Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

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  • jumphigh
    Senior Member
    • 16.12.2009
    • 4248
    • Andreas
    • Allstedt

    #181
    AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

    Hallo,

    ich möchte auch noch einmal bestätigen, dass der Umbau auf EC2 (bis 20A) absolut zu empfehlen ist. Ich hatte frische Lipos, mit denen ich nur 15x fliegen konnte, bevor der Heli damit nicht einmal abhob. Schaue ich mir die Original-Stecker genauer an, so sehen die Kontakte alle etwas schwarz-bläulich aus, bei der Wärmeentwicklung wundert mich das auch nicht. Nun gehen die gleichen Akkus wieder 5min, vor allem kann ich auch wieder "digital" Kollektiv geben, also der Heli macht wieder die netten Hüpfer, die man in Videos sehen kann. Die Orignal-Stecker sind wirklich absoluter Pfusch!

    10 EC2 von/aus HK kosten keine 3€. Ich lasse von den hinteren Enden der Stecker nur 3 Ringe stechen, das genügt völlig zur Schirmung der Kabel. Dann kann man die Stecker längs über die Batterie Richtung Platine legen und die Haube geht relativ problemlos drauf. Die Kabel sind eigentlich lang genug.

    Bezüglich des Hecks habe ich eine andere Lösung: In Ermangelung fliegerischen Könnens habe ich mir das abgebrochen. Reparatur mit Kleber geht nicht wirklich, zusammen mit einem äußeren Ring aus Heißkleber oder Sugru mag es jedoch einige Zeit zum Schweben reichen. Da mir das Rumpfheck bei dt. Händlern zu teuer war und die Bestellung von weit weg auf sich warten ließ, habe ich jetzt die ultimative Verstärkung: Heckstange eines V911(-Clones). Bei allen Modellbauern bekam ich nur 2mm Carbon-Rundstäbe, die mir nicht biegestabil genug erschienen. Eine V911-Vierkantstange passt jedoch perfekt in die (ungenutzte) Aufnahme der EC145 und hat genau die richtige Länge. Es sind dann zwar die Bohrungen des Hecks im Weg, aber diese wurden einfach weggeschnitten. Das EC145-Heckrohr wird einfach mit Kabelbindern und einem Heißkleberring am Rumpf und V911-Heckausleger befestigt. Der hintere Kabelbinder dient mir zusätzlich als langer Hecksporn und ist für Wiesenflieger tauglicher als das originale Plastespielding. So lange also nicht die Heckfinne samt Motoraufnahme zerbricht, habe ich nun sogar eine bessere Verbindung zwischen Heck und Chassis als zuvor.

    Kann jemand einen Vergleich zwischen der EC145 und einem Trainer-Chassis wie dem des Solo Pro 125 3D ziehen? Ich glaube fast, dass auch der Solo Pro 130 so eines besitzt, oder warum ist sonst diese Aufnahme für ein Heckrohr verbaut? Wem also die Ersatzteile (Kabine) für den Scale-Heli zu teuer sind, könnte sich in den vielleicht günstigeren Umbau in einen 4-Blatt-Trainer versuchen. Zumindest das Grundchassis für Rotorwelle, Servos, Motor scheint mir ein NE-Standardteil für die Größe zu sein.

    Bezüglich des Hersteller-Pfuschs bei den Steckern habe ich mich ja schon ausgelassen. Fragwürdig scheinen mir aber auch die Auslieferungswerte des Heckgyros!? Wer kann den mit 25/50% fliegen? Für mich tauglich hat sich ein Bereich von 75-90% ergeben, was ja wohl ein himmelweiter Unterschied ist. Als letztes Problem bleibt für mich nur noch eine offenbar durch den Heckrotor bedingte leichte Linksdrift. Warum merkt das die Kontrolleinheit nicht und gleicht von sich aus? Mechanisch Gegensteuern (leichtes Schiefstellen der Taumelscheibe) bringt nichts, denn da steuert der Computer gegen, und auch das Trimmen über den Sender erreicht nur indifferente Ergebnisse.

    Aber gut, wollen wir nicht zu kritisch sein. Schließlich hat meiner (ursprünglich ) nur 70€ gekostet. Da ich vorher nur MCX, V911-Clone und Nano-QX-Drohne besaß, freue ich mich über die fliegerische Herausforderung. Während man eine MCX/V911 wie einen Brummkreisel "piruettieren" kann, ist das schon ein anspruchsvolles Flugmanöver für den Solo Pro 130.

    MfG
    Andreas
    Zuletzt geändert von jumphigh; 14.07.2014, 10:56.
    Grüße von Andreas

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    • jumphigh
      Senior Member
      • 16.12.2009
      • 4248
      • Andreas
      • Allstedt

      #182
      AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

      Zitat von Jürgen S Beitrag anzeigen
      Es gab in diesem Thread ja schon Berichte über regelmäßige Probleme dieser Art, gibt es von euch Erkenntnisse, was die Ursache sein kann?

      Der händisch bewegte Rotor bzw. dessen Blätter kommen theoretisch gar nicht bis zum Leitwerk hin. Ich kann mir nur vorstellen, dass die möglicherweise starke Neigung der Taumelscheibe plus neg. Pitch in Kombination sowas verursacht. Oder wenn die Blätter abrupt schwenken. :dknow:

      Hat jemand das Problem gehabt und in der Zwischenzeit "crash-feste" Einstellungen gefunden?
      Doch, die Blätter schaffen es bis zu den Finnen des Heckleitwerkes. Wenn die genug negativen Pitch haben und dabei der Heli vielleicht hart aufsetzt, biegen die sich so weit durch, dass das vorlaufende Blatt die Spitze der rechten Finne erreichen kann. Dabei kann nun entweder nur die Spitze abgeschlagen werden (Problem dauerhaft gelöst) oder aber das rechte Leitwerk reißt komplett aus und nimmt dabei evtl. noch Teile des Heckbaums mit.

      Schlussendlich würde ich auch nicht ausschließen wollen, dass die Blätter direkt in den Heckausleger einschlagen können. Elastisch genug sind sie dafür, und die Kräfte reichen garantiert auch für genügend Durchbiegung. Da wäre der Solo Pro 130 nicht der einzige Modell-Heli mit diesem Problem.

      MfG
      Andreas
      Grüße von Andreas

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      • Jürgen S
        Member
        • 05.01.2014
        • 139
        • Jürgen
        • Rhön

        #183
        AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

        Hallo jumphigh,

        vielen Dank für den ausführlichen Bericht!

        Hast Du die Möglichkeit, ein Foto von der modifizierten Heckstange zu machen?

        In meiner Grabbelkiste zuhause liegt seit einiger Zeit ein in mehrere Teile zerbrochener SP130, der nach einem üblen Crash ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Mittlerweile habe ich relativ günstig einen neuen besorgt, der unterm Strich günstiger war als die Ersatzteile für den Wiederaufbau. Gerade die beiden Gehäuseteile sind doch vergleichsweise teuer.

        Bei dem defekten Heli scheint zumindest die Elektronik (insbesondere die Servos sowie Empfänger) weitgehend intakt zu sein. Diese Teile wollte ich eigentlich in einen neuen Rumpf verpflanzen; es gab da mal schöne Sikorsky-Rümpfe, die aber mittlerweile nur noch schwierig zu bekommen sind.

        Die Idee mit einem 4-Blatt-Trainer klingt sehr interessant, bei Gelegenheit (=demnächst im Urlaub) muss ich mit die Trümmerteile nochmal vornehmen. Es wäre schön, daraus kostengünstig was flugfähiges zu basteln.

        Viele Grüße,
        Jürgen

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        • jumphigh
          Senior Member
          • 16.12.2009
          • 4248
          • Andreas
          • Allstedt

          #184
          AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

          Entschuldige bitte, es hat es etwas gedauert. Da ich jetzt das Getriebezahnrad wechseln musste, flogen die Kabelbindern sowieso ab. Mit meiner Lösung ist halt nichts mehr mit Schrauben am Heckbaum.

          Hier mal die gestrippte Ansicht:


          In die Aufnahme passt ein 2mm-Vierkant-Karbonrohr perfekt:

          2mm-Rundrohre müssten verklebt werden und sind nicht biegestabil genug. Das Vierkantrohr ist aus einem V911-Clone-Heckbausatz. In den mir erreichbaren Modellbauläden gab es so etwas nicht als Meterstab.

          Meiner Meinung nach müsste auch das Ersatzteil-Heck des SP125 in die Aufnahme passen. Das Problem dabei ist, dass bei diesem die Motorkabel durch das hohle Vierkantrohr gehen und auch schon der Stecker am Ende dran ist:

          Das müsste man also kappen und die Leitung außen verlegen. Fraglich bleibt, ob der SP125-Heckmotor auch für den SP130 reicht. Sieht für mich kleiner aus.
          Also könnte man jedes beliebige Rohr nehmen, weil man den Motorhalter sowieso selber irgendwie dran befestigen müsste.

          Zusammengebauter Zustand:

          Der hintere Kabelbinder dient mir als Ersatz-Sporn. Funktioniert besser für Wiesenflieger. Heißkleber kommt nur am (schon gebrochenem) Heckansatz von Außen zum Einsatz. Das Verkleben der Stange von Innen ist kontraproduktiv, weil man dann das Heckrohr kaum noch zerstörungsfrei demontieren kann.

          Hier noch ein Bild von den neuen Batteriesteckern:

          So längs gehalten, passt die Haube gut darüber.

          MfG
          Andreas
          Zuletzt geändert von jumphigh; 01.08.2014, 11:38.
          Grüße von Andreas

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          • jumphigh
            Senior Member
            • 16.12.2009
            • 4248
            • Andreas
            • Allstedt

            #185
            AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

            Hier noch ein Bild von einem SP125-Rahmen:

            Das sollte man doch wirklich auch den SP130-Kopf und den Brushless-Motor montieren können. Oder man macht halt aus einem SP130 einen Vierblatt-SP125. Nur wäre ich mir wie gesagt bei der Stärke des Heckmotors nicht sicher.

            Ich würde meinen SP130 im Zweifel auch in der Form des 1. Bildes meines vorigen Beitrags als nackten Trainer fliegen. So schön der Scale-Rumpf auch ist (mach mal Naseschweben), 40€ ist mir der Ersatz nicht wert. Und irgendwann wird es auch keine Teile mehr geben. Fehlt nur noch eine elegante Möglichkeit, den original Heckmotorhalter an dem dünnen Karbonrohr zu befestigen.
            Zuletzt geändert von jumphigh; 01.08.2014, 13:19.
            Grüße von Andreas

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            • JazzMan
              JazzMan

              #186
              AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

              einen SP 126 auf 4 Blatt umzubauen ist ja mal überhaupt kein Problem
              fliegt auch noch super
              Bild kommt später, muß leider schnell 2 Std. Unterrichten gehen

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              • jumphigh
                Senior Member
                • 16.12.2009
                • 4248
                • Andreas
                • Allstedt

                #187
                AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                Hier geht es primär um die andere Richtung: SP130 ohne teuren EC145-Scale-Rumpf zu einem Trainer umbauen. Dazu benötigt man ein alternatives Heck. Genau deshalb wäre es gut zu wissen, ob ein SP125/126-Heck ausreichend dafür ist? Von den Bildern/Konstruktionszeichnungen erscheint mir jedenfalls der SP126-Motor als kleiner, auch der Heckrotor hat nur 38mm Durchmesser zu 56mm beim SP130.

                Also wie hast du es bei deinem SP126 gemacht: Einfach einen SP130-Kopf drauf und gut, oder?

                MfG
                Andreas
                Grüße von Andreas

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                • Jürgen S
                  Member
                  • 05.01.2014
                  • 139
                  • Jürgen
                  • Rhön

                  #188
                  AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                  Hallo jumphigh,

                  dank für die Bilder.

                  Ich bin noch nicht dazu gekommen, meine ßberreste des SP130 zusammenzusetzen. Die Idee mit einem "handelsüblichen" Heckstab sieht aber sehr gut aus.
                  Daher werde ich mir das Thema dann im September vornehmen, und versuchen, mir einen 4-Blatt-Trainer zu basteln.

                  Seit dem Einschlag fliege ich meinen zweiten nur wie ein rohes Ei.

                  Grüße,
                  Jürgen

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                  • jumphigh
                    Senior Member
                    • 16.12.2009
                    • 4248
                    • Andreas
                    • Allstedt

                    #189
                    AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                    Vor einiger Zeit bin ich auf den WLtoys V931 aufmerksam geworden. Meine Vermutungen bezüglich Teilegleichheit haben sich (leider) nur zum Teil bestätigt. Von meinem Testkauf auf gut Glück bei Banggood kann ich folgendes berichten:
                    1. Meine größte Hoffnung war das Hauptgetriebezahnrad. Hatte gleich mal 5 Stück für weniger als 80 Cent bestellt. Leider passen aber genau diese nicht in den SP 130. Der Durchmesser ist beträchtlich größer und die Verzahnung deutlich gröber (anderes Modul). Ist also nichts mit günstigem Ersatz für dieses Hauptverschleißteil beim SP 130.
                    2. Die Heckrotoren sind praktisch identisch zum SP 130. Man erhält also ein günstiges Doppelpack, welches gleich gut auf dem SP 130 funktioniert.
                    3. Da meine Antriebswelle schon etwas krumm war, habe ich eine des V931 bestellt. Die untere Aufnahme passt ebenso zu den originalen SP-130-Zahnrädern wie der Durchmesser zu den verbauten Kugellagern. Diese Ersatzwelle ist insgesamt etwas länger als die originale von NE. Da beim SP 130 die Anlenkungen von der Taumelscheibe zu den Blatthaltern fixe Länge haben und zumindest bei mir 0° Pitch mit der Originalwelle nicht in der Mitte der TS-Führung einstellbar sind, wäre das ein guter Umstand. Leider jedoch ist die Bohrung für die Mitnehmerschraube nicht ebenfalls nach oben versetzt sonder eher im Gegenteil noch tiefer als beim Original.

                      Damit muss die Welle noch tiefer in den Originalkopf eingesteckt werden. Meine Kopfbohrung war dafür offenbar nicht tief genug, so dass ich die Ersatzwelle etwas im Durchmesser anschleifen musste, damit der Kopf bis zur Mitnehmerschraube rutschen konnte. Ein Kürzen der V931-Welle war zumindest bei mir nicht notwendig. Alternative Versuche, die Mitnehmerbohrung 1mm hochzusetzen, um von der größeren Wellenlänge zu profitieren, schlugen mit den mir zur Verfügung stehenden Werkzeugen fehl. Zum einen ist es gar nicht mehr so einfach, passende Bohrfutter für 1,5mm-Bohrer zu finden. Aber selbst mit einer Standbohrmaschine kommt man dann kaum durch die gehärtete Welle.

                      Bleibt als Fazit nur der günstigere Preis zu NE-Ersatzteilanbietern bei uns.
                    4. Bei meinem SP 130 gefiel mir von Anfang an das Klebepad der Empfangs- und FBL-Einheit nicht. Dies ist ziemlich dünn und fest und da sich auf der Unterseite der Platine ebenfalls Bauteile befinden, kann das Originalpad kaum eben auf dem Träger aufliegen. Meiner Meinung nach war meines sogar so schief, dass sich eine verstärkte Drift nach links ergab. Ich habe also auch noch dem roten 3M-Pad des V931 (Empfehlung für Normalflug) eine Chance gegeben. Man erhält 4 schmale Streifen eines weichen Schaumstoffes von 3mm Dicke.

                      Davon habe ich 2 rechts und links an die Platine geklebt und die Mitte mit dem recht hohen Chip frei gelassen. Das 3M-Pad ist wie gesagt deutlich weicher als das originale und die Einheit sitzt fast schwimmend. Bei mir erfüllt es aber genau seinen Zweck. Mein Eindruck ist, dass das FBL nun besser regelt und die teilweise erratischen Abkipper z. B. beim Gieren deutlich nachgelassen haben. Ich kann die Knüppel teilweise beim stabilen Schweben für 5s loslassen, ohne dass das kleine Biest großartig abhaut. Nun ja, vielleicht liegt es auch nur an meinen verbesserten Pilotenfähigkeiten und der mehrmals verfeinerten mechanischen Einstellung.
                      Vom Preis her lohnt es sich im Vergleich zu dt. Anbietern (zusätzlich mehr Auswahl an Pad-Arten) nicht unbedingt, mir hat es nur als Ersatz für das Original gut in die Bestellung gepasst.


                    Ich werde demnächst wahrscheinlich noch ein paar Blattlagerwellen, Kugellager und Wellen bestellen. Das lohnt sich auf Grund des kostenlosen Versandes allemal. Dt. Händler sind bei wenigen Kleinteilen mit ihren €4+-Versandkosten einfach nicht attraktiv. Da der V931 einen Dreiblattkopf hat, erhält man zwar z.B. nur 3 Lagerwellen, aber da nehme ich eben 2 Beutel und habe noch welche übrig.

                    Grüße
                    Andreas
                    Grüße von Andreas

                    Kommentar

                    • jumphigh
                      Senior Member
                      • 16.12.2009
                      • 4248
                      • Andreas
                      • Allstedt

                      #190
                      AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                      So, ich habe nun die Blattlagerwellen des WLtoys V931 auf dem SP 130 getestet. Passen problemlos in den Alu-Kopf, Durchmesser ist auch der Richtige für die Lager der Blatthalter. Problematisch ist die Länge.

                      Mein SP 130 hat in den Blatthaltern zwei verschiedene Arten von Kugellagern. Die Version im Inneren ist breiter als die äußere. Dafür sind die V931-Wellen jedoch zu kurz. Mann muss die Halterschrauben anziehen, nur haben sie so keinen Anschlag, so dass die Lager leicht axial gequetscht werden. Meine Erfahrung mit diesen Lagern ist, dass dann 50% nicht mehr sauber laufen. Weiterhin funktioniert selbst Schraubensicherung nicht mehr richtig und die Schrauben lockern sich. Ist ziemlich blöd, wenn einem ein Blatthalter bei Pitch-Tests um die Ohren saust.

                      Schaut man sich die Konstruktion des V931 an, erkennt man nur noch eine Art von Kugellagern in den Blatthaltern, und zwar vom Aussehen her die äußeren schmalen. Da ich davon noch welche übrig habe, habe ich einfach die breiten inneren ersetzt. Doch nun oh Wunder, sind die Blattwellen, was sie vorher zu kurz waren, plötzlich zu lang!? Mir jedenfalls ist so viel axiales Spiel nicht recht.

                      Die Lösung heißt vorsichtig unter ständigen Tests Abschleifen. Die Wellen sind bei mir nun leicht versenkt (wie bei den Originalen mit breiten Lagern), dann geht die Halterschraube noch immer vollständig auf Anschlag hinein, ohne die Lager zu quetschen. Habe jetzt nur noch ein ganz leichtes Spiel, was sich noch beheben ließe, da noch etwas Luft fürs Abschleifen ist. Die Halteschrauben drehen sich auch nicht mehr- selbst ohne Schraubensicherung- unter Last heraus. Bei den wenigen Flügen, die der Wind zuließ, konnte ich bisher keine Auswirkungen der schmaleren Kugellager feststellen. Da die 3er-Wellen-Sets nur dank des kostenloses Versandes durch BG günstiger sind, ist also auch dieses nur scheinbare Gleichteil nicht wirklich ein Ersatz, so lange man nicht die schmalen Lager auf Halde hat.

                      Bezüglich der V931-Hauptwellen hat sich auch noch eine neue Erkenntnis ergeben. Eigentlich sind die Wellen ja länger, aber die obere Bohrung für den Jesusbolt sitzt wiederum tiefer als bei den originalen. Das hat zur Folge, dass der negative Pitchbereich nun eingeschränkt ist. Bei mir jedenfalls stoßen die festen Anlenkhebel der Blatthalter an die Taumelscheibenführung an, wenn die TS zu weit herunter fährt. Früher ist mir das nicht aufgefallen, wobei ich bei den Originalwellen kaum glauben kann, dass das dort nicht ebenfalls auftritt, wenn man die 12° negativen Pitch erlaubt!? Säße die Führung nur 1mm weiter hinten. gäbe es das Problem nicht. Manchmal weiß ich wirklich nicht...

                      Grüße
                      Andreas
                      Zuletzt geändert von jumphigh; 13.03.2015, 02:30. Grund: Rechtschreibung
                      Grüße von Andreas

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                      • jumphigh
                        Senior Member
                        • 16.12.2009
                        • 4248
                        • Andreas
                        • Allstedt

                        #191
                        AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                        Nun habe ich mir das Heck endgültig zerlegt. Ich konnte zwar den Heckbaum wieder kleben- nun weiß ich endlich, wofür ich mir damals das Füller-Granulat beim CA-Kleber habe aufschwatzen lassen- aber leider ist der Heckmotorhalter aus beiden Schrauben ausgerissen und halbseitig ein Haltesteg sogar ab. Da mir das Scale-Gehäuse für Reparaturen im Moment im Weg ist, habe ich beschlossen, einen Trainer zu bauen.

                        Wie woanders schon festgestellt, passen die SP125/126-Heckbäume nicht. Mein eigenes 2x2-Verstärkungsrohr ist leider zu kurz und der Motorhalter hat auch eine Breite von 4mm. Ich habe also 4x4mm^2-Vollcarbonstäbe bestellt, aus den 330mm-Stücken mache ich zwei Heckbäume. Ein Ende wird auf 2x2mm^2 freihand gedremelt, und trotz des etwas unbeholfenen Aussehens passt der 1. Versuch überraschend gut und sitzt ausreichend fest:




                        Den Motor habe ich im Resthalter, der genau auf den 4mm-Stab passt, mittels Heißkleber und eines Kabelbinders befestigt. Das 2. Bild liegt auf dem Kopf.

                        Ohne Gehäuse wiegt der SP 130 kaum 80g, also etwa 10g weniger. So kann er sich kaum zwischen Kugel und Rakete entscheiden. Steigleistung und Pitch-Pumps sind wirklich sehr ansprechend. Ich kann das Ding jetzt in die Kurven pfeffern, dass mehrmals schon der Motor abwürgte. Das hat mir ja einen Schrecken eingejagt. Ich habe nun den Motorstecker verlötet.

                        Vielleicht hat das Ding aber nun zu viel Power? Mir ist nämlich bei zwei Flügen gegen Ende mehrerer Akkus von jeweils einem Blatthalter die Anlenkungen direkt am Halter abgerissen. Das ist vielleicht merkwürdig, wenn während des Fluges plötzlich ein Blatt quer steht und der Heli abtourt. Außer dem Soundeffekt ist aber nichts weiter passiert, TH und der Heli ist ins Gras gefallen. Die 3 restlichen Blätter und das FBL halten das Ding erstaunlich stabil aufrecht. Blatthalter getauscht und am nächsten Tag gehts weiter. Keine Ahnung, ob bei diesen Haltern ein Vorschädigung (von Winterflügen?) vorlag, aber meiner Meinung nach sind die Anlenkungen zu stark ausgedünnt und damit zu wenig Restmaterial vorhanden.

                        Gestern jedoch der GAU! Bin wieder mal selber dran schuld, weil ich zu spät zu lange geflogen bin. Lage nicht mehr erkannt, ohne Scale-Gehäuse und Haube ist das beim nackten Trainer viel schwerer, zwar TH gezogen, aber ich habe noch immer den FP-Reflex intus, so dass ich teilweise mit vollem negativen Pitch den Heli in die Erde ramme, anstatt in einfach fallen zu lassen. Gut eingestellt dreht meiner so lange nach, dass es fast einer Auro gleich käme.

                        Ich hatte je zwar schon meine Zweifel, als ich den neuen Heckbaum entwickelte, ob der SP-130-Rahmen wirklich dafür vorgesehen ist, aber nun habe ich die Bestätigung. Carbonstab gegen Rahmen: 1:0. Gesamter Heckhalter bis zur TS-Führung ab, die Servos baumelten noch durch den Halter verbunden daneben:



                        Wurde jedoch schon wieder geklebt, das Weiße ist besagter Füller, den ich als Verstärkung zusätzlich angebracht habe. Servos scheinen nichts abgekriegt zu haben, mein letztes Zahnrad hat zwar eine Flachstelle, scheint aber bei höheren Drehzahlen halbwegs vibrationsfrei zu laufen. Der nackte SP 130 war so leise...



                        Grüße
                        Andreas
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                        Grüße von Andreas

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                        • jumphigh
                          Senior Member
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                          • Andreas
                          • Allstedt

                          #192
                          AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                          Wahrscheinlich war ein abgenutzter Kugelkopf an der Plaste-TS der Grund, warum dort die Anlenkungen absprangen und durch Verklemmen dann am Blatthalter abrissen. Da meine TS schon so schlabbrig war, dass ich beim Pitcheinstellen regelrecht verzweifelt bin (mehrere Millimeter Spiel), habe ich jetzt eine rote Alu-TS des SP125 verbaut. Gab es beim NE-Shop für $16. Nun gut, die Qualität ist zwar ernüchternd, aber nach Gangbarmachung der Kugel und Einkleben der Kugelköpfe fliegt mein SP130-Trainer wie ein vollkommen anderes Modell. Wenn die Anlenkungen praktisch spielfrei sind, hat das NE-FBL bei weitem nicht mehr das oftmals kritisierte Eigenleben mit gefährlichen Abkippern etc.

                          Grüße
                          Andreas
                          Grüße von Andreas

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                          • jumphigh
                            Senior Member
                            • 16.12.2009
                            • 4248
                            • Andreas
                            • Allstedt

                            #193
                            AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                            Hier noch Bilder vom aktuellen Stand. Ein großer Nachteil ist aber die Lageerkennung. Schwarzer Rahmen, schwarze Blätter, weiße Servos zu klein. Beim Scale-Rumpf hatte ich wenigstens die Heckklappe mit SAR-Orange bemalt.

                            Grüße
                            Andreas
                            Angehängte Dateien
                            Grüße von Andreas

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                            • jumphigh
                              Senior Member
                              • 16.12.2009
                              • 4248
                              • Andreas
                              • Allstedt

                              #194
                              AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                              Wie es aussieht, gibt es jetzt auch Ableger:

                              Hobbico als Mutter von NE scheint jetzt alle Helis auf die Marke Heli-Max umzustellen. Da gibt es jetzt auch die kleine EC145, offenbar weitestgehend baugleich, dafür mit SLT-Empfänger mit TAGS-FBL.

                              Weiterhin findet man einen "Ableger" als XK K124 mit Futaba-S-FHSS-Empfänger auf der Platine. Ich habe keine Ahnung, ob der Hersteller XK in Verbindung mit NE/Hobbyco steht, oder es sich um umbenannte WLToys-Nachbauten handelt. Bei Robbe ist/war der Nachfolger des SP130 offenbar der SP135 mit BO-Rumpf und ebenfalls serienmäßigem S-FHSS-FTR-Empfänger. Dies passt zu einer Messe-Aussage vom letzten Jahr, dass alle zukünftigen Robbe-Modelle auf FTR vereinheitlicht werden und Fremdsender wie die NE J6Pro auslaufen.

                              Alle neueren J6Pro und Redesigns (Tactics TTX610) sind somit nicht mehr NE-kompatibel. Damit kann man leider diese "neuen" Modelle auch nicht mehr ohne Zusatz-HW mit Deviation fliegen. Ich hoffe aber darauf, dass wenigstens die Ersatzteile des XK 124 schnell bei BG aufschlagen und sich als kompatibel (und günstiger) zum SP130 erweisen werden. Die Marke Heli-Max hat dagegen kaum Verbreitung in deutschen Landen, wahrscheinlich weil Robbe als NE-Importeur keine Konkurrenz durch den Hersteller bekommen sollte. Nach den Preisen in amerikanischen Shops wären aber auch kaum Preisvorteile zu erwarten.

                              Grüße
                              Andreas
                              Grüße von Andreas

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                              • Jürgen S
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                                • 05.01.2014
                                • 139
                                • Jürgen
                                • Rhön

                                #195
                                AW: Erfahrungen Nine Eagles Solo Pro 130

                                Zitat von jumphigh Beitrag anzeigen
                                Da meine TS schon so schlabbrig war, dass ich beim Pitcheinstellen regelrecht verzweifelt bin (mehrere Millimeter Spiel), habe ich jetzt eine rote Alu-TS des SP125 verbaut. Gab es beim NE-Shop für $16. Nun gut, die Qualität ist zwar ernüchternd, aber nach Gangbarmachung der Kugel und Einkleben der Kugelköpfe fliegt mein SP130-Trainer wie ein vollkommen anderes Modell. Wenn die Anlenkungen praktisch spielfrei sind, hat das NE-FBL bei weitem nicht mehr das oftmals kritisierte Eigenleben mit gefährlichen Abkippern etc.
                                Bedeutet das, dass die TS schon im Auslieferzustand schlabbern tut? Die Probleme mit den Abkippern (bei mir immer nach links hinten) treten ja bereits aus der Packung heraus aus. Hatte ich bisher bei beiden.

                                Hast Du mal bitte ein Detailfoto Deiner TS? Wie muss ich mir das Kleben der Kugelköpfe vorstellen?

                                Meine kleine habe ich kürzlich gelb lackiert. Nicht super professionell, aber das sollte die Fluglagenerkennung über meiner Wiese deutlich verbessern.


                                Grüße,
                                Jürgen

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