Hallo Dennis,
könntest du bitte auch ein Bild von der neuen, kürzeren Haube und den Dekorstreifen einstellen?
Danke,
Armin
Hey, kann ich bei Gelegenheit sicher gerne machen. Aber habt bitte noch etwas Geduld. Erst einmal den Heli fertig bekommen. Mit dem geschienten Bein ist das leider alles nicht so einfach und ich kann nur eine bestimmte Zeit sitzen. Danach muss ich es wieder hoch lagern. Nervt extrem - aber ich geb mein Bestes euch auf dem Laufenden zu halten. Von der Form hat sich soweit aber nichts ändert. Lediglich die Proportionen wurden minimal angepasst, sodass es optisch wieder stimmig ist. Das Heckrohr ist im Vergleich zum ZENYT, bedingt durch die Riemenlänge, minimal kürzer. Und wie man weiter oben sehen kann, ist auch das Heckrotorgehäuse minimal kürzer. Und dieser Längenunterschied wird halt auchgeglichen.
Das obere Chassis ist soweit fertig. Von der Qualität bin ich nach wie vor einfach absolut begeistert. Andere Mütter haben gewiss auch schöne Töchter - aber so wie da alles passt, macht es einfach riesen Spaß. Auch wie fluffig die Wellen durch die Lagerungen gehen... Die Wellen werden bei PSG gedreht, gehärtet, anschließend hohlgebohrt und dann noch spitzenlos außenrundgeschliffen. Die Dinger sind dafür dann aber auch im Bereich von 0,005mm bolzgerade, was man meiner Meinung nach bei der Montage echt merkt.
Der Karton, der anfangs voller Tütchen war, leert sich echt erstaunlich schnell - schneller als gedacht. Als nächsten Schritt werde ich das untere Chassis fertigstellen.
Das obere Chassis ist soweit fertig. Von der Qualität bin ich nach wie vor einfach absolut begeistert. Andere Mütter haben gewiss auch schöne Töchter - aber so wie da alles passt, macht es einfach riesen Spaß. Auch wie fluffig die Wellen durch die Lagerungen gehen... Die Wellen werden bei PSG gedreht, gehärtet, anschließend hohlgebohrt und dann noch spitzenlos außenrundgeschliffen. Die Dinger sind dafür dann aber auch im Bereich von 0,005mm bolzgerade, was man meiner Meinung nach bei der Montage echt merkt.
Der Karton, der anfangs voller Tütchen war, leert sich echt erstaunlich schnell - schneller als gedacht. Als nächsten Schritt werde ich das untere Chassis fertigstellen.
Warum sitzt dein Zwischenwellenritzel tiefer als das Hauptzahnrad? Das ist doch sicherlich so nicht gewollt, oder?
ich denke weil unten noch der Lagerbock fehlt, und die Welle/Ritzel oben noch ca. 0,5mm Luft zum Lager hat...wenn man das Bild groß macht sieht man es.
Grüße Dino
Zuletzt geändert von Luckylouds; 19.04.2021, 21:19.
ich denke weil unten noch der Lagerbock fehlt, und die Welle/Ritzel oben noch ca. 0,5mm Luft zum Lager hat...wenn man das Bild groß macht sieht man es.
Weil bei der Wärmebehandlung (gerade beim Einsatzhärten) immer Verzug ensteht, wird erst gehärtet und dann die Endtoleranzen am Bauteil, verspahnt, poliert, gebohrt, geschliffen usw.....
Gruss
Stefan
Zuletzt geändert von BladeRunner; 20.04.2021, 11:41.
Grund: Zusatz
Ja das stimmt, allerdings erschießt sich mir nicht, warum ERST gehärtet und DANN gebohrt wird. Normalerweise wird das Teil mit Schleif-Aufmaß komplett gefertigt und zuletzt geschliffen.
Und bei langen Wellen zwischen Spitzen. Deswegen hatte ich gefragt, warum das hier anders gehandhabt wird. Vielleicht bin ich ja nicht auf dem neuesten Stand der Technik...
Nur mal so für mein technisches Verständnis: Warum härtet man eine Welle, bohrt sie DANN innen aus und schleift sie SPITZENLOS? :dknow:
Hi,
ich versuche es mal zu erklären...
Wir härten unsere Wellen nicht induktiv. Das wäre kontraproduktiv, da wir als Grundmaterial bereits vergüteten Stahl verwenden.
Wer es genau wissen will, wir verwenden 42CrMo4+QT...das "+QT" steht für abgeschreckt und angelassen oder kurz einfach "vergütet".
Der Stahl hat in diesem Zustand eine Zugfestigkeit von ca.1000-1100N/mm².
Zum Vergleich: Ein normaler Baustahl liegt bei 370N/mm²...hochfestes Aluminium (7075) liegt bei ca. 500N/mm².
Der Stahl hat also bereits eine ausreichende Festigkeit, ist aber noch nicht dazu geeignet als Lauffläche für ein Lager bzw. den Freilauf zu dienen.
Ich meine gehört zu haben, dass es bei anderen Herstellern wohl das eine oder andere Problem deswegen gegeben hat.
Die Wellen werden also vorgedreht mit 0,2mm Aufmaß, und anschließend 0,3mm tief "kurzzeit Gasnitriert".
Das ist ein "chemisches" Härteverfahren das bei niedrigeren Temperaturen stattfindet.
Ich meine bei ca. 350 Grad.
Damit die "härte" wirklich nur an der Aussenfläche der Wellen bleibt sind sie zu diesem Zeitpunkt bewusst noch nicht hohlgebohrt.
Wäre da ein Loch drin, würde das Gas in die Welle eindringen und den Stahl bzw. die Welle quasi auch von innen heraus härten. Das wollen wir nicht.
Die Wellen kommen also dann irgendwann vom härten, und werden in diesem Zustand dann hohlgebohrt.
So stellen wir einen zähen Kern und eine superharte Randschicht sicher.
Zum guten Schluß werden die Wellen dann spitzenlos rundgeschliffen.
Warum spitzenlos?? Eigentlich ganz einfach...wir machen keine halben Sachen
Spitzenlos geschliffene Wellen sind das "geradeste" was mit normalen mitteln herstellbar ist, das wollen wir einfach so.
Wir hatten auch noch nie Probleme mit Vibrationen oder ähnlichem. Vielleicht hängt das ja damit zusammen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, einfach her damit.
Grüße Dino
Zuletzt geändert von Luckylouds; 20.04.2021, 18:34.
Wir härten unsere Wellen nicht induktiv. Das wäre kontraproduktiv, da wir als Grundmaterial bereits vergüteten Stahl verwenden.
Wer es genau wissen will, wir verwenden 42CrMo4+QT...das "+QT" steht für abgeschreckt und angelassen oder kurz einfach "vergütet".
Der Stahl hat in diesem Zustand eine Zugfestigkeit von ca.1000-1100N/mm².
Zum Vergleich: Ein normaler Baustahl liegt bei 370N/mm²...hochfestes Aluminium (7075) liegt bei ca. 500N/mm².
Der Stahl hat also bereits eine ausreichende Festigkeit, ist aber noch nicht dazu geeignet als Lauffläche für ein Lager bzw. den Freilauf zu dienen.
Ich meine gehört zu haben, dass es bei anderen Herstellern wohl das eine oder andere Problem deswegen gegeben hat.
Die Wellen werden also vorgedreht mit 0,2mm Aufmaß, und anschließend 0,3mm tief "kurzzeit Gasnitriert".
Das ist ein "chemisches" Härteverfahren das bei niedrigeren Temperaturen stattfindet.
Ich meine bei ca. 350 Grad.
Damit die "härte" wirklich nur an der Aussenfläche der Wellen bleibt sind sie zu diesem Zeitpunkt bewusst noch nicht hohlgebohrt.
Wäre da ein Loch drin, würde das Gas in die Welle eindringen und den Stahl bzw. die Welle quasi auch von innen heraus härten. Das wollen wir nicht.
Die Wellen kommen also dann irgendwann vom härten, und werden in diesem Zustand dann hohlgebohrt.
So stellen wir einen zähen Kern und eine superharte Randschicht sicher.
Zum guten Schluß werden die Wellen dann spitzenlos rundgeschliffen.
Warum spitzenlos?? Eigentlich ganz einfach...wir machen keine halben Sachen
Spitzenlos geschliffene Wellen sind das "geradeste" was mit normalen mitteln herstellbar ist, das wollen wir einfach so.
Wir hatten auch noch nie Probleme mit Vibrationen oder ähnlichem. Vielleicht hängt das ja damit zusammen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, einfach her damit.
Grüße Dino
Das nitrieren hat glaub ich genauso den Vorteil, dass die Wellen nie rosten werden und dass die Oberfläche viel beständiger ist, oder Dino?
Oder ist das ein anderer Vorgang als der, der bei Herrstellung von Gewehr/Pistolen Läufen verwendet wird. Die werden ja genauso "kaltgehämmert" und dann je nach Einsatzbereich nitriert bzw verchromt
Banshee 700 - Voodoo 400 - Protos Nitro - G4
they see me flyin, they hatin
also leider nein...unsere Wellen können nach dem nitrieren trotzdem rosten.
Ich denke Du meinst das chemische vernickeln. Diese Schicht ist ebenfalls extrem hart und sorgt ab 0,002mm Schichtdicke für eine absolute "Rostfreiheit".
Das ist aber eine Art "Lackierung" die nicht ins Material eindringt. Kann sich also bei mechanischer Belastung abnutzen.
Das machen wir im übrigen mit unseren Heckrotornaben...wenn man genau hinsieht, dann stellt man fest, dass die einen ganz leichten gelblichen Schimmer haben...das ist das "chemisch Nickel".
Ok, vielen Dank für die Erklärung.
Aber wie spannt man eine Welle in die Schleifmaschine, ohne sie über Spitzen zu zentrieren, wenn sie in eins komplett geschliffen wird?
Das mit dem Härten macht Sinn, wenn es nur Randschicht gehärtet ist. Verstehe ich. Hätte gedacht, sie wird komplett gehärtet. Hatte mich deshalb gewundert, warum man dann eine harte Welle bohrt. Wäre vorher einfacher. Bei Randschicht Härte, ok, macht Sinn
Die Welle wird zwischen einer Schleifscheibe und einer Andrückscheibe hindurch geschoben. Liegt dabei auf einem Lineal und dreht sich von selbst.
Das geht ziemlich fix und kostet daher auch relativ wenig.
Funktioniert aber auch nur bei Wellen ohne Stufen.
Wir verarbeiten personenbezogene Daten über Nutzer unserer Website mithilfe von Cookies und anderen Technologien, um unsere Dienste bereitzustellen, Werbung zu personalisieren und Websiteaktivitäten zu analysieren. Wir können bestimmte Informationen über unsere Nutzer mit unseren Werbe- und Analysepartnern teilen. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.
Wenn Sie unten auf "Einverstanden" klicken, stimmen Sie unserer Datenschutzrichtlinie und unseren Datenverarbeitungs- und Cookie-Praktiken wie dort beschrieben zu. Sie erkennen außerdem an, dass dieses Forum möglicherweise außerhalb Ihres Landes gehostet wird und Sie der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten in dem Land, in dem dieses Forum gehostet wird, zustimmen.
Kommentar