Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groÃ?"

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  • Lupusprimus
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    • 23.11.2009
    • 2135
    • Bernd
    • Chemnitz

    #31
    Anbau Triebwerksgondeln

    Die Gondeln sitzen etwas oberhalb der Mitte des Dachträgers. Um sie haltbar zu befestigen werden sie nicht nur angeklebt, sondern durch einen Querträger aus einer Holzleiste (8x8 mm) gestützt. Das ist weniger wegen den Gondeln, sondern mehr als Kraftaufnahmepunkt der Hauptfahrwerkbeine notwendig, die gehen nämlich später direkt in die Gondel von unten rein.
    Man reißt also die Durchgangsfläche des Querträgers an der Gondel an, bohrt in die 4 Ecken kleine Löcher und schneidet das Quadraht dazwischen mit einer feinen Stichsäge oder dem Dremel aus. Den Rest vom Vierkantloch machen Schlüsselfeilen, die Holzleiste sollte passend sitzen.
    Der Querträger wird durch den Dachträger und die Holmteile geschoben und verklebt.
    Die Gondeln werden außen jetzt einzeln angeklebt. Vorher nochmal an den Dachträger anpassen, sie müssen in Winkel und Lage möglichst viel Auflagefläche am Dachträger haben. Dann mit UHU Allplast punktweise am Dachträger anheften.
    Nach dem Antrocknen (man kann da immer wieder die Winkel fluchten und ggf. noch korrigieren) wird in den Dachträger innen an die Verbindungslinie zur Gondel Kleber eingetropft und den läßt man an der Verbindungslinie entlang verlaufen. Ruhig etwas mehr, das soll halten.
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    Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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    • Lupusprimus
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      • 23.11.2009
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      • Bernd
      • Chemnitz

      #32
      Teile anbauen

      Jetzt geht es an die Details. Hinten werden an das Höhenruder die beiden Seitenruder mit UHU Allplast geheftet, nach Ausrichtung mit Sekundenkleber richtig verklebt. ßbergänge wo notwendig spachteln.
      Oben wird auf der abnehmbaren Kanzel die Verkleidung befestigt. Innen an das Teil paar Tropfen UHU Allplast (UAP) ran, aufsetzen und ausrichten, dann durch Eintropfen und Verlaufenlassen von UAP richtig verbinden. Außen spachteln.
      Die vier Lufthutzen an den richtigen Stellen mit UAP befestigen.
      Jetzt ist auch die Zeit, alle ßbergänge zwischen den Teilen (Lufthutzen, Dachträger, zu den Gondeln usw.) zu spachteln. Da ist ja durch das Ausschneiden oder geringe Paßungenauigkeiten immer was zu kaschieren, dazu gibt es ja Spachtel. Trocknen lassen, schleifen, schauen ob schon ausreichend, sonst von vorn bis es stimmig ist.
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      • Lupusprimus
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        • 23.11.2009
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        • Bernd
        • Chemnitz

        #33
        Anbau Fahrwerke

        Die Fahrwerke der Ka-26 sind pulvergelaserte Teile. Die sind formstabil, aber nicht spröde, einen Bruch wird man also kaum erleben.
        Für die Hauptfahrwerkbeine werden drei Löcher gebohrt, eins in die Gondel, zwei in den Dachträger. Fahrwerkbeine einpassen, noch nicht verkleben. Das Bein selber muß dabei auf den Querträger aus Holz stoßen (damit der die Kräfte aufnehmen kann)!
        Für die Bugfahrwerkbeine werden auch drei Löcher gebohrt. Auch hier geht das Bein in den schon früher innen verklebten Gegenhalter. Allein in der PET-Folie würde das nicht wirklich halten.
        Räder einsetzen und hinten die Beine soweit kürzen, daß der Rumpf waagerecht steht.
        Wer will, kann die Räder mit Achsen in den Gabeln rollbar gestalten. Man kann sie auch einfach einkleben.
        Die Fahrwerke werden dann erst mal wieder abgebaut und erst nach dem Farbspritzen entgültig montiert. Sie würden bei den folgenden Arbeiten bloß stören.
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        • Lupusprimus
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          • 23.11.2009
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          • Bernd
          • Chemnitz

          #34
          Die kleinen Details

          Bei den kleinen Modellen ist es immer eine Gratwanderung, welche Details man versucht darzustellen und welche man wegläßt. Antennen und son Zeug baue ich fast nie an, die brechen eh nur ab.
          Hier sind am oberen Bugteil mehrere Lufthutzen. Die sind als Resinteil beim Bausatz wie auch allen anderen Details mit dabei und werden verklebt.
          Vorn hat die Ka-26 ein charakteristisches Blech mit paar Deckeln in der Mitte. Das ist hier mit einem Foliestück imitiert und wird mit UHU Allplast am abnehmbaren Teil angeklebt.
          Unten zwischen den Bugrädern gibt es eine runde Bleckverkleidung. Wird auch angeklebt.
          Hinten oben auf dem linken Trägerholm ist eine rote Lampe. Die wird hier durch ein (dann angemaltes) Resinteil dargestellt. Freaks können hier natürlich auch ein richtiges Lämpchen anbauen. Ich habs nicht so mit den Lämpchen an meinen Modellen.
          Die Kolbenmotore haben natürlich auch Auspuffe. Die werden angepaßt und mit UHU Allplast nur mal probeweise geheftet. Stören sonst unnötig beim Spritzen.
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          • Lupusprimus
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            • Bernd
            • Chemnitz

            #35
            Spachteln und Schleifen

            Jetzt kommt wieder die Phase, wo man sein Modell beim Betrachter entweder in die Kategorie "Sieht gut aus" oder "Naja" befördern kann.
            Zwischen den Hauptbaugruppen sind massig Verbindungsstellen. Die sind fast nie so passend, daß ein Nacharbeiten unnötig ist. Also Spachtel drauf, trocknen lassen, schleifen und kontrollspritzen. Wird dann Runde um Runde weniger. Irgendwann sagt jeder dann - is gut jetzt!
            Abschließend den ganzen Rumpf mit dem hellen Grau überspritzen. Das zeigt ggf. letztmalig Stellen, wo man noch was tun sollte (oder eben lassen) und mindert den Lichtdurchscheineffekt. Manche hellen Farben decken zwar, aber gegen das Licht sieht man helle Stellen. Das wird damit vermieden.
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              • 23.11.2009
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              • Bernd
              • Chemnitz

              #36
              Jetzt kommt Farbe ran

              Stimmt der Untergrund entgültig, wird die erste Farbe gespritzt - hier Weiß. Ich habe mich für die Bemalung der Interflug der DDR entschieden, die ist weiß-rot-grau.
              Das Weiß wird großzügig überall dort gespritzt, wo man es später sehen soll.
              Jetzt wird abgeklebt, um die roten Flächen zu spritzen. Auch hier nehme ich Maskierband von Tamiya. Lieber alles Weiße abkleben, es geht so schnell (ist dann auch pasiert), daß roter Farbnebel aus irgendeinem Sprühwinkel doch auf das Weiß gelangt. Und das sieht man meist erst, wenn die Maskierung entfernt wird!
              Rot wird dann auch abgeklebt und der obere hintere Teil und die Heckholme in einem hellen Grau gespritzt (die Farbtöne gibt als Datei zum Bausatz immer mit dazu).
              Auch die Fahrwerke kriegen jetzt ihre Farbe vor dem Anbau.
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              • easter43
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                • 04.08.2010
                • 1081
                • Hendrik
                • Leegebruch

                #37
                AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"

                Hallo Bernd,

                hast Du schon mal überlegt, anstelle des aufwändigen Abklebens mit Latexmilch zu arbeiten? Ich halte das für die kleinen Modelle für sehr sinnvoll.

                Ich habe bei meiner Agusta nur die großen Flächen abgeklebt, die Beleuchtung und andere Kleinteile habe ich mit Latexmilch eingepinselt. Die wird dann nach dem Lackieren einfach wie eine Gummihaut abgezogen. Ist 100%ig dicht, da geht auch kein farbnebel durch. Man kann das auch mit 3M-Abklebeband blau (oder anderem) kombinieren. Wer eine ruhige Hand hat, kann auch saubere Kanten nur mit Latexmilch maskieren.
                Ich habe damit beste Erfahrungen, aber leider keine Fotos.
                Wenns gewünscht wird, mach ich ein paar Demo-Fotos.
                [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                  • 23.11.2009
                  • 2135
                  • Bernd
                  • Chemnitz

                  #38
                  AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"

                  Hendrik, danke für die Anregung. Ich habe schon flüssiges Maskiermittel genutzt, aber das zieht zu schnell Faden und läßt sich eher schlecht verteilen.
                  Ganz normales Latex-Zeug vom Malern?
                  Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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                  • easter43
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                    • 04.08.2010
                    • 1081
                    • Hendrik
                    • Leegebruch

                    #39
                    AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"

                    Gibts in Bastelläden und heisst richtig "Latex-Milch". Konsistenz wie Farbe. Das Zeugs ist weiß und läßt sich mit Pinsel (auch sehr dünn) auftragen. An der Luft vulkanisiert es in ca. 2-3 Stunden und wird transparent. Es klebt dann wie eine Haut auf den maskieren Teilen (für Scheiben ideal).
                    Wie auch das Klebeband sollte die Gummihaut abgezogen werden, bevor der Lack völlig aushärtet.
                    Vorteil: Das Zeug läßt sich auch an schlecht zugänglichen Stellen (z.B. Scheiben innen) auftragen, es reicht der dünnste Auftrag. Auch ganz kleine Teile (LED oder Mini-Fenster) gehen super. Man sieht gut, was maskiert ist und was noch nicht.
                    Einziger Nachteil: Den Pinsel kann man nur einmal gebrauchen.

                    Das flüssige Maskiermittel in kleinen Fläschchen hatte ich auch schon. Das vulkanisiert viel zu schnell, manchmal schon am Pinsel - großer Mist und viel zu teuer.
                    Mit Latexmilch gibts auch keinen Streß, Du kannst Dir Zeit lassen und sorgfältig arbeiten. Das gibts im 250ml Plastikbecher und hält fast ewig, wenn immer gut verschlossen wird. Lackieren sollte man aber am nächsten Tag, wenn auch die dicker bestrichenen Stellen durchvulkanisiert sind.

                    Ich mach mal paar Bilder.
                    [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                    Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                    • easter43
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                      • 04.08.2010
                      • 1081
                      • Hendrik
                      • Leegebruch

                      #40
                      AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"

                      Hallo, ist ein bisschen OT, aber ich wollte nur kurz die versprochenen Fotos posten.
                      Habe am WE meine umdekorierte NE SoloPro EC145 mit Klarlack behandelt. Dazu habe ich nochmals die Fenster maskiert.
                      Latexmilch ist wohl nur der umgangssoprachliche Ausdruck, "Abformmasse" ist richtiger.
                      Auf den Fotos seht Ihr die Reihenfolge der Arbeiten, vom Maskieren bis zum Abziehen der Gummihaut am linken vorderen Seitenfenster. Zum Schluß kommt noch das feine Säubern mit einer Klinge (kein Foto).
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                        • 23.11.2009
                        • 2135
                        • Bernd
                        • Chemnitz

                        #41
                        Jetzt kommt Farbe ran Teil 2

                        Danke Hendrik für diese wertvollen Tips. Das werde ich bald ausprobieren, spätestens am australischen Tiger mit seiner Dreifarbtarnung.

                        Demaskiert sieht unser Strolch jetzt schon mal so aus. Kleine Fehlerstellen werden mit dem Pinsel und verdünnter Farbe korrigiert. Das Weiß mußte ich wegen rotem Sprühnebel stellenweise nachspritzen.
                        Jetzt kommen Details wie die Einlaufkegel, das Nacharbeiten von Ungenauigkeiten bei Farbabgrenzungen oder unten die roten Flächen an den Gondeln.
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                          • Bernd
                          • Chemnitz

                          #42
                          Restarbeiten

                          Es nähert sich dem Ende. Jetzt kommen so die Kleinigkeiten.
                          Auspuffe nochmals anpassen und (schon farblich behandelt) ankleben.
                          Positionsleuchten hat die Ka-26 ja auch, die werden (von mir) mit Farbpunkten imitiert. Ich habe es nicht so mit funktionierenden Lämpchen.
                          Nun kommen die Decals drauf. Dazu wird vorher an den Stellen mit glänzendem Klarlack vorgespritzt. Wo es wellig ist mit Weichmacher behandeln. Abschließend den ganzen Rumpf (insbesondere auch das matte Weiß) mit glänzendem Klarlack überspritzen.
                          Erst jetzt werden die Fenster demaskiert und dann nachgearbeitet. Hier hielt sich der Aufwand in Genzen. Die Acrylfarbe läßt sich problemlos wegschaben, wo Farbe fehlt mit dem Pinsel nacharbeiten.
                          Die Kühlungsschlitze macht ein wasserfester Stift.
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                          Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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                          • easter43
                            Senior Member
                            • 04.08.2010
                            • 1081
                            • Hendrik
                            • Leegebruch

                            #43
                            AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"

                            Hallo Bernd,

                            sieht schon mal super aus - mein Traumheli aus der Hubschrauber-Nische. Der steht bei mir definitiv "auf der Agenda". Muss aber erst mal meine anderen Projekte zu Ende führen.

                            Vielleicht noch ein Tipp vom Auto-Modellbauer: In die Auspuffenden mit einem Mini-Bohrer eine kleine Mulde bohren und die dann erst matt-schwarz ausfüllen. Sieht dann nochmal echter aus
                            [FONT="Comic Sans MS"]Hendrik[/FONT]

                            Zu Allem fähig - aber zu Nichts zu gebrauchen.

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                              • 2135
                              • Bernd
                              • Chemnitz

                              #44
                              Aufgebohrte Auspuffe

                              Danke für den Tip. Was Details betrifft, da kann man ja endlos erweitern. Da ist auch an den kleinen Modellen einiges möglich, das sehen wir ja immer wieder an Kundenmodellen. Auf was für Ideen da Einzelne kommen, da kann ich oft nur den Hut ziehen oder auch mal vor Verwunderung mit dem Kopf schütteln.
                              Ich laß es bei unseren Prototypen meist eher beim Standard. Das sind ja Anschauungs- und Demonstrations-Objekte, nicht das Bauergebnis eines Perfektionisten.
                              Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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                                • Bernd
                                • Chemnitz

                                #45
                                So sieht er nun aus

                                Hier paar von unseren vielen Bildern der Ka-26 in "groß".
                                Angehängte Dateien
                                Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.

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