AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"
Dann wollen wir mal. Ausgangspunkt sind einige Folieteile (hier 0,3 mm Stärke, reicht dicke) und eine Menge Teile aus Resin.
Die Folieteile werden erst mal mit so einem 5 mm Rand aus der Folie geschnitten, die Resinteile auf Löcher und dünne Stellen kontrolliert.
Um die beiden Hälften wird ringsum mit einem wasserfesten Stift eine Linie gezogen. Tiefziehteile haben immer einen Unterbau (sonst würde die beim Tiefziehen entstehende Rundung am Boden ja am Rumpf verbleiben) und dieser etwa 3 mm tiefe Abschnitt muß weggeschnitten werden.
Ehe man irgendwas weiteres macht ist es besser, alle Fenster außen und innen mit Maskiermaterial (ich nehme meist Tamiya Maskierband) zu bedecken. Zu schnell ist mal ein Kratzer drauf, ein Tropfen Kleber geht daneben oder ein Farbsprühnebel landet dann ungewollt drauf. Man kann das gleich in der realen Größe machen, ich pflaster das erst mal einfach zu und mache die Feinarbeit erst kurz vorm Spritzen.
In die Rumpfhälften wird die zu verwendende Motorgruppe eingepaßt. Für den Big Lama ist genug Platz, man sollte aber den Sitz der Hauptrotorachse schon am Vorbild orientieren. Ob das dann formbedingt mal (je nach Rumpfgröße) 2 bis 5 mm weiter vorn oder hinten ist, fällt meistens kaum auf.
Zum Verkleben der Hälften nutze ich Verbindungsstreifen. Die schneide ich mit 2 bis 5 mm Breite aus beiliegendem Foliematerial.
Dann werden an eine Rumpfhälfte die Verbinder mit Sekundenkleber angeklebt. Die Streifen nicht zu lang machen. Vorn und hinten im Kabinenfenster-Bereich nur einen ganz schmalen Verbinder ankleben.
Vorm Verkleben beider Hälften macht es Sinn, die nochmals aneinander zu legen und mit Tesa zu heften. Dabei sieht man gut, wo die Verbinder noch sperren (Rundungen usw.). Das dann noch korrigieren, z.B. durch leichtes Abknicken nach innen.
Jetzt wird auch der abnehmbare Teil angezeichnet. Man muß ja irgendwo die Mechanik ein- und ausbauen können, auch an den Akku will man mal ran. Ich nutze dazu meist den vorderen oberen Bereich des Rumpfes. Beim Schnitt quer durch den Rumpf kriegt man bei PET die beiden Hälften fast nie sauber formschlüssig hin. Hier bleibt der Rumpf in sich stabil, der vordere obere Teil wird dann mit Magneten befestigt. Die Anrißlinie muß man so legen, daß sie möglichst nicht durch Fenster oder Türen geht, auch Stellen, wo später mal Decals drauf kommen, sollte man meiden.
Anzeichnen und erst mal nur in einer Hälfte ausschneiden, damit nicht ungewollte Stöße zwischen den beiden Hälften entstehen.
Die beiden Hälften (eine davon mit den Verbindern) werden dann miteinander verklebt. Ich nehme dazu UHU Allplast (UAP). Dieser Kleber hat sch als brauchbar erwiesen, PET-G haltbar zu verkleben. Steht zwar drauf, daß er für PET nicht geeignet ist, aber es ist inden letzten 2 Jahren keine einzige Naht wieder aufgegangen (man soll ja auch nicht alles immer glauben, was so geschrieben steht. "Versuch macht klug"). Er hat gegenüber Sekundenkleber den Vorteil, eine zeitlang korrigierbar zu bleiben.
Sind die beiden Hälften verklebt, wird die andere Hälfte des vorderen oberen Bugteils ausgeschnitten. Auch diese beiden Stücke werden dann mit UAP verklebt.
Um diesen Teil (ich nenne den dann meist "Kanzel") haltbar mit dem Hauptrumpf zu verbinden, nutze ich 5x5x1 mm Magnete. Dazu werden Laschen aus PET an geeignete Stellen geklebt (auch hier bissel drauf achten, ob da evtl. später Decals hin sollen!), innen dann den Magnet mit Sekundenkleber befestigen. "Kanzel" aufsetzen und die Stellen markieren, wo der Gegenmagnet hin soll. Den auch auflegen, um die richtige Polarität zu klären. Dazu kommt eine kleine schwarze Markierung drauf.
Der Gegenmagnet wird dann immer etwas weiter nach oben und vorn angeklebt, so zieht der Magnetismus die Kanzel richtig in die Aussparung.
Für den restlichen sauberen Konturverlauf klebe ich an geeignete Stellen kleine Plastlaschen, die die Lage der Teile entweder nach außen oder innen korrigieren.
Das ist hier mal eine einfache ßbung. Nach Bildern zeichne ich an den Seiten die etwaige Lage der Hauptrotorachse an. Am Big Lama wird unten einfach das Landegestell mit Akkuhalterung abgeschraubt. Dann steht er auf vier Füßen. So baue ich den auch ohne ßnderungen in den Rumpf ein.
Zuerst werden der Platz für die Anlenkungen frei geschnitten. Unten auf dem Rumpfboden dann die Lage der vier Beine markiert.
Um den Boden auch für härtere Landungen etwas fitter zu machen, klebe ich einfach 20 mm große Platten nochmal innen über die Befestigungspunkte. So wird im Falle aus einer eher Punktlast eine Flächenlast.
Dann werden nacheinander die Löcher durch den Rumpf gebohrt und die Motorgruppe mit geeigneten Schrauben (möglichst großer Kopf) befestigt.
Im Anschluß klebe ich gleich noch die Lastaufnahmen / Gegenhalter für die Bugfahrwerke ein. Die gehören zum Bausatz und sind der Folie angepaßt. Mit reichlich UHU Allplast innen verkleben.
Grundsätzlich ja. Hat aber zwei Nachteile: Beim Ein- und Ausbau der Motorgruppe wirst Du auch innen irgendwie an die Rumpfhülle kommen (zumindest am Montageplatz) und damit evtl. sogar noch eher Kratzer machen. Zum anderen sind die Verbindungsstreifen da hinderlich, weil sie ja innen auf die Farbschicht geklebt werden müßten. Und dann kannst Du die Mittel(verbindungs)linie der Rumpfhälften nicht mehr spachteln. Auch würde Dein Rumpf dann eher glänzen und auch das PET wird mit der Zeit außen paar Schrammen abkriegen, die man dann sieht.
Wir rauhen die Oberfläche mit feinem Schmirgel oder feiner Stahlwolle leicht an, da hält jede Acrylfarbe. Und da wir zu 98 % reine Farbtöne verwenden, kannst Du im schlechtesten Fall da auch mal nacharbeiten.
Es macht also bei unserer Montageart wenig Sinn.
Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.
Die Ka-26 ist konstruktiv ja in manchen Elementen eine Ausnahme. So hat sie keinen klassischen Heckschwanz zur Aufnahme der Leitwerke, sondern dieses hängt an zwei eher dünnen Holmen.
Die bestehen auch aus zwei Hälften (kann man sonst ja nicht tiefziehen). Zuerst schneide ich die aus der Folie. Dazu kommen die schon bekannten Verbindungsstreifen und vorn ein im Querschnitt fast quadratisches Resinteil. Dieses gibt einerseits den Querschnitt der Holme vor (wird dann vorn eingesteckt), dient andererseits später zur Lastaufnahme. Also Streifen in eine Hälfte kleben, Resinteile einlegen und zweite Hälfte verkleben.
Die beiden Resinteile vorher mit Feilen nacharbeiten und vor allem den quadratischen Ausschnitt so erweitern, daß der Querholm (auch zur Lastaufnahme) locker rein paßt.
So wird das dann mal aussehen.
In die verklebten Querholme werden dann die Resinteile eingesetzt und verklebt, danach die Querholme an den Verbindungsseiten (ist oben und unten) gespachtelt und verschliffen.
Das zweite charakteristische Merkmale der Ka-26 sind die seitlich aufgehangenen Triebwerksgondeln. Viele glauben, da wären Turbinen drin. Das ist aber nicht so, es sind einfache gebläsegekühlte Sternmotore. Fehlt ja auch eine ausreichend große Gasaustrittsöffnung.
Zuerst werden die Gondelhälften aus der Folie geschnitten. Vorn und hinten läßt man so 2 mm Rand stehen, einmal als "Spant" zur Formstabilisierung, zum anderen um die Resinteile ankleben zu können.
Dann werden die 2 x 2 Resinteile schon mal mit Sekundenkleber verklebt. An die Gondelhälften kommen Verbindungsstreifen ran, ähnlich wie bei den Rumpfhälften.
Die Gondelhälften werden miteinander verklebt. Dabei probeweise Vorder- und Hinterteil anhalten, daß die Gondel im Durchmesser nicht zu klein oder groß wird.
Das Hinterteil wird angeklebt. Schön darauf achten, daß die Kontur ringsum gleichmäßig ist. Vorderteil dann genauso.
So sehen Ausgangsteile und (fast) fertige Gondel aus.
Die Ka-26 ist als Hubschrauber eine etwas ungewöhnliche Konstruktion. Dazu zählt auch der "Dachträger" (irgendwie mußte ich das Teil ja nennen). Schon bei der Konstruktion dieses Bausatzes war ja eine der Fragen, wie man die Triebwerke vernünftig aufhängt und die seitlichen hinteren Fahrwerkbeine krafttechnisch auffängt (die gehen ja "in" die Triebwerkgondeln rein).
Der untere Teil des dachträgers wird aus der Folie geschnitten und außen (wo die Triebwerke rankommen) läßt man nur einen 2 mm Rand stehen.
Beim oberen Teil das gleiche Prozedere.
Dann werden die beiden Teile passend aufeinander gelegt und mit Tesa-Stücken geheftet. An der Verbindungslinie der beiden Teile läßt man (erst vorn dann hinten) UHU Allplast innen eintropfen und durch Schräghalten an der Linie verlaufen. Verbinder dort vorher anzukleben macht durch die Rundung keinen Sinn. Austrocknen lassen. So geht verbindungsstreifenloses Verkleben, das hält dann genauso.
Dann werden die Triebwerksgondeln schon mal angepaßt. Wegen den Abständen schafft man sich durch Unterlegen geeignet dicken Materials eine "Stütze". Den Dachträger außen dann so nacharbeiten, daß die Gondel möglichst großflächig guten Kontakt hat. Die wird ja dann dort nur angeklebt und soll aber halten.
Hinten werden die fertigen Holme eingepaßt. Die gehen ein Stück in den Dachträger rein. Um das abstandstechnisch richtig hinzukriegen ist es sinnvoll, einen gezoomten Dreiseitenriß zu nutzen (ist bei den vielen Bildern auf der CD dabei).
Spachteln und Schleifen - Grundlage eines gutaussehenden Modells
Es gibt Dinge, die ich lieber tue. Aber ohne das ist die Wirkung eines Scale-Rumpfes schnell zunichte. Mittlerweile ist das für mich wie Meditation - es beruhigt und hat ein gutes Ergebnis.
Ich verwende zum Spachteln meist Faust Kunstharzspachtel. Der braucht etwas länger zum Aushärten, läßt sich aber sehr different auftragen und hervorragend bearbeiten.
Zuerst wird natürlich hier die Verbindungslinie zwischen den Rumpfhälften bearbeitet. Zum Auftragen nutze ich ein 10 mm breites Federstahlblech. Damit kann man auch gut über die Fläche abziehen.
Nach dem Austrocknen wird anfangs mit grobem Schleifpapier das überhöhte weggenommen. Dann mit 150er Körnung, gewickelt um ein Holzklötzchen, das Wesentliche gemacht. Das Klötzchen sichert, daß man keine Dellen (nach)schleift, sondern flächig arbeitet. Später bei der Feinarbeit verwende ich Wasserschleifpapier.
Auich bei Einzelteilen wie den Holmen oder den Motorgondeln wird so verfahren. Es macht sich immer einfacher, einzelne Bauteile zu bearbeiten als am schon zusammengebauten Modell.
Ist man mit dem Ergebnis von Spachteln und Schleifen nach Augenschein zufrieden, sollte man ein Kontrollspritzen der bearbeiteten Stellen vornehmen. Ich nutze dazu Revell Aqua Color Nr. 76, ein helles Grau. Es zeigt erbarmungslos, was bisher nicht sichtbar war. Nachspachteln, schleifen usw. bis es stimmig ist.
Die Hauptbaugruppen habe ich nun fertig, vormontiert und gespachtelt. Dazu kommen noch die Resinteile der Heckleitflächen. Die kann man hier mal voll aus Resin machen (und nicht aus PET), da der Heli sehr buglastig ist. Das wußte ich schon von der kleineren Version in 1:35, da mußte hinten ins Höhenleitwerk 15 g (!) Blei eingegossen werden.
Zuerst wird der Dachträger mit dem Hauptrumpf verklebt. Dabei schön darauf achten, daß er mittig aufgeklebt wird.
Dann werden die Holme eingeklebt. Da kann ruhig etwas mehr Kleber fließen, die müssen halten. Zur richtigen Lage lege ich den Rumpf dabei auf die maßstäbliche Draufsicht.
Das Höhenleitwerk wird verklebt. Auch auf die Draufsicht dabei legen, damit das an die richtige Stelle kommt und die Winkel stimmen.
AW: Baubericht: Wie ein Koax auch aussehen kann - Kamov Ka-26 in "groß"
Ich kenne dessen Abmaße der Mechanik nicht. Der Hauptrumpf ist 180 mm lang, 70 mm breit und 75 mm hoch. Da mußt Du Deine Mechanik irgendwie unterkriegen.
Modell-Hubschrauber sollten auch wie Hubschrauber aussehen. Ich baue die im Mini-Format.
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