Memoiren eines "alten Hasen"

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  • Icefox
    Icefox

    #76
    AW: Memoiren eines "alten Hasen"

    Die-Vogel-Strauß-Technik
    Muhaahaaahaaaa!!! I´m loving it!!!

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    • donstefano
      donstefano

      #77
      AW: Memoiren eines "alten Hasen"

      GOOOOD MOOORNING AGGUSCHRAUBßßßßR.

      Unerschütterlichkeit hat bis zu einem bestimmten Punkt seine Vorteile. Leider hinterläßt die Kopf-durch-die-Wand Methode auch so eine Art Materialermüdung. Wenns den Heli trifft, kann man in den Ersatzteilfundus greifen. Was aber, wenns den Piloten trifft?:dknow:
      [SIZE="1"]Memoiren eines alten Hasen[/SIZE]
      11. Wieder mal Erstflug!

      Ein Eco, heute ein eher zur Erheiterung beitragendes Fluggerät der 500er Klasse, für mich war er zur damaligen Zeit ein absolutes Höllengerät, rekapitulieren wir kurz: 105 cm Rotorkreis, ca. 120-150 Watt Motorleistung, tragende Holzblätter, ca 1,4 kg Kampfgewicht und schallmauerbrechende 1200- 1300 UpM auf dem Rotorkopf. Manch einer heute wird sich fragen, wie soll sowas überhaupt fliegen?
      Wenn ich vorher aber immer nur drehzahlgesteuerte Minis mit einem Viertel des Rotorkreises gewohnt war, glaubte ich beim Eco direkt ins weit aufgerissene Maul des Höllenhundes zu starren. Dieser Gegner erschütterte seine Opfer allein durch sein Kampfgebrüll. Jeder, der schon mal ein holzgedecktes Dach in dieser oder mehr Größe geflogen ist, wird verstehen, was ich meine. Die machen einfach mehr Radau, klingt aber irgend wie auch richtig geil.
      Jedenfalls wußte ich sofort, dieses Kampfgerät braucht einfach mehr Lebensraum. Also ab in den Kofferraum und auf zur wilden Wiese. In weiser Voraussicht hatte ich mir so einige mögliche Flugfelder gesucht und in Form eines Windkraftradfeldes gesucht und gefunden. Die frisch angelegten, dorthin führenden Feldwege waren idealer Start und Landeplatz für meine ersten Aussenschwebe aktivitäten und auch die in dieser Anfangszeit noch eher ungeliebten Zuschauer waren hier kaum zu befürchten.
      Und wie bei allen meiner Premieren war ich wie immer auf alle Eventuallitäten gut vorbereitet. Ein 10 Zeller mit 1900 mAh und ein 9 zelliger -Powerakku- mit 1700 mAh lagen randvoll griffbereit, Sender und Empfängerakku hatten auch jedes mögliche Elektron, das benötigt wurde und einer der besten Kampfheckschweber der Welt war an den Kontrollen. Sollte ich endlich mal eine Deja vu freie Zone finden? Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich leide an Selbstbewußtseinsarmut.

      Der leichte Wind, die Windräder hatten kaum sichtbare Drehbewegungen, würde wohl auch kaum ein Problem darstellen? Brettchen flog ich bei solchen Verhältnisse mit links. Also los. Windrichtung mit der guten alten Grasmethode festgestellt, Akku anschließen, gaaaaanz tief durchatmen und Strom geben. Der Eco gehorchte folgsam meinen Steuerkontrollen und befolgte Pflichtgemäß die Gesetze der Aerodynamik.. Den Gegenwind konnte ich auch mehrere , sagen wir mal 2-3 Minuten lang ausgleichen, doch dann riss eine leichte Böhe an meinem bis zu diesem Zeitpunkt perfekt gemeisterten Fliegzeug.
      Was mir eigentlich aus den Flächentagen noch alzu bekannt gewesen sein musste, erhöhung der Windgeschwindigkeit erzeugt erhöhten Auftrieb, uberraschte mich jetzt völlig und meine kurzen Versuche das auszugleichen ließen den Eco leicht steigend Fahrt aufnehmen. Da ich wußte, das ein Heli im Rundflug eher wie ein Flächenmodell reagiert, war ich eigentlich noch nicht mal allzu beunruhigt,. Brettchen konnte ich ja fliegen wie ein Alter, oder?
      Obwohl sich kurz meine alten Flächenreflexe melden wollten, ging der anschließende Rundflug an sich problemfrei, bis sich der, selbst daran hatte ich gedacht, eingestellte Timer meldete und mich zur Landung mahnte.
      Kennt jemand von euch den Film Fandango? Eine Roadmovie über eine Gruppe junger Männer, die sich quer durch Amerika aufmacht, um noch mal so richtig die Sau rauszulassen. In einem der Highlights dieses Films sitzen die 5 jungen Männer mit ihrem 59er Caddi ohne Sprit in der Wüste fest und überlegen, wie sie weiterkommen. Direkt neben der Straße verläuft eine Eisenbahntrasse, auf der sich das Eisenbahnhorn tutend ein Zug ankündigt. Kurz überlegend beschließen die fünf sich mit ihrem Auto an den Zug anzuhängen......Das wird wie Windsurfen! Eine Stahltrosse wird gefunden und am Auto fixiert und einer der Männer stellt sich mit dem anderen zur Schlinge gebundenen Ende neben das Gleis, um es über die Anhängekupplung des letzten Wagon zu werfen, was ihm auch gelingt. In aller Ruhe geht er zurück zum Auto, das Seil ist lang genug. Alles scheint nach Plan zu laufen, bis der Fahrer auf die Idee kommt...... ßßßßßh, wie bremsen wir eigentlich?
      Die Fünf sehen perplex wie sich das Seil spannt und..........
      der Zug den gesammten Vorderwagen mit Haube, Kotflügeln und Stoßstange abreißt und der Wagen um diese Teile erleichtert an genau derselben Stelle stehen bleibt.
      Wie bremst man denn so´ne Kiste ohne Zuhilfenahme eines Baumes, Mauer oder ßhnlichem?
      [SIZE="4"]AAAAAAAAAAAAAAA
      AAAAAAA
      AAA
      AA
      A
      A
      A
      A
      A
      A
      A
      Aufschlag!!!!!!!![/SIZE]
      Während ich noch fieberhaft nach der Notbremse suchte, hatte der inzwischen leergelutschte Akku seine letzten Elektronen an den Motor abgegeben. Der Heli beendete den Landeanflug 50- 60m über dem Aufsetzpunkt und der traurige Rest passte bequem auf eine Kehrschaufel.
      Was mich dabei am meisten nervte, wieder mal konnte ich die Fehlersuche vorm heimischen Badezimmerspiegel beenden.
      Richtig übel war aber jetzt, das meine Abrißbirne, also das Teil zwischen den Ohren, von meiner letzten mit-dem-Kopf-durch-die-Wand attacke anscheinend doch einen kleinen Sprung bekommen hatte, der sich durch diese neuste Dummheit noch etwas weitete. Jede diese Dummheiten waren ja im Prinzip nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gewesen.
      Aber jetzt, jeder Heli hatte sich unter meinen Händen als Fall für die gelbe Tonne entwickelt, zerrieben durch den-erfahrenen Modellprofi-. Der bei den meisten Anfängern als Frustfaktor unter dem eigenen Nichtkönnen irgendwann mal entstehende Phase, hatte jetzt den Höhepunkt erreicht.
      Mein Selbsterhaltungstrieb hatte mit einem großen Lappen den Rest Selbstbewußtsein weggewischt und meinem Kopf, meinen Finanzen und dem anscheinend unmöglichen Versuch, Drehflügler heil durch eine Akkuladung zu bringen, eine Regenerationsphase verordnet.
      Was den Meisten auf dem Weg zum fliegen lernen und fliegen können auflauert, ist die Gefahr am eigenen, geglaubten Unvermögen zu scheitern. Leute, Kopf hoch, auch Meister sind in unserem Business schon vom Himmel gefallen
      Wenn soweit ist, einfach mal ne Zeit alles stehen und liegen lassen, um dann mit freiem Kopf wirklich durchzustarten

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      • donstefano
        donstefano

        #78
        AW: Memoiren eines "alten Hasen"

        GOOOOOOD MOOOORNING; AGGUSCHRAUBßßßßR!!

        Wie, nichts neues aus Helihausen? Genau wie mein Schaffensdrang Helipilot zu werden, hat auch mein Schaffensdrang an der Tastatur eine kleine Auszeit verdient. Keine Sorge, Es wird schon noch einige Zeit vergehen, bis mein reales Futter aus Rotor und Brettchenzeit zur Neige geht. Ich möchte hier auch keinen unter einem von mir befürchteten Zugzwang langweilen.
        Sonst kommts zu so´ner Geschichte wie: Oh Gott, Zuschauer, denen muß ich jetzt was bieten und ich will euch garantiert kein verbales Kampfheckschweben vorführen
        Wenn´s keinen stört, ich hatte ja auch mal ne dunkle Vergangenheit als Brettchenflieger und da gibts auch noch einige nette Stories. Wer dafür, darf jetzt die Hand heben.

        Uwe und Stefan haben da schon mal nen Vorstoß für die Klamottenkiste eines Helipiloten gewagt, Vielen Dank euch beiden.


        LG, der Don.

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        • Charlie_D
          Charlie_D

          #79
          AW: Memoiren eines "alten Hasen"

          Zitat von donstefano Beitrag anzeigen
          Sonst kommts zu so´ner Geschichte wie: Oh Gott, Zuschauer, denen muß ich jetzt was bieten...
          Hihi, zu spät - wir warten doch schon alle drauf!

          Nee, klar, man kann nicht immer kreativ sein, jedenfalls von mir schon mal schönen Dank für die bisherigen und hoffentlich bald wieder folgenden Storys - ich les das sehr gerne!

          Grüße
          Charlie

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          • Reiner Fuchs
            Mitarbeiter Hempel KG
            • 26.09.2008
            • 2373
            • Tayfun
            • 52.042275,10.468926

            #80
            AW: Memoiren eines "alten Hasen"

            Ich "Hand gehoben"
            Warp360, LOGO 600SX, LOGO 700 VTX, Hammer V3, DS-24, DX9

            Kommentar

            • Helikopterfan
              Helikopterfan

              #81
              AW: Memoiren eines "alten Hasen"

              *handhochheb*

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              • dilledopp
                Senior Member
                • 07.07.2008
                • 2401
                • Helmut
                • Rhein-Sieg-Kreis

                #82
                AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                Zitat von Helikopterfan Beitrag anzeigen
                *handhochheb*
                Ich auch.
                [FONT="Arial Black"][/FONT]GruÃ?-Helmut

                Jeder hat das Recht auf meine Meinung!

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                • neortiC
                  neortiC

                  #83
                  AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                  *hand heb*

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                  • bob9876bob
                    Member
                    • 05.06.2010
                    • 183
                    • Waldemar
                    • Wildflieger

                    #84
                    AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                    beide Hände oben
                    nur fliegen ist schöner...

                    Kommentar

                    • MicroF-104
                      Member
                      • 07.06.2009
                      • 313
                      • Stefan
                      • Buchenberg

                      #85
                      AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                      Das kann man auch selber bauen ....

                      und leichter

                      Kommentar

                      • Dr.Copter
                        Dr.Copter

                        #86
                        AW: Memoiren eines "alten Hasen"

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                        • Einherjer
                          Einherjer

                          #87
                          AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                          Hand von der Freundin hoch heb - welche jetz komisch schaut und nicht weiß was das soll

                          Kommentar

                          • Ritchi
                            Ritchi

                            #88
                            AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                            *handhochhebauch*



                            echt tolle stories lese sie seeeehr gerne


                            mfg ,Ritchi


                            PS:wie wärs mal mit: übertragung des rosa-glitschigen heli-killers von einigen pixeln des PCs auf reale flieglinge und ihr verhalten

                            Kommentar

                            • donstefano
                              donstefano

                              #89
                              AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                              Hi, Ritchi.

                              Kannste das mal nem Dummen, normal heligeschädigten übersetzen

                              Dicken Gruß, der Don.

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                              • Ritchi
                                Ritchi

                                #90
                                AW: Memoiren eines "alten Hasen"

                                kein problem:

                                das gehirn und seine umsetzung von simulatorerfahrungen auf die realität

                                gute nacht noch allen

                                Ritchi

                                PS:gemeint ist dabei das man nicht durch sich durch fliegen kann was mir erst wieder auf den letztden 2 metern klar geworden ist xD

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