Irgendwie dreht es sich doch echt ziemlich im Kreis hier.
Da möchte einer seine Akkus möglichst leer fliegen. Nicht unbedingt bis zum aufblähen, aber auch nicht unbedingt viel Restkapa drin lassen. Dann kommt irgendwer mit der Sicherheitskeule das dies ja ein ziemliches Sicherheitsrisiko sei und sich das so nicht gehört. Kurz darauf liest man dann das man die Akkus bei den heute niedrigen Preisen auch ruhig so auslutschen kann das sie nur eine Saison halten. Wenn man das dann aber wirklich macht kommen wieder Sicherheitsbedenken, also Akku doch schonen! Hmmm, was denn nun?
Eigentlich geht daraus nur hervor das es eh jeder macht wie ER am besten hält, es gibt nicht DIE richtige Lösung solange man nicht grobe Fehler macht. Und ob man nun auf 3,6, 3,4 oder 3,2 V entlädt oder Einbrüche bis 3V zulässt, ist doch egal. Das sind keine groben Fehler!
Der Rest ist dann wie immer eigene Abwägung im Sinne von was ist mein persönlicher Kompromiss aus Lebensdauer/Leistungsanforderung und bin ich ggf. bereit den Preis zu zahlen.
Und die LiPo Leitfäden heißen nicht umsonst "Leitfaden" und nicht Bibel!
Wer sie liest und verstanden hat kann sich nach eigener Abwägung frei im grünen Bereich bewegen. Und das bedeutet nicht "alles unterhalb von 3,5V ist immer und Ausnahmslos ist böse böse böse"Beispiel Lagerspannung:
Die ist nicht unbedingt bei 3,8V weil der Akku bei 3,5V Schaden nimmt sondern damit der Ottonormaluser seinen Akku auch mal gedankenlos 12 Monate im Eck liegen lassen kann ohne das ihm die Selbstentladung den Akku killt. Ich lagere meine Akkus seit jeher bei 3,3V. Ok, ich kümmere mich auch um regelmäßige ßberwachung.....
Beispiel Restkapa:
20% sind nicht nötig weil sich der Akku sonst chemisch zersetzt sondern wieder damit der Unbedarfte auf der sicheren Seite ist. Wenn ich aber den Akku auf 2% entlade und dafür Sorgen kann das es nicht -2% werden, ist dem Akku dann piepegal.
Es gilt also, die "Bibelwerte" sind keine harten Grenzen, es kommt aber halt darauf an ob ich bereit den "Fürsorgeaufwand" zu erhöhen je näher ich den wirklichen Grenzen komme. Wenn ja, Feuer frei. Und wenn nein, auf Nummer sicher. Jeder trifft seine eigene Abwägung.


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