Hallo!
Seit etwa je 20 Akkus habe ich den Rockamp Gyro One im T-Rex 250 und 450.
Nun wollte ich mal über meine Erfahrungen berichten.
Die Software finde ich noch verbesserungswürdig:
1. Der mechanisch mögliche Stellweg und die asymmetrische Drehrate sind zusammen nur ein einstellbarer Parameter! Das halte ich für sehr schlecht! Noch immer habe ich keine Einstellung gefunden bei der die Drehrate beim 450er in beide Richtungen identisch ist, ohne den Stellweg unnötig zu begrenzen. Es sollte deshalb einen Parameter für eine feste Drehrate je Seite unabhängig von der Drehzahl geben.
2. Die Benennung der Parameter ist nicht selbsterklärend. Die Anleitung muß immer dabei sein.
3. Ohne Box sind nur rudimentären Parameter einstellbar. Das reicht nicht für eine zufriedenstellende Funktion.
4. Es doppeln sich einige Parameter in ihrer Wirkung.
Die Einstellung per Box ist IMHO derzeit die Praxis-gerechteste. Am Flugplatz habe ich natürlich keinen Laptop dabei. Leider war die erste Box bei mir defekt und die zweite kam mit verbogenen Kontakten an. Diese herausstehenden Kontakte sind IMHO technisch nicht akzeptabel.
Wichtig ist ja im Endeffekt aber wie der Gyro im Flug funktioniert. Der ganze Einstellkram ist ja nur Drumherumâ?¦

Im 250er bin ich sehr zufrieden. Mit dem Gy401 und E-Flite 110er Kreisel habe ich den Heli nicht zum funktionieren gebracht. Mit meinen derzeitigen Einstellungen habe ich bis hin zu meinen zarten Tic/Toc-Ansätzen nichts mehr auszusetzen. Allerdings nur wenn der Align-Regler im Stellermodus läuft. Im Govenor-Mode geht nichts.
Im 450er hat der Rockamp Gyro direkt den gut funktionierenden GY401 ersetzt:
Gut gefällt mir die konstante Drehrate im Vorwärtsflug. Das kann der Gy401 nicht. Leider ist die Drehrate aber abhängig von der Drehzahl anders. Die Performance ist sonst bei Pitchstössen oder sanften Tic/Tocs nicht signifikant besser als beim Gy401. Die merklichen Unterschiede würde ich auf die anderen Servoarmlängen zurückführen.
Ungewohnt ist der vollkommen andere Einstellbereich der Empfindlichkeit: Beim GY401 bin ich mit +74% geflogen, mit dem Gyro One mit +28%! Bei vergleichbarer Performance!
Negativ ist mir aufgefallen, daß bei zu scharfer Einstellung der Heli plötzlich, ohne Vorwarnung im Flug mit fast unkontrollierbarem Heckschwänzeln anfängt. Das birgt eine hohe Absturz-Gefahr!
Der Gyro reagiert grundsätzlich tückisch auf falsche Einstellungen. Schon deshalb würde ich ihn generell nicht für Einsteiger empfehlen! Da lobe ich mir den GY401: Da kann man fast nichts falsch einstellen.
Die Vorteile der gezielteren Einstellung von Parametern beim Rockamp sind zum normalen Fliegen IMHO nicht wirklich nötig.
Fazit:
Im 250er war der Rockamp Gyro One für mich die Lösung. Allerdings nur wenn man den vollkommen überdimensionierten Kabelbaum komplett auf den Müll tut! Da werde ich wohl-oder-übel direkt anlöten müssen.
Der 450er würde IMHO mit meinem GY401 nicht wirklich viel schlechter fliegen. Da ich aber lieber alles gleich haben möchte, war der Wechsel OK. Außerdem macht es mir auch Spaß aus den Einstellmöglichkeiten das Optimum heraus zu holen.
Ich würde sagen:
- GY401 wenn es schlicht und einfach funktionieren soll. :-)
- Rockamp mit mehr Zukunftsaussicht für fortgeschrittene Flieger.
Mit freundlichem Gruß aus Hamburch
Tadzio[size=2]Denke immer daran, daß auf der anderen Seite ein MENSCH sitzt![/size]

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