450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

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  • Harald 365
    Senior Member
    • 17.08.2011
    • 3667
    • Harald
    • MFC Neu-Ulm

    #16
    AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

    Hallo Hendrik, auch von mir Glückwunsch

    Verfolge Deinen Bericht ...bisher ...weiter so
    GruÃ? Harald

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    • easter43
      Senior Member
      • 04.08.2010
      • 1081
      • Hendrik
      • Leegebruch

      #17
      AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

      So, heute ist die Mechanik fertig geworden.

      Zuerst war noch die obere Platte dran. Die beiden großen rechteckigen ßffnungen dienen der Gewichtseinsparung und der Durchführung der Servoanlenkungen. Die beiden Aussparungen an der vorderen ßffnung sollen die ungehinderte Arbeit der Arme der Rollservos garantieren.

      Der Aufbau ist wiederum sehr einfach. Als einziges Bauteil wird an der Unterseite der Platte das obere Lager für die Hauptrotorwelle angebaut. Damit ist die Welle dann dreifach gelagert, die anderen beiden Lager befinden sich im Motor. Wichtig ist dabei nur, dass das angeschraubte Lager genau in der Flucht mit den beiden Lagern im Motor befindet. Deshalb habe ich die in der Karbonplatte dafür vorgesehenen Schraublöcher größer (2,5mm) stark gebohrt, um mit etwas Spiel den genauen Lagersitz noch verändern zu können.

      Zur Befestigung des handelsüblichen T-Rex-HRW-Lagers habe ich zwei Alu-Winkel aus einer Baumarkt-Profilleiste zugeschnitten und mit 2mm-Bohrungen versehen. Diese werden wiederum mit zwei kleinen Schrauben von unten an der oberen Platte befestigt. Die Schrauben wurden nun erst mal nur locker geheftet, erst nach dem Zusammenstecken, wenn die HRW drinsteckt, habe ich die Schrauben dann festgezogen. Damit müsste dann die exakte Flucht der drei Wellenlager gewährleistet sein.

      Der nach vorn gerichtete Schlitz in der hinteren ßffnung sollte sehr genau gearbeitet werden. In ihm wird die Anlenkung des Nickservos geführt und damit eine spezielle Führungskonstruktion für die Taumelscheibe gespart. Ich glaube, der ist etwas zu breit geworden, mal sehen.

      So, es geht ans Zusammenschrauben:

      Das -Elegante- an meiner Idee mit der Sandwich-Bauweise ist ja, die Alu-Servos zwischen die beiden Platten einzuklemmen, um zusätzliche Halterungen und Gewicht zu sparen. Bei der Endmontage werden zur Sicherheit dann noch kleine Pads mit dünnem doppelseitigen Klebeband dazwischen gelegt, heute erst mal ohne.

      Da meine bewährten TGYS306G genau 22mm hoch sind, bestimmen diese den Abstand zwischen den Karbonplatten. Deshalb also habe ich die Sechskant-Alu-Abstandshalter mit der Eisensäge von 25mm auf 22mm gekürzt und auf die Heckrohraufnahme eine kleine Karbon-Distanzplatte aus der Grabbelkiste geklebt.

      Als Zahnriemen habe ich den längsten mir verfügbaren des CopterX Black Angel verwendet. Die Länge des Riemens bestimmt ja die genaue Position der Hängemechanik im Rumpf und wird durch deren Verschiebung gespannt oder gelockert. Eigentlich ist er noch ca. 10-20 Zähne zu kurz, die HRW müsste noch ca. 1,5 cm weiter vorn sein, um dem Original zu entsprechen. Trotzdem werde ich es so belassen, weil sich dadurch auch die zu erwartende Hecklastigkeit des Modells minimiert.

      Also - die Riemenscheibe eingelegt und mit einer ausgedienten Hauptrotorwelle befestigt.

      Dann folgte nur noch das -Zudecken- mit der oberen Platte und das provisorische Festschrauben. Erst zum Schluss habe ich dann das obere Lager der Hauptrotorwelle unter ständigem Drehen der Welle per Hand ebenfalls festgeschraubt. Da die Welle nach dem Festschrauben nicht schwergängiger geworden ist, gehe ich von der exakten Flucht der drei Wellenlager aus.

      Nun habe ich nochmal das Nickservo angeschraubt und geprüft, ob alle Servoarme frei laufen können. Das wird bei der Endmontage ebenfalls mit Doppelklebepads gesichert. Probeweise habe ich die Taumelscheibe aufgesteckt. Die Flucht der Anlenkungen stimmt exakt. Zwar stehen sie wie bei meiner Agusta konstruktionsbedingt ca. 10 Grad nach innen geneigt, auf die Flugeigenschaften hatte das indes keinerlei negativen Auswirkungen. Es wird hoffentlich auch hier funktionieren.

      Im Wesentlichen ist die ungeheuer simple Hängemechanik nun fertig. Alle Schrauben, die nicht mehr gelöst werden, habe ich bereits mit Sicherungslack gesichert.

      Im Anhang ein paar mehr Fotos auch von den Details.
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      [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

      Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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      • easter43
        Senior Member
        • 04.08.2010
        • 1081
        • Hendrik
        • Leegebruch

        #18
        AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

        Hier noch weitere Fotos:
        Angehängte Dateien
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        Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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        • easter43
          Senior Member
          • 04.08.2010
          • 1081
          • Hendrik
          • Leegebruch

          #19
          AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

          Eigentlich war heute "Gartentag". Bei bestem Herbstwetter wurde heute mit Familie und Nachbarn auf dem Grundstück gewerkelt.

          Trotzdem gings noch ein wenig weiter im Plan:

          Erstmal noch ein Blick auf die fertige Hängemechanik, wie sie einmal eingebaut wird. Um die Servos mit ihren empfindlichen Kabeln zu schonen, habe ich sie heute gleich wieder abgebaut. Denn als nächstes kommt das Einpassen der Hängemechanik in den Rumpf mit Spanten und Schienen.
          Das wird mit Sicherheit wieder eine ewige Frickelei mit tausendfachem Probieren, das müssen die Servos nicht über sich ergehen lassen.

          Aber das Heckrohr habe ich erst mal wieder angeschraubt. Es wird aber nur dazu verwendet, damit ich per Augenmaß die genaue Positionierung der Mechanik im Rumpf erwische und dass der Zahnriemen anschließend sauber in der Flucht läuft. Wie das aber nun funktionieren soll, weiß ich auch noch nicht so richtig.

          Heute habe ich mich erst mal mit dem Einkleben des Fenestron in den Rumpf beschäftigt. Da der Rumpf schon einmal als Versuchsobjekt gedient hat, konnte oder musste ich die angebrachten Ausfräsungen bereits nutzen.

          Die Besonderheit meines Projektes liegt ja darin, dass die EC ein Linksdreher werden soll und damit auch der Fen seitenverkehrt eingebaut werden muss.

          Es hat schon ein paar Gramm Gehirnschmalz gekostet, bis ich mir theoretisch über Drehrichtung und Momentausgleich sicher im Klaren war. Der Rush-Fenestron ist sicher besser als sein Ruf. Die Fen-Blätter sind nämlich aerodymamisch geformt, ähnlich einem Tragflächenprofil. Das soll bewirken, dass nach einer Seite mehr Drehmoment zur Verfügung steht als nach der anderen, obwohl nach rechts und links gleiche Ausschläge möglich sind.

          Da sich beim Linksdreher der Rumpf anschickt nach rechts wegzudrehen, muss ich den größtmöglichen Drehmomentausgleich nach links entgegenstellen. Das passiert, wenn sich das Flügelrad an der Unterseite weg vom Rumpf dreht. Dann wirkt auch das Flügelprofil der Blätter verstärkend in die richtige Richtung. Das erst mal zu meinen ßberlegungen.

          Praktisch habe ich heute den Stator in den Heckausschnitt eingepasst. Eigentlich soll er eingeschraubt werden. Da die vorgesehenen Außenringe mit den 2mm-Schrauben überhaupt nicht zur Optik der Hermes passen würden, kam für mich nur Einkleben in Frage. Dazu habe ich die Ränder des Stator-Gehäuses noch schmaler gemacht und auf die Breite des Rumpfausschnittes abgeschliffen. Wichtig ist die genaue Richtung der ßffnung für Zahnriemen und Pitch-Anlenkung. Ja - dann hab ich halt Uhu-Endfest angerührt, aufgebracht, das Ding reingeschoben und sauber ausgerichtet. Der Blick durch den Heckausleger zeigt mittig unten die Riemenscheibe und darüber den Kugelkopf für die Pitchanlenkung des Fens.

          Sicher wäre das Einschrauben die einfachere Lösung gewesen, vor allem bei anfallenden Reparaturen. Aber in diesem Fall entschied ich mich für die -scalere- Optik. Falls das Ding mal irgendwann raus muss - ich hab ja einen Dremel und noch zwei Stator-Gehäuse mit Lager auf Lager.

          Zum Schluss habe ich noch etwas Bauschaum in die Schrauböffnungen gesprüht, den ich morgen wieder runterschleifen werde. Das reicht für heute.
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          Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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          • heliroland 66
            Senior Member
            • 06.03.2011
            • 5112
            • Roland
            • Hasselroth

            #20
            AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

            Zitat von easter43 Beitrag anzeigen

            Was hast Du denn da für einen Schaum verwendet? Sieht nicht nach normalem Bauschaum aus.

            Roland
            Modell-Heli fliegen, fast die schönste Nebensache der Welt
            Je originalgetreuer je besser!

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            • easter43
              Senior Member
              • 04.08.2010
              • 1081
              • Hendrik
              • Leegebruch

              #21
              AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

              ... den da

              ... bitte den Kopf zum Anschauen um 90 Grad nach links kippen
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              Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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              • easter43
                Senior Member
                • 04.08.2010
                • 1081
                • Hendrik
                • Leegebruch

                #22
                AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                Den Bauschaum habe ich heute etwas abgeschliffen. Gespachtelt und feingeschliffen sieht der Fen jetzt schon hammermäßig aus.

                Bevor ich mich an die ungeliebten Spanten für die Einschubschienen mache, musste heute noch ein Platz für das Heckservo gefunden werden.

                Die Grundüberlegung ist, das Servo am Rumpf zu befestigen und nicht an der Mechanik. der wichtigste Grund ist, dass es beim Ausbau der Mechanik dann keine Rolle spielt. Wenn die Mechanik ausgebaut werden soll, muss nur der Rotor des Fenestron aus dem Statorteil herausgezogen werden. Das geschieht nur durch Lösen eines kleinen Sprengringes. Da die Pitch-Anlenkung des Fen an der Oberseite des fest eingeklebten Stators angebracht ist, kann sie komplett eingebaut bleiben.

                Betätigt wird die Pitchanlenkung des Fen wie bei jedem Heckrotor über eine Schubstange.

                Die normale T-Rex-Schubstange hat dazu eine gute Lösung angeboten: Bei deren Verwendung müsste ich das Servo unter der Rumpfdecke genau in Höhe der Abgasöffnungen anbringen. Da wäre es durch diese Abgasöffnungen auch optimal zugänglich, ich könnte später alle Schrauben dadurch erreichen. Auch aus Gewichtsgründen sollte das Servo so weit wie möglich nach vorn. Also habe ich mich heute zu dieser Lösung entschlossen.

                Dazu habe ich in Kleinarbeit aus Sperrholz mit 5-min-Uhu ein kleines Böckchen gebaut, das dann komplett in den Rumpf geklebt wird. Daran wird dann das Servo mit zwei Treibschrauben befestigt, was man durch die Abgasöffnung erledigen kann.

                Nach dem Aushärten habe ich der Einfachheit und Passgenauigkeit halber erst das Servo an das Böckchen geschraubt und die Schubstange an beiden Enden montiert. Dann das Böckchen reichlich mit Uhu-Endfest bestrichen und an die Stelle geklebt, an der es beim Hochbiegen auf die Rumpfdecke traf. Damit habe ich das Servo hoffentlich an der richtigen Stelle platziert. ßberkopf abgelegt, müsste der Kleber auch bis morgen gut aushärten.

                Gleichzeitig habe ich mit einem langen Holzspatel und reichlich Kleber die Hülle der Schubstange an der Rumpfdecke angeklebt.

                Die Beleuchtungskabel werde ich an der Unterseite des Heckauslegers verlegen, so werden sich Schubstange, Zahnriemen und Kabel hoffentlich nicht im Wege sein.
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                Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                • easter43
                  Senior Member
                  • 04.08.2010
                  • 1081
                  • Hendrik
                  • Leegebruch

                  #23
                  AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                  Heute ist nicht viel passiert.

                  Die Servohalterung des Heckservos ist gut ausgehärtet und die Schubstange läuft leicht in ihrer Führung. Das Servo kann ich durch die Abgasöffnung gut sehen und auch per Hand bewegen.

                  Heute wollte ich nun endlich mit den Spanten beginnen, eine Fummelei, die ich gar nicht mag. Sicher kein Problem, wenn man einen Rumpf digital scannen kann, aber bei mir ist ja Handarbeit angesagt.

                  Das Schwierige dabei ist, dass die Spanten ja nicht nur den Rumpf versteifen, sondern auch die Mechanik tragen sollen. Und das sollte auch Millimetergenau erfolgen. Bloß messen kann man im Rumpf so gut wie nichts. Die Mitte zwischen rechts und links ist kein großes Problem, das lässt sich an den Spanten im ausgebauten Zustand ausmessen. Aber die Höhe der Ausschnitte für die Aluschienen zu finden, ist ein wenig mit vergleichbar mit dem Lesen aus der Glaskugel.

                  Gefühlte tausend Mal habe ich meine Mechanik in den Rumpf gehalten und habe mit kleinen Zeichen an den Innenwänden die gewünschte Einbauhöhe markiert - wohlgemerkt alles nach Augenmaß. Zum Schluss war ich vollkommen unsicher, zu ungenau war das Alles.

                  Deshalb habe ich dann abgebrochen und mich entschlossen, erst mal die Aluschienen anzufertigen. Wenn diese fertig sind, werde ich sie auf die Kanten meiner Mechanik stecken und damit hoffentlich genauer arbeiten können.

                  Also habe ich von einer Baumarkt-Alu-Profilstange mit der Eisensäge vier U-Profile von je 100mm Länge geschnitten. Da das U-Profil ca. 4mm Innenmaß hat, habe ich bei der Agusta damals 2mm starke Holzleisten eingeklebt, damit die 2mm-Chassisplatten der Hängemechanik straff geführt werden. Diesmal habe ich mir ausgedacht, den vorhandenen Spielraum gleichzeitig zur Vibrations- und Geräuschdämmung zu nutzen. Deshalb habe ich keine Holzleisten, sondern Moosgummi in verschiedenen Stärken eingeklebt. Ich hoffe, das bringt was.

                  Das hat nicht so lange gedauert. Als die Schienen fertig waren, habe ich sie auf meine Mechanik gesteckt und das Ganze wiederum in den Rumpf gehalten. Viel besser war das nicht, aber vielleicht wirds so doch etwas genauer.

                  Dann habe ich halt angefangen, aus Pappe die beiden Spantenschablonen zu schneiden. Dabei ging es erst mal um die Konturen der Außenwände. Immer wieder anhalten, hier was abschneiden, da was ankleben, so ging das heute fast eine Stunde lang.

                  Und jetzt hab ich keine Lust mehr. Morgen mal sehen, ob die Dinger nun stimmen.
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                  [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                  Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                  • Harald 365
                    Senior Member
                    • 17.08.2011
                    • 3667
                    • Harald
                    • MFC Neu-Ulm

                    #24
                    AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                    Hallo Henrik, da jucks mich doch schon wieder in den Fingern ...wenn ich
                    Deine Mechanik an schau

                    Das einzige wo ich ändern würde, der Platz für die TS-Servo´s , die schrägen
                    Gestänge
                    GruÃ? Harald

                    Kommentar

                    • der_dreamdancer
                      Senior Member
                      • 13.10.2011
                      • 3501
                      • Christian
                      • Salzburg

                      #25
                      AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                      Das mit den ßberlegungen, wie mach ich was, kenn ich auch ganz gut. Meine Mittel sind auch sehr eingeschränkt...ich baue zu Hause am Wohnzimmertisch. Hi und da kann ich bei uns in der Firma werkeln...

                      Wenn ich dann meist eine Lösung gefunden und auch umgesetzt habe, kommt mir dann schon mal ne Idee, wie ich es hätte doch besser machen können....dann ist es aber meist zu spät.... Aber so ist das Leben...

                      Mich freuts auf jeden Fall wieder einen Baubericht von dir erleben zu dürfen....du baust ganz wunderbare Teile.
                      Chris

                      Kommentar

                      • 47110815
                        Senior Member
                        • 30.07.2014
                        • 4427
                        • Thomas
                        • Offenbach am Main, FMCD (Dietzenbach)

                        #26
                        AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                        Zitat von der_dreamdancer Beitrag anzeigen
                        Mich freuts auf jeden Fall wieder einen Baubericht von dir erleben zu dürfen....du baust ganz wunderbare Teile.
                        +1.
                        Liebe Grü�e
                        Thomas

                        Kommentar

                        • easter43
                          Senior Member
                          • 04.08.2010
                          • 1081
                          • Hendrik
                          • Leegebruch

                          #27
                          AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                          Danke für Eure Aufmunterung

                          [MENTION=1661]Harald[/MENTION]:

                          Du hast durchaus recht. parallel laufende Gestänge sind die ideale Lösung. Das habe ich auch angestrebt. Ich konnte es aber drehen und wenden - bei dieser kompakten kleinen Mechanik gehts nicht anders, besonders bei der großen Riemenscheibe.

                          Inzwischen habe ich deswegen keine Magenschmerzen mehr: Die Agusta fliegt mit denau den gleichen schrägen Gestängen absolut zuverlässig. Wichtig ist nur, dass alle drei Stangen den gleichen Winkel haben, damit die TS an allen drei Punkten den gleichen Weg nimmt und parallel läuft. Und dass der Winkel nicht zu groß ist.
                          [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                          Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                          • easter43
                            Senior Member
                            • 04.08.2010
                            • 1081
                            • Hendrik
                            • Leegebruch

                            #28
                            AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                            Heute ist Tag der Einheit. das habe ich wörtlich genommen und erstmals die Einheit von Rumpf und Mechanik hergestellt.

                            Nach der Methode -Try and Error- habe ich heute früh meine Pappschablonen noch mehrmals in den Rumpf geklemmt und glaube, sie nun in der hoffentlich richtigen Form fertig zu haben.

                            Die Umrisse habe ich dann auf 3mm-Sperrholz übertragen und mit den Laubsägearbeiten begonnen. Die Spanten von der Agusta hatte ich damals auch per Laubsäge ausgeschnitten. Irgendwie erinnert mich das an meine frühe Jugend - da war Basteln mit der Laubsäge unbedingt angesagt.

                            Das Sägen hat nicht lang gedauert, dann kam die Anprobe: Gar nicht so schlecht. Ich habe dann beim Entgraten mit Schleifpapier noch ein bisschen dran rumgewerkelt, bis die beiden Spanten nach meinem Gefühl passten.

                            Ja und dann: Kleber angerührt, reichlich eingestrichen und eingesetzt. Zur Kontrolle habe ich noch vor dem Aushärten probehalber die Mechanik mit den Schienen eingeschoben. Das hat aber nicht so richtig geklappt, ich musste die Spanten mehrmals mit der eingesetzten Mechanik nachjustieren. Irgendwann habe ich einfach alles härten lassen, in der Hoffnung, es würde schon passgerecht sein.

                            War es dann auch fast. Heute Abend konnte ich die Mechanik problemlos in die vorgesehenen Nuten schieben. Nur die Flucht stimmt nicht ganz: Die Mechanik ist ca. 1 bis 2 Grad nach vorn gekippt, das Heckrohr kommt etwa 1cm zu hoch hinten an.

                            Ich werde es erst mal so lassen und heute Abend nachdenken.
                            Angehängte Dateien
                            [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                            Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

                            Kommentar

                            • easter43
                              Senior Member
                              • 04.08.2010
                              • 1081
                              • Hendrik
                              • Leegebruch

                              #29
                              AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                              [MENTION=77]Christian[/MENTION]:

                              Danke für das Kompliment.

                              Dein Baubericht in der ROTOR ist der Hammer und Deine vielen kleinen Ideen, Tricks und Kniffe sind nicht nur für mich immer wieder eine kleine Fundgrube.

                              Also: Kompliment zurück
                              [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                              Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                              • easter43
                                Senior Member
                                • 04.08.2010
                                • 1081
                                • Hendrik
                                • Leegebruch

                                #30
                                AW: 450er EC135 mit Fenestron und Direktantrieb - geht das?

                                Das Nachdenken hat kein konkretes Ergebnis gebracht.

                                Einerseits wollte ich eine akkurate Flucht des Zahnriemens zum Heck. Andererseits wird der Riemen ohnehin um 90 Grad verdreht. Da dürfte diese kleine Ungenauigkeit eigentlich keine Rolle spielen. Außerdem kommt die etwas nach vorn geneigte HRW dem Flugbild der EC135 entgegen. Gerade beim Schwebeflug hängt sie ja hinten ein wenig runter. Also: Ich lass das mal alles so.

                                Da ich jetzt die genaue Einbauhöhe der Mechanik kenne, konnte ich heute auch eine passende Hauptrotorwelle anfertigen. Bisher hatte ich ja nur einen -Dummy- in Form einer ausgedienten. Die EC135-Welle muss genau 1,4 cm länger sein. Als Ausgangsmaterial dient ungehärteter 5mm-Silberstahl, der als Meterware zu haben ist.

                                Ich habe einfach ein 130mm-Stück mit der Eisensäge abgesägt und mit der Feile entgratet. Die Welle bekam 7mm vom oberen Ende ein 2mm Loch für die Klemmschraube des CopterX-Vierblattkopfes. Dazu habe ich an dieser Stelle mit der Feile eine kleine gerade Stelle gefeilt und mit einem Körner das Bohrloch angekörnt. Auf der Ständerbohrmaschine habe ich dann das Loch normal gebohrt und dabei mit etwas ßl gekühlt.

                                Am unteren Rand und in der Höhe der Befestigung der Riemenscheibe wird die Außenhaut der Welle etwas verjüngt und angerauht. Das dient der Festigkeit der Klemmschrauben und vor allem der Lösbarkeit der Welle im Reparaturfall. Werden die Klemmschrauben einfach an die unbehandelte Oberfläche der Welle angeklemmt, verzieht sich die Welle an dieser Stelle minimal. Das reicht aber aus, dass sie nach dem Lösen durch keine Lageröffnungen mehr passt und an dieser Stelle überall klemmt.

                                Nun werde ich die Mechanik endgültig montieren und auch mit Sicherungslack sichern. Dann wird die Mechanik präzise eingestellt, im Sender ein neues Modell angelegt und das Stabi programmiert.

                                Ja - und dann läuft schon alles auf eine Flugerprobung hinaus.
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                                [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                                Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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