
                              Member
                              • 27.12.2006
                              • 535
                              • Rolf
                              • Libelle Enger

                              #29
                              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                              Und weiter geht es mit der Mechanik.

                              Die CFK-Seitenteile sind aus 2,5 mm Platten nach CAD Zeichnung ausgefräst.

                              Die Riemenräder sind mittlerweile angekommen. Auf dem Foto sieht man alle Riemenräder für Jürgens NH90 und meine Hughes. Die größeren Räder sind identisch, erhalten aber unterschiedliche Bohrungen für meine 10 mm Rotorwelle und Vario Innereien und Jürgens 12 mm Rotorwelle und Align Freilauf. Jürgen hat auch 2 kleine Riemenräder zusätzlich für die Höherlegung des Heckrotors. Hier werden dann 2 Riemen für den Heckantrieb verwendet: einer von der Rotorwelle zur Umlenkung im Heck und ein kürzerer Riemen zur Heckrotorwelle.

                              Im Folgenden möchte ich mich aber nur noch auf die Mechanik für meine Hughes beschränken. Bei Kommentaren oder Fragen zur NH 90 möchte ich mich bitte auf Jürgens Baubericht verweisen.

                              Die großen Riemenräder sind natürlich viel zu massiv und müssen unbedingt gewichtsreduziert werden. Das Ergebnis nach CNC Bearbeitung sieht man auf dem Foto nach der ersten Montage.

                              In dem Riemenrad für den Heckantrieb ist ein Spannsatz verbaut. Dadurch ist man flexibel in der Montage des Riemenrades auf der Rotorwelle und kann die Höhe genau anpassen (der Stellring unterhalb des Riemenrades wird später wieder entfernt). Ich habe die Höhe so gewählt, dass die Mitte des Rades mit dem ziehenden Trum auf der oberen Seite des Heckritzels übereinstimmt. Der Leertrum des Riemenantriebes hängt dann eh weiter durch. Die Mitte des Riemenrades ist also nicht mittig zur Heckrotorwelle.

                              Die Länge der Zahnriemen habe ich durch einen dünne Stahldraht ermittelt, den ich stramm um die Riemenräder gelegt habe. Die Länge des Zahnriemens ergibt sich dann aus der nächstfolgenden Teilung von 3 bzw. 5 mm. Da ich die Zahnriemen zahngenau bekommen kann, erübrigt sich normalerweise ein Riemenspanner. Ich habe aber für den Heckantrieb einen -Riemenspanner- (vom Goblin 700) im Leertrum eingebaut, da sich im Winter der GFK Heckausleger mehr zusammenzieht als der stahlarmierte Zahnriemen und der Riemen deshalb bei kälteren Temperaturen locker wird. Durch den -Riemenspanner- erspare ich mir ein Nachspannen im Winter. Durch diese Maßnahmen ist der Riemenantrieb vollkommen wartungsfrei.

                              Ich schmiere übrigens die Zahnriemen leicht mit Teflonfett auf den Zähnen. Der Lauf ist dann noch ruhiger und leiser.

                              Michael, danke für die Rotorwelle.
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                              • Thomas tomcad
                                Thomas tomcad

                                #30
                                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                                Hallo Rolf,

                                tolle Idee dein Baubericht
                                Du weist ja, wie schreibfaul ich im Forum bin aber wollte mich auf jeden Fall
                                mal melden, lese auf jeden Fall mit

                                Also weiter so, schöne Grüße

                                Thomas

                                Kommentar

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