Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

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  • Jürgen F.
    Senior Member
    • 26.11.2008
    • 2625
    • Jürgen
    • 59174 Kamen

    #226
    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

    Zitat von Klaus Ortner Beitrag anzeigen
    Ja
    Darum hat D/R mMn am Heli nichts verloren.
    Das stimmt so nicht unbedingt. Beim Microbeast werden in den verschiedenen Modi Expo und D/R Werte vorgegeben.

    Wem das nicht zusagt, der kann auf Sendermodus stellen und darf die entsprechenden Werte im Sender einstellen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das auch funktioniert wenn man nicht auf Sendermodus umstellt sondern eine der voreingestellten Modi wie zB Sport als Basis nimmt. Hier muss man nur damit leben, dass sich die voreingestellten und zugemischten Werte überlagern.
    Im allgemeinen funktioniert das gut, zumindest beim Scaler merkt man nichts ungewöhnliches, wenn man keine Extremwerte wählt.

    ßber Dual Rate im Sender wird aber tatsächlich nur die Rollrate eingestellt, auch wenn Du, Rolf, festgestellt hast, dass die TS weniger Ausschlag fährt.

    Im Flug übernehmen die Sensoren das Kommando, mit FBL hast Du KEINE direkte Verbindung zwischen Steuerknüppel und Taumelscheibe!

    Anschaulich wird es, wenn Du den Heli mal am Boden kippst, während Du zB Roll steuerst.
    Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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    • uknoke
      turbinen-sound.com
      Bauservice
      • 30.08.2006
      • 849
      • uwe

      #227
      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

      Du steuerst eigentlich nicht die Taumelscheibe direkt an, sondern du gibst eine Drehrate vor, wie schnell der Heli sich in einer bestimmten Zeit bewegen ( Roll / Nick ) soll.

      Grad pro sec.

      Bei der Einstellung Wendigkeit legst Du den maximalen Grad Wert pro sec fest.

      Bei unseren schönen dicken Helis ist es aber so, das die Trägheit des Helis den Wert vorgibt und die Einstellung zwecklos ist, da er sich so langsam bewegt. (Massenträgheit)
      Der Heli bewegt sich langsamer als ich ihn in dem Menüe begrenzen kann.

      Dann kommt halt die Begrenzung der Knüppelausschläge an deiner Funke ins Spiel.
      Zuletzt geändert von uknoke; 08.06.2015, 22:16.

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      • Helipilot77
        Senior Member
        • 21.05.2012
        • 2930
        • Christoph
        • Viersen / fme-Erkelenz

        #228
        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

        Also ich weiß bei dualrate auch nicht recht. Ich bin der Meinung das ich es bei der EC beim ersten einstellen von dualrate so hatte, das der Weg der TS verringert wurde. Als ich dualrate jetzt nochmal nachgestellt habe fürs Pöting treffen , hat sich an den Ausschlägen nix geändert, sondern sie wurde nur langsamer. Habe microbeast auf Sender gestellt.
        Ich bin auch etwas verwirrt
        Helichrissi/ EC145 600(MB);Rex600 EFL Pro(MB);Rex500(MB);E325 V2(MB);Logo600se; Bell 212TJ

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        • Rolf Ho
          Member
          • 27.12.2006
          • 535
          • Rolf
          • Libelle Enger

          #229
          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

          Hallo Jürgen,
          schön Dich auch in der Runde zu haben.

          Jetzt habe ich durch einen Test wirklich dazugelernt. Selbst wenn ich zum Beispiel in der Funke für Nick eine Dual Rate von 0% einstelle und den Heli dann bewege, steuert das Stabi ganz normal Nick.
          Ich kann aber Nick natürlich über die Funke nicht ansteuern.

          D.h. aber auch, in der Funke sollte Dual Rate 100% sein und den Rest stelle ich am Stabi ein, so wie ich es von Anfang an vertreten habe?

          Ich danke Euch allen für diese Diskussion, man lernt halt immer dazu.

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          • Jürgen F.
            Senior Member
            • 26.11.2008
            • 2625
            • Jürgen
            • 59174 Kamen

            #230
            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

            Das stimmt Chrissi, das MB wird langsamer wenn man D/R im Sender verstellt.
            Aus dem Gedächtnis heraus kann ich aber gerade nicht sagen ob auch der Weg kleiner wird. Zumindest beim HC3 scheint das so zu sein, vermutlich reagiert jedes System anders, was aber im Flug trotzdem zu vergleichbaren Ergebnissen führen müsste.
            Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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            • Harald 365
              Senior Member
              • 17.08.2011
              • 3667
              • Harald
              • MFC Neu-Ulm

              #231
              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

              wenn ich Dual Rate um zB 5% reduziere, merke ich es beim fliegen

              denke, es macht jeder ein bisschen anders...wie er es eben gewohnt ist

              @ Uknoke, wenn ich meine Rollrate hoch setze, wird das umgesetzt,
              ist jetzt zwar kein 9 Kilo Heli mit 1,8 RTK Durchmesser, aber knapp 5 Kilo
              bringt er auch auf die Waage
              GruÃ? Harald

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              • Jürgen F.
                Senior Member
                • 26.11.2008
                • 2625
                • Jürgen
                • 59174 Kamen

                #232
                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                Zitat von Rolf Ho Beitrag anzeigen

                D.h. aber auch, in der Funke sollte Dual Rate 100% sein und den Rest stelle ich am Stabi ein, so wie ich es von Anfang an vertreten habe?
                Ein ganz klares JEIN!!

                Wie schon geschrieben, beim MB darfst Du im Sender D/R verstellen, wie es bei anderen Systemen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

                Theoretisch würde ich aber vermuten, dass man auch bei anderen Systemen (in Grenzen!!) D/R über Sender anpassen kann (ob man lt. Bedienanleitung darf steht auf einem anderen Blatt)

                Was passiert denn schon groß dabei?

                Du hast ein Sendersignal, dieses hat einen Mittenimpuls und jeweils die Impulslängen für rechten und linken Vollausschlag.

                Ob ich nun den Stick nicht bis in die Ecke führe oder per Sendersoftware so tue, als gäbe ich einen geringeren Ausschlag---das FBL merkt davon nichts, es verarbeitet nur den anliegenden Impuls.
                Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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                • Rolf Ho
                  Member
                  • 27.12.2006
                  • 535
                  • Rolf
                  • Libelle Enger

                  #233
                  AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                  Jürgen,

                  von mir auch ein klares Jein.

                  Ich habe wieder einen Test gemacht.
                  In der Funke Dual Rate für Roll und Nick runtergedreht.
                  Pitch geht noch normal, Roll und Nick auf dem Boden nicht mehr ansprechbar, beim Bewegen des Helis steuert das Stabi die Taumelscheibe normal aus.

                  Wie sich das dann insgesamt auf den Flug auswirkt weis ich nicht und werde es auch nicht probieren. Harald merkt aber schon 5% Unterschied in der Dual Rate im Flug.

                  Für mich ist und bleibt das Resumee: in der Funke alles auf 100% und Gestänge so einhängen, dass Maximalausschläge erreicht werden. Servowege in der Funke nicht reduzieren.
                  Das Stabi kann doch nur gut regeln, wenn ich das Servo auch 100% ausnutzen kann, d.h. volle Ausschläge fahren kann.

                  Lt. HC3X Beschreibung soll Dual Rate und Expo nur zur Optimierung des Steuergefühls verwendet werden (steht unter Rigid bei Wendigkeit).
                  In der Pitcheinstellung soll der Wert im HC3X nicht unter 50 liegen, weil dann die Möglichkeiten des Servos beschnitten werden.

                  Kommentar

                  • helipower59
                    Senior Member
                    • 25.02.2008
                    • 4760
                    • Michael

                    #234
                    AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                    Rolf dein vorletzter Satz sagt doch alles. Mit Expo und Dual Rate das Steuergefühl einstellen.Und damit ist die Drehrate gemeint. Probier es mal am Heck. Da wird es deutlicher.
                    Gruss, Michael

                    Kommentar

                    • Jürgen F.
                      Senior Member
                      • 26.11.2008
                      • 2625
                      • Jürgen
                      • 59174 Kamen

                      #235
                      AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                      Zitat von Rolf Ho Beitrag anzeigen
                      Das Stabi kann doch nur gut regeln, wenn ich das Servo auch 100% ausnutzen kann, d.h. volle Ausschläge fahren kann.
                      Nein Rolf, das Stabi kann 100% Wege fahren weil Du die Wege beim Einlernen des Systems festgelegt hast.

                      Somit kann es natürlich gut regeln!

                      Du kannst die 100% natürlich nicht mehr steuern, wenn Du im Sender D/R aktivierst, aber genau dafür tut man es ja, um, wie Micha schrieb, "das Steuergefühl einstellen.Und damit ist die Drehrate gemeint. "

                      gruss juergen

                      PS: Prinzipiell machst Du aber alles richtig, wenn Du im Sender auf 100% bleibst und das Steuergefühl im Stabi einstellst. Bei meinem Microbeast ist eben genau dies das Problem, es ist mir in allen Modi viel zu aggressiv für einen Scaler.
                      Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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                      • Rolli
                        Senior Member
                        • 22.08.2006
                        • 2403
                        • Rolf
                        • auf allen Feldwegen

                        #236
                        AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                        Zitat von Jürgen F. Beitrag anzeigen
                        Bei meinem Microbeast ist eben genau dies das Problem, es ist mir in allen Modi viel zu aggressiv für einen Scaler.
                        Guten Morgen in die Runde. Genau das scheint bei mir auch das Problem zu sein, welches ich jedoch durch DR gut in den Griff bekommen habe.
                        Gruß
                        Rolf
                        MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.

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                        • Rolli
                          Senior Member
                          • 22.08.2006
                          • 2403
                          • Rolf
                          • auf allen Feldwegen

                          #237
                          AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                          Hier mal ein Auszug von der Bedienungsanleitung des Micro Beast :
                          "Sie können das Steuerverhalten komplett über den Sender vornehmen.
                          Die maximale Drehrate für Nick u. Roll u. Heck wird dann in der Fernsteuerung durch Reduzieren oder Erhöhen der jeweiligen Servowege bzw. durch Verstellen einer gegebenenfalls vorhandenen "DualRate" -Funktion eingestellt. Auch Expo können Sie über Ihren Sender einstellen."

                          Diese " DualRate -Funktion" scheint bei anderen FBL -Systemen nicht möglich zu sein ?

                          Gruß
                          Rolf
                          MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.

                          Kommentar

                          • Rolli
                            Senior Member
                            • 22.08.2006
                            • 2403
                            • Rolf
                            • auf allen Feldwegen

                            #238
                            AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                            Zitat von Jürgen F. Beitrag anzeigen
                            Du kannst die 100% natürlich nicht mehr steuern, wenn Du im Sender D/R aktivierst, aber genau dafür tut man es ja, um, wie Micha schrieb, "das Steuergefühl einstellen.Und damit ist die Drehrate gemeint. "
                            Mich hat heute Dein Beitrag annimiert, das auszuprobieren.
                            Auf Nick, Roll u. Heck habe ich nach vorsichtigen Einstellungen = 10% DualRate und 20 % Expo.
                            Das Ergebnis ist verblüffend. Der Heli steht auch bei Wind sehr ruhig in der Luft u. ist dabei auch noch gut steuerbar.
                            Es hat sich gelohnt, mit Euch darüber zu diskutieren.
                            Gruß
                            Rolf
                            MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.

                            Kommentar

                            • DiKey
                              Member
                              • 26.05.2009
                              • 702
                              • Dietmar
                              • RCC-Zirl / Tirol

                              #239
                              AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                              Sorry fürs OT, aber ich denke das Thema "Wie kommt die Knüppelstellung zu den Rotorblättern - Expo D/R und Co." verdient tiefere Betrachtung.


                              Die modernen Sender bieten so viele Möglichkeiten, dass, so scheint es mir, manchmal die Basics vergessen werden.

                              Ein Paddel-Heli und ein FBL-Heli unterscheiden sich grundsätzlich im Verhalten wie die Steuerbefehle umgesetzt werden.
                              Für beide gilt, dass der gesamte Knüppelweg in digitale Schritte umgesetzt wird. Je nach Auflösung vom Sender in 10 bzw. 11 Bit (theoretisch 1024 oder 2048 Schritte). Ich vermute aber, dass das ein oder andere Bit für den Overhead - Kanalzuordnung, Prüfsumme� - abgezogen werden muss.
                              Außerdem müssen noch Schritte für vergrößerte -Wege-; -120% bis +120% reserviert werden!

                              Diese Datenpakete werden digital vom Sender zum Empfänger übertragen. Soweit OK!

                              Der Sender wandelt diese Datenpakete in ein pulsweitenmoduliertes Signal (PWM) um das das Servo -verstehen- kann. Dabei wird der gesamte Weg auf Impulse von 1ms und 2ms umgesetzt (Mittenimpuls die üblichen 1,5ms). Diese Impulse werden alle 20ms an das Servo ausgegeben; so kommt man auf die Ansteuerfrequenz von 50Hz.

                              Das Servo selbst erhält dieses PWM-Signal und fährt, je nach Impulslänge, seine Position an. Dabei wird die Position über ein Potentiometer abgefragt, mit dem Sollwert verglichen und bei Bedarf nachjustiert.
                              Um das Ganze mit Zahlen anschaulich zu machen wähle ich einen Sender mit 1024 Schritten, vernachlässige den Overhead und nehme an, dass der Servoweg bis +/- 120% eingestellt werden kann.

                              Das gewählte Servo hat einen maximalen Drehwinkel von 180°.
                              Daher wird der größte möglichen Knüppelweg (-120% bis +120%) durch die maximale Anzahl der Schritte dividiert um die Auflösung zu erhalten: 240/1024 = 0,2344 %Knüppelweg/Schritt.
                              Da diese digitalen Schritte diskrete Werte (gequantelte Werte) sind werden Knüppelstellungen zwischen den Stufen mit 0,2344% auf den nächsten diskreten Schritt auf oder abgerundet.

                              Wenn wir weiter überlegen, dass diese Schritte im Empfänger in stetige (kontinuierliche) Servosignale, das sind Signale die jeden Wert zwischen den Grenzen annehmen können, umgewandelt werden erreichen wir eine Winkelauflösung von:
                              180° / 1024 Schritte = 0,176° pro Schritt


                              Alles klar soweit?

                              Dann weiter mit einem exemplarischen Paddel-Heli.

                              Bei einem Servoweg von 90° soll ein Pitch von -6° bis +10° erreicht werden:
                              90° / 0,176° pro Schritt = 511 Schritte zwischen min und max Pitch.
                              16° / 511 Schritte = 0,03° Auflösung - wenn der volle Knüppelweg, Schrittanzahl genutzt wird!

                              Wenn der Heli jetzt bei 90° Drehwinkel am Servo einen zu großen Pitchbereich - exemplarisch +/- 13° bei 100% Sendersignal- zulässt und das mit D/R begrenzt wird ändert sich die Auflösung.

                              Erstmals über eine Schlussrechnung (Dreisatz) den nötigen Drehwinkel ermitteln:

                              26° Pitch entsprechen 90° Drehwinkel - 16° Pitch entsprechen 55,4° Drehwinkel

                              Daraus die Schritte:
                              55,4° / 0,176°/Schritt = 315 Schritte
                              16° / 315 Schritte = 0,05° Auflösung

                              0,05° gegen 0,03° absolut klingt der Unterschied nicht groß - relativ ist es aber eine Verbesserung um rund 60%!

                              Da bei den beiden Beispielen nur der mechanische Aufbau -geändert- wurde ist ersichtlich, dass mit den Längen der Hebelarme eine deutliche Verbesserung der Auflösung und damit der Feinfühligkeit im Steuerverhalten möglich wäre.


                              Daher sollte jede Trainermechanik für den Einsatz im Scaler genau unter die Lupe genommen und alle Optimierungspotentiale ausgenutzt werden!


                              Der Unterschied zwischen Paddel und FBL folgt wenn gewünscht.


                              Dietmar
                              Zuletzt geändert von DiKey; 09.06.2015, 14:07.

                              Kommentar

                              • Jürgen F.
                                Senior Member
                                • 26.11.2008
                                • 2625
                                • Jürgen
                                • 59174 Kamen

                                #240
                                AW: Baubericht über Hughes 500E mit Eigenbau-Riemenmechanik

                                Hallo Dietmar,
                                Danke für die ausführliche Erklärung, ich denke, es ist allgemein gewünscht, dass Du das fortführst!
                                Bauberichte auf http://www.Helipoint.de Update 21.03.2017

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