Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

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  • Vicente_cgn
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    • 19.03.2009
    • 635
    • Thomas
    • MFV Dorsfeld, Kerpen

    #46
    AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

    Hallo zusammen!


    So, jetzt werde ich Euch wieder häppchenweise über die letzten Baufortschritte berichten.

    Zunächst noch ein paar Bilder welche den Heli mit fertig montiertem Landegestell zeigen.

    Als nächstes ging es laut Plan weiter mit ein paar Chassisschrauben. Zunächst wird vorne eine stabilisierende Achse befestigt. Darauf soll eine kleine Platte geschraubt werden. In einem anderen Baubericht wird darauf hingewiesen, daß diese entgegen der Anleitung nur bei einem T-Rex 600 benötigt wird - ich habe sie trotzdem mal verbaut. Sollte sie stören kann Sie einfach demontiert werden.

    Dann fehlten noch die letzten beiden Schrauben zur Befestigung des Luftkanals. Leider wird erst an dieser Stelle in der Anleitung darauf hingewiesen, daß die Löcher in den Seitenplatten nach oben um ca. 1mm erweitert werden müssen falls man zuvor bei der Befestigungsplatte des Luftkanals Unterlegscheiben benutzt hat. Diese Information wäre durchaus nützlich gewesen, wenn man Sie vor der Montage des Motors im Chassis gehabt hätte.

    Egal - mit einer Mini-Rundfeile, etwas Fingerspitzengefühl und Geduld kann auch dieses Problem ohne Schwierigkeiten gelöst werden, siehe Fotos.

    Weiter geht's im nächsten Beitrag ...
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    • Vicente_cgn
      Member
      • 19.03.2009
      • 635
      • Thomas
      • MFV Dorsfeld, Kerpen

      #47
      AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

      Weiter geht's ...

      Was folgt ist jetzt der Elektronik-Vorbau. Dieser wird mit 3 Schrauben und einem Gewindestift je Seite befestigt.

      Den Gewindestift kann man beliebig weit ins Chassis schrauben weshalb ich empfehle, Ihn zunächst mit Loctide bis zur Hälfte einzudrehen und einige Zeit später, wenn der Sicherungslack getrocknet ist, die Haubenbefestigungen ebenfalls mit Loctide aufzuschrauben.

      Ansonsten gibt es bei diesem Bauschritt nichts zu beachten.

      Im nächsten Beitrag kommt dann das gesamte Heck dran - damit sieht das Teil dann langsam tatsächlich nach Hubschrauber aus.


      Viele Grüße und schönen Abend,
      Thomas
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      • Vicente_cgn
        Member
        • 19.03.2009
        • 635
        • Thomas
        • MFV Dorsfeld, Kerpen

        #48
        AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

        Hallo zusammen und einen frohen vierten Advent wünsche ich Euch!


        Ich nutze die Tatsache dass meine Frau mit Plätzchenbacken beschäftigt ist um dem Baubericht ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

        Bevor es mit dem Heck weitergeht ist es jetzt an der Zeit, alle Chassisschrauben endgültig mit Loctide zu sichern. Vorher habe ich noch kontrolliert, ob auch alle Chassisschrauben festgezogen sind und die Hauptrotorwelle völlig frei läuft.

        Zunächst wird der Motor korrekt positioniert. Dazu müssen die Befestigungsschrauben in den Langloechern etwas gelockert werden um dann die korrekte Position zu finden und die mit Loctide benetzten Schrauben vorsichtig der Reihe nach festzuziehen. Dabei habe ich immer wieder die Starterwelle mit den Fingern gedreht da man m.E. dadurch am besten beurteilen kann, ob der Motor korrekt unter der Kupplungsglocke sitzt. Gerade beim Festziehen der Schrauben kann es passieren daß sich noch etwas verzieht weshalb das gleichmäßige Anziehen aller Schrauben besonders wichtig ist.

        Nun kann man problemlos die restlichen Chassisschrauben eine nach der anderen rausschrauben, sichern und wieder festziehen.

        Widmen wir uns als nächstes dem Heckrohr. Wer schon mal einen Align-Heli mit Starrantrieb gebaut hat kennt das Prozedere:
        Als erstes wird die Antriebswelle vermessen um die korrekte Position der beiden Lager laut Anleitung zu finden. Diese kann man z.B. mit Bleistift markieren. Danach wird dort hauchdünn Sekundenkleber aufgetragen (ich habe dazu einen Zahnstocher benutzt) und das Lager damit auf der Welle festgeklebt. ßber die Lager werden dann die Gummihüllen gestülpt - dabei braucht man nicht besonders vorsichtig vorzugehen, besser ein schlecht geklebtes Lager löst sich bereits jetzt als später wenn man die Konstruktion ins Heckrohr schiebt.

        Da ich kein Silikonspray, wie empfohlen, zur Hand hatte habe ich auf das bewährtes Titanfett zurückgegriffen um sowohl die Gummihüllen als auch das Heckrohr gut einzufetten. M.E. kann ein wenig zuviel Fett hier nicht schaden.

        Dann wird die Antriebswelle in das Heckrohr eingeschoben und ungefähr mittig positioniert. Mit dem Fett ist das eigentlich gar kein Problem. Um ganz sicher zu gehen daß sich dabei kein Lager von der Antriebswelle gelöst hat, kann man mit einem Zollstock die Position der Lager im Heckrohr ausmessen. Verschiebt man nun die Welle muß sich die Position des Lagers ebenfalls entsprechend verschieben.

        Nun ist das Gehäuse des Heckrotors an der Reihe. Dieses war bei mir bereits montiert und die Schrauben allesamt gesichert weshalb ich mir die Mühe erspart habe, das ganze auseinanderzubauen und erneut zu sichern. Ich werde diesen Schrauben aber bei den ersten Flügen erhöhte Aufmerksamkeit widmen.

        Der Rest des Heckrotors war dann schnell zusammengebaut. Geht man hier nach Anleitung vor kann eigentlich nichts schiefgehen. Vorsicht sollte man hier nur bei den Schrauben walten lassen welche durch die Hülsen der Heckanlenkung gehen. In diese Hülsen sollte kein Sicherungslack gelangen daher trägt man diesen am besten direkt auf die Gewinde auf, in welches die Schrauben hineingeschraubt werden anstatt auf die Schraubengewinde.

        Das Gehäuse des Heckabtriebs war bei mir ebenfalls vormontiert. Hier musste ebenfalls nicht nachgearbeitet werden so dass nun alle Teile bereit sind um das Heckrohr fertig zu montieren.
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        • Vicente_cgn
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          • 19.03.2009
          • 635
          • Thomas
          • MFV Dorsfeld, Kerpen

          #49
          AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

          Die Montage des Heckrohrs ist kein Problem. Man sollte einzig darauf achten, dass man die Schubstangenführungen frühzeitig korrekt positioniert da man ansonsten das Heckrohr später wieder demontieren muss. Allerdings gefallen mir diese Kunststoffführungen eh nicht so gut weshalb ich mich über kurz oder lang nach einer Alternative aus Metall umschauen werde. Falls jemand eine Empfehlung hat würde ich mich freuen!

          Bevor man die Schrauben des Höhenleitwerks sichert, sollte man dessen waagrechte Position kontrollieren. Dies macht man am einfachsten indem man von hinten auf das Heck draufschaut (siehe Foto).

          Nach dem Einbau des Heckrohrs in das Chassis ist mir eine übriggebliebene Schraube aufgefallen welche in der Anleitung des Conversion-Kits nirgends erwähnt wird. Auf Seite 21 des original Align Manuals wurde ich dann fündig. Diese Schraube dient ebenfalls der Befestigung des Heckrohrs (siehe Foto). Eine prima Sache - sowas habe ich bei meinem 500'er damals vermisst.

          An dieser Stelle habe ich dann noch die Schubstange montiert. Hierfür sollte man einen Blick auf Seite 25 des Align Manuals werfen da erst dort die korrekten Abmessungen der Stange beschrieben sind. Dreht man die Kugelpfannen wie gewohnt komplett auf das Gewinde auf fehlt ein kompletter Zentimeter. Daher dürfen die Pfannen nur ca. 5mm weit aufgeschraubt werden damit alles passt.

          Der Einbau des Hauptzahnrades fehlt noch - hier muß nur darauf geachtet werden, dass man die richtige Passscheibe benutzt um das Spiel auf der Hauptrotorwelle zu eliminieren. Darauf wird aber auch in Marios Anleitung nochmal extra hingewiesen.

          Damit ist die Mechanik des T-Rex 700 Gassers weitestgehend fertig und es geht weiter mit der Elektronik.

          Darüber werde ich Euch später berichten - jetzt habe ich drei Wochen Urlaub so dass Ich die Pausen zwischen den Berichten hoffentlich ein wenig verkürzen kann.


          Viele Grüße,
          Thomas
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          • Vicente_cgn
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            • 19.03.2009
            • 635
            • Thomas
            • MFV Dorsfeld, Kerpen

            #50
            AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

            Hallo zusammen!

            Entgegen meiner Ankündigung, die Pausen zwischen den Beiträgen etwas zu verkürzen hat es nun doch wieder etwas länger gedauert. Der Grund war nicht etwa vorweihnachtlicher Streß sondern die Tatsache, daß ich die Kiste endlich mal in einen fertigen Zustand bringen wollte da ich es leid war, daß mein Arbeitszimmer wie eine Werkstatt aussieht.

            Soviel vorweg: bis auf die Benzinschläuche und Restarbeiten bei der Verkabelung ist das Teil soweit fertig. Natürlich habe ich es nicht versäumt, weiterhin fleissig Fotos zu machen mit welchen ich die kommenden Beiträge nun zu befüllen gedenke.

            Also, wo waren wir stehengeblieben ... richtig: das Heckrohr und das Hauptzahnrad.

            In der Anleitung geht es nun weiter mit dem Einbau der Servos. Zuvor habe ich mich hingesetzt um die Servohebel mechanisch möglichst rechtwinklig zu befestigen. Dies geht m.E. vor der Montage im Chassis am einfachsten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man später am Empfänger einen Wust von Servokabeln hat und wenn man die Kanalzuordnung nicht auswendig weiß, immer wieder erst nachschauen muß, welches Kabel in welchen Kanal kommt. Auch ist bei den Kabeln nicht mehr immer ersichtlich, wo sie eigentlich herkommen.

            Daher habe ich mir diesmal die Mühe gemacht zu allererst eine detaillierte Zeichnung zu erstellen. Dieser Zeichnung kann ich nicht nur die Kanalzuordnung entnehmen sondern sie hilft mir auch bei der späteren Kabelverlegung da ich so auf einen Blick sehe, welche Kabel wohin gehen und ggf. gebündelt werden können. Um dem zweiten Problem vorbeugend entgegenzuwirken wurden danach auch noch alle Servos sowie deren Stecker beschriftet.

            Bevor man bei Servos die Nullstellung ermitteln kann benötigen diese vor allen Dingen mal eines: Strom. Folglich müssen zunächst ein paar Kabel mit Steckern und Buchsen versehen werden um das BEC an den Akku anschliessen zu können.
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            • Vicente_cgn
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              • 19.03.2009
              • 635
              • Thomas
              • MFV Dorsfeld, Kerpen

              #51
              AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

              Nun fehlte nur noch die Auswahl der richtigen Servohebel bevor es losgehen konnte. Bei den Taumelscheibenservos orientiert man sich dazu ganz einfach an den Umlenkhebeln, bei Gas- und Heckservo habe ich mich an die Länge der jeweiligen Anlenkungshebel gehalten.

              Nun habe ich an der Funke eine Gasgerade auf Null programmiert und die Servos nacheinander an dem entsprechenden Kanal (bei Futaba Kanal 3) angeschlossen um die Null-Stellung zu ermitteln. Die korrekte Position habe ich dann mittels Foto und Bildbearbeitungsprogramm überprüft. Anbei zwei Bilder welche dieses Vorgehen dokumentieren sollen.
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              • Vicente_cgn
                Member
                • 19.03.2009
                • 635
                • Thomas
                • MFV Dorsfeld, Kerpen

                #52
                AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                Der Servoeinbau an sich gestaltet sich relativ einfach. Eigentlich gibt es nirgends eine Stelle, welche schwer zu erreichen ist.

                Den Kunststoffrahmen, welcher das Nickservo aufnimmt, habe ich ein wenig bearbeitet. In der ursprünglichen Form wurde das Kabel direkt am Servo geknickt - dies gefiel mir nicht weshalb ich die entsprechende Stelle mit Dremel und Feile so nachgearbeitet habe, dass das Kabel geradeaus verlaufen kann. Ich habe keine Ahnung ob das notwendig war aber so bin ich auf der sicheren Seite.

                Die Anlenkung der Umlenkhebel war Neuland für mich. Zunächst habe ich die Hebel mit einer gefalteten Karteikarte in der Nullposition fixiert. Bei der Nickanlenkung ist leider nur eine optische Kontrolle möglich.

                Dann wurden mit Hilfe der Massangaben in der Anleitung des Conversion-Kits die Kugelpfannen auf den Stangen aufgeschraubt wobei man auf die exakt gleiche Länge bei gleichartigen Anlenkstangen achten muß.
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                • Vicente_cgn
                  Member
                  • 19.03.2009
                  • 635
                  • Thomas
                  • MFV Dorsfeld, Kerpen

                  #53
                  AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                  Die Anlenkstangen habe ich zunächst an den Servohebeln befestigt um dann die korrekte Passung am Umlenkhebel zu überprüfen. Die vorgegebene Länge passte nirgends, mußte jedoch nie um mehr als 1-2 Umdrehungen korrigiert werden.

                  Dennoch war es unmöglich, die 100%-ig korrekte Länge einzustellen. Mir blieb also nichts anderes übrig als die geringst mögliche Abweichung zu ermitteln und diese zu verwenden. Das hat zur Folge, daß die Servos eigentlich fast durchgehend knurren sobald man Sie unter Strom setzt. Ich gehe mal davon aus, dass dies in Ordnung ist solange kein aggressives Summen im Ruhezustand auftritt wie man es von echten Blockaden kennt.

                  Letztlich fehlt nun eigentlich nur noch die Verkabelung sowie die Installation der Komponenten.

                  Der Empfänger sowie der Gyro finden bei mir Ihren Platz an den Positionen welche die Original Align Anleitung empfiehlt. Das BEC wird auf dem Rahmen des Nickservos angebracht, die Akkus kommen auf die dafür vorgesehene Schräge des Elektonikvorbaus (wenn das denn vom Platz her passt - sonst muß ich mir für den zweiten Akku eine alternative Position suchen). Die meisten Kabel laufen zum Empfänger. Dort, wo er untergebracht werden soll, ist glücklicherweise genug Platz um sämtliche Kabel zu verstauen so daß kein Servokabel gekürzt werden muß.

                  Sämtliche Kabel können durch einen Kanal an der Rückseite des Elektronikvorbaus geführt werden - noch nie konnte ich so schnell mit dieser, bei mir eher unbeliebten, Arbeit abschliessen.

                  Weitere Fotos von der fertigen Verkabelung sowie der genauen Positionierung der Komponenten folgen im nächsten Beitrag.


                  Für jetzt wünsche ich Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage mit Euren Lieben!


                  Viele Grüße,
                  Thomas
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                  • amaecke
                    Member
                    • 11.11.2011
                    • 146
                    • Amadeus
                    • Magdeburg

                    #54
                    AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                    Hallo Thomas,

                    Wie sieht es den bei die jetzt aus? Wie verlief den dein Erstflug? Und könntest mal bitte von deiner sender Programmierung und Motor Einstellung bzw Einlaufen berichten?

                    Mario hat mir erzählt das du schon beim fliegen bist. Hatte letzte Woche meinen 700er Benziner bei Mario abgeholt. Leider ohne Motor deswegen komme ih da jetzt auch nicht weiter mit dem bauen. Dies ist auch mein erster verbrennerheli. Und weiß nicht so richtig wie ich das mit dem Sender programmieren soll. Werde auch noch mal den Ralf anrufen und nach Rat fragen. Außerdem kommt bei mir der HC3-SX drauf. Den ich dann erstmal als Kreisel nehmen werde. Vielleicht baue ich später mal auf flybarless um.

                    Habe deinen baubericht beim bauen noch zusätzlich mit dazu genommen. Hat mir schon mit deinen Bildern geholfen:-).

                    Gruß Amadeus.
                    Goblin FIREBALL WOH, Goblin Kraken, Logo 700 xxtreme, Pyro und Kosmik VBar Control

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                    • Vicente_cgn
                      Member
                      • 19.03.2009
                      • 635
                      • Thomas
                      • MFV Dorsfeld, Kerpen

                      #55
                      AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                      Zitat von amaecke Beitrag anzeigen
                      Mario hat mir erzählt das du schon beim fliegen bist.
                      Ach je - hättest Du das nicht für Dich behalten können? Jetzt weiß jeder dass ich ein fauler Sack bin, der mit seinem Baubericht nicht weiterkommt.

                      Na ja, jetzt ist es eh zu spät also kann ich's ruhig offiziell verkünden: jawohl, gestern fand der Erstflug erfolgreich statt. Bevor es also mit dem Baubericht weitergeht, hier mal eine kurze Berichterstattung inklusive der gewünschten Senderprogrammierung.

                      Gestern eignete sich das Wetter für's Einfliegen eigentlich hervorragend. Das war ja bereits einige Tage zuvor bekannt und so verabredete ich mich mit Ralf Klümper, seines Zeichens Teampilot von Mario, auf deren Flugplatz Einfliegen. Ralf brachte auch seinen Sohn Maik mit, ebenfalls Teampilot von Mario. Leider war das Wetter nicht ganz so perfekt wie erhofft weil wir die ganze Zeit von einer dicken Nebelwolke belästigt wurde die einfach nichts besseres zu tun hatte, als über dem Flugplatz rumzulungern.

                      Die beiden empfingen meine Frau und mich sehr nett, es gab Plätzchen, Kaffee und Cola im Vereinshaus und eine Menge KnowHow über das Dingens, was ich da zusammengebastelt hatte.

                      Es begann mit einer Sichtkontrolle bei der es bis auf kleinere Mängel nichts zu beanstanden gab. Diese werde ich später nochmal in einem "Lessons Learned" zusammenfassen.

                      Als nächstes stand die Programmierung des Senders auf dem Programm. Es wurden drei Gas- und Pitchkurven eingestellt sowie die Maximalausschläge für kollektive und zyklische Ausschläge. Im Rahmen dessen wurde auch direkt der Null-Pitch überprüft - hier hatte ich mich doch glatt um 1 Grad auf einem Blatt vermessen - das andere passte perfekt. Auch mit der gesamten Symmetrie des Rotorkopfes waren die beiden Prüfer völlig zufrieden und bescheinigten mir einen sehr sauberen Aufbau.

                      Dann ging's ans Tanken. Mit der von Mario empfohlenen Handpumpe bekommt man schon ordentlich Training für die Fingerchen und gerade mit meinen, bedingt durch das kalten Wetter, steifgefrorenen Händen mußten schon beide gleichzeitig zur Hilfe genommen werden um den Tank vollzubekommen.

                      Jetzt wurde es spannend: ohne etwas an der werksseitigen Vergasereinstellung zu ändern wurden die ersten Startversuche durchgeführt. Dabei wurde die Drosselklappe versuchsweise immer ein bisschen weiter geöffnet und nach dem ca. 15. Anreissen war es soweit: der Motor lief! Das Anreissen an sich ist übrigens wirklich archaisch und passt so gar nicht zu einem filigranen Gebilde wie einem Modellheli. Ein Fuß auf die Kufen, eine Hand hält den Rotorkopf und dann wird ohne Rücksicht auf Verluste an dem Starter-Seil gezogen. Ich muß zugeben: der Heli hält was aus.

                      Zunächst lief er etwas unruhig, tourte mal ein wenig auf, dann ging's wieder ein wenig runter, aber er lief. Der unruhige Lauf stellte sich nach 2-3 Minuten auch ein und ab da hatten wir weder Aussetzer noch Unregelmäßigkeiten.

                      Die Phase "Idle-1" sollte im untersten Punkt der Gaskurve quasi den Leerlauf darstellen und so änderten wir den untersten Punkt dieser Gaskurve bei laufendem Motor bis wir einen ruhigen Leerlauf hatten. Die Flugphase "Norm" hat dagegen wirklich eine geschlossene Drosselklappe am untersten Punkt so daß man im Leerlauf den Motor einfach über den Flugphasenschalter ausschalten kann.

                      Der erste Tank wurde dann am Boden geleert. Immer mal wieder wurde etwas Gas gegeben, unter anderem um zu testen wann die Fliehkraftkupplung zu greifen beginnt. Auch hier lief alles so wie es sein sollte was wiederum für einen ordentlichen Einbau des Motors sprach.

                      Der zweite Tank wurde dann zunächst von Maik Klümper genutzt, um das Heck im Normalmode richtig einzustellen. Dazu durfte sich der Heli zum ersten Mal in die Luft erheben was völlig unspektakulär geschah, abgesehen von der Geräuschkulisse. Also wenn man nur E-Helis gewohnt ist bekommt man da schon einen gehörigen Respekt.

                      Der Heli stand von Anfang an einwandfrei in der Luft, die Heckanlenkung mußte um eine Kugelpfannenumdrehung angepasst werden und dann stimmte alles. Dann war ich an der Reihe obwohl ich bei solchen Temperaturen eigentlich lieber die Finger von den Knüppeln lasse. Aber ich wollte ja kein Spielverderber sein und ein bisschen neugierig war ich auch. Die Rotorgeschwindigkeit wurde mit 1700 U/min gemessen, lag also im grünen Bereich. Nach 6 Minuten Schwebeflug meinerseits neigte sich dann auch der zweite Tank langsam dem Ende zu und somit fand der Erstflug seinen offiziellen Abschluß.

                      Es wurden noch die wichtigsten Schrauben gecheckt und auf den ersten Blick hat bisher alles gehalten obwohl der Heli bei laufendem Motor doch noch recht heftig vibriert. Das wird sich jedoch mit zunehmender Laufzeit auch noch ändern.

                      Die noch folgenden Einstellungen werde ich selber vornehmen. Der Motor wird sich ja noch weiter einlaufen daher werde ich die Rotorgeschwindigkeit im Auge behalten. Auch die Gaskurve wird erst nach dem ersten Rundflug zeigen ob sie mir sympathisch ist oder ob etwas geändert werden muß. Ralf versprach mir in jedem Fall stets für Fragen zur Verfügung zu stehen. Kundenservice at it's best.

                      Das ganze dauerte ca. 4 Stunden und Ralf und Maik nahmen sich die Zeit gerne. Alles im Kaufpreis inbegriffen - prima Sache. Wäre ich damit zu meinem früheren Fluglehrer gestiefelt wäre ich locker 50€ losgeworden.

                      Soviel dazu - der versprochene Beitrag zum Thema Senderprogrammierung folgt
                      in Kürze.


                      Viele Grüße,
                      Thomas
                      Zuletzt geändert von Vicente_cgn; 16.01.2012, 11:23.

                      Kommentar

                      • Vicente_cgn
                        Member
                        • 19.03.2009
                        • 635
                        • Thomas
                        • MFV Dorsfeld, Kerpen

                        #56
                        AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                        Zitat von amaecke Beitrag anzeigen
                        Und weiß nicht so richtig wie ich das mit dem Sender programmieren soll.
                        Hi Amadeus!

                        Sodele - die Sendereinstellung war gar nicht so kompliziert. Erstmal die Werte für Pitch- und Gas (von meiner Futaba T10CG):

                        Gaskurve

                        NORM
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        000.0 020.0 030.0 040.0 050.0 055.0 100.0

                        IDLE-1
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        015.0 022.5 030.0 040.0 045.0 050.0 100.00

                        IDLE-2
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        100.0 055.0 045.0 040.0 045.0 050.0 100.0


                        Pitchkurve

                        NORM
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        -020.0 -010.0 -005.0 000.0 020.0 040.0 080.0

                        IDLE-1
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        -020.0 -010.0 -005.0 000.0 020.0 040.0 080.0

                        IDLE-2
                        000.0 025.0 037.5 050.0 062.5 075.5 100.0
                        -080.0 -040.0 -020.0 000.0 020.0 040.0 080.0

                        (Die obere Zeile bezieht sich jeweils auf die Position auf der X-Achse, welche man bei der T10CG ja verschieben kann)

                        Bei der Gaskurve kann man erkennen, daß sich IDLE-1 von NORM gar nicht großartig unterscheidet, abgesehen von dem Punkt, welchen ich im vorherigen Beitrag erwähnt habe. IDLE-2 hat dann die typische V-Kurve welche man für Rückenflug benötigt.

                        Was mich zunächst etwas wunderte sind die 100% Drosselöffnung an den Enden. Ralf meinte jedoch, daß dies durch den erhöhten Blattanstellwinkel (bei mir übrigens auf +/- 11°) kompensiert wird, sprich der Motor dürfte nicht überdrehen. Aber hier muß natürlich zu einem späteren Zeitpunkt im Flug noch Feintuning betrieben werden da dies nur Erfahrungswerte sind.

                        Die Pitchkurve hat die Besonderheit daß ab Knüppelmitte alle Werte in allen Flugphasen die gleichen sind. Aus einem, mir schon wieder in Vergessenheit geratenen, Grund sollte nämlich die Verzögerung auf Gas und Pitch zwischen den Flugphasen ausgeschaltet sein und daher ist dies notwendig. Somit kann man im Flug jederzeit die Flugphase umschalten, ohne daß der Heli einen plötzlichen Satz macht.

                        Die Autorotation sowie Motor-Aus haben wir noch nicht programmiert - da hatte ich leider die Sender-Anleitung nicht gut genug studiert und meine Lösung für meine E-Helis läßt sich offensichtlich leider nicht 1:1 auf Verbrenner umsetzen.

                        Zum Starten gibt es nun zwei Vorgehensweisen: bei kaltem Motor startest Du im NORM-Mode und suchst Dir die Gasstellung, bei der sich der Motor starten läßt.

                        Ist der Motor bereits warmgelaufen so kannst Du direkt auf IDLE-1 mit dem Knüppel in Leerlaufposition starten. Das hat bei uns meist bereits im ersten Anlauf geklappt, selten mußte man ein zweites Mal reissen.

                        Das Startprozedere ist übrigens recht simpel: Tanken, Ansaugvorrichtung am Vergaser betätigen bis diese mit Benzin befüllt ist, Drosselklappe öffnen und anreissen. Mehr ist da echt nicht zu tun.

                        Ich hoffe, das hat Dir ein wenig geholfen. Wenn Du diesbzgl. noch Fragen hast, bist Du bei Ralf in jedem Fall an der richtigen Stelle.


                        Ciao,
                        Thomas

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                        • Juky
                          RC-Heli TEAM
                          • 15.03.2007
                          • 20988
                          • Ingolf
                          • Dortmund

                          #57
                          AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                          Zitat von Vicente_cgn Beitrag anzeigen
                          jawohl, gestern fand der Erstflug erfolgreich statt
                          Glückwunsch, Vince!

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                          • Vicente_cgn
                            Member
                            • 19.03.2009
                            • 635
                            • Thomas
                            • MFV Dorsfeld, Kerpen

                            #58
                            AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                            Hallo zusammen!


                            Bevor ich den Baubericht fortführe möchte ich parallel auch noch etwas zum aktuellen Stand schreiben.

                            Gestern habe ich Tankfüllung 3 & 4 geleert.

                            Bei der 4-ten Tankfüllung zeigte sich dann leider ein Problem mit dem Heck: bei erhöhter Leerlaufdrehzahl zuckte es wild hin und her, bei Schwebedrehzahl zuckte es nur noch sporadisch, drehte den Heli dabei aber so heftig daß ich den restlichen Tank am Boden geleert habe. Ich habe von beidem Videos gemacht - wer diese begutachten möchte, dem kann ich diese gerne als Dateianhang zuschicken. Mit YouTube und Co kenne ich mich leider nicht aus - wenn jemand die Videos für mich zur Verfügung stellen möchte, wäre ich auch dankbar.

                            Nun möchte ich diesen Thread gerne nutzen um anderen, die evtl. auf das gleiche Problem stoßen, bei der Problemfindung zu helfen indem ich meinen Fortschritt protokolliere.

                            Zunächst habe ich mich natürlich an Ralf Klümper gewendet. Er tippt auf die Vibrationen und deren Einfluß auf die Steckverbindung und empfahl mir als erstes die Stecker am Empfänger mit Heißkleber zu sichern. Eine Heißklebepistole muß ich mir zunächst noch besorgen von daher kann ich dies leider nicht direkt ausprobieren.

                            Vibration als Ursache klingen einleuchtend wenn man sich die Fakten anschaut:
                            1. Das Problem ist erst nach der 4. Tankfüllung aufgetreten. Es ist also möglich daß etwas, was zuvor noch fest saß, sich zwischenzeitlich losvibriert hat.
                            2. Das Problem ist drehzahlabhängig. Es kann sich also nicht um elektronische Interferenzen durch die Zündung handeln.
                            3. Das Problem tritt nur am Heckservo auf - das einzige, durch elektronische Sensoren gesteuerte Servo.
                            4. Das Problem tritt nur bei laufendem Motor auf wenn also Vibrationen vorhanden sind
                            5. Es kann kein Problem aufgrund von Temperaturdifferenz sein da die 3. Tankfüllung völlig in Ordnung war und der Heli zu dem Zeitpunkt frisch aus dem Auto kam. Wenn dann wäre gerade zu dem Zeitpunkt ein Problem aufgrund von Temperaturdifferenzen aufgetreten.
                            6. Bei der 4. Tankfüllung dürfte sich der Heli an die Umgebungstemperatur (ca. 3-4°) gewöhnt haben. Hat sich daher evtl. das Metall der Steckverbindungen verzogen so daß es zu Wackelkontakten kommen konnte?


                            Was kann man nun tun um sicherzustellen, daß Vibrationen schuld an dem Problem sind?
                            1. Wenn das Problem reproduziert werden kann: was passiert wenn man das Heckservo direkt am Empfänger anschliesst?
                            2. Wackeln am Empfänger oder am Heli lieferten leider keinen Erfolg - das Heckservo blieb ruhig. Der Test sollte vielleicht mal im abgekühlten Zustand wiederholt werden (s.o.).
                            3. Erneuter Test bei gleichen äußeren Bedingungen. Tritt das Problem erst wieder auf wenn der Heli abgekühlt ist? Falls das Problem diesmal direkt auftritt könnte auch ein defekter Gyro der schuldige sein. Andererseits könnte natürlich auch dieser unter Abkühlung irgendeinen internen Wackelkontakt aufweisen.
                            4. Könnte die fehlende Haube Schuld sein? Immerhin hat der Rotor mächtig kalten Wind auf die ganze Elektronik geblasen - war das evtl. zuviel des guten?


                            Falls jemand noch Tipps oder Ideen zur Fehlersuche/-Eingrenzung für mich hat seid so gut und schickt mir diese bitte als PM. Sollte sich etwas davon als hilfreich erweisen werde ich hier natürlich davon berichten.

                            Viele Grüße,
                            Thomas
                            Zuletzt geändert von Vicente_cgn; 17.01.2012, 11:38.

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                            • Vicente_cgn
                              Member
                              • 19.03.2009
                              • 635
                              • Thomas
                              • MFV Dorsfeld, Kerpen

                              #59
                              AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                              Hallo zusammen!


                              Heute habe ich in der nachgezogenen Mittagspause Tank 5 & 6 geleert in der Hoffnung das Heckzucken reproduzieren und so analysieren zu können. Das war wohl nix - der T-Rex zickte rum und lief einfach so als ob er nie was anderes getan hätte. Kein Servozucken - keine Analyse!

                              Eigentlich wäre sowas ja durchaus positiv aber der Gedanke, daß sowas mal mitten im Flug auftritt macht mich jetzt doch etwas nervös. Aber was bleibt mir übrig als die ganze Sache genauestens im Auge zu behalten!?


                              Wünsche Euch einen schönen Abend,
                              Thomas

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                              • Vicente_cgn
                                Member
                                • 19.03.2009
                                • 635
                                • Thomas
                                • MFV Dorsfeld, Kerpen

                                #60
                                AW: Baubericht: T-Rex 700 Benziner KME

                                So - nach dem Vergnügen der ersten 6 Tankfüllungen werde ich diesmal wieder ein wenig zum Aufbau erzählen. Auf Wunsch eines einzelnen User geht es dabei um alles was mit Spritschläuchen und deren Verlegung sowie Benutzung zu tun hat.

                                Bild 1 zeigt den Vergaser und den Tank. Der Tank hat drei Anschlüsse. Wenn man auf den Tankverschluss frontal draufschaut so sind das:
                                • rechts oben: Entlüftungsröhrchen. Dieses zeigt im Tank so weit wie möglich nach oben. Darauf ist sehr zu achten - begrenzt dies doch quasi die Füllhöhe des Treibstoffs im Tank. Hätte ich dies vorher gewußt so wäre ich hier noch sorgfältiger gewesen - nun bleiben bei mir immer 1cm oben leer.
                                • links Mitte: Kraftstoffzufuhr zum Vergaser. Dieses ist das gerade Röhrchen an welchem das Filzpendel im Tank hängt. Hier ist es wichtig, sowohl das Ende am Tank als auch das am Vergaser mit Draht zu sichern. Man muß wohl niemandem erklären was passiert, wenn der Schlauch sich während dem Flug plötzlich verabschiedet.
                                • rechts unten: Rücklauf vom Vergaser. Dieses Röhrchen zeigt im Tank nach unten (ich vermute mal, um einen Unterdruck im Vergaser zu erzeugen!?). Wenn man den Vergaser mit der Ansaugvorrichtung befüllt wird das Benzin hier drüber wieder zurück in den Tank geleitet wenn der Vergaser voll ist. ßber diesen Anschluss wird gleichzeitig getankt.


                                Es gibt viele Ideen wie man den Entlüftungsschlauch verlegt damit auch bei Loopings oder beim Rückenflug nichts heraussuppt. Ralf Klümper hat mir hier aber eine geniale Methode gezeigt welche mich vollends überzeugt hat: man nimmt 3mm Druckluftschlauch sowie eine 3mm Verschlusskappe (die Links dienen nur als Beispiel - Mario wird diese Artikel wohl demnächst beilegen wie ich gehört habe), wickelt den Schlauch 2-3 Mal um den Tank und ans Ende kommt dann die Verschlusskappe wenn der Heli nicht in Betrieb ist. Dies habe ich versucht in Bild 2 darzustellen.

                                Der 3mm Schlauch läßt sich dabei prima in den normalen Tygonschlauch schieben - daher ist davon auf dem ersten Bild auch nichts zu erkennen. Zur Sicherheit habe ich diese Verbindung zusätzlich mit Gewebeband verklebt - man weiß ja nie.

                                Aber nie vergessen die Kappe vor dem Motorstart abzumachen!!!

                                Um die Betankung zu vereinfachen habe ich von Ralf den Tipp bekommen, ein Dubro-Tankventil zu benutzen. Ich habe mich für die kleine Version entschieden da dieses eh frei in der Luft hängt. Dieses Ventil hat zwei Anschlüsse, eines führt zum Tank (Rücklaufröhrchen, wir erinnern uns), das andere zum Vergaserausfluss. Steckt man nun das beiligende Gegenstück in das Ventil so wird zu Leitung zum Vergaser automatisch geschlossen und das Benzin kann nur in den Tank fliessen. Daher sollte man beim Verbauen auch genau darauf achten, daß man die beiden Nippel des Ventils am richtigen Schlauch anschliesst.

                                Kommen wir zu Bild Nummer 4 auf welchem unsere "Tankstation" zu sehen ist. Hier habe ich auf Empfehlung von Mario einen Benzinkanister an einer Aral-Tankstelle gekauft da man hier die Möglichkeit hat, genau in die Mitte vom Deckel ein Loch zu bohren. Das Plastikband, welches den Deckel am Kanister befestigt läßt sich dabei mit etwas Kraft ganz einfach nach dem Druckknopfprinzip vom Deckel lösen und gibt die Stelle frei an der gebohrt werden muß.

                                Eine zweite ßffnung sollte in der Nähe der Kanisteröffnung gebohrt werden - diese ßffnung fungiert als Entlüftung da sonst beim Tanken ein Unterdruck im Kanister entstehen würde welcher nicht wirklich hilfreich ist.

                                Für die beiden Nippel reicht übrigens ein 6mm großes Loch.

                                Nun wird ein Schlauch zwischen dem Eingang der Benzinpumpe und dem Tanknippel im Kanisterdeckel verlegt. Auf die Innenseite des Kanisterdeckels wird ein Schlauch samt Filzpendel an den Nippel angeschlossen - dabei sollte das Pendel logischerweise bis an den Boden des Kanisters reichen.

                                Um den zweiten Nippel am Kanister zu verschrauben muß man etwas trickreich vorgehen da man kaum mit der Hand durch die Kanisteröffnung durchgreifen kann. Ich habe dazu ein Stück dünnen, biegsamen Draht genommen, durch das Loch im Kanister geführt und mit Hilfe einer Pinzette wieder durch die Kanisteröffnung geholt. Der Draht wurde dann durch den zu verschraubenden Nippel gesteckt und am unteren Ende etwas gebogen damit der Nippel nicht ohne weiteres herunterutschen kann. Dann muß man nur vorsichtig den Draht durch das Loch wieder herausziehen und dann kommt auch gleichzeitig der Tanknippel mit durch das Loch. Tanknippel festhalten, kräftig am Draht ziehen, Tanknippel mit Mutter sichern - fertig! Klingt komplizierter als es ist.

                                An diesen Nippel wird nun wieder ein Stückchen Schlauch befestigt. Genauso bei dem Ausgang unserer Benzinpumpe - hier wird dann aber gleichzeitig noch das Gegenstück des Betankungsventils aufgesteckt. Wird der Kanister nicht benutzt, kann man nun einfach den Ausgang des Tankventil-Gegenstücks auf den Entlüftungsschlauch stecken, nichts stinkt, nichts läuft aus, alles prima!

                                Kommen wir noch kurz zu einem anderen Thema und somit zu Bild 5. Wie man sieht habe ich das Gasgestänge am Vergaser unten eingehängt. Das ist zwar ein bisschen knapp am Zündkabel vorbei funktioniert jedoch ohne Probleme. Wollte man die Anlenkstange oben am Vergaserhebel anschliessen so kommt man leider mit dem unteren Haubenhalter in Konflikt. Auch sieht man auf dem Foto schön wie ich die Mittelstellung der Drosselklappe auf dem Vergaser markiert habe.

                                So, das war's für heute. Wer ebenfalls die Dokumentation eines bestimmten Themas wünscht kann sich gerne an mich wenden und ich sehe zu was zu machen ist.


                                Viele Grüße,
                                Thomas
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