Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

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  • SoloPro
    Senior Member
    • 09.01.2011
    • 2209
    • Norbert

    #61
    AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

    Zitat von Manfred Beitrag anzeigen
    denn es gab die erste Tipp Anlage
    Damit ist mein Vater auch angefangen. 4 Kanal-Tippanlage Varo-Prop und den Amateur (ein Trainer-Flächenmodell). Nur Seitenruder und Motordrossel wurde gesteuert. Immer wieder gab es Baumlandungen, weil der so schlecht zu steuern war. Als Kinder haben wir fasziniert daneben gestanden, wie mein Vater mit Stein- und Stockwürfen versucht hat ihn wieder runter zu holen. Der Tipp-Sender hat noch bis in die 90er-Jahre für ein Schiffsmodell herhalten müssen. Nachdem ich den mal in einem Museum gesehen habe, steht er jetzt in einer Vitrine, mit dem riesigen Vario-Prop Empfängerblock daneben. Wie das alles in den kleinen Amateur gepasst hat?

    Gruß Norbert
    PS: Zwei Servos sind auch noch da. Die bestehen einfach aus einem Motor, Getriebe und einer durch Feder rückgestellten Dreieckscheibe mit Bohrungen zum Einhängen des Gestänges. Durch den Empfänger wird einfach der Motor eingeschaltet und dreht die Dreickscheibe in die gewünschte Richtung. Die Feder drückt die Scheibe dann immer wieder in die Mittelstellung zurück. Durch entsprechend kurze oder längere Tippimpulse wird die Stellung der Dreickscheibe gehalten. Für die Betätigung der Motordrossel wird die Feder entfernt, so dass die Rückstellung fehlt.
    Zuletzt geändert von SoloPro; 04.07.2012, 09:25.
    Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. (Berthold Brecht)

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    • Manfred
      Senior Member
      • 16.08.2005
      • 7263
      • Manfred
      • Hagen NRW

      #62
      AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

      Zitat von SoloPro Beitrag anzeigen
      Damit ist mein Vater auch angefan. 4 Kanal-Tippanlage Varo-Prop und den Amateur (ein Trainer-Flächenmodell). Nur Seitenruder und Motordrossel wurde gesteuert. Immer wieder gab es Baumlandungen, weil der so schlecht zu steuern war. Als Kinder haben wir fasziniert daneben gestanden, wie mein Vater mit Stein- und Stockwürfen versucht hat ihn wieder runter zu holen. Der Tipp-Sender hat noch bis in die 90er-Jahre für ein Schiffsmodell herhalten müssen. Nachdem ich den mal in einem Museum gesehen habe, steht er jetzt in einer Vitrine, mit dem riesigen Vario-Prop Empfängerblock daneben. Wie das alles in den kleinen Amateur gepasst hat?

      Gruß Norbert
      PS: Zwei Servos sind auch noch da. Die bestehen einfach aus einem Motor, Getriebe und einer durch Feder rückgestellten Dreieckscheibe mit Bohrungen zum Einhängen des Gestänges. Durch den Empfänger wird einfach der Motor eingeschaltet und dreht die Dreickscheibe in die gewünschte Richtung. Die Feder drückt die Scheibe dann immer wieder in die Mittelstellung zurück. Durch entsprechend kurze oder längere Tippimpulse wird die Stellung der Dreickscheibe gehalten. Für die Betätigung der Motordrossel wird die Feder entfernt, so dass die Rückstellung fehlt.
      Ja , lang lang ist es her früher wie heute noch nie ist ein Modell oben geblieben.. hi hi .
      Das war 19 88 da war der der kleine dem man 1952 das Hobby in die Wiege legte schon etwas Größer und schon ca. 18 Jahre bei dem Hobby. Lenne-Wiesen Jahr 1988 on Vimeo

      Viel Spaß .
      GruÃ? Manfred

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      • PetJumper
        PetJumper

        #63
        AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

        Natürlich hat sich die Zeit nach vorne bewegt - und wir uns mit. Ich habe den Luxus des Früh-Infizierten (das "70er Jahre Graupnerkatalog-Glänzende-Augen"-Phänomen) und Spät-Bekehrten (das "verdammt - ich kauf mir jetzt einfach dieses 600er 12s Monster und lege los"-Phänomen).

        Und aus dieser Perspektive ergibt sich ein, wie ich finde, sehr spannendes Bild.

        Ich versuchs mal: Wenn ich mir den Sim anschaue, dann funktioniert der genau wie Formula One oder jeder andere aktuelle Fahr- oder Flugsimulator auf den allgegenwärtigen PCs. Nichts Besonderes für die Good Old Generation Computer wie wir mit über 50 es heute schon sind. Klar ist es toll, dass ich nicht mehr mit einem Spiegelstrich per Tastatus einen Punkt über den Bildschirm titschen lassen kann und dazu ein schwachsinnige BEEP anhören muss, sondern dass ich das ganze Spiel fast wie im echten Leben und in hochauflösender Farbe mit Schatten und Licht sehen, mit echtem Sound hören, demnächst vermutlich auch riechen kann, steuern beinahe wie in der Wirklickeit. So what? Kriegst Du für 9 Euro 99 in jedem Kiosk.

        Aber verdammt nochmal wo sonst in der Welt kann ich für relativ wenig Geld exakt diese Illusion auch leben? Wo kann ich in ein Formel-1-Auto steigen und über die Strecke fegen, wo kann ich mich in das Cockpit eines A320 setzen und starten?

        Nein, Leute, die Zeiten haben sich RADIKAL geändert. Der RC-Heli-Sport biete das, wovon wir alle sonst nur träumen können: Realität wie sie realer nicht sein kann, sogar inKlusive no Risk no Fun. Ich kann das Ding anfassen, den Motor starten, mit unglaublicher Kraft in unbegrenzte Höhen schießen, wenn ich vesage tut es weh, REAL!!! Das, und nur das ist der wahre Grund für diese Faszination. Ich kann es wirklich tun. Jeder kann es tun, wenn er will.

        Und dann beobachtet Euch mal selbst, welche Helis Ihr im Sim am meisten fliegt. Die Kleinen etwa?

        Wenn das kein Wandel der Zeit ist, was dann sonst. Die virtuelle Welt ist zum ersten Mal real geworden - DAS ist RC-Heil. Ich bin froh, dass er an mir nicht vorbei gegangen ist!

        Viele Grüße
        Peter

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        • Mirkobeast
          Senior Member
          • 27.10.2009
          • 2069
          • Mirko
          • FMSC Steinfurt / Münster / Treffen

          #64
          AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

          Interessanter Aspekt und toll ausformuliert. Danke!

          Dieses absolut reale Risiko ist auch eine tolle Möglichkeit, seine Komfortzone auszudehnen (und wenn es auch nur an der Funke ist) und sich selbst besser kennenzulernen.

          Mirko
          Mirko Align zuhaus

          Kommentar

          • PetJumper
            PetJumper

            #65
            AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

            Zitat von memowe Beitrag anzeigen
            Dieses absolut reale Risiko ist auch eine tolle Möglichkeit, seine Komfortzone auszudehnen (und wenn es auch nur an der Funke ist) und sich selbst besser kennenzulernen.
            Exakt, Mirko!

            Damit sprichst Du einen weiteren interessanten Aspekt an, der oft verloren geht. Spiele werden oft als "Kinderkram" abgetan, der im wahren Leben keinen Wert hat. Dabei sollten wir uns vergegenwärtigen, dass es ohne Spiele das Leben, wie wir es für selbstverständich halten, garnicht geben könnte. Kinder spielen, um leben zu lernen. Das kann man über die menschliche Rasse hinaus bei jedem Lebewesen, das eine Art Hirn besitzt, präzise beobachten.

            Das "Kind im Manne" drückt lediglich seinen ausgeprägten Forscher- und Abenteurer-Drang aus, ohne den wir heute immer noch dreckig in dunklen Höhlen sitzen würden - wenn überhaupt! Das Ausloten der persönlichen Grenzen ist ein notwendiger Trieb, um nach vorne zu kommen, sich zu entwickeln, zu lernen!

            Genau diese Chance bietet unser Hobby direkter und einfacher als es in den meisten anderen Umständen unserer Zivilisation möglich ist. Im Grunde kämpfen wir dabei nicht mit der Technik oder der Physik. Wir kämpfen mit uns selbst, mit unseren Schwächen - Schlampigkeit, Ignoranz, mangelnde Konzentration etc. etc. Deshalb erleben wir auch solch großartige Erfolge, den Kick, wenn eine Figur perfekt geklappt und die Technik nicht versagt hat. Daher stammt das Suchtpotenzial ... wir werden süchtig nach solchen Erfolgen, und depressiv, sobald wir feststellen, dass auch technisches Versagen meist in unserer eigenen Verantwortung liegt. Die Hochstimmung stellt sich erst dann wieder ein, wenn wir die Herasuforderung auf fliegerische, intellektuelle und disziplinarische Art gemeistert haben.

            Gestern abend konnte ich mit 4 erfolgreichen Testflügen meines 600ers eine vierwöchige Serie von insgesamg 8 Crashs vor dem Hintergrund der untergehenden Sonne beenden. Das war besser als ... Ihr wisst schon ... und ich kann es kaum erwarten, den Rotor wieder anzuwerfen ...

            sorry für OT - aber es erklärt vermutlich vieles der bisherigen Posts in diesem Fred.

            Viele Grüße
            Peter

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            • Piranha
              Member
              • 30.03.2006
              • 119
              • Kai

              #66
              AW: Der Wandel der Zeit ging an mir vorbei?

              Hallo Peter!

              Ein schöner Beitrag! Und genau deshalb verweigern sich vielleicht auch einige, die schon sehr lange dabei sind diesem Fortschritt! Ich habe mich ja schon öfter als Mitglied dieses Personenkreises geoutet! Das Hobby war vor 20 Jahren sehr anspruchsvoll und sprach eben diesen erwähnten Forscherdrang an. Wie war das doch toll wenn nach tagelangen Versuchen und Modifikationen alles gehalten hat und der Motor endlich halbwegs rund lief!

              An diesen Anspruch, den das Hobby stellt, habe ich mich gewöhnt und tue die modernen Elektromodelle gerne mal als "Spielzeug" (bitte nicht böse verstehen) ab, weil der Forscherdrang eben nicht mehr in diesem Ausmaß bedient wird. Häufig sieht man ja auch an der Klientel, die dann mit preisgünstigen Modellen am Platz aufschlägt, was heute erwartet wird. Man will das Ding nutzen wie ein Computerspiel, einschalten und es hat zu funktionieren. Wenn man dann mit Hintergrundwissen kommt wird man desinteressiert und ungläubig angeschaut. Es ist Alles erheblich einfacher geworden. Es stellt keine Steigerung im technischen Anspruch dar, im Gegenteil, man braucht das Modell praktisch nur noch einschalten, es geht mehr in den Bereich "Gebrauchsgegenstand". Wenn der Regler abraucht kann man eben nichts oder nur wenig analysieren, ausprobieren, das Ding ist schlicht hin, es ist eine Blackbox. Genau so die FBL-Systeme. Man kann zwar wunderbar mit Parametern am Notebook spielen, aber letztenendes weis kein Anwender, was sich in der Kiste genau abspielt. Wenns geht ist gut, wenn nicht kann man nicht reinschauen. Hebelverhältnisse an der Stabstange sind real, kann man visuell erfassen und wenn man glaubt, man hat die Zusammenhänge verstanden, kann man ßnderungen vornehmen. Wenn ein Verbrenner unrund läuft versucht man die Mechanik des Motors, des Vergasers und die physikalischen Zusammenhänge zu zu verstehen, stellt ein, analysiert erneut und zwar solange bis es funktioniert.

              Ich finde es toll mit öligen Fingern nach Hause zu kommen wenn der Motor mal nicht so lief und erfolgreich eingestellt werden konnte und finde es äußerst befriedigend meine Modelle fliegen zu sehen wenn nach längerer Einstellphase alles so abgestimmt ist und rund läuft wie ich es mir vostelle. Das ist der Reiz an diesem Hobby.

              Eine schöne Anspruchssteigerung wäre die Turbinentechnik, wenn nur die exorbitanten Kosten nicht wären...

              Gruß

              Kai

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