Sind die Blätter genau in der Waage, aber das Gewicht ist unterschiedlich, kann nur der Schwerpunkt nicht stimmen.
Ich habe mal zwei Methoden an miserablen Blättern ausprobiert.
Nur Auspendeln, wobei auf das Blatt was hoch geht außen beklebt wurde bis die Blätter genau in der Waage sind.
Gewicht und Schwerpunkt braucht man nicht prüfen, es verhält sich genau so wie hier schon mit der Wippe und den Kindern beschrieben wurde.
Mit dieser Methode bekommt man, wenn man genau in der Waage ist, den Heli genau so Vibrationsfrei wie mit der aufwendigen Methode, die ich gleich erkläre.
Allerdings nur bei 0°, weil der Schwerpunkt in gleicher Ebene wie die Blattlagerwelle ist.
Sobald man aber Pitch gibt und im Flug steuert, verändert sich der Abstand der Schwerpunkte durch die nach oben V-förmigen Blätter.
Je weiter die Schwerpunkte auseinander liegen, umso stärker ist die Differenz und es kommt zu Vibrationen, bzw. zu mehr Vibrationen als normal.
Daher habe schiebe ich meine Blätter gleichzeitig über einen an einem Brett geklebten Stahldraht und beklebe das leichtere Blatt innen, wenn es zuerst über den Stahldraht kippt, oder außen, wenn das leichtere Blatt nach dem schwereren Blatt kippt.
Gleichzeitig versuche ich mit der Klebeposition das Blattgewicht gleich zu bekommen.
Je genauer beide Blätter gleichzeitig über den Draht kippen und das Gewicht mit einer Goldwaage für 5 Euro aus der Bucht gewogen gleich ist, umso genauer werden die Blätter in der Waage sein.
Da ich auch VStabi habe, überprüfe ich das Ergebnis über mein Handy in der Vibrationsanzeige.
Zum Test tausche ich die Blätter um zu schauen ob mir mehr, gleich oder weniger Vibrationen angezeigt werden.
Verbaut lasse ich die Blätter wo weniger Vibrationen sind und klebe auf irgendein Blatt einen Streifen Tesa von ca. 2-3cm.
Werden die Vibrationen mehr, auf das andere Blatt kleben.
So kann es u.U. noch zu kleinen Korrekturen kommen die ich mir selbst nicht erklären kann.
Bild1
An der Seite einer Grundplatte wird zur Führung eine Dachlatte befestigt.
Mit einem zweiten kleinerem winkligem Brett das bis vorn geschoben wird, wird der Stahldraht beim verkleben mit der Grundplatte gehalten.
Schiebt man beide Blätter gleichzeitig mit dem zweiten Brett an der Führung haltend nach vorn, kommt irgendwann ein Punkt wo idealerweise beide Blätter gleichzeitig kippen.
Es geht also nur um die gleiche Position des Schwerpunkt.
Ich überprüfe vorher bei beiden Blättern die Stelle die mit dem Brett in berührung kommt, ob die bei beiden Blättern gleich zur Bohrung sind.
Den Vorlauf prüfe ich indem ich einen Nagel ohne Kopf winklig in die Wand schlage und beide Blätter gleich daran aufhänge.
Sollte ein Blatt mehr Vorlauf haben, sehe ich das an den unterschiedlichen Verlauf der Blattvorderkante beider Blätter.
Als Blattwaage habe ich in zwei Dachlatten zwei starke Magnete eingeklebt und die Dachlatten auf einer Grundplatte verschraubt.
Eine dazwischen passende M4 Gewindestange habe ich an beiden Seiten angespitzt, indem ich die Gewindestange in eine Bohrmaschine gespannt und sie mit einer Feile beim Lauf angespitzt habe.
Beim zusammenschrauben der Blätter unbedingt darauf achten das sie paralell sind, das gilt nebenbei auch bei Blattwaagen wo die Blätter liegend montiert sind.

(diese Waage wird jährlich geprüft, und bei abweichungen von >0,1 wird sie sofort ausgeglichen vom Tüv.

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