Memoiren eines "alten Hasen"
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Heli-Player
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
Zitat von Speedy955 Beitrag anzeigenEinfach genial.
Sehe mich da so oft wieder. 1975 '76 '77
Angefangen mit nem Segler "Amigo" Graupner
Einer gelben Grundig Varioprop 8S im 27 Mhz Band
Später dann ein Taxi von Graupner das schon beim Bau so krum und schief zusammengeschustert wurde das es eigentlich nie vernünftig fliegen konnte.
Auch die Bootphase kenne ich. Es gab da so 3-4 Eigenbauten die waren sogar richtig gut. Nachdem ich von irgendwoher zu einer Autokarosserie gekommen bin folgte auch mal ein Versuch ein Auto zu bauen. Dies scheiterte jedoch an den Möglichkeiten ein vernünftiges Chassis zu bauen.
Naja eine Kwik Fly MK3 hängt heute noch ungeflogen im original Zustand an der Decke und erinnert mich an die damalige Zeit meiner Anfänge.
Auch ich habe damals an Heli s gedacht, war fasziniert jedoch lag deren Anschaffung weit im Jenseits meiner damaligen finanziellen Möglichkeiten.
Durch Mofa, Lehre, Freundin eca. verlor der Modellbau damals für mich dann an Bedeutung und auch mein "bescheidenes (Fach)wissen" blieb auf dem damaligen Level eingefroren stehen.
Irgendwann 2005 kam ein Freund und brachte mir für 40 EUR einen gebrauchten Tamyha Elektro Buggy und das (Un)glück
begann erneut. ßbers Auto zum Flugzeug und dann zum Heli.
Der Virus des Fliegens schlief nur. Er war nie weg.
Heute aktuell
6 Heli s und 5 Flugzeuge
4 Sender
und auch viel probiert und Lehrgeld bezahlt
Bin ebenfalls auf die Fortsetzung gespannt
Weiter so .....
UUpppsssssss,
warst Du das oder hab ich grad in den Spiegel geschaut
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Charlie_D
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
Zitat von Speedy955 Beitrag anzeigenAngefangen mit nem Segler "Amigo" GraupnerNee, nee, Heli-Player, wenn ich mich richtig erinnere war das eine Hornet, Stilecht in Schwarz/Gelb...Zitat von Heli-Player Beitrag anzeigenUUpppsssssss,
warst Du das oder hab ich grad in den Spiegel geschaut

Grüße
Charlie
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Heli-Player
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
Hallo Charlie,Zitat von Charlie_D Beitrag anzeigenNee, nee, Heli-Player, wenn ich mich richtig erinnere war das eine Hornet, Stilecht in Schwarz/Gelb...

Grüße
Charlie
ich meinte so die Jahreszahl und die Gegebenheit wie damals alles begann, du weißt schon und später die Mädels.......
Da hast Du recht, es war 1978 die "Hornet" von robbe, aber in weiß / rot.
Schwarz / Gelb sind jetzt die Rotorblätter am HK 500
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donstefano
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
GOOOOD MOOOOORNING, AGGUSCHRAUBßßßR!
Ich glaub, ich hab grad ein Paradoxes Zustandabhängiges Asoziativphänomen, wie es mein Lieblingsvulkanier so formuliert. Deja vu auf neudeutsch, aber irgendwie ging mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf: hatte ich die Story schon erzählt, oder nicht? Neeee, war nur die ßberschrift. Heute werd ich euch mal richtig fordern, mehr verrate ich noch nicht.
Soooo, jetzt werde ich mich mal genüsslich zurücklehnen und die Daumenschrauben ansetzen[SIZE="1"]Memoiren eines alten Hasen[/SIZE]
7. Nobbi´s little Shop of horror
Das Stockholm Syndrom ist allgemeiner bekannt als die Verbrüderung mit seinem Peiniger, so eine Art Hassliebe zu seinem Folterknecht. Die Intimität des Gepeinigten zu seinem Peiniger lässt ihn die Qualen surreal erleben und in gewisser Weise als Zuneigung verstehen. ßhnlich verhält sich das Verhältnis des Besitzers in der Anfangszeit zu seinem Hubi, der, obwohl ihm sein Besitzer alle Zuwendung und Aufmerksamkeit widmet, wenig oder keine Beachtung oder Freude schenkt, sondern ihm immer wieder mit neuen Gemeinheiten pisackt.
Nachdem mein erster Kidnapper, der Colco, mir die Freuden seiner Zuneigung entzogen hatte, erschein ein echter Profi an den Daumenschrauben, fragte mich, ob alles perfekt sitz und fing genüßlich an, an dem Gewinde zu drehen. Mein Piccolo wurde in diesen Diziplinen Meister dieser Tortur, vor allem immer mal wieder durch gezielten Entzug seiner Liebesbeweise.
Der Piccolo hatte mich angesichts meiner, wie immer unvoreingenommen kompetenter Meinung nach, so richtig in ein neues Zeitalter der Evolution gebracht, er verlor folgsam auf meine Befehle hin die Bodenhaftung und durfte so beihnahe jede Ecke meines ßbungsraums erforschen und das immerhin Minutenlang.
Durch den hinzugekauften, jetzt Blähungsfreien Lipo, schafften wir beide dieses in trauter Zweisamkeit. Wer sagst denn? Fliegen ist einfach das zweitschönste Gefühl auf der Welt. Diese perfekte Harmonie erhielt mein Peiniger Tage, ja Wochenlang aufrecht, um mich in totaler Sicherheit zu wiegen. Vier bis sechs Flüge am Tag, sechs bis sieben Tage in der Woche. Still und unauffällig grinste er wohl in sich hinein, bevor er mir unerbittlich klarmachte, dieses Liebesverhältnis ist einseitig.
Mitten in unserer Harmonie des Zusammenspiels von Mensch und Technik erstarb das Donnern der Motoren, mein kleiner Pic folgte willig den Gesetzen der Schwerkraft und war absolut nicht bereit meinen Befehlen folge zu leisten.
Kalt und Regungslos lag er vor mir, strafte mich mit Nichtbeachtung und schien sich an meinen Höllenqualen zu weiden. Hatte es zuvor nach jeder meiner Kaltverformungsattacken, Verbesserungsoperationen oder Kosmetischen ßberarbeitungen zumindest eine wie auch immer geartete Reaktion gegeben, dieser garstige kleine Teufel war in absolute Lethargie gefallen.
Wie soll man sich auf das Nichts vorbereiten? A.Beten, B.bitten, C. betteln, D. toben, E. Schreien, F. zu Boden werfen und mit den Fäusten trommeln. Vielleicht kennen Eltern den sogenannten Quengelbereich an der Kasse eines Lebensmittelanbieters, in dem der Nachwuchs all diese Attacken auf seine Erzeuger anwendet. Und fast immer erzielen diese Maßnahmen spätestens am Punkt F. den gewünschten Erfolg. Ich aber erreichte nichts!
Die gesammte Elektronik, Piccoboard und Servos, ausbauen, den Postweg durcheilen, die Diagnose von Nobbi abwarten und hoffen, das sie freundlich ausfällt. Freundlich war die Stimme am Telefon schon als man mir erklärte, daß das Board infolge von ßberlastung verendet war und das eine Reparatur kein Problem sei. Dummerweise würde das aber nicht viel bringen, da ich das alte für NiCd- akkus ausgelegte Board habe und daher lieber auf das Piccoboard plus wechseln müsse. Unfreundlich wurde die Sache aber zu meiner geplagten Brieftasche, die der Chirurg kurzerhand 129.- € operativ entfernen wollte.
Dr. Nobbi freute sich, diese Operation dann nach kurzem Bedenken meinerseits vornehmen zu dürfen, schließlich hofft aber jeder Patient ja auf Linderung seiner Symptome. Mein Kidnapper wurde als vollständig geheilt entlassen und versprach mir erneut, mich nun bestimmt nicht wieder freizulassen. Er hielt dieses Versprechen aber nur kurzzeitig, wenn man sich mit dem Teufel einläßt, muß man eben auch seine Launen ertragen.
Es war der blanke Hohn, einige Akkuladungen hielt dieser Pakt zwischen uns beiden. Pic verrichtete seine Arbeit wie zuvor und fing gerade an, das verlorene Vertrauen wieder zu gewinnen, da passierte das selbe wie vor gerade mal 3 Wochen, nichts. Wenigstens wartete er solange, bis der neue Monat neue monetäre Kapazitäten schuf, um die, anders schien es nicht zu gehen, diesmal Gott sei Dank nur 30.- € teure Reparatur zu bezahlen.
Obwohl meine erklärte Feindschaft mit den eigentlich daran völlig unbeteiligten Zustelldiensten auch so langsam wieder in den Zustand eines Waffenstillstands zurückkehrte, die alte Tradition, den Boten für schlechte Nachrichten, in meinem Fall waren das keine, umzubringen, hätte vermutlich eine Kleinstadt restlos entvölkert.
Doch auch wenn die Post und ßhnliche nicht ständig neue Mitarbeiter anwerben mußte und der folgenden Amoklauf im Stillen stattfand, er sollte ein für allemal zeigen, wer hier das sagen hat.
Ich verrate nur soviel, der Rest kommt heute und wird ein furioses Beispiel an Eskalation in dem Kidnapper Opfer Verhältnis.
LG, der Don.
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ukhh
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
Ich mags gar nicht abwarten.
Ich hatte btw den Jonny von Robbe.
--> auch Speckgummis altern und Tragflächen nehmen sowas ab und an übel.
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donstefano
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
GOOOD MOOORNING, AGGUSCHRAUBßßßR.
Habt ihr echt gedacht ich bin so grausam? Seh ich aus wie ein Pic? Wie wenig mir auch damals zu lachen zumute war, so sehr schmunzle ich jetzt über meine Kindertage des Helifliegens und ein wenig Melancholie ist auch dabei, gabs was schöneres als die unschuldige Kinderzeit
Man sagt, wer keine Schwierigkeiten hat, macht sich welche. Welcher Art, nun ja. Ein wenig kann man schon in der nächsten ßberschrift erahnen. Manche Grausamkeiten schreibt nicht das Leben, man tut sie sich selbst an.[SIZE="1"]Memoiren eines alten Hasen[/SIZE]
Euphorisch in der Vorfreude, wieder mich an meinen Flugkünsten erfreuen zu können, alle Akkus waren geladen und die Reimplantation des Piccoboards war schnell erledigt, schaltete ich den Sender ein, steckte den Akku an und...........
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAArg, nichts!
Kein müdes Servozucken, kein winziger Motorendreher.....
Das Reichte. Sämliche bei mir angestellten Elektriker rasten durch mein Hirn, um durchgebrannte Sicherungen zu wechseln. Das Orchester holte tief Luft für das Crescendo in Wagner´s Wallkürenritt. RRRRRROOOOOOOT, jede andere Spektralfarbe machte eilig Platz vor meinen Augen. Das ist dein letzter Nichtschnaufer, du kleiner Quälgeist. Wenn ich mich jetzt nicht von dir befreie, bleibe ich ewig dein Gefangener.
In der darauf folgenden Orgie der Gewalt wurden die aerodynamischen Qualitäten des Senders abrupt von meiner Wohnungswand gestoppt und dessen jetzt schon mehrteiliges Wesen gründlich mit den Füssen bearbeitet. Und jetzt zu dir, du Monster.......
Pic stand immer noch ruhig und gefasst in Erwartung seines nahe Todes vor mir, nein unter mir und mein jetzt ausschlieslich noch arbeitendes Stammhirn versorgte meine Extremitäten noch mit Bewegungsreflexen. Irgendwie schaffte es einer meiner Hirnadministratoren aber doch noch rechtzeitig den Reset Knopf zu finden und die darauf folgende langsam ablaufede Bootsequenz verschaffte Aussenstehenden, hätte es welche gegeben, ein seltsames Bild. Ein in seiner Raserei eingefrohrener Goliat, der sich mit erhobenen Fäusten anschickt, den unter seinem erhobenen Fuß stehenden David zu atomisieren.
So gesehen verlief diese Befreiungsaktion für einen meiner Kidnapper noch glimpflich und die anschließende Fehlersuche für eine Reinkarnation des doch noch lebenden Piccos mit einem Spender- Empfängerherz von Graupner.
Glücklich und zufrieden lebten diese Drei aber auch nicht bis ans Ende ihrer Tage, sie wurden wiederum auf eine Art und Weise getrennt, die einen erneuten Abstieg auf den Level eines Bodenakrobaten bedeuteten.
8. Darfs ein bischen mehr Heli sein und Mode 3
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AW: Memoiren eines "alten Hasen"
aber dann mit gebundener Ausgabe und jede menge Autograme

nur fliegen ist schöner...
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Dr.Copter -
AW: Memoiren eines "alten Hasen"
Ich merke anhand Deiner Erzählung das es egal ist welchen "Einsteiger-Heli" man sich zulegt - irgendwie scheinen alle vom gleichen Band zu fallen...
Kennt doch irgendwie jeder, oder?
Bitte mehr davon - viel mehr!!!
Never touch a running system...
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Einherjer -
Speedy955
AW: Memoiren eines "alten Hasen"

Da hatte ich Glück das es 2007 als ich mit dem Heli fliegen anfing schon einen T-Rex 450 gab.
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wie geil
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