Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
... Danke für das Interesse, ich werde auf die Steuerung ausführlich eingehen, auch auf die Rolle des StabisZitat von Naundorf Beitrag anzeigen
[FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]
Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Sorry fürs reingrätschen, nur kurz bemerkt: Mit VStabi Neo in Verbindung mit ner VBar Control ist das locker möglich. Du brauchst halt dafür die Makrozellen.Zitat von Naundorf Beitrag anzeigenOder gibt es mittlerweile ein Kreisel System welches auch Koax kann.CU,
Egbert.
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Das ist grundsätzlich richtig, denn ein Koax stellt da nicht so große Ansprüche. Allerdings wenn Du die Giersteuerung über Differential-Pitch und dann noch z.B. die Taumelscheiben über eine 120° Mischung ansteuern willst, dann musst Du Dir schon ein paar Gedanken machen.CU,
Egbert.
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
... ich bin sicher, dass die aktuelle Elektronik auch Koax kann. Wer mich kennt weiß aber, dass ich von den Möglichkeiten zwar begeistert bin, aber leider mit vielen neuen Features nicht mehr klarkomme. Ich bin da vor ca. 10 Jahren stehen geblieben, sorry.
Deshalb heute erst mal weiter zum Bau der Mechanik.
Wie bereits beschrieben, geht es um einen Koax-Heli mit gegenläufigen Hauptrotoren. Das Drehmoment hebt sich dabei auf und auf den Heckrotor wird verzichtet. Beim Modell wird das realisiert durch zwei ineinanderlaufende Hauptrotorwellen. Dabei treibt die innere 5mm-Welle die obere Rotorebene an und dreht sich rechtsläufig innerhalb der linksläufigen äußeren hohlen Welle. Diese ist für den Antrieb der unteren Rotorebene verantwortlich. Beide Wellen werden durch je einen 280 kV-Motor angetrieben.
In ersten Skizzen habe ich mir das Prinzip erst mal verdeutlicht. Unmittelbar vor Baubeginn habe ich dann eine 1:1-Zeichnung angefertigt. Grundlage dafür war eine Schemazeichnung der Original-Kamow im Maßstab 1:16,5, die ich dreifach geteilt habe und die Teile auf je ein DIN-A-4 Blatt gedruckt habe.

Zusammengeklebt hatte ich nun einen Seitenriss, in den ich meine Mechanik maßstabgetreu einzeichnen konnte. Wichtig dabei war mir, auch beim Modell die originalen Konturen beizubehalten, auch den Abstand der Rotorebenen zur Kabine und untereinander. Auch die Neigung des Rotorkopfes nach vorn soll realisiert werden. Auf diese hier -Hauptzeichnung- genannte Zeichnung werde ich mich bei den folgenden Beschreibungen immer wieder beziehen.
Aus dieser Zeichnung sind die wichtigsten Cirka-Maße für alle Elemente des Rotorkopfes zu entnehmen. So auch die Länge der beiden Wellen, mit deren Aufbau ich das ganze Projekt begann.
Als Motoren finden zwei identische 280kV-TYI-Motoren aus chinesischer Produktion ihre Anwendung. Diese sind kräftiger im Drehmoment und dabei nur zwei Drittel so schwer wie die Multiplex-Himax-Motoren, die ich bei meinen ersten Projekten verwendet habe. @ fassla: Diese habe ich vor längerer Zeit komplett vom Markt geholt für meine Flotte
Diese Motoren besitzen je eine 6mm-ßffnung (Multiplex 4mm) für die Aufnahme einer entsprechenden Welle. Die unbedingt zuverlässige Befestigung der Wellen an den Motorglocken ist dabei von existentieller Bedeutung für das Funktionieren des Prinzips. An diesem Problem war ich vor sechs Jahren gescheitert.
Die aktuelle Lösung erfolgt folgendermaßen: Die Innenwelle habe ich aus 5mm-Siberstalhl (Meterware) geschnitten und ein Freund hat mir an einem Ende eine 6mm-Buchse hart verlötet. Damit passt die Welle problemlos in die Motorglocke und konnte mit den zwei vorhandenen Madenschrauben fest fixiert werden. Im Motor sorgen zwei Lager mit 6mm-Innenring für problemlosen Rundlauf.
Die Außenwelle ist ebenfalls aus Meterware hergestellt. Nachdem ich im Netz erfolglos nach -Hohlwellen- gesucht hatte, fand ich unter -8mm-Edelstahlrohr- das gewünschte Material. Das wird mit verschiedenen Wandstärken angeboten - 1mm ist komplett ausreichend. Damit hat die 5mm-Innenwelle 6mm Platz zum reibungslosen Drehen. Um die 8mm-Welle am Motor zu befestigen, wurden beide Motorlager (6mm-Innenring) durch solche mit 8mm Innenmaß ersetzt (Kugellager24.de). Die Glocke wurde mit einer Reibahle an der Drehbank auf 8mm aufgebohrt. Da die bleibende Materialdicke geringer geworden war, wurde die Welle anschließend mit drei Madenschrauben verspannt. Dazu wurden zwei neue 2mm-Löcher zwischen den Stegen gebohrt und 2,5-mm Gewinde hineingeschnitten.
Das erstmal für heute, morgen geht-s mit der Lagerung der Wellen weiter �Angehängte Dateien- erste Ma�stabsskizze.jpg (495,0 KB, 131x aufgerufen)
- Hauptzeichnung 02.jpg (451,8 KB, 125x aufgerufen)
- 280kV Motor.jpg (499,3 KB, 151x aufgerufen)
- 6mm Buchse hart verlötet.jpg (969,2 KB, 132x aufgerufen)
- beide Wellen roh.jpg (624,3 KB, 136x aufgerufen)
- beide Wellen einbaufertig.jpg (754,2 KB, 126x aufgerufen)
- beide Wellen ineinander.jpg (847,5 KB, 120x aufgerufen)
- Lagertausch Motor.jpg (945,1 KB, 121x aufgerufen)
[FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Moin
Der Koax-Antrieb beim Heli ist doch so eigenstabil, brauche ich da wirklich eine Stabilisierungshilfe??? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte das ein Heckkreisel reicht.
Belehrt mich eines besseren wenn ich hier mit meiner Meinung Unsinn verbreite.
Gruss AndyLogo 400SE Jive Pyro Savöx VStabi Mini
Logo 600SE Jive Scorpion Savöx VStabi Mini
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Wie funktioniert die Steuerung auf Gier, also die auftriebsneutrale Differenzierung der kollektiven Anstellwinkel der beiden Rotoren?
LG, Philipp
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Dachte ich auch, darum hab ich ebenfalls einen Dual-CP Koax gebaut. Das ist absolut genau so stabil wie ein Single Rotor-CP. Also in meinen Augen:Null. Auch mit FBL. Hatte gehofft, es wäre ein wenig wie Self-Leveling.Der Koax-Antrieb beim Heli ist doch so eigenstabil, brauche ich da wirklich eine Stabilisierungshilfe???
Bei diesem Projekt hat easter43 bereits geschrieben, dass Gier über Drehzahl-Unterschied realisiert wird.Wie funktioniert die Steuerung auf Gier , also die auftriebsneutrale Differenzierung der kollektiven Anstellwinkel der beiden Rotoren?
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Hallo Andy,Zitat von Helden-Andy Beitrag anzeigenDer Koax-Antrieb beim Heli ist doch so eigenstabil, brauche ich da wirklich eine Stabilisierungshilfe???
diese Annahme hatte ich auch. Aber sie war übriggeblieben von den Spielzeugkoaxen mit fixen Rotorblättern. Ich kann Dir von den bisherigen Flügen berichten, dass von Eigenstabilität beim CP-Koax tatsächlich keine Rede sein kann. Aufgrund der sechs Rotorblätter ergibt sich auf Roll und Nick sogar eine relativ große Agilität, die beim Fliegen volle Konzentration erfordert - das Ding wird sehr schnell sauschnell
[FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]
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Hallo Philipp,Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigenWie funktioniert die Steuerung auf Gier , also die auftriebsneutrale Differenzierung der kollektiven Anstellwinkel der beiden Rotoren?
Die Steuerung auf Gier übernehmen die beiden Hauptrotoren. Beim Modell durch unterschiedliche Drehzahlen. Ich gehe darauf aber noch ganz konkret ein.[FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
Die beiden Wellen laufen ja ineinander, die 6er Welle in der 8x1 Hohlwelle, wie sieht es da mit Reibungswärme aus, das Ganze ist ja so gut wie spielfrei, werden die dann vor dem Zusammenbau gefettet oder sonstwie dauerhaft geschmiert. Vielleicht ne blöde Frage, aber ich würde gerne wissen ob das ein Problem war und falls ja, wie Du es gelöst hast, zumal sich das 8er "Rohr" ja mehr dehnt als die 6er Welle.
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AW: Kamov Ka-26 - Der verspätete Koax
... weiter im Text:
Wichtig ist die exakte und in der Flucht liegende Lagerung der beiden Wellen in der Mechanik. Das Chassis baute ich aus mehreren Carbonplatten auf der Grundlage meiner bereits 2016 vorgestellten Hängemechanik, indem ich diese -um eine untere Etage- erweiterte.
Auf der Hauptzeichnung von gestern ist die Lagerung der Wellen deutlich zu sehen. Die äußere Welle ist dreimal gelagert: Zweimal innerhalb des Motors und einmal durch einen Lagerblock vom 500er T-Rex, der mit der oberen Chassis-Platte verschraubt ist. Die innere Welle ist vierfach gelagert. Zwei Lager im Motor, dazu am Eingang und Ausgang der Außenwelle durch je eine Hülse mit einem Lager. Diese Hülsen habe ich schon vor sechs Jahren besorgt, sie stammen vom -Big-Lama-Koax- und sind leider heute nicht mehr zu haben. Die Originalhülsen beinhalteten je ein Lager mit einem 4mm-Innenring, das sich problemlos durch eines mit 5mm-Innenmaß ersetzen lässt.
Es versteht sich, dass die Befestigung der Motoren und die des T-Rex-Lagerblocks absolut fluchtgerecht erfolgen müssen. Jede Abweichung würde ein Verbiegen der Wellen im Betrieb und damit einen unrunden Lauf verursachen. Das habe ich durch vergrößerte Bohrlöcher an der unteren Chassisplatte realisiert. Damit lässt diese sich gegenüber den Alu-Abstandshaltern horizontal verschieben. Die Schrauben werden erst festgezogen, wenn in der Draufsicht die innere Welle ohne Lager exakt zentral in der äußeren zu sehen ist.
Nachdem die erste Probeanpassung im Chassis erfolgte, ging ich erst mal ohne Motoren an den Aufbau des Rotorkopfes. Begonnen wurde mit der unteren Ebene. Diese wird vollkommen normal wie die eines Singlerotors aufgebaut. Als Rotorköpfe nutze ich zwei identische starre 5mm-Dreiblattköpfe von CopterX, die in meinen bisherigen Helis sehr zuverlässig und robust funktionieren. Der obere Kopf wurde unverändert verbaut.
Der Kopf der unteren Ebene benötigt jedoch ein Zentralstück mit 8mm-ßffnung. Das Aufbohren des Original-Zentralstückes verbietet sich jedoch, da dieses dann zu dünnwandig wird. Bereits vor sechs Jahren hat mit ein Freund deshalb aus einem Sechskant-Messingzylinder ein passendes Zentralstück gedreht und mit allen Bohrungen und Gewinden versehen.
Die zweite Veränderung erfahren die Blatthalter des unteren Rotors. Diese müssen mit je zwei Kugelköpfen versehen werden, einer für die Aufnahme des Gestänges vom Servo kommend, der zweite für die Weiterleitung der Bewegung an die obere Rotorebene. Das wurde durch den Austausch der originalen Kugelköpfe durch solche mit einer innenliegenden 2mm-Schraube realisiert. Mit einer entsprechend langen Schraube lassen sich auf diese Weise an jedem Blatthalter zwei Kugelköpfe zuverlässig befestigen.
Morgen geht es um die Taumelscheiben �Angehängte Dateien- 2016 Hängemechanik als Basis.jpg (863,1 KB, 199x aufgerufen)
- Lagerhülsen 4mm5mm.jpg (815,7 KB, 162x aufgerufen)
- oberer Rotorkopf origonal CopterX.jpg (894,6 KB, 162x aufgerufen)
- Unterer Rotorkopf mit selbstgedrehtem Zentralstück.jpg (535,7 KB, 165x aufgerufen)
- Kugelköpfe mit Schraube.jpg (923,0 KB, 155x aufgerufen)
- Kugelköpfe montiert.jpg (420,3 KB, 155x aufgerufen)
[FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]
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Sorry, falls ich mich verdrückt ausgekehrt habeZitat von Derfnam Beitrag anzeigendie 6er Welle in der 8x1 Hohlwelle
Die innere Welle hat einen 5mm-Durchmesser, nur die Motoraufnahme wurde mit einer 6mm-Hülse verlötet. Es ist also nach allen Seiten 0,5mm Platz, um reibungsfrei zu drehen. Der Rest wird sicher aus dem Post von eben deutlich.
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Danke, dann ist alles klar.Zitat von easter43 Beitrag anzeigennach allen Seiten 0,5mm Platz, um reibungsfrei zu drehen.
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