Ich vermute, dass das mit der Leistung vielen keine Ruhe lässt, liegt daran, dass man im Internet viele Formeln zur Berechnung des Leistungsbedarfs bei Hubschraubern finden kann. Daher ein paar Worte dazu:
In der manntragenden Hubschrauberei ist die Leistung tatsächlich der begrenzende Faktor. Allerdings gibt es auch dort sowas wie einen "Governor", also eine feste Rotordrehzahl. Da diese jedoch i.d.R. durch eine Wellenturbine zur Verfügung gestellt wird und diese immer an einem Auslegungspunkt betrieben wird, gibt man nicht einfach Gas, wenn man mehr Drehzahl braucht.
Daher gibt es eine Drehzahl, für die ein Heli ausgelegt ist. Bei dieser wird die Turbine betrieben. In guter Näherung ist diese für alle Hubschrauber so gewählt, dass die Blattspitzengeschwindigkeit im Schwebeflug bei ca. 210 m/s liegt (das ist ein Richtwert. Es gibt Ausreisser in beide Richtungen).
Die Anströmung kann bis zum Erreichen der Schallgeschwindigkeit als inkompressibel angesehen werden. Danach ändern sich die Formeln und die Druckverhältnisse. Daher bleiben dem vorlaufenden Blatt noch ca. 90 m/s bei Vorwärtsfahrt, bis die Schallgeschwindigkeit erreicht wird.
Darin liegt für die Höchstgeschwindigkeit der meisten Hubschrauber eine Obergrenze.
Ein Leistungsproblem entsteht dann, wenn der Hubschrauber so hoch steigen muss, dass die Wellenturbine aufgrund der verringerten Luftdichte die nötige Leistung nicht mehr aufbringt. Dadurch ist die Dienstgipfelhöhe der Hubschrauber festgelegt.
Keine der üblichen Theorien für manntragende Helis (Strahltheorie, Impulstheorie), mit der man den Leistungsbedarf errechnet, kann für unsere ßbermotorisierten Trainerhelis herangezogen werden, da beide Leistungsgrenzen nicht mal berührt werden.
Die allgemeinen Formeln für die Leistungsberechnung sind natürlich gültig, aber wie gesagt, für die Fragestellung irrelevant.
Martin


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