Ich war auch 6 Monate in der Fertigung und ich weiss wie eine Fräse, Drehmaschine, Erodieren, schweißen etc. funktioniert und was damit möglich ist.
Ich hab mir in dieser Zeit "die Hände schmutzig" gemacht und es hat mir Spaß gemacht auch heute steh ich noch sehr gerne an einer Dreh- oder Fräsmaschine und fertige mir irgendwelche Teile. Aber ich möchte dass nicht mein ganzes Leben machen müssen.
Klar müssen Bauteile herstellbar sein gar keine Frage, ABER mein Chef sagte immer zu mir "Wenn die Konstruktion auf dem Papier nicht funktioniert, wie soll das dann in echt jemals funktionieren?" Dabei ging es speziell um Toleranzen.
Also und wenn ich eine fehlerhafte Zeichnung abliefere, eine Konstruktion gefertigt wird und nacher nicht funktioniert weil ich mir um das Wohl der Fertiger sorgen gemacht habe dann bin ICH nämlich der Arsch
.Und liebe liebe Fertiger: Tut bitte nicht so als ob ihr alles perfekt macht, ich habe es schon oft erlebt dass die Leute in der Fertigung die Zeichnung nicht verstanden haben und die Schuld auf den Konstrukteur "der ja nur oben im Büro den Arsch breit drückt und keine Ahnung von der Praxis hat" (<-- original Zitat^^) geschoben haben.
So das war jetzt nicht böse gemeint, ich denke es geht nicht ohne Konstrukteure und ohne Fertiger also auf eine friedliche Zusammenarbeit

Jetzt musste ich aber ganz schön schmunzeln, ich denke das trifft den Nagel auf den Kopf. Ich habe einen Quereinstieg vom Konstruktionsmechaniker bei Mercedes zu einem kleineren Unternehmen zum Konstrukteur gemacht und man merkt einen riesen Unterschied, ob ein Konstrukteur eine CNC-Fräse bedienen kann, Schweißen kann, drehen kann etc. Diese Konstruktionen sind nämlich meistens "Fertigungsgerecht"
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