Hallo zusammen!
Ich möchte nachträglich noch etwas zu den Einstellarbeiten und dem Feinschliff erzählen - dann habt Ihr's mit dem Baubericht auch überstanden. Wer im Vorraus schon mal ein "Danke!" hinterlassen möchte kann dies gerne tun - ich freue mich über jeden dem mein erster Baubericht gefallen hat.
Für die, die schon mal einen Paddelkopf eingestellt haben, ist das nun folgende sicherlich Routine. Auch gibt es inzwischen einige Berichte und Videos über diesen Arbeitsschritt. Ich möchte Ihn dennoch hier dokumentieren um den Bericht zu vervollständigen. Bei den Einstellarbeiten habe ich mich an der Videodokumentation von "Finless Bob" auf helifreak.com orientiert. Damit habe ich bereits früher gute Erfahrungen gemacht.
Voraussetzung für das korrekte Einstellen ist eine absolut waagrechte Taumelscheibe. Um mir dies zu erleichtern habe ich zuvor im Sender Nick und Roll auf 0 gestellt (Bild 1). So kann einem auch ein ungenaues Poti keinen Strich durch die Rechnung machen.
Ganz klar ist die Vorgehensweise: von unten nach oben. Dazu fängt man mit der Taumelscheibe an. Ich empfehle hierzu eine Taumelscheibenlehre. Zwar muß man dazu den Rotorkopf wieder demontieren und ganz billig ist so ein Teil auch nicht aber ich habe inzwischen den Unterschied zwischen der oft empfohlenen Tesafilmrolle und diesem kleinen Werkzeug mehrmals erfahren dürfen. Will man ganz genau sein führt m.E. kein Weg an einer TS-Lehre vorbei.
Das Spielchen ist ganz einfach: alle Anlenkstangen zur Taumelscheibe müßen so eingestellt werden, daß die drei Arme der TS-Lehre auf der Taumelscheibe aufliegen. Aufgrund der festen Nickanlenkung ist dies quasi die Referenz nach der man sich richten muß. Daher muß man sich auch keine Gedanken über die korrekte Höhe der Taumelscheibe machen. Was sich durch die Anlenkgestänge nicht korrigieren läßt wird über Subtrim an der Funke korrigiert. Dies sollte jedoch wirklich nur eine minimale Korrektur sein.
Als nächstes testet man die Lage der Taumelscheibe bei voll positiv und voll negativ Pitch. Bei mir war es so daß die Taumelscheibe auf dem Weg von unten nach oben quasi nach hinten kippte. Dies kann man dadurch korrigieren indem man die Endpunkte der Servos so anpasst, daß auch in den Endstellungen die Taumelscheibe absolut gerade bleibt.
Nun kann der Rotorkopf wieder montiert werden und es geht einen Schritt weiter nach oben zum Taumelscheibenmitnehmer.
Ein kleine Hilfe für die kommenden Einstellarbeiten ist die Fixierung der Paddelstange. Ich habe dies mit Hilfe eines Inbus-Schlüssels sowie eines Klettbandes bewerkstelligt. Dabei wird das Klettband durch einen Blatthalter gezogen und fest um den Schlüssel gewickelt. (Bild 3)
Beide Anlenkhebel des Mitnehmers müßen auf einer gedachten Linie liegen (Bild 4). Korrigiert werden mögliche Abweichungen an den Anlenkstangen zwischen Mitnehmer und der Paddelstangenhalterung
Weiter geht's zum nächsten Schritt: hier gilt es, den Hebel zur Blatthalteranlenkung völlig waagrecht einzustellen. Als Referenz dient die Halterung der Paddelstange (Bild 5). Um die gewünschte Position zu erreichen verstellt man die Länge der Anlenkstangen zwischen der Taumelscheibe und dem Anlenkhebel.
Die Nullstellung der Blatthalter kann man nun auf viele verschiedene Arten einstellen. Ich verwende meistens zwei Methoden nacheinander um sicherzugehen. Bei dem T-Rex 700 habe ich zum einen die Rotorblätter zusammengeklappt und als zweites habe ich eine herkömmliche Pitchlehre verwendet. Anleitungen zu diesen beiden Verfahren findet man überall im Netz. Resultat der ganzen Arbeit war ein auf Anhieb sauberer Spurlauf.
So - das war's für heute. Der letzte Teil folgt hoffentlich diese Woche noch ...

Viele Grüße,
Thomas


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