Der Motor zerlegt. Plan war, die vorhandene Motorwelle durch die Rotorwelle zu ersetzen und entsprechende abzulängen. Die Motorwelle ist in der Glocke mit zwei dicken Maden geklemmt, soweit so gut. Aus mir nicht erfindlichen Gründen haben die Genossen allerdings die Motorwelle voll hart eingepresst. Musste ich mit dem Durchschlag austreiben. Die Bohrung in der Glocke hat Untermaß. Würde ich gerne aufreiben, habe aber kein passendes Werkzeug. Bin noch am ßberlegen.
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Ups, ob das eine gute Idee war? Die Welle sitzt so fest, weil die Glocke mit der Welle gewuchtet wird. Wenn du die Welle ausbaust, läufst du Gefahr, dass der Motor anschließend unruhig läuft. Wenn du die Glocke bearbeitest und noch eine länger Welle einsetzt, könnte das zur Rappelkiste werden.
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Das die Motorwelle auf press eingezogen wird ist normal. Wenn du die Welle sauber und gerade ohne Beschädigungen ausgetrieben hast, steht einem einziehen einen neuen längeren Welle nichts entgegen. Dazu friert man die neue Welle ein paar Stunden ein, und schiebt sie am besten mit ner Hebelpresse exakt gerade wieder in die Glocke ein. Auch das austreiben macht man am besten mit einer Hebelpresse, um Beschädigung durch verkannten an der Glocke zu vermeiden.
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Die Glocke aufreiben geht nur auf einer Drehbank, weil du die Glocke in einer Bohrmaschiene nicht eingespannt bekommst.
Wenn die Glocke die das Aus- und Einpressen ohne Beschädigungen überstanden hat, ist der Rundlauf mit der längeren Welle und dem zusätzlichen WellenLager an der Wellenspitze meist sogar besser als mit der kurzen orginalwelle. Voraussetzung ist natürlich, das die lange Welle am Ende auch noch gerade geblieben ist. Je nach Wellenlänge ist eine Hebelpresse dann auf jeden Fall auch unbedingt notwendlig.
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Hallo,
die Bohrung würde ich jetzt nicht voreilig aufreiben.
Ein sauber gefertigter Presssitz hat eine bessere Rundlaufgenauigkeit als ein Schiebesitz.
Du kannst zusätzlich zum Runterkühlen der Welle auch den Sitz in der Glocke mit der Heißluftpistole erwärmen (ruhig gute 100 °C). In diesem Fall fließt auch nicht gleich die ganze Wärmemenge in Richtung der Magnete, da die Speichen ja keinen so großen Querschnitt haben.
Und nur auf die Magnete und deren Verklebung musst Du hier Rücksicht nehmen.
Auf jeden Fall erleichtert das Warmmachen das Einpressen der Welle.
Eine kleine Schwierigkeit besteht in der Ausrichtung der Fasen für die Madenschrauben. Vielleicht hat man ja auch eine dritte oder vierte helfende Hand, die die Madenschraube sofort etwas anzieht, damit sich die Fase sauber ausrichtet.
Nach erfolgtem Temperaturausgleich dürfte das kaum noch gehen.
Noch eine Anmerkung zum Auspressen der Welle. Ich verwende hierzu ein Hilfswerkzeug, mit dem ich die Glocke direkt am Sitz der Welle abstütze.
Rundmaterial (ca. 20 mm Durchmesser), an beiden Enden plan gedreht. Zentrische Durchgangsbohrung wenige 10-tel Millimeter über dem Wellendurchmesser. Länge groß genug, dass die Welle darin verschwindet und nicht beim Auspressen auf die Unterlage kommt.
Man vermeidet so, dass man über die Glocke Kräfte überträgt. Zumal hier die Speichen doch recht zierlich sind.
Auch beim Auspressen sollte man anständig erwärmen. Das Aluminium der Glocke deht sich ja stärker aus als der Wellenstahl. Man vermeidet so, dass die Welle Alupartikel aus der Bohrung rausreißt und den Sitz beschädigt.
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Wow, danke für die Tipps, das hört sich nach Arbeit an.
Auf dem Zettel hat die geplante Welle einen ßberstand über die Glocke von ca. 50mm bei 4mm Durchmesser. Vorläufiger Plan, über den Rotorkopf bin ich noch am Nachdenken.
Meine Hoffnung war, dass durch die relativ geringe Drehzahl des Direktantriebs eventuelle Unwuchten sich nicht so dramatisch auswirken. Das Austreiben war ohne Hilfswerkzeug garnicht möglich, ein Stück 20mm Stahlwelle mit 10mm Bohrung hat den Wellensitz abgestützt. Zu spät hab ich dann bemerkt, dass das Teil mit Feilspänen kontaminiert war, von denen jetzt welche an den Magneten hängen. Da muss ich noch eine Säuberungsaktion machen. ßberhaupt hab ich immer etwas Angst vor Metalldreck an Motormagneten, hat da jemand Erfahrungen gemacht?
Mein Problem ist so ein bisschen, dass Rotorwellen bei mir ein Verschleißteil sind. Wenn das Wechseln der Rotorwelle, die ja auch noch jedesmal gebaut werden muss, so ein Zirkus wird, dann ist das doch ein Hindernis. Schließlich ist der Heli nicht als Standmodell für die Vitrine geplant, sondern letztlich als Trainingsmaschine.
Zuletzt geändert von Helibri; 14.01.2018, 08:58.
Grund: edit
Mein Problem ist so ein bisschen, dass Rotorwellen bei mir ein Verschleißteil sind. Wenn das Wechseln der Rotorwelle, die ja auch noch jedesmal gebaut werden muss, so ein Zirkus wird, dann ist das doch ein Hindernis. Schließlich ist der Heli nicht als Standmodell für die Vitrine geplant, sondern letztlich als Trainingsmaschine.
Eine einfache Kupplung, wie beim Fireball, wäre für dich sicherlich auch möglich gewesen. Eine Längere Welle bräuchtest du trotzdem aber jetzt fehlt dir leider das dann notwendige, zweite Lager an der Rotorwelle.
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Na Ulli, du bist sonnig, eine einfache Kupplung. Wie sieht denn eine einfache Kupplung aus und wo kommt die her und wie bekommt man die in einen Bauraum von 10mm Höhe in die Nabe der Riemenscheibe? Fragen über Fragen...
Aber es gibt Entwarnung: Ich war wohl beim ersten Mal etwas hektisch, denn mit geduldigem Drehen und Schieben bekomme ich meine Welle doch in die Motorglocke. Ist wohl doch eher die Motorwelle mit ßbermaß gewesen. Außerdem war ich heute morgen wohl noch etwas im Tran, als ich nach der notwendigen Läge der Rotorwelle geschaut habe. Bin wohl zwischen den 1:1 und 2:1 Skizzen Teilen verrutscht, deswegen hatte ich den Post auch nochmal editiert, als ich gemerkt hab, dass meine erste Zahl unmöglich passen kann.
Also tatsächlich ist 55-60mm vom Motor überstehendes Wellenende das große Ziel. Derzeit sieht es aber erstmal nach 70-75mm mit dem vorläufigen Ansatz für den Rotorkopf aus.
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