Entnommen aus Scaleflug - was zeichnet ihn aus? - Scalemodelle aller Grössen - RCLine Forum und nachfolgenden Beiträgen.
Teil 1
<ZITAT>
-Kein senkrechtes Steigen
-Kein senkrechter Abstieg
-Keine allzu großen Kurvenneigungen (>30°)
-Kein längeres Schweben außerhalb des Bodeneffektes
-Die vorhandene Leistung nicht ausnutzen.
-Keine schnellen Seitwärts- oder Rückwärtsflüge
-Keine Landungen auf schrägen Böden
Folgendes sollte man tun:
-Stets so fliegen dass man immer in der Autorotationsenvelope bleibt... s.h. keinen schnellen Tiefflug, keinen "mittelhohen" Langsamflug, kein Schweben außerhalb Bodeneffekt
Landungen
-Simulierte Landung an einem Flugplatz enthält eine vollständige PLATZRUINDE!
-Simulierte Außenladung beinhaltet ein ßberfliegen der angepeilten Landestelle
-Landung im schwierigen terrain: Der Pilot dreht die Nase so, dass er Hindernisse besser erkennen kann. Er sitzt im Heli meist RECHTS!
-aus dem Schwebeflug SANFT aufsetzen, Kufe für Kufe, eck für eck. Das ist SCHWIERIG!
-Auch Rutschlandungen sind SCALE.
Starts
-Helipad-Starts über "unlandbarer" Umgebung werden ggf. mit RßCKWßRTSFAHRT durchgeführt, damit man bei TW-Problemen das Start-Helipad wieder vorwärts anfliegen kann
-Starten in den niedrigen Schwebeflug im Bodeneffekt, dann sanft beschleunigen und bei mittlerer Fahrt (ca. 40% der Maximalfahrt) steigen. Steigflüge flach halten
Typenabhängig
-teetering-Rotoren (Bell, Robinson) fliegen keine Low-G-manöver! D.h. kein kräftiges Nachdrücken, kein Turns, keine Pushovers
-Die meisten "großen" haben keinen "Kreisel". D.h. beim Pitch geben oder anflaren DARF und soll die Nase etwas wackeln!
-Die meisten "großen" sind nicht gerade mit unendlich viel Leistung gesegnet. Das kann man üben, indem man komplette Rundflüge nur mit sehr wenig Pitch fliegt... z.B. im Bodeneffekt schweben und dann voooorsichtig beschleunigen, OHNE den PITCH zu erhöhen. Den gesamten Rundflug mit Schwebeflugpitch machen und auch beim Abbremsen nicht oder nur wenig über Schwebeflugpitch gehen.
-Gierbewegungen ggf. nicht "eckig" aussehen lassen und zunächst in die leistungsfordernde Richtung (beim T-Rex also RECHTSRUM) probieren. Kreiselempfindlichkeint rausnehmen, kein Heading Hold verwenden und die Nase schön im Wind halten... d.h. bei Seitenwind MUSS das DIng ordentlich schieben.
Ansonsten darauf achten, dass nicht Actionfilme das "richtige" Helifliegen lehren, sondern die tatsächliche Praxis der Hubschrauberei. Behäbig statt spektakulär ist wohl die wichtigste Richtlinie.
Grundeinstellung des Hubschraubers
-Niedrigere Systemdrehzahlen verwenden
-keine V-gaskurve verwenden, sondern eine monoton ansteigende
-Pitchbereich typischerweise -4 bis +10
-Kreisel: Normalmode, kein HH, mit relativ geringer Empfindlichkeit
-geringere statische Beimischung von Pitch zum Heckrotor (so etwa 20%)
-zyklische Ausschläge beschränken
Ich kann da nur empfehlen, sich mal die "großen" intensiv anzuschauen... und zwar nicht auf Flugtagen oder bei Youtube (denn dort sieht man oft eher untypische, spektakulärere Aktionen).
Und dann immer in den "richtigen" Piloten reindenken... warum fliegt der so, wie er fliegt? Weil er stets mit ßrger rechnen muss (TW-Problemen etc.) und deswegen diverse Manöver (z.B. senkrechtes Steigen oder sinken) strikt vermeidet. Die übrigbleibenden Manöver empfinden wir als "scale".
Es hilft dabei, sich insbesondere leistungsschwächere sowie einmotorige Vorbilder anzuschauen (Jet Ranger, Robinson etc.), denn diese sind in ihrem fliegbaren Bereich stärker eingeschränkt und führen deshalb den "fliegbaren Tunnel" am besten vor.
Am Anfang steht vor allem sehr präzises Schweben. Das bedeutet NICHT, dass man irgendwelche kleinen Schräglagen mit zackigen Ausschlägen wieder wegregeln soll, sondern sich antrainieren muss, Schräglagen SEHR FRßH zu erkennen, um dann mit kaum wahrnehmbaren Ausschlägen zu korrigieren.
Das ganze soll ruhig wirken. Das bedeutet aber zum Beispiel auch, dass man lieber mal einen Kompromiss macht, was den genauen Landeort angeht. Wenn nicht grad ein einges Helipad angeflogen werden soll, dann landet man lieber da, wo der Heli grad freiwillig ruhig steht und nicht dort, 50cm weiter, wo man eigentlich ursprünglich landen wollte.
Auch beim Abheben muss es gemächlich zugehen. LANGSAM Pitch geben. Wenn der Heli dann weich auf den Kufen wird, muss das Heck unter Kontrolle gebracht werden, BEVOR der Heli abhebt.
Die Kufe auf der Seite des VORLAUFENDEN Blattes hebt zuerst ab! Da kann der Scale-Pilot ggf. mit etwas Rollausschlag nachhelfen. Auch die Nase muss ggf. etwas hochgenommen werden Danach geht es bittte SENKRECHT in den Schwebeflug im Bodeneffekt, und nicht irgendwie schief und krumm.
Wenn man "rückwärts ausparken" muss, dann wird der ordentliche Scale-Pilot RßCKWßRTS eine Höhe einnehmen, welche etwa 1/4-1/3 Rotordurchmesser ßBER der Höhe liegt, welche er im VORWßRTSflug nehmen würde... wegen der Bodenfreiheit des Heckrotors.
Abgeflogen wird auf Flugplätzen wie mit dem Flächenflieger auch: von der STARTBAHN! Ein Losbrettern vom Parkplatz aus ist zwar bei den großen auch nicht unbedingt ungewöhnlich, aber wer Scale fliegen will sollte seinen zuschauern die "Schmankerl" nicht verwehren:
So sieht dann die Scale-Departure aus
-langsam hochdrehen und bei einer Drehzahl unterhalb der späteren Solldrehzahl verharren (idle-up, ßl wird erwärmt etc.)
-Hochdrehen auf Flugdrehzahl
-Punkt für Punkt abheben (beim rechtsdrehenden Rex also zuerst vorne links, dann hinten links... ein weiches Ladnewerk ist von Vorteil). Das sollte insgesamt so 2 Sekunden dauern... der motorisch schwerste Teil der ganzen Aktion.
-Schwebeflughöhe einnehmen und kurz warten.
-Schwebeflughöhe vergrößern und rückwärts ausparken,
-180°-Drehung (nach RECHTS, da sieht der Pilot ggf. mehr) und alte, niedrigere Schwebeflughöhe einnehmen
-langsamer Air-Taxi (flottes Schrittempo) bis zum Rollhalt neben der Bahn.
-Im Schwebeflug an der Einmündung zur Bahn Abwarten (Startfreigabe abwarten)
-Auf Bahn eindrehen, kurz verharren, Nase langsam runter unt weeeeenig mehr Leistung geben.
-Fahrt aufnehmen und mit 40% der Maximalfahrt in einen schönen, flachen Steigflug gehen. In Bahnrichtung bleiben.
<ZITAT ENDE>
Kurt







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