5 Jahre ist das ja jetzt schon her, dass ich meine DIY flybarless Elektronik 3Digi hier vorgestellt habe. Im Laufe der Zeit hat es da schon ein paar Varianten gegeben, welche die Bauform verkleinert und auf neueste Sensorentechnik umgestellt haben. Allerdings liessen sich mit der alten Hardware viele neue Ideen, die ich hatte, und aktuelle Anforderungen nur schlecht oder gar nicht realisieren.
Vor ein paar Monaten fand ich daher dann, dass es an der Zeit wäre, da mal wieder etwas neues zu machen. Herausgekommen ist das, was Ihr unten auf den Photos sehen könnt.

Verwendet wird jetzt ein 32bit Prozessor mit ausreichend Rechenleistung und Speicherplatz für die Firmware.
Die Platine verfügt über ausreichend Schnittstellen. Dadurch ist nun auch der Anschluss von seriellen Summensignal-Empfängern möglich. Empfänger mit Einzelkanälen (also Roll, Nick, Pitch usw. getrennt) können nicht mehr angeschlossen werden. Meiner Meinung nach ist sowas heutzutage nicht mehr notwendig.
Ein Eingang für einen Drehzahlsensor ist auch vorhanden, ein Governor-Modus später also möglich.
Als Ausgänge sind weiterhin 4 Taumelscheibenservos, Heckservo und Regler vorhanden.
Für die externe Stromzufuhr sind extra Lötpads auf der Platine vorhanden. Dort kann ein dickeres Kabel mit vernünftigem Querschnitt und Steckern angelötet werden. Eine dicke Buchse im Gehäuse ist meiner Meinung nach für sowas nicht notwendig
. Die Leiterbahnen-Querschnitte für die Servos sind im Vergleich zur vorherigen 3Digi Version nochmal verdoppelt. Ströme von 15-20A sollten damit kein Problem sein.Eine USB-Schnittstelle direkt auf der Platine ist nicht mehr vorhanden. Man muss jetzt einen USB-Seriell-Adapter verwenden oder Bluetooth (siehe nächster Abschnitt).
Eine weitere serielle Schnittstelle ist extern per optionaler Buchse oder im Gehäuse (je nach Gehäuseform) zugänglich. Momentan schliesse ich da ein Bluetooth Modul (HC 06) dran an, für welches von mir im Gehäuse ein wenig Platz vorgesehen wurde. Extern könnte man da später z.B. Telemetrie oder ein GPS zur Geschwindigkeitsmessung anschliessen.
Die Speicherung der Logdaten erfolgt nicht mehr auf einem speziellen Speicherchip, sondern auf einer Micro-SD-Karte. Damit können jetzt die gesamten Regelungsdaten der Flugzeit komplett geloggt werden. Auch zusätzliche Log-Daten sind möglich. So wird aktuell z.B. bereits die Eingangsspannung aufgezeichnet und kann nach dem Flug ausgewertet werden.
Für das Gehäuse kann man heute ja wunderbar die 3D-Drucktechnik verwenden. Auf den Bildern kann man den ersten Versuch sehen. Es muss dort noch ein klein wenig optimiert werden, speziell die Beschriftungen sind ein wenig zu klein geraten und wohl unter der Toleranz des Druckverfahrens.
Momentan bin ich erstmal dabei, die Firmware für die neue Hardware von der Funktionalität her auf den Stand des bisherigen 3Digi zu bringen. Der Erstflug mit dem neuen System wird wahrscheinlich irgendwann im August stattfinden. Ich hoffe, dass dann auch alles so funktioniert, wie ich mit das vorstelle
.Weitere Photos im Album hier.


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