Hi,
einen Vorteil hat der Winter ja- man setzt sich selbst beim Basteln
nicht unter einen unnötigen Zeitdruck.
Daher hab' ich während der letzten Woche mal das Freilaufhauptzahnrad des
HeliStar montiert.


Wie man sieht konnte ich auf der Antriebswelle alles beim Alten belassen,
zwischen dem Freilauf und dem unteren Rotorwellen-Lager muss allerdings
eine Passscheibe eingesetzt werden, da das Hauptzahnrad sonst am Chassis
schleift. Etwas besonderes wird das nicht sein, da diese Scheibe wohl in jedem
HeliStar verbaut wurde, ich hatte aber keinen entsprechenden Bauplan und
musste daher feststellen, dass der Umbau wohl doch nicht "so mal eben" zu
bewerkstelligen sein würde.

Bereits beim "Tieferlegen" des Hauptzahnrades befürchtete ich ein
weiteres Problem, welches dann natürlich auch prompt eintrat.
Das nun kegelförmige Heckabtriebsritzel griff nach seiner Montage
nämlich nur noch etwa einen halben Millimeter in die Verzahnung des
Hauptzahnrades ein.
Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als die Befestigungslöcher der
Lagerschalen des Ritzels zu Langlöchern zu feilen, um diese dann natürlich
mitsamt des Heckantriebsdrahtes um den fehlenden Betrag nach unten zu
verschieben. Der Draht wird dadurch natürlich leicht gebogen- es wird sich
herausstellen, ob sich das noch einmal negativ auswirken wird.
Mich würde interessieren, ob das beim HeliStar ebenso gehandhabt werden
musste oder ob dort die Heckrohr- Befestigungslöcher im Chassis bereits
herstellerseitig um diesen Betrag nach unten versetzt wurden.

Die oben erwähnte Passscheibe und der insgesamt höher als das "normale"
Bell 222- Hauptzahnrad aufbauende Freilauf führen dazu, dass die Rotorwelle
weiter unten fixiert wird bzw. diese dadurch oberhalb des Doms an Höhe verliert.
Zum Einen (halb so wild) waren die Gestängelängen von der Taumelscheibe zum Hauptrotorkopf
dadurch natürlich zum Teufel, zum Glück aber noch ausgleichbar.
Zum Anderen (schlimm) stößt bei dieser Konstruktion nun aber der Augenbolzen
des Pitch-Kniehebels auf seinem Weg nach oben wesentlich früher von unten an
die Hauptrotorwelle als es vorher der Fall war.
Nach unten wird der Weg des Kniehebels nach wie vor durch das Gebläsegehäuse
eingegrenzt. Ich befürchtete das Schlimmste, nämlich einen heftig eingegrenzten
Pitchweg.

Bei einer kleinen Kiste Bier dachte ich kurz nach und beschloss, besser am
nächsten Tag weiterzumachen.
...
Am nächsten Tag gelang es mir dann tatsächlich, einen Pitchbereich von
-4° bis +8,5° einzustellen, wobei jedes Gestänge der Kopfanlenkung
nochmals angepasst werden musste und eine Neuprogrammierung des Pitchservos notwendig war.
Puh, es war also nicht alles umsonst, ging ich doch vorher schlimmstenfalls von
völlig inakzeptablen -2° bis +6° aus. *Aufholzklopf*
Naja, geflogen bin ich damit noch nicht, ich hoffe aber, dass das Wetter am
Sonntag mitspielen wird.
Ich meld' mich wieder.



















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