So,
ich möchte Euch nun mein versprochenes Fazit zum Bau dieses Modells und
zum Verlauf der Saison 2011 geben.
Nachdem das Modell ja im April 2010 seinen Erstflug hatte, musste ich aufgrund
der stark eingeschränkten Verfügbarkeit des Hauptzahnrades S148 ja eine
nervenzehrende Zwangspause in Sachen Oldie-Fliegerei hinnehmen.
Bereits vorab bereitete mir der Rotorkopf ohne Drucklager Kummer, da dieser
beim ßberdrehen der Hauptrotordrehzahl (oberhalb 1500 1/min) wiederholt
kurzzeitig "einfror", was abenteuerliche Blattspurdifferenzen und entsprechend
beherzte Maßnahmen zur Drehzahlreduzierung bzw. Wiedererlangung der
vollen Steuerfolgsamkeit nach sich zog.
So mancher Landeanflug wurde da ganz schnell zum Husarenstück.
Als Wurzel dieses Problems konnte ich den Antrieb (OS SX-HG Hyper) identifizieren,
der sich in Verbindung mit dem verwendeten Original(Wunsch)Schalldämpfer nur
wiederwillig an die Vorgaben der mehrfach geänderten Gaskurve halten mochte.
Anders gesagt zog es den Motor regelmäßig in ein ihm genehmeres Drehzahlband,
mir hingegen die Mundwinkel nach unten.
Die Situation war also unbefriedigend und die durch das Hauptzahnrad verursachte
Zwangspause kam rückblickend betrachtet gerade recht um einen Weg zu finden,
doch noch an einem rundum befriedigenden Spaßoldie für bestes Wetter zu gelangen.
Um den Kopf für die anstehende Aufgabe frei zu bekommen wechselte ich erst
einmal den Empfänger und verbaute auch in diesem Modell ein Exemplar der
Firma Weatronic.
Die Rettung brachte dann im Januar diesen Jahres der Wechsel hin zum Hauptzahnrad
inkl. Heckabtrieb sowie (Druckgelagerten) Hauptrotorkopf des Schlüter HeliStar.
Die Teile sind ja mit dem Bell 222 Trainer kompatibel und verursachten daher bei
ihrer Montage nur ein gelegentliches Kammerflimmern.
Durch den Rotorkopf konnte ich den Motor nun problemlos die gesamte Saison
2011 hindurch mit einer resultierenden Kopfdrehzahl von 1700 1/ min betreiben.
Das implantierte Hauptzahnrad verrichtete dabei seinen Dienst ungewöhnlich
unauffällig, so dass ich bereits nach etwa 10 Flügen aufhörte, ständig nach dem
mir ebenso vertrauten wie gefürchteten Geräusch fehlender Zähne zu horchen.
Es herrschte letztendlich Harmonie im Antriebsstrang und das nun durchweg
alltagstaugliche Modell bereitet mir seither die Freude, nach der ich mich vor
dem Beginn des Projektes so gesehnt hatte.
Natürlich ist der Wartungsaufwand bei Oldies immer etwas höher, selbst diesen
verrichte ich an diesem Modell aber mit einer gewissen Erfüllung (krank?).
Danke fürs Lesen und viel Erfolg auch Euch beim Erfüllen Eurer Oldie-Träume.

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