
Quelle: Taildragger RC : X400 Twins Charger - FlyingGiants
Motivation:
Jüngst habe ich mir ein neues Ladegerät gekauft, den iMaxRC X400 Twins, eher aus Spaß an der Freude und um die nun schon mehrwöchige Wetterkrise mit neuem Spielzeug zu verdrängen als aus purer Notwendigkeit. Wenn dadurch der altehrwürdige Hauptlader länger lebt, ist es freilich auch kein Fehler. Mein bisheriges Referenzgerät in der Billigklasse ist das Robbe PowerPeak Twin 1000W. Der iMax kostet ca. 110€, der Robbe 165€.
Wohl wissend, dass die technischen Daten nicht das Nonplusultra darstellen würden, reizte mich beim IMaxRC das vergleichsweise innovative User Interface in modernen Farben (statt der zweizeiligen Retro-Displays, die man überall noch sieht), und ich dachte, gibst du der Firma mal eine Chance.
Unboxing und erstes Einschalten
Hier kann man sich ein paar Unboxing-Fotos ansehen:
Taildragger RC : X400 Twins Charger - FlyingGiants
Das Auspacken macht bei technischen Geräten immer Spaß. Eine nette Idee bei diesem ist das Hologramm mit einem Sicherheitscode, anhand dessen man, ohne sich registrieren zu müssen, auf der Homepage feststellen kann, ob es sich um ein Originalgerät handelt. Das Gehäuseplastik scheint haptisch ok, dürfte aber sehr kratzerempfindlich sein. Kein Vergleich mit dem edlen Gehäuse des Robbe natürlich.
Auffallend sind die viel zu kurzen Versorgungskabel. Mit 25 cm statt wie beim Robbe 85 cm gibt das Minuspunkte. Ein USB-Kabel, Krokodilklemmen, ein (nicht wirklich nötiger) Stift für den Bildschirm und einige Balancer-Platinen liegen weiters bei.
Beim ersten Einschalten stellt sich gleich der erhoffte Wow-Effekt ein. Wow, das hat was! Der Bildschirm ist eine echte Innovation. Kennt man natürlich schon von Autonavis und vom Smartphone, aber im stockkonservativen Ladegeräte-Sektor ist das schon toll. Mein erstes Ladegerät hatte kein Display, das zweite ein einzeiliges, dann kamen zwei, dann vier, dann zweimal vier, und jetzt ein richtiger Bildschirm *freu*.
User Interface:
Der Bildschirm und das UI sind sehr gut gelungen. Freilich würde dieses Konzept etwa den aktuellen Junsi-Ladern noch besser zu Gesicht stehen, da diese viel mehr Einstellparameter haben als die Lader der IMaxRC-Reihe, die doch eher starr konfiguriert daherkommen. Mit anderen Worten, viel schickes, zeitgemäßes Buntibunti, aber eigentlich nicht viel zum Herumdrücken, sodass sich das Touch-Konzept etwas ins Absurde bringt. Immerhin, man kommt ohne defektanfällige Knöpfe aus, das sieht gut aus, ist leicht zu reinigen und kostenarm. Fast wie ein richtiges Samsung halt. Alle wichtigen Infos sind beim Laden auf einer Screenseite, ersichtlich ohne Scrollerei und Blätterei. Die Funktionen am Bildschirm sind gut und bequem mit den Fingern bedienbar. Die Schrift für die aktuelle Spannung und andere wichtige Werte ist ziemlich klein und für Brillenträger oder aus der Entfernung (z.B. durch Autofenster hindurch) nur schwer lesbar.
Einstellmöglichkeiten:
Die Einstellmöglichkeiten beschränken sich bei LiPos im Wesentlichen auf Zellenzahl und Lade-/Entladestrom... fertig.
Moderne LiPos mit ßberspannung laden oder zur Schonung nur auf 95% laden, mit 3.70 Volt lagern etc., solche Sachen gibt es nicht.
Nuja, da habe ich schon mit manch anderem Gerät länger zu spielen gehabt.
Immerhin kann man die Ladezeit und die Milliamperestunden mit wenigen Klicks beschränken.
Zwischen-Resümee:
Erster Eindruck, bevor es an die Untersuchung der Lade-Technik geht:
Das Gerät ist nett und entspricht den Erwartungen.
Fortsetzung folgt... Meine Zeit ist sehr beschränkt
, und so wird es nur 1 Kapitel pro Woche zu diesem Thema geben.Mit Fragen zu dem Gerät bitte also noch warten.

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