ich lese seit einer Weile diesen Thread mit und bin total begeistert von dem, was du hier so rein stellst. Unglaublich, wie aufwendig Du dieses Schmuckstück wieder zum Leben erweckst. Toll, bitte weiter so! Wird es vielleicht ein Video vom Erstflug geben?
hab am WE geschliffen und gefillert was das Zeugs hält
Sieht schon recht ordentlich aus und heute werde ich die endgültige Farbe kaufen. Farbe hab ich schon entschieden und ich geh da offenbar auch mit euren Vorschlägen konform: PALETTI Sprühlack lichtgrau matt 400ml RAL7035.
Denke auch, dass das eine gute Kombi mit dem schwarzen Instrumentenbrett und der (zukünftig) blauen Haube sein wird.
Bilder folgen ...
ZIel ist natürlich ganz klar, euch videotechnisch am Erstflug teilhaben zu lassen. Realistisch kann ich das aber erst für kommendes Jahr zusagen. Erstens brauchts sicher noch eine Weile und ich komm nicht jeden Tag dazu an dem Projekt zu arbeiten, und zweitens bin ich der absolute Schönwetterflieger. Somit wird's wohl Frühjahr werden
Gruß,
Werner
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
Mit Freude darf ich verkünden: der Abschnitt neuer Vorbau ist abgeschlossen.
Nachdem die letzte Lackschicht aufgetragen und mit 1500er nass verschliffen wurde, kam noch das Instrumentenbrett dran. Der Vorbesitzer hatte das recht lieblos ausgeschnitten und mit schwarzem Klarlack "gepinselt". Eigentlich wollte ich das jetzt nicht auch noch bearbeiten, aber nachdem eh schon so viel Aufwand in die Restaurierung des Mini Boys fließt, kams im Endeffekt darauf auch nicht mehr an. So sah's vorher aus:
Zudem hat mir das glänzende Schwarz nicht gefallen, zu dem Grau passt Matt einfach besser. Von den Tränen und den lieblosen Pinselstrichen mal ganz abgesehen.
Eine Kleinigkeit hab ich mir aber vom Original abgeschaut. Da war beim ßbergang vom Vorbau auf die Instrumententafel eine kleines Brettchen verklebt. Ich vermute mal, um den Spalt abzudecken. Das hab ich übernommen weils mir einfach gefiel:
Und so sieht es nun fertig aus:
Zwischenzeitlich hab ich auch den Tank geputzt und die Tankanschlüsse neu gesetzt. Die Dichtheitsprobe verlief positiv und er ist jetzt auch nicht so unansehnlich, dass man ihn nicht mehr verwenden könnte. Mit neuen Schläuchen und Sinterpendel ausgestattet, sieht wieder aus wie neu.
Der nächste Schritt ist dann der Servoeinbau und .. mein ältestes Sorgenkind, der Motor ..
Gruß,
Werner
Zuletzt geändert von rainbowforest; 05.12.2014, 10:27.
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
danke für das Angebot eurer Unterstützung - ich bin sicher, da komme ich noch das eine oder andere Mal darauf zurück
Hmm .. das mit dem Motor war ein gewisser Selbstleger.
Als ich begann den Miniboy zu zerlegen, wurde natürlich auch der Motor einer Inspektion unterzogen. Naja, der war total fest, ziemlich mit ßl und Harz versehen und in keinem guten Zustand. Also: zerlegen.
Der Vergaser ging ja noch (hab ich bereits gepostet), aber mit dem Rest sahs schlecht aus.
Hab ihn mit Spiritus und WD40 behandelt, aber er wollte sich nicht und nicht lösen.
Also hab ich Gewalt angewandt und ihn mit dem montierten Lüfterrad dann doch irgendwann durchgedreht. Blöd nur, dass das die Kurbelwelle nicht aushielt und am Gewindeansatz abriss.
Das nächste Fiasko war dann der Kolben, respektive die Laufbuchse. Der Webra 40 (muss man an dieser Stelle sagen) WAR mit einer ABC Garnitur - also ohne Kolbenring - ausgestattet. Der Kolben war dann zwar demontierbar, aber die Laufgarnitur nicht. Auch erhitzen hat nichts gebracht. Ich in der naiven Annahme, der Kolben wär aus Stahl, hab dann einen Stahlstift zwischen Kolben und Garnitur eingeklemmt und so die Garnitur mithilfe des Kolbens rausgedrückt.
Den Rest könnt ihr euch sicher denken .. Kolben war dann auch hinüber.
Also rein ins Netz und Ersatzteile gesucht.
Neue Kurbelwelle und Kolben war grad in Eb. in Aktion, also gekauft. Blöd nur, dass die Welle falsch beschrieben war und es eine für REHTSDREHENDE Motoren war
Dann war beim Kolben kein Ring dabei, also den auch noch suchen.
Mittlerweile hab ich alle Teile neu (das hintere Lager war auch hinüber) und baue ihn von ABC auf Ring um.
Somit ist eigentlich bis auf das Gehäuse, das Pleuel und das vordere Kugellager alles neu.
Sobald der zusammengebaut ist, gibt's natürlich Bilder. Möchte ihn aber vor dem Einbau auf einem Prüfstand laufen lassen. Ihn gleich am Objekt zu testen, erscheint mir doch etwas waghalsig. Also brauch ich auch noch einen Teststand ... und so geht's halt lustig dahin
Gruß,
Werner
Zuletzt geändert von rainbowforest; 09.12.2014, 11:01.
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
Hättest den Motor in der Zwischenzeit (seit Beginn der Restauration bis jetzt) in Petroleum einlegen sollen, dann hättest du dir einiges erspart
Aber der Zwangsumbau auf "Ring" ist sicher nicht schlecht...
Ich in der naiven Annahme, der Kolben wär aus Stahl, hab dann einen Stahlstift zwischen Kolben und Garnitur eingeklemmt und so die Garnitur mithilfe des Kolbens rausgedrückt.
Der Kolben ist immer Alu - bitte auch bei der verchromten Messingbuchse kein Stahlteil nehmen, sondern z.B. einen 10mm Buchenrundstab, der etwas flach (kleiner als Auslassfensterhöhe) geschliffen ist von der Auslassseite ca. 1mm nach oben "heraushebeln" und dann vorsichtig oben am Rand (wo man jetzt drunter kommt) weitermachen.
LG
Martin
Zuletzt geändert von martin_fuerst; 09.12.2014, 16:00.
Grund: "Sinn-Fehler" im Text
ja, DAS wäre natürlich der wesentlich bessere Ansatz gewesen
Aber wie beim Modellbau so oft - man lernt nie aus. Nicht, dass es jetzt der erste Motor gewesen wäre, den ich zerlegt habe, aber die Probleme dabei sehen halt jedes Mal anders aus und verlangen .. natürlich auch jedes Mal andere Vorgangsweisen.
Beim 100sten Motor hab ich dann die nötige ßbung
Petroleum .. hmm .. wird notiert !
lg
Werner
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
Feste Motoren kommen bei mir in den Schraubstock - nachdem ich sie ein wenig in Petroleum eingelegt habe.
Im Schraubstock leicht fixieren und dann mit dem Heißluftföhn den Motor schön erhitzen, so werden die klebrigen Rückstände weich und Du kannst den Motor immer besser durchdrehen.
Danach ein wenig durchspülen, so brauchst Du ihn meist nicht mal zerlegen.
Die "restlichen Reste" spuckt der Motor beim laufen schon aus
Petroleum (Kerosin) wird in diesem Zusammenhang hier zwar öfter genannt, erscheint mir aber eigentlich weniger geeignet:
Im Modellflugbereich existieren zwei unterschiedliche/gegensätzliche Zweitakt-Kraftstoffe, nämlich alkohol-basierte und mineralöl-basierte. Dabei sind bekanntlich die ßlzusätze beider Gattungen nicht untereinander austauschbar.
Daher löst sich normales Motoröl (vom Auto oder Synthetiköl für Motorräder) zwar in Bezin, nicht aber in Methanol bzw. ßthanol etc.
Genau so lösen sich die methanol-löslichen ßle für Glühzünderkraftstoffe nicht in Benzin.
Die eingedickten ßlrückstände, welche ältere Motoren verkleben, stammen eindeutig aus dem Glühzünderkraftoff (Methanol), sind also alkohol-löslich, also benutzt man zweckmäßigerweise auch einen Alkohol (Methanol, Brennspiritus etc), um den Motor darin "einzuweichen", und eben nicht Benzin, Diesel oder Petroleum (Kerosin).
Petroleum scheint zwar gelegentlich zu funktionieren, man kann dann aber besser einfach Wasser mit Geschirrspülmittel (mit "Fettlösekraft") verwenden.
Mit meinen alten, aus der Bucht gefischten Motoren verfahre ich ansonsten genau so, wie der Michael beschrieben hat, nur dass ich, je nach Verschmutzungsgrad, den Motor in Brennspiritus einlege oder einfach nur durch alle ßffnungen (Kerzenloch, Vergaser, Auspufföffnung) einfülle. Dann, wie beschrieben, erhitzen, und sobald sich die Kurbelwelle wieder drehen lässt, fülle ich noch reichlich ßl für Glühzünderkraftstoff ein.
Danke für die aufschlussreiche Erklärung Wolfgang !
Somit bin ich als chemischer Laie offenbar durch Zufall und probieren drauf gekommen, dass mit Spiritus recht ordentliche Ergebnisse zu erzielen sind.
Ich verwende ordinären Brennspiritus für die meisten meiner Reinigungsarbeiten und das hat bislang auch immer recht gut funktioniert. Jetzt weiß ich auch warum !
Nur sollte man (wie es offenbar bei auch eher als bei mir der Fall ist), auch ein wenig Geduld mitbringen um zerstörungsfreie Ergebnisse zu erzielen
Gruß,
Werner
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
Motor ist fertig zusammen gebaut und wartet auf seine erste Inbetriebnahme. Leider kann ich hier Fotos nicht direkt hoch laden, folgen sobald ich wieder Zugriff auf unseren Server habe.
Davon angesehen brauche ich eure Hilfe:
Ich bin auf der Suche nach einem langen Kugelbolzen wie er beim Mini Boy auf der Taumelscheibe drauf ist. Hat jemand vl eine Bezugsquelle oder vielleicht eine über?
Lg Werner
Genius CP, Walkera 4#3B, T-Rex 450SE V2, Logo 600SE, Mini Boy, Cobra, DS22, Gazelle
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