Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

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  • raimcomputi
    Senior Member
    • 14.10.2012
    • 9209
    • Raimund
    • Tönisvorst

    #16
    AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

    Also den Wirkungsgrad von meinem Protos 500 würde ich, zumindest für einen Heli, als relativ gut bezeichnen. Der Heli wiegt 1,7kg. Und er verbraucht bei meinem Flugstil ca. 130mAh pro Minute. Das ist also pro Gramm Abflugmasse deutlich unter einer mAh pro Minute, bei einem 6S Lipo. Im Vergleich dazu mein 450ger Scaler. Der braucht bei einem Abfluggewicht von ca. 1100 Gramm etwa 210mAh pro Minute bei einem 3S Lipo. Und mein kleiner XK 124 mit 80 Gramm Abfluggewicht braucht ca. 85mAh pro Minute bei einem 1S Lipo. Wenn ich das mal in verbratene Leistung pro Gramm Abfluggewicht umrechne, dann ergibt das folgendes Bild:

    1. Protos 500: 130mAh x 22,2 Volt = 2,89 Watt pro Minute = 173 Watt/Stunde = 0,1 Watt/Gramm

    2. 450ger Scaler: 210mAh x 11,1 Volt = 2,33 Watt pro Minute = 140 Watt/Stunde = 0,13 Watt/Gramm

    3. XK K124: 85mAh x 3,7 Volt = 0,32 Watt pro Minute = 19 Watt/Stunde = 0,24 Watt/Gramm

    Man sieht also, das der Wirkungsgrad umso besser wird, je größer der Heli ist. Trotzdem gelten diese Werte natürlich nur für genau meine Helis. Sobald sich die Drehzahl und/oder der Flugstil ändert, sieht es logischerweise wieder ganz anders aus.

    Aber insgesamt ist die Tendenz schon klar: je größer, umso effektiver.

    Trotzdem sind Helis insgesamt wahre Energievernichter. Im Vergleich dazu mein Easystar, der braucht bei ca. 750 Gramm Abfluggewicht gerade einmal 26,5 Watt/Stunde, oder eben 0,035 Watt pro Gramm Abfluggewicht.
    XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
    Walkera Devo10
    Sim:Clearview, Heli-X

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    • rennsemmelchen
      Member
      • 31.01.2011
      • 316
      • Hans-Dieter
      • Bergisches Land

      #17
      AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

      Da ich gerade Zeit hatte, habe ich mal etwas im www. gesucht.
      Direkte Angaben über Gesamtwirkungsgrade bei Helis: Fehlanzeige.
      Auch im "großen Schlüter-Buch": darüber nichts. Die Zahl wäre wohl damals sehr klein ausgefallen. Und das hätte dann auch keinen interessiert. Hauptsache: es flog irgendwie!
      Alles in Einzelteilen im Netz zusammengesucht und verglichen, ohne großen Anspruch auf Genauigkeit.....
      Also nur die Wärmeverluste in: LiPo/Motor/Lager/Getrieben.
      Dann noch die eta von den Rotoren.
      Ich habe das mal mit den Daten für den Logo 600 probiert.
      10S LiPo, Standartmotor.
      Der Gesamtwirkungsgrad ist schon merkwürdig, aber viel hatte ich auch nicht erwartet. Die Wärmeverluste sind nur ein Bruchteil der Rotorverluste.

      V A
      40 20

      Pzu Motor (W) 800

      LiPo eta( %) 0,92

      Motor eta (%) 0,88

      Stirnradgetriebe mit Lager (x3) 0,80

      Hauptrotor eta (%) 0,60

      Heckrotor eta (%) 0,50

      Gesamtwirkungsgrad ca: 0,19

      zur ßbersicht:
      Allgemeine Beispiele Wirkungsgrad in %
      *Klassische Glühlampe 4
      *Dampflokomotive 8-10
      *Elektrolokomotive - Motor ~ 95
      *Gleichstrommotor*ca. 1 kW 70 - 80
      *Mensch 20 - 25
      *Wasserkraftwerk 80 - 90
      *Wärmekraftwerk 25 - 50
      *Groß-Transformator > 99
      *Drehstrommotor 90 - 98
      *Ottomotor 35
      *Dieselmotor 40
      *Großer Schiffsdiesel bis 50
      Zuletzt geändert von rennsemmelchen; 24.08.2021, 16:08.
      mit besten Grü�en aus dem Bergischen Land

      Hans-Dieter

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      • Yellowsporty
        Member
        • 05.09.2013
        • 227
        • Gerhard
        • Südbayern

        #18
        AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

        Ich habe bei meinen Multikopter Eigenbauten begonnen, die Effektivität ebenso wie "raimcomputi" in Watt/kg zum Vergleich der Versionen zu berechnen.

        ßber die gemessene Flugzeit kann man den durchschnittlichen Stromfluß abgleichen.

        Bei einem 230S und einem 300cfx habe ich 170 - 190 W/kg ermittelt.

        Alle meine anderen Helis (6 Stück) vom OXY3 bis zum Tarot 550 liegen zwischen 95 - 120 W/kg.
        Die höheren "Verbräuche" sind Helis mit Wellenheckantrieb.

        Mein Pulse 500 mit Heckwelle und Kegelradsatz zum Hauptrotor liegt bei 140 W/kg.

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        • rennsemmelchen
          Member
          • 31.01.2011
          • 316
          • Hans-Dieter
          • Bergisches Land

          #19
          AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

          Du rechnest hier Leistungsgewichte vor. o.k.

          Ich versuchte, den Threadtitel entsprechend, den Gesamtwirkungsgrad eines Modells zu ermitteln.

          Man könnte jetzt auch Kreisflächenbelastungen vergleichen..
          mit besten Grü�en aus dem Bergischen Land

          Hans-Dieter

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          • Thomas L.
            Senior Member
            • 14.02.2013
            • 2890
            • Thomas

            #20
            AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

            Zitat von angyh Beitrag anzeigen
            Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?
            worum geht´s jetzt eigentlich, um den Wirkungsgrat der Mechanik, oder um den Gesamtwirkungsgrad eines flugfertigen Helis ?

            Grüßle Thomas

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            • rennsemmelchen
              Member
              • 31.01.2011
              • 316
              • Hans-Dieter
              • Bergisches Land

              #21
              AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

              Zitat von Meinrad Beitrag anzeigen
              Solange Amperepeaks noch ein Maßstab für das Können des Piloten sind, erübrigen sich alle ßberlegungen bezüglich eines Wirkungsgrades. Wobei immer die gesamte Kette betrachtet werden müsste.

              Meinrad
              Nur das macht m. M. nach überhaupt Sinn.

              Das "bisschen" Wärmeverlust ist, denke ich, ziemlich klein gegen die Rotorverluste. Nehmt die Rotoren aus der Rechnung raus: eta: 0,65 (65%) (scheint zu passen.....)
              Zuletzt geändert von rennsemmelchen; 24.08.2021, 18:25.
              mit besten Grü�en aus dem Bergischen Land

              Hans-Dieter

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              • Yellowsporty
                Member
                • 05.09.2013
                • 227
                • Gerhard
                • Südbayern

                #22
                AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

                Zitat von angyh Beitrag anzeigen
                aber was am Rotor ankommt ist doch eigentlich unbekannt oder ?
                Was am Rotor noch von der reingesteckten Leistung bei einem bestimmten Heli ankommt ist nur sehr schwer zu berechnen und noch schwerer zu messen.

                Was man aber leicht messen kann ist das Gewicht, den fließenden Strom und die entnommene Kapazität aus dem Akku.
                Die verbrauchte Leistung bezogen auf das Gewicht des Fluggeräts ergibt eine Kennzahl, die analog zum sehr theoretischen Wirkungsgrad einen Vergleich von Helis oder nur von einzelnen Komponenten ermöglicht.

                Und genau auf diese Vergleichsmöglichkeit zielt doch die Frage des TE ab.

                Kommentar

                • danielgonzalez
                  Helischule & Handel
                  • 24.07.2008
                  • 3691
                  • Daniel
                  • München

                  #23
                  AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

                  Einstufige Getriebe mit Starrantrieb sind meiner Erfahrung nach am effizientesten.

                  Zwischen einem Goblin 700 und RAW 700 sind auch ziemliche Unterschiede, die fast 10% ausmachen.

                  Sehr wichtig für den Wirkungsgrad sind Rotorblätter und Motoren, wie diese sich bei gleichmäßiger mäßiger Leistung verhalten und wie sie sich bei Peaks verhalten.

                  Am meisten Effizienz holt man über die Spannung raus.
                  Beispiel 600er mit 6S und 12S.

                  12S 2500er haben die gleiche Energie gespeichert, wie ein 6S 5000er.
                  Der Unterschied macht aber die Wirkungsgradkurve des Motors aus. Bei 6S läuft der Motor ständig in die Sättigung rein. Sprich der Wirkungsgrad wird deutlich schlechter, die Peaks immer höher, aber davon kommt immer weniger an der Motorwelle an.

                  6S 5000er 40C kochen, während bei 12S 2500er 30C alles handwarm bleibt, der Heli spürbar mehr Leistung entfaltet und man auch länger fliegt. Zudem spart man Gewicht, da 12S 2500er 30C natürlich leichter sind, als 6S 5000er 40C.

                  Zudem ist ein 80er HV Regler leichter, als ein 130-160er LV.

                  Die Zukunft in der 550er-600er Klasse ist 8S. Fast so gut wie 12S, aber kompakt und nur ein Lipo, zudem gute 8S Lader zum kleinen Preis von ISDT.

                  Da reicht auch ein 125er YGE im 600er aus, bzw. 155er bei 8S im TDF oder ähnliche ultralight 700er.

                  Letzten Endes ist die best mögliche Effizienzsteigerung immer mit Regler und Motor runter und vor allem mit der C Rate.

                  Ich Bolze 3D auch mit 135er HVT, 4525er Motor und 30C Lipos, während viele Kunden von mir 205er, 4530er und 40-70C mit 300-400 Gramm mehr Spazierenfliegen ^^
                  [FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]

                  Kommentar

                  • <<Philipp>>
                    Senior Member
                    • 16.11.2016
                    • 2625
                    • Philipp

                    #24
                    Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                    Am meisten Effizienz holt man über die Spannung raus. ...
                    Das lässt sich in einem Maß einschränken, dass man es fast als falsch bezeichnen könnte.

                    Die Spannung sollte soweit an die Motorkennlinie angepasst sein, dass man mit den Strömen möglichst die meiste Zeit im Bereich hoher Wirkungsgrade unterwegs ist.

                    Da können sowohl hohe (besser sehr hohe) als auch niedrige Ströme schädlich sein. Und der Abfall des Wirkungsgrades ist gerade auf der Seite niedriger Ströme besonders stark. Ein Hochspannungssetup bei niedrigen Leistungen (Ruhiger Flugstil von Kampfschweben bis sanfter Rundflug, sauberes Scalen, ...) kann sehr ineffizient sein.

                    Ich habe meinen 800er Rex von 3,3Ah 12S auf 3,7Ah 10S "zurückgebaut". Daraufhin liefen Regler und Motor messbar kühler, die Flugzeit nahm tendenziell sogar geringfügig zu, obwohl die Kapazität ja um etwa 7% weniger wurde.

                    Wenn es wirklich um Effizienz gehen soll, dann müssen das Gewicht und die Rotordrehzahl runter, der Rotordurchmesser rauf. Mein 800er bringt rund 5,4kg auf die Waage, mit 1200/min am Kopf ist der für mich sicher nicht langweilig. Da geht das gesamte Kunstflugprogramm und alles an 3D, was ich so drauf habe, bis hin zu den Piroflips.

                    Dazu ein paar Daten:



                    Hier lief der Rex noch an 12S, bei jeder Drehzahl jeweils erst 30s mit Nullpitch auf dem Boden, dann 30s Schweben. Bei den genannten 1200/min braucht er in der Luft etwa 800 Watt.



                    An 12S entspricht das etwa 60% Wirkungsgrad, an 10S sind´s schon 70. Andererseits geht der Wirkungsgrad im hohen Leistungsbereich an 10S bei 6kW unter 70%, was an 12S erst bei gut 7,5kW passiert. Das ist allerdings rein theoretisch, weil ich dorthin noch niemals vorgedrungen bin. Der verbaute 200er Kosmik ist eigentlich massiv überdimensioniert, nennenswert über 100A geht es selten.



                    Das ist ein gemischtes Programm an 10S, mit 1000/min am Kopf erst F3C-mäßig schweben und präzise kleinräumig, ab Minute 8 weiträumig, ab Minute 13 dann noch den LiPo gequält, mit 1400/min ein paar Ticktacks und Aufstieg zur abschließenden Autorotation.



                    Hier sieht man, was bei etwa so einem Programm im Regler abläuft, grüne Kurven an 10S, die roten an 12S, sommerliche 27° Außentemperatur.
                    Das obere Diagramm zeigt die Regleröffnung. Natürlich ist die bei niedriger Spannung größer, was den Wirkungsgrad des Reglers steigert.
                    Unten: Obwohl er am Beginn des 10S-Fluges vom vorangegangenen 12S-Flug noch Restwärme hatte, ist er am Ende etwas kühler. Von der Tendenz her würde der Unterschied bei längerer Flugzeit sogar noch stärker ausfallen.

                    Meinen Logo 600 SE fliege ich (mit 710er Blättern) natürlich an 6S, nennenswert mehr als 120A habe ich da kaum je gesehen, obwohl 4000mAh auch einmal mit 1600/min am Kopf in unter vier Minuten durch sind. Der 650er Pyro fällt mit allerhöchstens 3kW Leistungsaufnahme dabei nur selten unter 80% Wirkungsgrad.
                    Bei etwa 3,3kg Abflugmasse reichen mir schon 1200/min für über acht Minuten Spaß. Da liege ich also bei etwa 30A im Mittel, wo der Pyro an 6S gerade über die 80% Wirkungsgrad geht und diesen "Wohlfühlbereich" praktisch nie verlässt.

                    Wenn man wirklich "bolzen" will, kann höhere Betriebsspannung natürlich Vorteile bringen. Wie viel Drehzahl tatsächlich nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber siehe das erste Diagramm hier, schweben ist immer schweben, mit 1400/min Kopfdrehzahl braucht mein 800er dafür aber fast zweimal so viel Strom wie bei 1000/min!

                    LG
                    Philipp

                    Kommentar

                    • danielgonzalez
                      Helischule & Handel
                      • 24.07.2008
                      • 3691
                      • Daniel
                      • München

                      #25
                      AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

                      Hi Philipp,

                      lese ich das richtig heraus, dass Du nicht umgeritzelt hast und du es bei unterschiedlicher Regleröffnung vergleichst mit dem selben Motor?

                      Wenn Du 12S vs 10S im selben Heli vergleichen möchtest, dann hättest Du den gleichen Motor einmal mit 450 kV an 12S nehmen müssen und an 10S einen mit 530 kV.

                      Weil so ist ja klar was herauskommt, wenn Du es im softesten Flugprogramm versuchst miteinander zu vergleichen.

                      Außerdem ist jetzt ein auf + 10 Minuten Flugzeit ausgelegter Flug sehr speziell.
                      Grundsätzlich hast Du mit der Wirkungsgradkurve absolut recht, aber wer will schon über 10 Minuten nur Schweben

                      Mit meinem RAW habe ich als Drehzahlrange 800-2200 rpm. Bei 1000 rpm kann ich bereits Piroflips fliegen und habe eine Flugzeit von über 20 Minuten im Rundflug. Bei 800 RPM sogar gute 30 Minuten. Beides macht aber bedingt Spaß., mit 800 RPM ist schon kaum mehr steigen möglich.

                      Mit 1440 rpm erreiche ich im Rundflugtraining mit meinen Flugschülern immer gut 14 Minuten bei 4000 mAh Verbrauch. Das ist super! Kann aber auch bei 2200 rpm selbst die Sau rauslassen und den Akku mit Speed-3D (=entweder 12 Grad oder 14 Grad Pitch) in 2:10 leerballern.

                      Und bei vier Minuten Flugzeit brennt bereits bei mir die Luft mit über 1800 rpm, während Du bei nur 1600 rpm und einem deutlich leichteren Heli eine ähnliche Flugzeit hast.
                      Nimm es mir nicht übel, aber dein Heli scheint nicht sonderlich effizient ausgelegt zu sein.

                      LG,
                      Daniel

                      Hier mal ein Video mit meinem RAW mit 1000-1500 rpm und am Ende meine eigentlich niedrigste Drehzahl 1800 rpm.

                      So ab 1400 macht es richtig Spaß und da kann ich entweder 8-9 Minuten 3D oder eben 14 Minuten Rundflug fliegen. Und das mit schwerem 205er Regler und 65C. Sprich ich könnte wenn ich auf die 2 Minuten Powerflüge verzichten würde, über 300 Gramm noch sparen und würde nochmals längere Flugzeiten haben.

                      [FONT="Arial Black"]Helischule Gonzalez[/FONT]

                      Kommentar

                      • <<Philipp>>
                        Senior Member
                        • 16.11.2016
                        • 2625
                        • Philipp

                        #26
                        Oje, das wird länger! Da muss ich ordentlich gliedern, damit der Text halbwegs erfassbar bleibt ...

                        Auf den Punkt gebracht:

                        Wenn es um Effizienz geht, braucht es ein sehr bewusst gewähltes Setup. Dazu gehört natürlich die Betriebsspannung, und die sollte möglichst gut zu allen anderen Parametern des Systems passen. "Möglichst hoch" erscheint mir da genauso falsch wie die Vorstellung eines Universalgerätes, das ohne ßnderungen des Setups von Ultra-Low-RPM bis Hardcore-3D alles optimal umsetzen kann.

                        Wer will, kann natürlich gerne weiter lesen:

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        ... lese ich das richtig heraus, dass Du nicht umgeritzelt hast und du es bei unterschiedlicher Regleröffnung vergleichst mit dem selben Motor?
                        Ja, klar. Denn deswegen sieht man auch, dass mein Setup für meine Anforderungen an 10S effizienter läuft als an 12S. Bei gleicher Drehzahl und etwa gleichem Programm kommen tendenziell längere Flugzeiten heraus, obwohl der Akku kleiner ist. Zudem werden Regler und Motor messbar weniger warm. Also noch deutlicher lässt sich höhere Effizienz durch Reduktion der Zellenzahl nicht belegen, oder?

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Wenn Du 12S vs 10S im selben Heli vergleichen möchtest, dann hättest Du den gleichen Motor einmal mit 450 kV an 12S nehmen müssen und an 10S einen mit 530 kV.
                        Würde man eine andere Motorwicklung ins Spiel bringen, gäbe es eine Einflussgröße mehr. So kann man aber eindeutig sagen, dass der 750-45 im Rex für meine Zwecke von 10S besser versorgt wird als von 12S.
                        8S hätten mich auch noch interessiert, aber da wäre halt wirklich ein Limit erreicht, wenn mich dann doch einmal der Hafer sticht.

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Wenn Du 12S vs 10S im selben Heli vergleichen möchtest, dann hättest Du den gleichen Motor einmal mit 450 kV an 12S nehmen müssen und an 10S einen mit 530 kV.
                        Nochmals Widerspruch, das geht sich im Rex getriebeseitig nicht aus. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der schneller gewickelte Motor dann gut einsetzbar wäre, wenn man mit der Untersetzung noch hinauf könnte, niedrige Rotordrehzahlen bei trotzdem vernünftigen Regleröffnungen hinbekäme. Ein und derselbe Motor hat mit höherer KV-Zahl weniger Wicklungen, daher weniger Innenwiderstand, also in der Regel dann einen höheren Wirkungsgrad. Aber beim Rex ist halt bei 9,33:1 realistisch gesehen Schluss. Da käme ein zweistufiges Getriebe ins Spiel!

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Wenn Du 12S vs 10S im selben Heli vergleichen möchtest, dann hättest Du den gleichen Motor einmal mit 450 kV an 12S nehmen müssen und an 10S einen mit 530 kV.
                        Zum dritten Mal nein, 450KV und 10S, um die Kopfdrehzahl in die gewünschten Bereiche zu bringen und so den Rotor-Wirkungsgrad zu optimieren. Was ja auch elektrisch genau zum Motor passt, wenn man seine Kennlinien betrachtet.

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Wenn Du 12S vs 10S im selben Heli vergleichen möchtest, dann hättest Du den gleichen Motor einmal mit 450 kV an 12S nehmen müssen und an 10S einen mit 530 kV.
                        Andersrum, spezifische Drehzahl unter 450KV wäre noch eine theoretische Alternative, wenn man partout auf 12S bleiben, den Regler aber mit größerer ßffnung entlasten will. Hier ist mir bei den Pyros, die vom Gewicht her in Frage kommen, die Luft zu dünn. Die muss man dann schon recht kompromissbehaftet wickeln. Zwar nur geschätzt, aber da wird dann der Motor wohl um etwa das wärmer, was der Regler kühler läuft ...

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        ... aber wer will schon über 10 Minuten nur Schweben
                        Erstens gehört gut kontrolliertes Schweben in allen Lagen und Ausrichtungen für mich zu den Basics und entsprechend geübt.

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        ... aber wer will schon über 10 Minuten nur Schweben
                        Zweitens sinkt bekanntlich der Leistungsbedarf im langsamen Rundflug gegenüber dem stationären Schweben.

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        ... aber wer will schon über 10 Minuten nur Schweben
                        Scalefliegen besteht über weite Strecken aus schweben und langsamen und möglichst kontrollierten Manövern. 3D ist nicht alles ...

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Mit meinem RAW habe ich als Drehzahlrange 800-2200 rpm.
                        Das wirst Du ja auch mit geänderter Zellenzahl erreichen, oder? Bei meinem 800er fix an 10S ginge es sich mit dem Kosmik kaum aus. Das würde ein Gassignal von etwa 40 bis 90% erfordern!
                        Beim 600 SE ist 1000 bis 1600/min das Maximum an Drehzahlband, das ich aus dem Hobbywing 120A V4 mit 6S, 860KV und 11er Ritzel herausholen kann. Und da liege ich mit dem Gassignal schon oben und unten außerhalb des empfohlenen Bereichs!

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Bei 800 RPM sogar gute 30 Minuten.
                        Gibt´s dazu Daten? Ein 5kg+ 700er schwebt (12S vorausgesetzt) mit deutlich unter 400 Watt? Der schwebt überhaupt? Weil mit so einer Drehzahl mag schon mein knapp 2kg, also rund 40% schlankerer Logo kaum vom Boden. Und bei 1000/min fliegst Du im Video (anscheinend eher lustlos) gerade einmal einen recht sachten kleinen Kreis und eine langsame Pirouette ...

                        Zitat von danielgonzalez Beitrag anzeigen
                        Nimm es mir nicht übel, aber dein Heli scheint nicht sonderlich effizient ausgelegt zu sein.
                        Ich schrieb "UNTER vier Minuten", im Gegensatz zu mit Daten belegbaren Flugzeiten beim Rex war das plakativ für "ordentlich Gas geben" gemeint. Ich kann mich auch an unter drei erinnern. Aber so etwas ist für mich heute hauptsächlich Stress, im sechzigsten Lebensjahr muss man nicht mehr alles niederreißen ...

                        LG
                        Philipp

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                        • Clarion Power
                          Senior Member
                          • 29.10.2012
                          • 1973
                          • Mirko
                          • Mittelhessen

                          #27
                          AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

                          Das hat aber alles nix mit dem Wirkungsgrad zu tun, sondern mit dem auf deine Wunschdrehzahl abgestimmten Heli.

                          Da sind in deinem Beispiel für dich die 10S die bessere Wahl.

                          Daniel hat da nämlich schon recht.
                          Zuletzt geändert von Clarion Power; 25.08.2021, 15:46.

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                          • <<Philipp>>
                            Senior Member
                            • 16.11.2016
                            • 2625
                            • Philipp

                            #28
                            Zitat von Clarion Power Beitrag anzeigen
                            Das hat aber alles nix mit dem Wirkungsgrad zu tun, sondern mit dem auf deine Wunschdrehzahl abgestimmten Heli.
                            Lies noch einmal #24, speziell den Text unter den Kennlinien, und schau Dir die Linien an. Die verlaufen je nach Betriebsspannung anders, und damit passt der Wirkungsgrad eben besser oder schlechter zu einem bestimmten Anforderungsprofil.

                            Bei niedrigen Strömen kommst dann bei hohen Spannungen unter Umständen in ungünstige Bereiche, die man mit niedrigeren Spannungen meidet. Gleichzeitig müssen die Ströme für die gleiche Leistung höher sein, was einen wiederum in Bereiche besseren Wirkungsgrades bringt.

                            Such Dir z.B. den Punkt für 2kW Leistung. An 12S etwa bei 42A noch unterhalb des maximalen Wirkungsgrades. An 10S bei etwa 50A, schon im maximalem Wirkungsgrad-Bereich, zudem ist der an 10S auch noch geringfügig höher.

                            Wieso würde sonst mein Pyro an 10S kühler laufen, obwohl er die selben Drehzahlen, die selben Momente liefern muss wie an 12S? Ganz offensichtlich setzt er im Mittel mehr Strom in Drehmoment um, entsprechend weniger in Wärme. Sprich, der Wirkungsgrad in meinem Setup ist an 10S besser.

                            LG
                            Philipp

                            PS: Ja, und in #26 habe ich es auch erklärt, im Absatz nach dem ersten Zitat aus Daniels Beitrag davor.
                            Zuletzt geändert von <<Philipp>>; 25.08.2021, 16:34.

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                            • michaMEG
                              Senior Member
                              • 13.04.2016
                              • 2381
                              • Michael
                              • Melsungen, Nordhessen

                              #29
                              AW: Wirkungsgrad von Heli mechaniken ?

                              Zitat von <<Philipp>> Beitrag anzeigen
                              Sprich, der Wirkungsgrad in meinem Setup ist an 10S besser.
                              Das mag stimmen, aber eben in deinem Setup.
                              Heist aber nicht, das mit einem anderen Setup (anderes Ritzel / anderer Motor) es mit 12S nicht anders aussehen kann.

                              Davon ab, habe ich im Diabolo 600 auch 10S, 12S würde mein Motor garnicht gut vertragen, wenn ich den mit 8S betreiben wollte (da sollte das alte Setup auch noch funktionieren), würde ich aber einen anderen Motor und evtl. ein anderes Ritzel verwenden um den Wirkungsgrad zu erhöhen.
                              Grüße, Micha

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                              • <<Philipp>>
                                Senior Member
                                • 16.11.2016
                                • 2625
                                • Philipp

                                #30
                                Zitat von michaMEG Beitrag anzeigen
                                Das mag stimmen, aber eben in deinem Setup.
                                Heist aber nicht, das mit einem anderen Setup (anderes Ritzel / anderer Motor) es mit 12S nicht anders aussehen kann.
                                Habe ich irgendetwas geschrieben, das eine andere Interpretation zulassen würde?

                                Natürlich muss das Setup an die Anwendung angepasst sein. Würde ich ständig jenseits der 3kW abrufen, wären 12S die bessere Versorgung.

                                Ich bin aber nicht einverstanden, wenn Daniel sagt, dass hohe Spannungen in jedem Fall besser wären.

                                Die benötigte Antriebsleistung gibt in erster Linie die Rotordrehzahl vor, und da steckt Effizienz vor allem Anderen in der richtigen Einschätzung der individuellen Bedürfnisse. Wennst knackig smacken willst, muss der Rotor sausen, Energie abrufbereit halten. Wennst mit so einer Drehzahl dann nur schwebst, fängt schon am Boden die Energieverschwendung an. Da brauchst dann über Kennlinien gar nicht erst nachzudenken.

                                Wennst aber die Drehzahl passend zum Flugstil wählst, solltest Dir vielleicht auch Gedanken zum übrigen Setup machen.

                                Nix anderes wollte ich sagen. Ohne ein bisserl ausholen geht das halt leider nicht. Wird dann eben ganz schön viel ...

                                LG
                                Philipp

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