Nachdem ich mich heute morgen wieder auf dem Tisch ausgebreitet und mir meinen Kaffee servieren hab lassen (Danke!) ging es an den Aufbau des Chassis, also Seitenplatten, Lager, Motordingens, Kufengestell usw. - einiges davon (Lager und Motor) wurde in Metallgewinden eingeschraubt, wollte also gesichert werden, andere Schraubverbindungen kamen selbstschneidend ins Plastik. Da man das Chassis erst komplett aufbauen und die Schrauben später erst endgültig festziehen sollte wenn auch alles gerade ist, war hier gute ßbersicht gefragt, welche der zahlreichen Schrauben denn nun schon fest, gesichert oder noch lose waren. Laut Anleitung soll man den geraden Aufbau u. a. dadurch prüfen, indem man die HRW durch die Lager zieht und dabei für Leichtgängigkeit sorgt. Das war zu keinem Zeitpunkt ein Problem und das Chassis war nach dem Festziehen auch schön gerade.
Beim Anbringen des Kufengestells ist mir der anscheinend erste gravierende Fehler passiert: ich habe eine Mutter verloren und auf dem Teppichboden nicht mehr wiedergefunden. Jetzt ist das zum Glück keine besonders kritische Stelle, die Schrauber wurde von mir zunächst mit CA eingeklebt. Vielleicht finde ich die Mutter ja noch. Das ist aber überhaupt ein Knackpunkt: die Teile in den Tüten sind genau abgezählt, da ist nirgends mal eine Ersatzschraube oder Ersatzunterlegscheibe dabei. Hier ist also Aufpassen angesagt.
A propos Tüten. Ja, die Teile sind nach Baugruppen sortiert in beschrifteten Tüten verpackt. So ganz ging das aber nicht immer auf. Im Großen und Ganzen stimmt das zwar, aber wenn mal etwas fehlt hilft oft ein Blick in eine benachbarte Tüte.

Um die bevorstehende Hochzeit von Chassis und Rotorkopf samt HRW vorzubereiten stand als nächstes der Einbau der drei Taumelscheibenservos an. Hierzu wollen natürlich die Servohörner montiert sein. Und damit die schonmal möglichst gerade auf den Servos sitzen, musste ich die Servos erstmal an einen Empfänger anschließen und in Mittelstellung bringen bzw. fixieren.
Das war für mich ein willkommener Anlass, endlich den viel zu großen AR7000 samt Satellit (ohne Satellit nix geht) aus dem 250-er zu reißen und den Senderplatz an den neuen kleinen Empfänger zu binden. Wenn ich morgen früh mit dem 250-er in der Halle fliegen will, muss ich das allerdings noch ordentlich neu verkabeln. Die Vorfreude hält sich in Grenzen.
Dadurch war jedenfalls der AR7000 samt Satellit frei für den 500-er. Da ich noch keine Akkus da hatte und der mitgelieferte Regler auch noch keine Goldis aufgelötet hat nahm ich kurzerhand das interne BEC des 15A-Reglers aus dem 250-er zur Hand. So hat das für mich funktioniert:
- in der Funke einen neuen Platz für den 500-er auswählen
- 250-er-Akku mit 250-er-Regler an den AR7000 anschließen und neu binden.
- Alles auf Null und im Servomonitor der Funke überprüfen
- Einzustellendes Servo in den RUDDER-Kanal einhängen (die TS-Kanäle sind nicht so geeignet, da wurde bei mir schon Pitch eingemischt weil ich beim Einrichten direkt die 120°-Taumelscheibe eingestellt habe).
- Servohorn mittig aufstecken, Strom weg, festschrauben.
Viel besser als die Servohörner jetzt sitzen geht das eigentlich nicht. Eventuelle Abweichungen werden später im Subtrim im Sender korrigiert bis die Hörner wirklich absolut gerade sind. Doch dazu viel später mehr.
Jetzt war für die Hochzeit von Kopf samt HRW und Chassis alles bereit. Das Komplizierteste hier war das Einfummeln der Jesusmutter zwischen den beiden Gehäuseplatten. Weil der Rotorkopf hier ein bisschen sperrig war, konnte ich das leider nicht seitlich liegend machen und die Mutter wollte immer wieder rausfallen. ßberhaupt ist das Einfummeln der Mütter für mich eine der häufigsten Fluchquellen. Das Ergebnis konnte sich allerdings sehen lassen, hier bereits zusammen mit der Heckrohraufnahme:
In der Frühabendsession habe ich zuletzt noch das Heckrohr montiert. Das Komplizierteste hierbei war das Einfädeln des Riemens durch das Heckrohr. Letzendlich habe ich es so gemacht:
- Motorritzel an einen Faden binden und durchrutschen lassen
- Motorritzel lösen und Heckriemen mit dem Faden einfangen
- Heckriemen mit dem Faden vorsichtig wieder zurückziehen
- Es hinbekommen, unterwegs den Knoten aufzumachen, also wieder ab 1.
- Heckriemen vorsichtig komplett durchziehen
- Freuen.
Für ein tagesabschließendes Foto habe ich dann noch Heckstreben, Haube und Blätter montiert. Ich finde, das kann sich schon sehen lassen. Außerdem sieht man das Werkzeug, dass mir freundlicherweise zum Teil geliehen wurde (danke, Dieter!):
Meine weitere TODO-Liste:
- 250-er neu verkabeln
- Heck montieren
- Goldies, Schrumpfschlauch und Gewebeschlauch kaufen und anlöten/anbringen
- Verschiedene Akkus von Kollegen draufschnallen und Schwerpunkt checken
- Eigene Akkus bestellen (möglicherweise: Turnigy 6S 2650mAh 30C)
Ich baue nicht täglich Hubschrauber auf und mache das sicher nicht perfekt, obwohl ich mir große Mühe gebe. Wenn Ihr Hinweise, Anmerkungen, Korrekturen oder sowas habt, nur raus damit.
Ansonsten kann man sagen, dass ich mich tierisch auf meinen großen Rex freue. Den von Grund auf hochzuziehen und einzustellen bis er dann richtig fliegt (wollnwerdochmahoffen!) ist ganz großes emotionales Kino für mich. Jetzt aber gute Nacht, morgen ist wieder ein langer Heli-Tag. Frühmorgendliche Grüße:
Mirko






Die Kabel sind übrigens überhaupt gar nicht verlegt. Das kommt erst noch. Wenn Du da konkrete Vorschläge für mich hättest, würde ich mich sehr freuen. Lass uns das per PN besprechen, hier soll es ja um den 500-er gehen.
Hi, Hi, Hi so lustig...

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