Wenn Lipo-Akkus in die Jahre kommen, verlieren sie bekanntlich an Kapazität.
Da ja die Telemetriesysteme die Kapazität des eingesetzten Akkus nur schätzen können, wird ja unter falscher Vorraussetzung geflogen.
Wie handhabt ihr das ?
Verändert ihr die Kapazitätsangabe ? Oder wird sie ignoriert ?
Gruß
Rolf
Bin auf Eure Antworten gespannt
MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
Also meine 2 Akkustangen für den TDR 2 x 6s 5000 mAh sind jetzt ca. 4 Jahre alt und jede Stange hat über 190 Zyklen drauf, ich musste noch keine Korrektur vornehmen bei der Kapazität. Nur der Zellenfrift hat etwas zugenommen aber die Akkus sind immer noch gut und brauchbar.
Wenn meine Akkus neu sind, dann stelle ich die Kapazität so ein wie sie auf dem Akku steht und fliege dann bis 20% (22% wegen Landezeit) runter. Nach dem Flug haben neue Akkus dann meistens eine Leerlaufspannung von 3,71-3,73V pro Zelle. Also alles OK.
Wenn die Akkus älter werden und die Kapazität sinkt, dann stelle ich meist nur die Restkapazität nach. von 20% auf dann 25% -> 30% usw. Halte mich aber immer an die Leerlaufspannung direkt nach einem Flug, diese sollte 3,7V pro Zelle nicht unterschreiten.
Diabolo BE / Pyro 800 / Jive Pro 120 / Futaba BLS 175/276HV
Habe bei mir das Unisens verbaut und somit keine Einzelzellüberwachung.
Um aber ein Gefühl für das Spannungsniveau zu bekommen, habe ich eine Warnung auf die Gesamtspannung von 3,4V*6 also 20,4V gelegt.
Solange diese nicht unterschritten wird, beachte ich den Kapazitätsverlust durch Alterung nicht. Ich entnehme während des Flugs ca. 80% der Gesamtkapazität und komme immer ziemlich genau bei 3,73 - 3,76V je Zelle raus. Solange das so bleibt ist alles in Ordnung.
Auf der VStabi-Seite gibt es einen Artikel, wie die die "Flugalterung" und "Ruhealterung" einschätzen. http://vstabi.info/de/node/2054
VBar-Control Nutzer können das automatisch über den "Akkuschoner" einschalten. Ich selbst habe es bisher aber noch nicht eingeschaltet, da meine Akkus noch nicht so alt sind und noch nicht so viele Zyklen haben.
Goblins + Logo 200, VStabi NEO + VBar Control classic
Ich würde aber trotzdem noch eine Spannungsüberwachung einrichten, auch wenn es nur die minimale Gesamtspannung ist.
Beim Alterungsprozess ist das eine natürlich der Kapazitätsverlust, den ich mit dem Ladegerät zumindest für kleine C-Raten ermitteln kann, auf der anderen Seite zeigen die Lipos u.U. auch Spannungseinbrüche zu einem Zeitpunkt, bei dem ich noch weit von der max. zu entnehmenden Kapazität entfernt bin.
Um das zu ermitteln müsste ich einen Leistungstest bei den max. zu erwartenden Strömen durchführen.
Für alle, die wie ich nur die Gesamtspannung im Flug messen können, kann ich diesen neuen LipoChecker von ISDT empfehlen. Der zeichnet die Minimalwerte jeder Zelle während des Flugs auf. So kann man sehen, ob eine Zelle am schwächeln ist.
Ich überwache Spannung und Kapazität. Als meine Akkus neu waren, habe ich immer 80% entnommen. Die Ruhespannung lag danach bei knapp 3,75 Volt. Den Unterspannungsalarm hatte ich auf 3,4 Volt eingestellt.
Inzwischen sind meine Akkus drei Jahre alt. Ich kann mittlerweile nur noch 75% entnehmen, weil ansonsten eine Zelle im Pack zu weit einbrechen würde. Bei dieser einen Zelle hat sich auch der Ri verschlechtert. Und ich kann seit ein paar Flügen auch merken, das diese Zelle mit jedem Flug mehr abbaut. Ohne Telemtrie würde ich diesen Akku nicht mehr fliegen. Aber dadurch, das ich ihn im Flug genau im Auge haben kann, kann ich ihn noch eine Weile weiter verwenden.
Danke für die vielen nützlichen Hinweise.
Zitat vom Akkuschoner :...."Da jeder Akkutyp anders sein kann - ist dies nur als Anhaltspunkt zu sehen. Klarheit über die echte, verfliegbare Kapazität verschafft ein Entladen nach einem Flug auf 3,6V/Zelle - und dann aufladen. Die nun ermittelte Lademenge stellt in etwa 90-95% der Akkukapazität dar. Also - mit 1,05 multipliziert erhält man die momentane Kapazität um ggf. nach 20-30 Flügen nachzukorrigieren."
Zitat Ende
Dieser Hinweis hat mich veranlasst, einen Test zu machen:
Akku = 4 S 5.800 mAh.....Alter = 6 Monate
Flugzeit 14 Minuten
Verbrauchte mAh = 4,6.......(volle Kap. = 4,64 mAh)
Restkapazität = 20 %
Eingeladene mAh = 4,6
Minimale Akkuspannung = 3,6 Volt
Akkuspannung im Leerlauf = 3,72 Volt
Der Akku hat in den 6 Monaten 0,9 % an Kapazität verloren.
Ich werde nun , wie von " Akkuschoner" empfohlen, die verfügbare Kapazität der Telemetrie um 0,9%
reduzieren : also von 5.8 mAh......auf 5,7 mAh setzen.
Ich werde weitere Test, auch mit anderen Akkus die älter sind , machen und darüber berichten
Gruß
Rolf
MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
Ich habe interessenhalber heute unter gleichen Bedingungen einen zweiten Test mit demselben Akku gemacht:
In der Telemetrie die Ah von 5.8 auf 5,7 gesetzt.
Resultat :
Flugzeit vorher 14 Min. jetzt 13,4 Min.
Restkapazität vorher 20 % jetzt 21 %
verbrauchte Ah vorher 4,6 jetzt 4,51
minimale Spannung 3,6 Volt
Leerlaufspannung ...3,73 Volt
Bei diesem Akku sind ja nur ,09 % Alterung, ich habe ältere Akkus , die unbedingt so getestet werden müssen,um eine genaue Anzeige der vorhandenen Kapazität u. deren Berechnung zu ermöglichen.
Gruß
Rolf
MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
Ein alternder Akku verliert nicht nur Kapazität sondern seine Spannungslage sinkt auch ab. Bei alten Akkus stelle ich daher die Warnspannungsschwelle der Einzellzellenüberwachung 0.1V tiefer ein, als bei neuen Akkus.
Solange die Ruhespannung nach abkühlen des Akkus immer noch deutlich über 3.6V liegt, passt das auch für meine etwas altersschwächeren Akkus.
Wenn meine Akkus neu sind, dann stelle ich die Kapazität so ein wie sie auf dem Akku steht und fliege dann bis 20% (22% wegen Landezeit) runter. Nach dem Flug haben neue Akkus dann meistens eine Leerlaufspannung von 3,71-3,73V pro Zelle. Also alles OK.
Wenn die Akkus älter werden und die Kapazität sinkt, dann stelle ich meist nur die Restkapazität nach. von 20% auf dann 25% -> 30% usw. Halte mich aber immer an die Leerlaufspannung direkt nach einem Flug, diese sollte 3,7V pro Zelle nicht unterschreiten.
Also - genauso mache ich das auch. Gemessen wird mit Unisense, den Zelldrift behalte ich ebenfalls im Auge.
Auf der VStabi-Seite gibt es einen Artikel, wie die die "Flugalterung" und "Ruhealterung" einschätzen. Akku Schoner | VStabi
VBar-Control Nutzer können das automatisch über den "Akkuschoner" einschalten. Ich selbst habe es bisher aber noch nicht eingeschaltet, da meine Akkus noch nicht so alt sind und noch nicht so viele Zyklen haben.
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Hab das aktiv und ist wirklich eine sehr schöne Sache. Ab und zu kann man ja nachmessen und die Kapa dann entsprechend anpassen.
Stephan
Der Artikel von V-Stabi über die -Einschätzung der Flugalterung - hat mir sehr gut gefallen.
Ich habe mir vogenommen, dieses Ziel weiter zu verfolgen.
Der - Akkuschoner - den man über Vbar-Control aktivieren kann, scheint ein vorzügliches Hilfsmittel zu sein, die durch Alterung reduzierte Kapazität, zu ermitteln.
Das wird ja auch von Fingolf;3242126 bestätigt.
Das System empfiehlt , so wie ich es verstanden habe, wenn erforderlich, eine Reduzierung der Kap. Vorzunehmen.
Durch einige Tests in den vergangenen Tagen, konnte ich mich von dieser Vorgehendsweise überzeugen.
Zur Dokumentation werden die Werten der Telemetrie in eine E-Tabelle eingegeben.
Jeder Akku hat dann seine spazifischen Werte - Flugalterung / Ruhealterung -
Bei der Erfassung der Werte aus der Telemetrie in die E-Tabelle bekomme ich den Hinweis, ob der erflogene Kap. -Wert gut ist , oder reduziert werden sollte.
Es ist für mich nachvollziehbar, dass es einfacher und sinnvoller ist, den Kap.- Wert zu verändern,
als für jeden Akku die Restkapazität neu einzustellen.
Ich habe jetzt mein Telemetriesystem ist so eingestellt, dass ich beim Anschalten gefragt werde, welche Kap. Der angeschlossene Akku realistisch hat. Wenn dann der reduzierte Wert eingenben ist, wird der neue Wert als 100 % erkannt. Grundsätzlich soll bei allen Akkus 21 % Restkapazität garantiert sein.
Vor einem Jahr, als ich mit der Telemetrie anfing, hatte ich dieses Grundwissen nicht.
Deshalb bin ich froh, in diesem Forum solche Hinweise zu bekommen.
Hier noch mal ein Auszug von VBar - Control :
Zitat : Ein Akku verliert aufgrund Lagerung und aufgrund Zyklen immer etwas an Kapazität, der "Tank" wird also immer kleiner. Stellt man nun eine Kapazitätsüberwachung z. B. bei einem 5000er Akku auf 70% (3500mAh) ein und berücksichtigt den Alterungseffekt nicht - dann kann es sein dass nach einiger Zeit (Kapazität ging auf 4000mAh runter) die "geflogenen" 3500 mAh bereits 90% von der momentanen Kapazität sind - und man den Akku nun mit jedem Flug immer mehr schädigt. Irgendwann wird es sogar so weit sein dass der Regler herunter regelt bevor die Akku App die Landeansage macht.Zitat Ende
Ich habe nun schon mehrere Tests gemacht und bin auf dem besten Weg, für jeden Akku die augenblickliche Kapazität genau zu ermitteln.
Bei der Berechnung gehe ich wie folgt vor :
Beispiel: Ein Akku hat eine Kapazität von 5.000 mAh
Dem Akku sollen 78 % entnommen werden. = ( 5.000/100) * 78 = 3900 mAh
Nach dem Laden wird festgestellt, dass 4.000 mAh nachgeladen wurde !
Da durch die " Alterung " wurde dem Akku also 80 % der Kapazität entnommen !
Um das zu vermeiden wird die angegebene Kapazität von 5.000 mAh um 2 % reduziert.
Rechnung : 5.000-(5.000/100)*2 =4.900 mAh = 80 %
Da dem Akku nach wie vor 78 % entnommen werden soll, gilt es nun die angegebene Kapazität um 2 % Alterung zu reduziren : Rechnung: (4.900/100)*78 = 3.820 mAh
Diese 3,8 Ah werden in der Telemetrie als reale Kapazität eingegeben und als 100 % erkannt !
Nach dem Flug wurden 3,8 A entnommen und 3.800 mAh eingeladen.
Ich bin mit diesem Ergebnis super zufrieden
Gruß
Rolf
MC 22, IISI V2 und Einzelzellenüberwachung sind meine treuen Begleiter.
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