Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: meine erste Bell 212 TwinJet (gebaut 1980/81) habe ich Anfang der 1990er Jahre in einigen Punkten modifiziert, primär, um auch Autorotationen damit fliegen zu können.
Da das Entscheidende hierfür die Rotorblätter sind, brauchte ich einen geeigneten Kopf, vorzugsweise mit Axiallagern, um auch GfK-Blätter einzusetzen. An der Stelle kam der Rotorkopf des Heim-Systems ins Spiel. Das Tellerrad des Getriebes bekam einen Freilauf vom Schlüter Superior, darin läuft eine oberflächengehärtete Rotorwelle. Zusätzlich direkt angesteuerte Taumelscheibe mit 120° Dreipunktanlenkung und die gleiche ßnderung am Heckrotor wie bei Rolf (kugelgelagerte Schlüter-Steuerbrücke) und HeRo-Blatthalter mit Drucklagern. Das funktioniert so bis heute.
Bis dahin flog das Modell im Originalzustand, und zwar sehr zufriedenstellend. Umgebaut habe ich den Hubschrauber damals nur, um ihn in einem anderen "flight envelope" betreiben zu können.
Der TwinJet Rotor fliegt sich meiner Meinung nach ausgezeichnet, und zwar ganz ohne Modifikationen.
Wenn man gewisse Vorgaben, die an anderer Stelle bereits sehr ausführlich und fachkundig - insbesondere von Wolfgang (WGS) - erläutert wurden, beachtet, sind Blatteinschläge in den Heckausleger eigentlich kein Thema und man kann mit dem Modell viel Spaß haben. Deshalb habe ich vor ein paar Jahren noch mal einen Original TwinJet gebaut, der auch regelmäßig geflogen wird. Ca. fünf Wochen vor Kitzingen 2010 erlitt das Modell durch einen Ausfall der Empfängerstromversorgung einen massiven Schaden, worauf hin ich die Modifizierte mit zum Treffen nahm. Bei den Meetings 2008 und 2012 war die Originalversion im Einsatz.
Gruß
Uli

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