also gut, dann ist das Thema nicht zu Ende. Macht nix :-)
Ich verstehe Deinen Einwand. Im liegt die Idee zugrunde, durch den Abruf der maximalen Beschleunigung bis sich die Regelabweichung zu null ergibt ein schnelles Angleichen der Drehzahlen zu ermöglichen. Wenn die Drehzahl dann wieder stimmt, setzt man die Beschleunigung auf Null.
Das klappt aber nicht, weil das System dann überschwingen würde und gebremst werden müsste. In realen Systemen spielt das Zeitverhalten eine entscheidende Rolle. In meist festgelegten Zyklen von wenigen ms wird die Regelabweichungen ermittelt und eine entsprechende Stellgröße nachgeführt. Im nächsten Zyklus ist die Regelabweichung eine andere und die Stellgröße wird wieder nachgeführt. Es entsteht eine asymptotische Angleichung an die Sollgröße. Dadurch ist ein zeitlicher Verzug, der über dem liegt, was durch die maximal abrufbare Beschleunigung möglich wäre, unvermeidlich.
Das ßberschwingen bei gleichbleibender Amplitude entspricht dem Reglerpumpen, das man von schlechten Governor-Modes kennt (Align). Man kann es nur vermeiden, wenn man die Verzögerung in Kauf nimmt.
M.

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