PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

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  • TheFox
    Gelöscht
    • 28.10.2016
    • 7876
    • Peter
    • Ingolstadt/Bayern

    #16
    AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

    Anbauteile:
    Bei den verschiedenen Modellen sind unterschiedliche Anbauteile wie Lufthutzen, Einlassöffnungen, Abgasrohre, und ähnliches anzubringen. Diese werden durch spachteln und glätten vorbereitet, und dann an ihren Platz geklebt. Manche Anbauteile werden in den Rumpf eingeklebt, in dem Fall ist davor ein Loch zu schneiden oder zu bohren. Ein Hecksporn zum Beispiel wird in den Rumpf eingeklebt, und danach innen mit 2K -Epoxy eingegossen. Danach verschleifen/Glätten...

    Ansaug- und Abgasrohre für Turbinen werden auf, oder in den Rumpf geklebt.

    Können: Je nach Größe sind manche der Teile recht filigran und müssen mit der Pinzette platziert werden. Also ist Feinmotorik gefragt. Ein Loch bohren sollte man auch können.
    Hilfsmittel: Cutter, Pinzette, eventuell eine kleine Feile. Ferner eventuell Bohrer.
    Anbau1.jpg Anbau2.jpg Anbau3.jpg Anbau4.jpg Anbau5.jpg Anbau6.jpg Anbau7.jpg Anbau8.jpg

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    • TheFox
      Gelöscht
      • 28.10.2016
      • 7876
      • Peter
      • Ingolstadt/Bayern

      #17
      AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

      Deckel für Rumpföffnungen (zum Einsetzen der Mechanik und Akkuwechsel):

      Den Deckel, der aus einem Ausgeschnittenen Rumpfteil oder eigens tiefgezogenen Teilen bestehen kann, passe ich NACH Fertigstellung des Rumpfes an. Wenn er aus Tiefziehteilen besteht, ist die Vorgehenseise dieselbe wie beim Rumpf. Jedoch wird nach Anpassen am Rumpf zugeschnitten, er soll ja passen.

      Bei aus dem Rumpf ausgeschnittenen Deckeln passt es sowieso. Da wird der Deckel nach dem Verkleben aus dem Rumpf herausgetrennt. Zum stützen solcher Deckel werden Laschen von innen eingeklebt. Deckel aus Tiefziehteilen haben einen Spant. In beiden Fällen werden Magneten in Deckel und Rumpf geklebt, und zwar so dass sie sich anziehen. Anschließend wieder Spachteln und Schleifen bis der Spalt minimiert ist.

      Erforderliches Können: Hier sollte man schon genau arbeiten können. Je genauer, um so besser sieht es nachher aus. Für die Flugeigenschaften ist es aber nicht relevant, lediglich die Optik wird beeinflusst. Auch bei weniger gut gelungenem Spaltmaß wird man das nur bei sehr genauem Betrachten erkennen.

      Hilfsmittel: wie beim Bau der Rumpfteile.
      Deckel1.jpg Deckel2.jpg Deckel3.jpg Deckel4.jpg Deckel5.jpg Deckel6.jpg Deckel7.jpg Deckel8.jpg Deckel9.jpg Deckel10.jpg

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      • TheFox
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        • 28.10.2016
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        • Peter
        • Ingolstadt/Bayern

        #18
        AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

        Vorbereiten der Mechanik:

        Ich verbaue nur die Mechanik des Blade 230S. Man kann auch andere 250er Mechaniken verbauen, aber ich selbst kann die dann nicht fliegen..

        Das Vorgehen ist aber gleich. Zunächst alles abbauen, was nicht gebraucht wird. Die Halter für das Canopy zum Beispiel. Ich entferne auch den Akku-Halter, da der Akku im Rumpf je nach Modell seinen Platz findet, zumeist ist der Akku im Scaler auch größer. ßberstehende Ränder entferne ich auch, alles was nicht der Stabilität dient kann weg, je kleiner und leichter, um so besser.

        Wenn der Rumpf es erlaubt, kommt die Mechanik direkt auf den Rumpfboden. Dafür werden Verstärkungen aus Folie auf den Rumpfboden eingeklebt und direkt durch den Rumpf in die Mechanik verschraubt - da wo sonst das Landegestell des Trainers verschraubt ist.
        Bei manchen Rümpfen steht die Mechanik höher. Da muss in der passenden Höhe eine Tragfähige Konstruktion eingezogen werden. Bei der EC135 sind das zwei Alu-Winkel, die quer unter der Mechanik sitzen. In die Alu-Winkel werden die Befestigungslöcher passend zu denen des Landegestells gebohrt, und Gewinde geschnitten. Die Tragwinkel aus Alu sitzen dann auf den Folien-Winkeln an den Seiten des Rumpfes auf. Die Bilder 3 und 4 zeigen zu Anschauungszwecken wie die Mechanik später im Rumpf sitzt.

        Modelle wie die AS350B haben eine sehr große Rumpföffnung, was die Sache sehr erleichtert. Hier kommt das Multichassis zum Einsatz, ein Universeller Rahmen in den Servos, Motor und Rotorwelle samt Getriebe und Taumelscheibe eingebaut werden.
        Nach dem Einsetzen der Mechanik ist eventuell die Position zu korrigieren, wenn eine unerwünschte Neigung da ist. Dann entsprechend Material unterlegen. Sobald die gewünschte Höhe, und passender Neigungswinkel über Nick und Roll eingestellt sind, ist es erledigt.

        Können: Obwohl es nicht schwierig ist, sollte man hierfür Bohren, ein kleines Gewinde schneiden, messen, zuschneiden, schleifen und kleben können. Die Bauanleitung zeigt wie es geht, schwierig ist es nur wenn es der Prototyp ist, und man den Weg, die Position und den richtigen Winkel selbst finden muss.
        Das Ganze geht aber auch wesentlich einfacher: ein kleines Kunststoff-Röhrchen unter die Mechanik kleben und dann einen Carbonstab quer durch den Rumpf und durch das Röhrchen schieben. Für weniger erfahrene Modellbauer die bessere Methode:

        Technische Hilfsmittel: Hier ist fast das komplette Arsenal nützlich. Bohrer, Feile, Schraubendreher, Dremel, Kroko-Klemmen...je nachdem um welches Modell es sich handelt.
        Mechanik1.jpg Mechanik2.jpg Mechanik3.jpg Mechanik4.jpg Mechanik5.jpg Mechanik6.jpg Mechanik9.jpg Mechanik7.jpg Mechanik8.jpg
        Zuletzt geändert von TheFox; 05.03.2018, 09:58.

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        • TheFox
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          • 28.10.2016
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          • Peter
          • Ingolstadt/Bayern

          #19
          AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

          Ist die Mechanik drin, müssen noch die Schlitze für die Anlenkungen der Taumelscheibe gemacht werden. Hier ist die Vorlage der Bauanleitung zur Orientierung, die genauen Schnittstelle ist dann am Modell selbst zu finden. Einfach Deckel drauf, und da wo die Anlenkungen anstehen, anzeichnen. Loch schneiden, Deckel wieder drauf, und so nach und nach die Wege für die Anlenkungen freischneiden. Die Taumelscheibe sollte in jede Richtung frei angelenkt werden können, der Rotor in jeder Stellung der TS frei drehen.

          Erforderliches Können: Ich finde, dies ist relativ kniffelig, vor Allem wenn es sich um den Prototypen handelt. Wenn man jedoch anhand der Bauanleitung vorgeht, ist die Sache einfacher.

          Erforderliche Hilfsmittel: Stift, Cuttermesser, eventuell Dremel mit kleinem Fräser.
          Ausschnitt1.jpg Ausschnitt2.jpg Ausschnitt3.jpg Ausschnitt3a.jpg Ausschnitt4.jpg Ausschnitt5.jpg Ausschnitt6.jpg Ausschnitt7.jpg Ausschnitt8.jpg Ausschnitt9.jpg

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          • TheFox
            Gelöscht
            • 28.10.2016
            • 7876
            • Peter
            • Ingolstadt/Bayern

            #20
            AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

            Keiner wiederspricht...sehr schön!
            Dann lag ich mit meiner Einschätzung, dass die Anforderungen an das Können und die technischen Hilfsmittel nicht so hoch sind, wohl doch richtig. Natürlich gelingen die einzelnen Bauschritte mal mehr und mal weniger gut. Der Eine kann dies besser, der Andere was Anderes. Insgesamt denke ich, wer einen Heli fliegen kann - und die Meisten können das besser als ich - hat auch ausreichend Feinmotorik für den Rumpfbau. Technisches Verständnis sowieso, es gibt ja zumeist was einzustellen oder auszuwechseln.

            Letztendlich soll so ein Modell ja vorrangig geflogen werden, und erst zweitrangig im Regal bewundert werden. Und selbst grobe Schnitzer sind ab 2metern Entfernung kaum mehr zu erkennen. Der Unterschied zu einem Besenstiel ist aber auch auf 10meter Entfernung deutlich. Es fliegt eben nicht nur wie ein Hubschrauber - es sieht auch wie ein Hubschrauber aus.
            Zuletzt geändert von TheFox; 06.03.2018, 00:48.

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            • TheFox
              Gelöscht
              • 28.10.2016
              • 7876
              • Peter
              • Ingolstadt/Bayern

              #21
              AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

              Den Zusammenbau eines Mehrblatt-Rotorkopfes überspringe ich. Lediglich eines soll gesagt sein: Eventuell muss der Weg der Anlenkungen, und damit Kollektiv- und zyklischer Pitch reduziert werden.

              Wer Beleuchtung verbauen will, sollte das auch am unlackierten Rumpf erledigen. Für Bugscheinwerfer sind oft Löcher in den Rumpf zu schneiden, und Reflektoren einzukleben. Die Verkabelung ist bei transparentem Rumpf auch leichter aufzuräumen, und die Stellen für den Lichtaustritt können vor dem Lackieren noch maskiert werden.
              Für die Beleuchtung gibt's keine Anleitung, sie ist nicht Teil der Rumpfbausätze und muss individuell angefertigt werden. Da ich meine Modelle auch bei "sehr dunkler Dämmerung" fliege, brauche ich zur Orientierung zwingend die Positionslichter. Blitzer und ähnliches finde ich sehr "Scale", stören mich aber beim Fliegen sehr. Darum verzichte ich darauf.

              Nun steht der Probeflug an. Wenn der schiefgeht, sind Schäden am unlackierten Rumpf leicht zu reparieren. Ein Landegestell provisorisch befestigen, und los gehts. Setup zunächst nach Anleitung, dies kann als Basis dienen. Davon ausgehend, kann nach eignem Flugstil dann eingestellt werden.

              Wenns geklappt hat, und die Einstellungen gefunden sind, gehts ans Grundieren und Lackieren. Hierzu sind eimerweise Threads zu finden, bei Interesse kann ich gerne meine Methode schildern - die ist sehr simpel und preiswert, ohne Airbrush, Kompressor usw.
              13.jpg 14.jpg Beleucht1.jpg Beleucht2.jpg Beleucht3.jpg

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              • 47110815
                Senior Member
                • 30.07.2014
                • 4427
                • Thomas
                • Offenbach am Main, FMCD (Dietzenbach)

                #22
                AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                Super. Vielen Dank!!!
                Liebe Grü�e
                Thomas

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                • 47110815
                  Senior Member
                  • 30.07.2014
                  • 4427
                  • Thomas
                  • Offenbach am Main, FMCD (Dietzenbach)

                  #23
                  AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                  Zitat von TheFox Beitrag anzeigen
                  bei Interesse kann ich gerne meine Methode schildern - die ist sehr simpel und preiswert, ohne Airbrush, Kompressor usw.
                  Ja, bitte.
                  Liebe Grü�e
                  Thomas

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                  • TheFox
                    Gelöscht
                    • 28.10.2016
                    • 7876
                    • Peter
                    • Ingolstadt/Bayern

                    #24
                    AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                    Gerne. Zum Lackieren:
                    Ich grundiere inzwischen immer mit dem selben weißen Lack, den ich später auch als Decklack in den Bereichen verwende, die am Heli weiß sind. Die Farblacke bringen ihre volle Leuchtkraft nur auf weiß zur Geltung, und werden so auch nicht verfälscht. Ich nehme dafür Plastikote Gloss Super. Es ist kein reiner Acryl-Lack, braucht darum 48Stunden bis er durchgetrocknet ist und mit Acryl-Lacken übersprühbar ist.

                    Die Vorteile: Er deckt gut, haftet extrem stark an, und gibt eine hochglanz-Oberfläche die selbst Kratzer und Schleifspuren glättet. Und er neigt nicht zum verlaufen. Kosten: 4,95 für die 400ml-Dose bei Hornbach. Reicht für mindestens zwei Helis dieser Größe.

                    Nach dem Grundieren und Trocknen lackiere ich die Bereiche die nicht mit einem Farblack überlackiert werden nochmal leicht nach, nur so viel dass es deckend ist.
                    Sobald das durchgetrocknet ist, geht es ans Maskieren.

                    Hier verwende ich inzwischen nur noch Folie aus dem KFZ-Bereich. Diese Folie wird normalerweise zum Folieren von Fahrzeugen verwendet. Die teuren sind dicker, und halten bis zu 7Jahre - die nehme ich nicht. Die dünnste die zu bekommen ist, ist genau richtig. Zum Beispiel MAC Cal 9800 Pro von MacTac, oder ORACAL 751. Bei örtlichen Folierern bekommt man die Mengen die für einen 250er Heli benötigt werden zumeist als Abfall umsonst. Die Farbe der Folie spielt keine Rolle.

                    Die Folie läßt sich gut um Rundungen dehnen, und haftet gut an. An Vertiefungen im Rumpf, wie die Stöße der Bleche, oder Schienen der Schiebetür muss man natürlich darauf achten, die Folie beim Maskieren mit dem Fingernagel in die Vertiefung zu drücken. Wenn sie aber ordentlich verklebt ist, haftet sie so gut an dass nichts drunter läuft. So bekommt man Trennlinien die wie mit dem Messer geschnitten aussehen.
                    Auch da wo zwei Maskierfolien sich kreuzen muss man die Folie andrücken.
                    Ich schneide die Folie, um eine gerade Linie zu Maskieren, mit dem Lineal und einem Cuttermesser vor, um eine gerade Kante zu bekommen. Dann sauber aufbringen. Wenns nicht passt, wieder lösen und korrigieren. Das kann man immer wieder wiederholen, bis es passt. Der Plastikote-Lack wird davon nicht beschädigt. Gerade bei Bogenförmigen Design-Abschnitten, die auch noch über gewölbte Stellen am Rumpf lackiert werden, korrigiere ich oft häufig ein paar Mal, bis ich zufrieden bin.
                    Gr1.jpg Gr3.jpg GR2.jpg grundiert.jpg grundiert2.jpg ma1.jpg ma3.jpg ma2.jpg Maskiert1.jpg

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                    • TheFox
                      Gelöscht
                      • 28.10.2016
                      • 7876
                      • Peter
                      • Ingolstadt/Bayern

                      #25
                      AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                      Als Farblack verwende ich die kleinen 100ml Dosen der TS-Serie von Tamiya. Kosten: 5-7€. Da die Bezeichnungen und Bilder der Tamiya-Lacke irreführend sind, und sie manchmal überraschend metallic oder extrem leuchtend sind, probiere ich sie vorher auf einem Stück PET-Folie aus, welches ich davor mit dem Plastikote grundiert hab. "Mica" im Namen bedeutet Metallic - aber die Racing Blue, ohne den Zusatz "Mica" ist auch metallic....
                      Wenn die Auswahl getroffen ist, sprühe ich den Farblack auf. So dünn wie möglich, gerade nur bis es deckt. Der Akryl-Lack greift sonst die Grundierung an, und es ist versaut.
                      Demaskieren: Ich demaskiere immer nass, also wenige Minuten nach dem Sprühen. Der Akryl-Lack bildet manchmal eine stabile Schicht auf Rumpf und Maskierfolie, und wird dann beim Demaskieren mit weggerissen. Solange er aber noch nicht trocken ist, gibts keine Probleme. Der Tamiya TS Lack ist in 30Minuten berührtrocken.
                      Sollte mal was daneben gegangen sein: Mit der Hände-Desinfektion "Sterilium Virugard" von Bode lässt sich der Tamiya-Lack abwaschen. Die Grundierung wird davon zunächst nicht beschädigt. Reibt man aber etwas fester, geht damit auch der Plastikote-Lack ab. Der Rumpf wird nicht angegriffen, man kann damit getrost auf den klaren Scheiben rumrubbeln. Da wird nichts matt oder blind. Es geht aber nur mit dieser Händedesinfektion - und nur mit der farblosen Variante. Die blau gefärbte ist in der Wirkung sehr viel schwächer.
                      Mit dem Pinsel korrigieren geht bei den Tamiya-TS Lacken nicht. Der mit Pinsel aufgebrachte Tamiya-Lack löst den bereits aufgesprühten Lack sofort an, dunkle Stellen entstehen. Das sieht nachher schlimmer aus als davor. Lieber den Bereich abwaschen und neu lackieren.
                      de1.jpg dema1.jpg dema2.jpg dema3.jpg dema4.jpg Flosse.jpg flosse2.jpg Streifen&landegsetell.jpg zwei farben.jpg

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                      • TheFox
                        Gelöscht
                        • 28.10.2016
                        • 7876
                        • Peter
                        • Ingolstadt/Bayern

                        #26
                        AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                        Hier hab ich an einer Stelle zu viel Tamiya TS Orange aufgesprüht. Die Grundierung wurde angegriffen und hat sich abgelöst. Durchtrocknen lassen, losen Lack entfernen. Dann Maskieren, dafür klebe ich die Autofolie in einem schmalen Streifen an der zu lackierenden Stelle entlang, und klebe dann auf die Folie einen Müllsack an. Der schützt den Rest vom Heli, wie ein OP-Hemd. Danach erst wieder die weiße Grundierung aufbringen, und anschließend (48Stunden) nochmal mit Orange lackieren. Fertig repariert!

                        vers1.jpg vers2.jpg op1.jpg op2.jpg op3.jpg OP4.jpg
                        Zuletzt geändert von TheFox; 07.03.2018, 10:16.

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                        • TheFox
                          Gelöscht
                          • 28.10.2016
                          • 7876
                          • Peter
                          • Ingolstadt/Bayern

                          #27
                          AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                          Für Bereiche die Silber lackiert werden, nehme ich nur Metaflux Alu Silber. Das sieht wirklich silbern aus, ist schnell trocknend, und verträglich mit den anderen hier genannten Lacken. Besonders im Bereich der Rotorblätter kommt das zum Einsatz.

                          Wobei wir beim Thema sind: Die Rotorblätter lackieren. Grundieren mit Weiß, wenn sie nicht bereits weiß sind. Hochglanzlackierte Carbonrotorblätter schleife ich vorher an.
                          Dann den Farblack drauf, durchtrocknen lassen, abkleben für Blattspitzen oder Querstreifen, und lackieren. Zuletzt den silbernen Längsstreifen abkleben und lackieren.
                          Blätter1.jpg Blätter3.jpg Blätter2.jpg Blätter5.jpg Blätter4.jpg

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                          • TheFox
                            Gelöscht
                            • 28.10.2016
                            • 7876
                            • Peter
                            • Ingolstadt/Bayern

                            #28
                            AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                            Um zum Thema des Threads zurückzufinden: Das "Können" würde ich beim Grundieren nicht überbewerten. Wenn da mal was schiefgeht, ist es nicht weiter tragisch, nachschleifen und nachlackieren. Auch das Maskieren bewerte ich nicht so hoch, obwohl es hier darauf ankommt. Aber man kann es immer wieder korrigieren, bis es eben passt. Sensibel ist nur der Farblack. Da darf es eben nicht zu viel und nicht zu wenig sein. Das erfordert etwas ßbung. Vielmehr kommt es hier auf das "Wissen" an, welcher Lack geht auf welchen Lack. Welche Maskierfolie reißt dir den Lack vom Rumpf, welche lässt Farbe unter die Maskierung laufen? Im Zweifel immer ausprobieren. Ich nehme einfach das, was bei Anderen sicher und gut funktioniert hat.
                            Niemals das, was einem der Fachverkäufer rät - der verkauft nur, lackieren tut er nicht. (bin ein paarmal böse drauf reingefallen).

                            Technische Hilfsmittel - Für das Maskieren: Cutter, Lineal und Schere. Für das Lackieren: ein geeigneter Ort. Im Sommer einfach draußen im Freien. Im Winter hab ich einen Bereich im Keller. Da kommt eine große hauchdünne Plane aus Folie drüber, der Farbnebel setzt sich sonst auf Alles ab. Mehr mach ich da nicht.

                            Nun zu den schwarzen Bereichen, Umrandungen der Fenster oder ßhnliches:
                            Hier verwende ich einen Fineliner, aber er muss "permanent" sein. Auch dieser lässt sich, wenn mal was schiefgelaufen ist, mit dem Sterilium wegwischen. Aber nicht zu viel rumrubbeln, sonst geht der Farblack unter dem Fineliner mit weg! Wichtig: Danach nicht auf dem Schwarz rumgriffeln! Das geht auf die Finger, und danach gibt's Fingerabdrücke in Schwarz auf dem weißen Rumpf. Kann man zwar auch wieder wegwischen, aber Vorsicht, der Farblack...!

                            Können: Feinmotorik, präzise Stiftführung.
                            schwarz1.jpg schwarz2.jpg schwarz4.jpg schwarz5.jpg schwarz6.jpg schwarz7.jpg schwarz8.jpg schwarz9.jpg schwarz3.jpg

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                            • TheFox
                              Gelöscht
                              • 28.10.2016
                              • 7876
                              • Peter
                              • Ingolstadt/Bayern

                              #29
                              AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                              Nach dem Trocknen des Farblackes kommen die Decals drauf. Das ist nicht weiter schwierig, ging bisher bei allen Modellen problemlos. Sehr kleine Decals lege ich mit der Pinzette auf. Selbst wenn ich nach 1 Stunde bemerke, dass ein Dacal nicht da sitz wo ich es haben will, kann ich es befeuchten, eine Ecke mit der Spitze des Cuttermessers anheben, und es lösen. Dann kommt Feuchtigkeit drunter und man kann es wieder verschieben.

                              Können: ist Kinderleicht
                              Technische Hilfsmittel: Ein Glas Wasser, Pinzette, Schere

                              Wenn die Decals richtig sitzen versiegele ich Alles mit Klarlack.

                              Hier nehme ich entweder eine normale Dose Klarlack, aber Kunstharz-Basis. Der ist härter und kratzfester. Braucht lange zum Trocknen, (24Stunden), ist klebrig - aber neigt nicht zum verlaufen. Hier sprühe ich nur eine Lage, aber so viel dass es aussieht als wäre die Oberfläche nass. Das bleibt auch nach dem Trockenen so: Hochglanz! Diesen Lack sprühe ich auch über die demaskierten Fenster, sieht zunächst übel aus, weil die Fenster milchig weiß werden. Trocknet aber glasklar auf. Auch dieser Lack lässt sich mit dem Sterilium abwaschen. Kosten: 600ml-Dose von NORMA für 5€ - ich habe 4 Rümpfe damit versiegelt, ist immer noch was drin.Alternative: 2K Klarlack aus der Dose. Die zweite Komponente ist in einem Behälter im inneren der Dose und wird auf Knopfdruck in Boden der Dose aktiviert. Sobald das in der Dose angemischt ist, ist sie ein paar Stunden einsatzbereit. Dieser Lack ist härter und widerstandsfähiger. Gerade Rotorblätter und das Gehäuse des Fenestron sind mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, Insekten, Staub....der Fenestron saugt bei Start und Landung alles m Umkreis von ein paar cm ein, Gras, Insekten, Sand...eine harte Oberfläche ist da von Vorteil. Nachteil: Dieser Klarlack lässt sich nicht abwaschen. Das erschwert Reparaturen. Ausserdem teuer, bis zu 20€ für die 400ml Dose.

                              Können: recht einfache Sache. Weniger sensible Arbeit als der Farblack.
                              Technische Hilfsmittel: Wie beim Lackieren.
                              decal1.jpg decal2.jpg decal3.jpg decal4.jpg decals5.jpg decals6.jpg decals7.jpg decals8.jpg Klarlack.jpg

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                                • 28.10.2016
                                • 7876
                                • Peter
                                • Ingolstadt/Bayern

                                #30
                                AW: PET-Rümpfe für 250er: Können/Technische Mittel

                                So, jetzt hab ich was übersprungen. Vor dem Klarlack kommen noch manche Anbauteile dran. Je nach Modell, Landegestell, Abgasrohr....
                                Diese Teile werden oft von Hand angemalt, zumeist noch vor der Montage am Heli. Dafür nehme ich die kleinen Farbdosen von Revell, und einen Pinsel. Gerade die metallischen Flächen von Abgasrohren erfordern einiges an Ausprobieren, bis das so aussieht wie man es haben will.
                                malen1.jpg malen4.jpg Malen3.jpg malen9.jpg malen7.jpg malen6.jpg

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