Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

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  • huey-hans
    huey-hans

    #91
    AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

    Zitat von Piloto Beitrag anzeigen
    Vorher verbeiße ich mich aber noch in einen scale funktonierenden Kopf für die Huey, nur mit Gewichten.
    Wenn ich Huey höre, bekomme ich immer ganz große Ohren
    Viel Erfolg, und lass uns mitleben.

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    • Piloto
      Piloto

      #92
      AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

      Zitat von Sniping-Jack Beitrag anzeigen
      2

      2. Anmerkung: egal ob Einrotor oder Tandem: Die Kreiselpräzession hat im Heli keinerlei Relevanz. Sie existiert zwar, aber der Effekt ist so gering, dass man ihn straflos vernachlässigen darf. Die 90° Phasendrehung beruht auf der Trägheit der Blätter, den Steuerbefehl umzusetzen und ist Ursache für das Aufbäumen beim Einrotor, wenn man paddellos fliegt. Im Tandem schauts wieder anders aus. In der Theorie müsste der Heli lediglich wegsteigen. Aber in der Praxis weiß ich es leider nicht. Jedenfalls müssten bei deinem Paddelheli der Bell-Hiller-Mischer das Aufbäumen der einzelnen Rotoren unterdrücken.
      Dann mal zurück zum Thema. Ich habe mich bewußt beim Kreiselthema so lange zurückgehalten, bis mein Tandem fliegt. Und er fliegt deshalb, weil ich nur eigene Erkenntnisse verwerte und Versuche mache, die ganz alleine auf dem Kreiselverhalten beruhen. Seltsamerweise werden immer unbewiesene Theorien für die Funktion eines Hubschraubers herangetragen,

      Die Kreiseleffekte sind ein elementarer Bestandteil, warum eine Rotorebene sich überhaupt neigt.
      Man nehme einen rotierenden Kreisel und tippe mit dem Finger an den Rand, um ihn zu kippen. Er kippt 90 Grad später. Verhindert man das Kippen durch eine Federkraft in der Achse, so wird der Phasenwinkel durch die behindernde Kraft kleiner.
      Man nehme einen Hubschrauberrotor und versucht ihn mit der zyklischen Steuerung (Aufbau eines Luftdrucks) zu kippen. Er kippt 90 Grad später. Hemmt man das Kippen des Rotors (z.B. O-Ringe in Verbindung mit der Rumpfträgheit) durch eine Federkraft, so wird der Phasenwinkel wie beim Kreisel kleiner.

      Virtuelle Schlaggelenke werden für die Phasenverschiebung verantwortlich gemacht, obwohl sie sich erst bilden, wenn die Federkraft auch tatsächlich besteht. Das Biegen eines Rotorblatts ist nicht die Ursache, sondern nur eine Folge der Federkräfte.
      Z.B. bei der Bo 105 wird der Phasenwinkel für einige hundert Millisekunden drastisch kleiner, bis der Rumpf die Roll- oder Nickgeschwindigkeit erreicht hat und sie anschließend wieder auf annähernd 90 Grad geht.

      Und beim Tandem haben wir es mit einer Vielzahl von diesen Effekten zu tun, da der Rumpf durch die zwei Rotoren infolge eines Mastmoments öfter einmal gegen die Zyklische Steuerung Steuerung arbeitet.

      Wer sich die Arbeit machen will, Kreisel in die Hand nehmen und verstehen, dann Tandem bauen und vernünftig zum Fliegen bringen. Anschließend Fachliteratur lesen und vielleicht bei den Autoren hochrote Köpfe erzeugen. Bei mir zählen nur nachvollziehbare Beweise, keine Theorien. Dann wird man verstehen, daß alle Helis, auch Tandems nach den gleichen physikalischen Gesetzen fliegen.

      Gruß
      Bruno
      Zuletzt geändert von Gast; 13.04.2012, 15:34.

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      • Klemmring
        Member
        • 02.06.2011
        • 34
        • Stefan
        • Salzburg

        #93
        AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

        Habe heute den Erstflug mit meiner Chinook-Elektro-Mechanik noch ohne Rumpf gewagt. Fliegt sehr gut trotz starken Wind. Die Rotordrehzahl war nach etwas zu hoch, und auf Nick muß noch etwas getrimmt werden, aber sonst super. Hoffentlich wirds Wetter schnell etwas wärmer.
        Gruß Stefan

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        • Piloto
          Piloto

          #94
          AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

          Was für ein Modell fliegst du, Eigenkonstruktion? Das mit der guten Stabilität bei Wind kann ich auch bestätigen.

          Gruß
          Bruno

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          • Klemmring
            Member
            • 02.06.2011
            • 34
            • Stefan
            • Salzburg

            #95
            AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

            Garagenfund. Es ist ein Vertol CH 47 Chinook von Hirobo auf Elektro umgebaut. Mit beschädigten Rumpf. Die komplette Elektronik inkl. Empfänger und 8S Akku waren bereits im Modell verbaut. Habe das Modell zum Teil zerlegt, gereinigt, zusammengebaut u. eingestellt
            und dann einfach den Erstflug gewagt. Anleitung od. Schachtel war leider nichts vorhanden.
            Dafür aber eine 2. Mechanik als Ersatzteillager und ein neuer Rumpf.
            Gruß Stefan

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            • Piloto
              Piloto

              #96
              AW: Bau eines Doppelrotorhelis- "Chinook"

              Nicht schlecht wenn man so etwas findet.
              Der Tandem fliegt sich aber schon anders. Will man eine enge Kurve fliegen, kommt erst mal recht wenig auf der Heckfunktion. Ich gebe dann z.B. in einer Linkskurve noch Roll rechts und Nick nach vorne, dann schwenkt das Heck recht agil herum. Ist halt systembedingt, im Prinzip zwei gekoppelte Einrotorhubschrauber. Wichtig war bei mir auch das Neigen der Rotorebenen zueinander.

              Gruß
              Bruno

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