fliegst Du die Akkus tatsächlich bis zu 10 % Restkapazität?
Dies ist kein getarnter Vorwurf, sondern wirklich Interesse.
Ich kann das mit meinen Akkus nicht machen, Spannung wäre dann zu niedrig. Allerdings sind meine Akkus schon recht alt und müssen demnächst erneuert werden.
Warum sollte dieses Kriterium allgemein gültig sein? Wird es sonst
gefährlich? Oder ist das eine willkürliche Angabe? Oder bezieht sich das
auf einen sinnvollen Einsatz beim Heli fliegen?
Gibt es eigentlich einen technischen(!) Zusammenhang zwischen dem Anstieg
des Innenwiderstands und des Kapazitätsverlusts?
Hab den Wert aus Wikipedia. Ich denke der Wert ist willkürlich. Da der Akku bei der Nutzung sich nicht anders verhält als ein Akku mit voller Kapazität kann man damit weiterfliegen (denke ich), nur halt nicht mehr so lange. Irgendwann, wenn man mit der immer geringer werdenden Restkapazität nicht mehr zufrieden ist, wird er halt ersetzt.
Thema "Innenwiderstand":
Weiß ich nicht, weil ich den noch nie gemessen habe.
Kann mal jemand beschreiben (oder zu einem Beitrag verlinken) in dem beschrieben ist, wie man mit Hausmitteln (Multimeter o.s.) oder sonst wie den Innenwiderstand des Akkus bestimmen kann?
Schon mal "Danke" dafür!
LGT
Align T-Rex 450 und 250, Blade 300CFXund nano cpx, DX6i, Lama Eigenbau, NE Solo Pro 290
Ich suche nach Kriterien, an denen man Qualitätsunterschiede an Akkus erkennen kann. Angebote gibt es viele und in den Foren wird dann immer nur berichtet: Macht deutlich mehr Druck! O.ß.
Das sind persönliche Eindrücke die einer hat, aber keine belastbaren Aussagen zur Qualität des Akkus.
Gekommen bin ich zu dem Thema -Entladung bei Lagerung- als ich mir einen Carson Lama beschafft habe. Da war ein 3S Akku drin der irgendwie elektrisch tot war. Also nach gängiger Vorstellung irreversibel geschädigt und ein Fall für die Tonne. Ich hab trotzdem versucht den vorsichtig wieder ins Leben zurück zu holen und immerhin: Voll geladen brachte er wieder 12,57 V auf die Waage mit einer Zelldifferenz von 0,017 V. Welche Kapazität drin steckt, weiß ich noch nicht (hab ich noch nicht gemessen). Die Nennkapazität ist 2.200mAh.
Dann hab ich (just for fun) angefangen die Entladungseigenschaften von 3 verschieden Akkus zu verfolgen: Carson, Mylipo und Turnigy. Alle 3S/2.200mAh. Das läuft gerade.
Zwischenergebnisse:
Der Carson entlädt sich ziemlich konstant mit 0,03 V/Tag. Der Mylipo bei 0,01V, der Turnigy liegt bei fast 0V ( in 8 Tagen von 12,57 auf 12,56V).
Interessant war für mich auch, dass die Zellen nicht auseinander driften. Die Spannungsdifferenzen der Zellen nähern sich eher aneinander an.
Wie gesagt, ein Qualitätskriterium neben anderen:
Beim Carson kann ich ausrechnen, wann ich den bei Lagerung spätestens nachladen sollte, damit er nicht unter die kritische Spannungsmarke fällt.
Ansonsten werde ich in Zukunft eher Akkus kaufen, die bei Lagerung eben nicht so viel Spannung verlieren.
Ganz allgemein erfahre ich, wie sich Akkus bei Lagerung verhalten und welche Unterschiede bei verschiedenen Anbietern bestehen.
LGT
Align T-Rex 450 und 250, Blade 300CFXund nano cpx, DX6i, Lama Eigenbau, NE Solo Pro 290
Bei einem vernünftigen LiPo, der vernünftig behandelt wird bläht normal nichts
Das ist genau der Punkt:
Was ist ein vernünftiger Akku??
Was ist eine vernünftige Behandlung?
Letzteres ist einfacher zu beantworten: Nutzung bei 10-40 gradC, möglichst nur bis ca. 30 oder 20 % entladen. Nicht zu hohe Entlade- und Ladeströme.
Einige der Akkus, die ich hier rumliegen habe sind gebläht (nicht über alle Maßen, aber spürbar), andere nicht. Obwohl ich mich bemühe sie alle vernünftig zu behandeln. Bei der Nutzung merke ich keine großen Unterschiede, wohl auch weil ich sie vernünftig nutze. Also war bei mir bislang (und wohl auch in Zukunft) eine leichte Blähung kein Grund die Geblähten auszusortieren.
Bleibt bei den Geblähten nur die Vermutung übrig, dass die Akkus halt unvernünftig sind, obwohl sie von namhaften Herstellern stammen. Ich versuche mein Wissen zu erweitern um in Zukunft den Einkauf von unvernünftigen Akkus zu vermeiden.
LGT
Align T-Rex 450 und 250, Blade 300CFXund nano cpx, DX6i, Lama Eigenbau, NE Solo Pro 290
Letzteres ist einfacher zu beantworten: Nutzung bei 10-40 gradC, möglichst nur bis ca. 30 oder 20 % entladen. Nicht zu hohe Entlade- und Ladeströme.
So nicht korrekt. Die Nutzungstemperatur sollte zwischen 30-45 grad liegen. Bei 10 grad beträgt die Stromlieferfähigkeit ("C-Rate") nur noch etwa die Hälfte des Wertes bei 40 grad!
Auch die 20% sind nur Faustregel. Die Zellenspannung muss über 3.0V bleiben, das ist der relevante Punkt.
Zuletzt geändert von tobi -obu; 18.08.2016, 10:46.
Einige der Akkus, die ich hier rumliegen habe sind gebläht (nicht über alle Maßen, aber spürbar), andere nicht.
Das kommt vermutlich von zu hoher Belastung beim fliegen. D. h. Du
betreibst den Akku an der Grenze seiner Fähigkeiten. Wenn es z. B.
ein (echter!) 30C Akku ist, solltest Du auf (echte!) 40C wechseln. Evtl.
reicht es auch aus auf einen korrekt gelabelten Akku zu wechseln
Ich lade am Platz meist mit 3C. Das hat bisher noch zu keinem erhöhten
Verschleiss geführt. Soweit ich das sehe und aus anderen einschlägigen
Beiträge entnehmen kann, ist das heute kein Problem mehr. Zu hohe
Ladeströme kannst Du also eigentlich von Deiner Liste streichen. Da muss
man es schon wirklich übertreiben.
Torsten
Voodoo 600, Logo 600SX
Spektrum, Spirit, Heli X
Akkus voll liegen zu lassen beschleunigt deren Alterung sehr stark, denn die Alterungsprozesse sind bei >4V oder <3V am stärksten ausgeprägt.
Die Stärke des Spannungsabfalls in voll geladenem Zustand sagt auch nichts über die Qualität des Akkus aus.
Wenn du die Selbstentladung messen willst, empfiehlt es sich bei 3.9V zu starten und dann im Wochenrhythmus zu messen.
Sie sollte einige % (bezogen auf die Spannung) im Monat nicht übersteigen.
Kriterien für die Qualität sind:
-Innenwiderstand (je geringer desto besser, möglichst geringe Differenz zwischen den Zellen), Messbar z.B. mit manchem Ladegerät, nicht aber mit "Hausmitteln" wie z.B. DVMs.
-Möglichst hohe Spannungslage unter Last (ergo wieder: geringer Innenwiderstand)
-Zyklenfestigkeit (vom normalen Anwender nicht direkt messbar, nur "Erfahrungswerte" können genommen werden)
-Zellendrift
-geringe Selbstentladung (ist aber für uns i.d.R. nicht so relevant)
Hab mich mir da auch schon eine Zeitlang gedanken über das Thema.
Hab hier 12S 5000mah SLS Xtron.
Die Akkus haben 75 Ladungen runter.
Sind aber schon sehr alt.
Sind seit März 2013 im Einsatz,
also schon 3,5 Jahre.
Kann bisher keine Auffälligkeiten feststellen,
sind Knüppelhart, und im Flug merke ich auch keine
Auffälligkeiten.
Aber aufgrund des altes mach ich mir schon sorgen.
Innenwiderstand kann ich leider nicht messen,
hab ein kleines Junsi das kann den Widerstand messen,
geht aber nur bis 6S.
Mein Robbe power peak e1 kann das leider nicht
Zumindest hab ich da bisher keine Funktion gefunden.
Da das Robbe schon recht teuer war, möchte ich nicht
nochmal Geld ausgeben für ein teures Ladegerät nur
wegen der Möglichkeit den Innenwiderstand zu messen.
Was gibt es noch für konstengünsitge Möglichkeiten?
Bei Hobbyking gibt es ein Innen - Widerstand - Messgerät, für Balancersteckeranschluß. Weiß aber nicht wie genau die sind, aber man kann mal zwischen einem neuen und einem alten Lipo vergleichen.
Zuletzt geändert von Techmaster; 18.08.2016, 15:04.
leider nicht so einfach, ist halt eine 12s Stange.
@Techmaster
werd mir das Teil mal besorgen!
Danke!
Aber was denkt ihr, so rein vom Gefühl
Sind Lipos nach 3,5 Jahren noch zu gebrauchen?
Wie gesagt, kann in der Praxis rein garnichts negatives ausmachen,
Lipos sind hart wie Stein.
Akkus voll liegen zu lassen beschleunigt deren Alterung sehr stark, denn die Alterungsprozesse sind bei >4V oder <3V am stärksten ausgeprägt.
Richtig.
Ich hatte vor ein paar Wochen ein langes Gespräch mit einem Techniker von Gensace. Dabei ging es mir um Analyse meiner Lipos, die doch relativ schnell alt geworden sind. Dabei kam er zum Schluss, dass meine Lipos durch die Zeit, wo ich sie voll geladen liegen lies, dementsprechend schnell gealtert sind. Dabei ist mein Innenwiderstand mit 2,5-3,8mOhm/Zelle eigentlich noch okay. Kapazität liegt etwa bei 85-90%.
Er sagte, es spiele keine Rolle, ob der Lipo 1x7 Tage oder 7x1 Tag herumliegt. Mit dem Volladen wird die Chemie aktiviert. Etwa so, wie als wenn ich 10 Redbull und 5 Pott Kaffee trinke und dann versuche zu schlafen.
90% der Markenlipos würden deswegen viel zu früh kaputt gehen.
Soviel zum Thema voll geladen herumliegen lassen
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