Nachfolgend möchte ich mal hier alle meine erprobten Setups zu meinem OXY 5 MEG aufführen und über meine Erfahrungen dazu berichten.
Begonnen habe ich mit der wohl standardmäßig angedachten 6S-Variante:
Angepeilt waren Drehzahlen (1600 / 1860 / 2100) von Low-RPM bis weiträumiges 3D
Setup (2020) mit folgenden Komponenten:
Regler: Kontronik Kolibri 140 LV
Motor: Kontronik Pyro 650 103L
Ritzel: 13Z
Akkus: GensAce 6s 5300 mAh 30/60C
FBL: Mikado NEO
Servos: HiTec Heli-Set HS-8360TH + HSG8315-BH
Haupt-RB: MS Composit Rapid Carbon 620 mm
Heck-RB: MS Composit Rapid Carbon 96 mm
Backup: OptiPower Ultra Guard 430
Abfluggewicht: 3.325 g
Erfahrungen:
Nach einigen Einstellflügen hatte ich damals (bei ca. 28°C) mal die ersten "zarten" Runden gedreht und hatte bereits nach kurzer Zeit in FP2 mit 1860 U/min mit Temperaturproblemen (bis 95°) zu kämpfen.
An einen kompletten Flug in FP2 oder gar in FP3 mit 2100 U/min war somit gar nicht zu denken!
Auch ein Kühlblech und div. Einstellungen am Regler konnten keine Abhilfe schaffen.
Anmerkung: Motor und Regler gingen zur Kontrolle zu Kontronik und kamen beide (angeblich) ohne Befund zurück.
Fazit: Setup mit diesen Komponenten ungeeignet, wobei ich mir ziemlich sicher war, dass der Kolibri-Regler doch einen Defekt hatte.
>> Setup 2 (2020)
Aufgrund dessen wurde nur erst mal der Kolibri gegen einen YGE-Saphir 155 ausgetauscht.
Erfahrungen:
Bereits beim ersten Flug stellte sich der Erfolg ein. Den 2. Flug hatte ich fast komplett in FP 3 gemacht und der Regler blieb mit max. 66° (ohne Lüfter) absolut im grünen Bereich. Auch der Motor blieb etwas kühler.
Leider geriet ich aber fortan (aufgrund des 6S-Akkus) häufig mit den Strömen in den kritischen Bereich. Glücklicherweise hatte ich mit dem Saphir noch Optionen offen.
>> Setup 3 (2021)
Akkus: 7S-Akkus Red Power 6300 mAh 25/50C
12er Ritzel
Abfluggewicht: 3.585 g
Erfahrungen:
Selbst mit 7S und reduzierter Drehzahlen (1600/1800/2000) bekam ich hin und wieder Stromwarnungen. Diese konnte ich mit Einstellungen im Saphir (bist 190A erlauben) zwar reduzieren aber durchgängiges “Ballern“ mit 2000 RPM und 3D-Einlagen war ohne Warnung nicht möglich und war damals eigentlich auch nicht präferierte Drehzahl. Auch waren hierfür diese Akkus mit 25C Dauerbelastbarkeit wohl grenzwertig.
>> der Vollständigkeit halber, Wechsel der Rotorblätter*
Haupt-RB: Rotortech Ultimate 610 mm
Heck-RB: DH-Blades 107 mm
*) mit den schwereren Blättern erhoffte ich die relativ schlechten Auro-Eigenschaften meines MEG zu verbessern, was ein Stück weit gelang.
Abfluggewicht: 3.707 g
>> Setup 4 (Herbst 2023)
Akku: 8S GensAce 5.250 mAh (Eigenbau aus den alten 6s 5.300 mAh)
Motor: Xnova 4025 670KV
Abfluggewicht: 3.785 g
Erfahrungen:
Zum Testen des Setups und auch weil ich mir vor dem Winter keine neuen Akkus zulegen wollte, habe ich aus den besten Zellen zweier 6S GensAce 5.300 mAh einen zusammengelötet.
Während des ersten Einstellflugs konnte ich in FP 2 + 3 die Drehzahlen direkt wieder etwas anheben (1860 / 2060) und erreichte dabei max. Ströme von 117A und bei herbstlichen Außentemperaturen eine Reglertemperatur von gerade mal 37°C. Dabei habe ich während des 10-minüten Flugs 3930 mAh verbraucht, also gut 75%. Also, alles mehr als vielsprechend. Jetzt brauchte ich fürs finale Setup nur noch neue Akkus.
In die engere Auswahl zog ich die SLS QUANTUM 5.000 mAh, mit 30 oder 40C, da sie vom Gewicht mit 890 bzw. 940g noch im Bereich der 7S-Akkus und dem 8S-Test-Akku waren. Die BONKA 8S von mylipo erweckten zwar bezüglich der 5.200 mAh auch mein Interesse aber diese waren mit 1040g jetzt noch mal 100g schwerer und die 120 C hielte ich für völlig überzogen und aberwitzig.
Da die SLS mit 40C nicht lieferbar waren war ich nach einem Telefonat mit Sascha von mylipo doch etwas angefixt und da die ROTOR vor der Tür stand, stand die Entscheidung fest.
>> finales Setup 2024
Akkus: BONKA 8S 5.200 mAh, 120C
Abfluggewicht: 3.910 g
Erfahrungen:
Die Akkus passen zwar wirklich gerade so in den MEG aber mittlerweile habe ich mit den BONKA’s einige Flüge in meinem OXY5 MEG abgerockt und kann nun absolut nachvollziehen, dass Sascha bei den Akkus so ins Schwärmen geriet und auch das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekam. All meine Bedenken, auch wegen dem deutlichen Mehrgewicht, zu den vorigen Setups haben sich sprichwörtlich in Luft aufgelöst.
Ich habe sogar den Eindruck, dass sich der Heli durch die konstante Power noch leichtfüßiger anfühlt und konnte/musste die Drehzahl bereits direkt zu Beginn an wieder in den Flugphasen 2 + 3 um 60 U/min reduzieren.
Auch die Flugzeiten sind beachtlich!
Von 9 1/2 Minuten mit 1600 U/min bis 5 Minuten bei durchgehend 2000 U/min, bei genutzten 3880 mAh, mit dann noch 29,0V unter Last. Im gem. Flugbetrieb sind es um die 7 - 8 Minuten. Einfach genial!
​

Kommentar