Hallo Mark,
die Gehäusetemperatur kann beim Tango täuschen. Da die Wicklung eisenlos ist, wird die Wärme kaum abtransportiert. Da hat der Tango die Schwäche aller Glockenankermotoren geerbt, nämlich eine geringe thermische Robustheit und schlechte Wärmeableitung aus der Wicklung durch den fehlenden Eisenkern.
Als Jan vorletzte Woche bei uns flog, war nach 10 Minuten der Tango 45 an der Wicklung sehr heiss. Ich hatte leider mein IR-Thermometer nicht dabei, deshalb kann ich keine exakte Angabe machen. Aus der Nähe roch es würzig nach heissem Kupferlackdraht und nach Schrumpfschlauch - letzteres vom Jazz Regler, der sich sämtlicher nicht lebenswichtiger Teile entledigt hatte. Ein zweiter solcher Flug direkt danach wäre vermutlich nicht ohne bleibende Schäden möglich gewesen.
Was die Kombination Tango/Jazz killt, ist neben dem hohen Strom meiner Ansicht nach die notwendige hohe Taktfrequenz des Reglers, welche die Schaltverluste in die Höhe treibt, und die naturgemäß miserable Wärmeableitung aus der eisenlosen Wicklung. Deshalb die Antriebsneuberechnung auf Basis 10s2p/Plettenberg. Der Pletti läuft als traditioneller 6-poler mit ca. 15000 rpm und 9kHz Teillastschaltfrequenz. Das ist für den Regler viel bekömmlicher.
Gruss,
Jochen


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