Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hehe, habs überlesen mit dem Bruch.Zitat von konstantin1288 Beitrag anzeigen
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Meist wird bei den Berechnungen vergessen, dass die Zugkraft, die auf die Schraube wirkt sich aus Vorspannkraft + Zugbelastung am Blatthalter zusammensetzt.
Ich habe mir eben mal schnell den Spaß für eine M5 12.9 angeschaut.
12.9 bedeutet, dass die Streckgrenze:
12 MPa*100*0.9=1080 MPa
ist.
Der Spannungsquerschnitt einer M5 ist 14.2 qmm.
Somit ergibt sich eine maximal zulässige Kraft von F=Streckgrenzspannung/Spannungsquerschnitt = 1080 MPa / 14.2 qmm = 15336 N.
Wenn man jetzt schaut, dass die korrekte Vorspannung einer M5 12.9 rund 10000 beträgt, bleiben als zusätzliche Zugbelastung durch den Blatthalte nur noch rund 5000 N über. Die Sicherheiten sind also nicht groß. Dann muss man noch bedenken, dass viele Leute die Schrauben sicher stärker als richtig anziehen.- East Coast Heli Team -
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Das stimmt für den Anwendungfall Blattlagerwelle nun aber mal gar nicht. Die 8.8 hat eine Streckgrenze von 640 MPa und die 12.9 von 1080 MPa. Die 12.9 ist immer vorzuziehen.Zitat von konstantin1288 Beitrag anzeigenWobei noch zu erwähnen ist, dass Gerüchten zufolge die Wahl zwischen 8.8 und 12.9 (bei guten Schraubenherstellern ) eigentlich egal ist.
Gute Schraubenhersteller setzen einfach mal voraus.
Ich knalle mittlerweile die Schrauben für die BLW auch nicht mehr so stark an wie früher. Das Loctite hindert die Schraube schon stark am Lösen und die Zugkraft durch die Blatthalter kann dann auch gerne mal größer sein.
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konstantin1288
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Was ich sagen wollte ist, dass die meisten Hersteller das selbe Ausgangsmaterial zur Fertigung der Schrauben verwenden, das Material also die gleichen Festigkeitswerte aufweist. Der Hersteller sichert sich bei den höheren Güteklassen mit intensiverer Qualitätskontrolle ab. Nur wo 12.9 drauf steht, darf man natürlich auch von min 12.9 ausgehen, nicht andersrum.Zitat von flyingchris1987 Beitrag anzeigenDas stimmt für den Anwendungfall Blattlagerwelle nun aber mal gar nicht. Die 8.8 hat eine Streckgrenze von 640 MPa und die 12.9 von 1080 MPa. Die 12.9 ist immer vorzuziehen.
Gute Schraubenhersteller setzen einfach mal voraus.
Ich knalle mittlerweile die Schrauben für die BLW auch nicht mehr so stark an wie früher. Das Loctite hindert die Schraube schon stark am Lösen und die Zugkraft durch die Blatthalter kann dann auch gerne mal größer sein.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Pauschal kann man aber nicht sagen NIEMALS 8.8er Schrauben...
Es kommt doch auf den jeweiligen Anwendungsfall an, ob eine 8.8er reicht, oder ob man sogar eine 10.9er oder sogar 12.9er nehmen MUSS.
Einfach zu sagen eine 12.9er ist in jedem Fall besser, ist auch der falsche Weg.
Denn eine 12.9er kann bei falscher Anwendung (Anzugmoment/Belastung in Betrieb) auch gern mal abreißen, wo eine weichere es vielleicht mitmachen würde.
Bei meinem kleinen Speed 450er z.B. sind 8.8er in 2,5mm in der umgebauten BLW.
Das hält seit über 150 Flügen perfekt. Bei 4200U/min.
Auf Anraten eines deutschen Herstellers sind dort 8.8er verbaut. 12.9er wurden in dem Fall sogar eher abgeraten, da die 8.8er auf jeden Fall die Kräfte halten können.
Am einfachsten ist es aber, die Originalschrauben des Herstellers zu benutzen, dann kann man sich diese Diskussion i.d.R. sparen.
Gruß HolgerT-Rex 250, 450, 600, Bell 212 Twin Jet, Three Dee V4, MP V91, TDR, TDR 2, TDF, TDS, TDSF
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Also das mit Sicherheit nicht. Wenn man ne Kaffeemaschine zusammenschraubt oder ein Biliiges Fahrrad dann stimmt das schon. Das Thema Schrauben ist schon bisl komplexer aber egal. Immo hab ich das Gefühl das zuviel im Tabellenbuch Metall reingeschaut wurde. Aber selbst bei einem hochwertigen Fahrrad wird kein Hersteller sagen wir nehmen überall 8.8 oder 10.9 . Weil einfach die Anforderungen anders sind.Zitat von konstantin1288 Beitrag anzeigenWas ich sagen wollte ist, dass die meisten Hersteller das selbe Ausgangsmaterial zur Fertigung der Schrauben verwenden, das Material also die gleichen Festigkeitswerte aufweist. Der Hersteller sichert sich bei den höheren Güteklassen mit intensiverer Qualitätskontrolle ab. Nur wo 12.9 drauf steht, darf man natürlich auch von min 12.9 ausgehen, nicht andersrum.
Aber wie schon erwähnt, die Schrauben vom Hersteller nehmen oder von einem Fachhändler.
Hehe, aber ziemlich geil die aussage.... Also wen bei mir nen Schrauben Händler kommt und sagt, könnten 8.8 oder 10.9 oder wenns Glück Hast 12.9 sein wird der vom Hof gejagt. Punkt aus Schluss. Aber liegt auch sicherlich daran das ich keine Kaffeemaschine berechne.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hi Helino und Konstantin,Zitat von Helino Beitrag anzeigenDie Schraube wird schwellend belastet und nicht dynamisch.
Könntet Ihr bitte mal erklären, wie die schwellende Belastung an der Blattlagerwelle, bzw. den Schrauben zustnde kommt?
Gruss Reimund
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hop stell dir nen null Punkt vor. Leg ein Lineal flach auf einen Tisch, das die hälfte des Lineals im freien ist. Das Lineal liegt dann parallel mit der freien Fläche zum Tisch. Jetzt nimm einen Finger und Drücke das Lineal runter und lass den Finger und minder den Druck so dass das Lineal wieder auf die Parallele ist. Das ist die schwellende Belastung. Würdest du den Finger jetzt abwechselnd oben und unten anlegen und das Lineal sowohl im Minus Bereich ( nach unten) und im positiven Bereich (nach oben drücken) wäre es eine Dynamische Belastung. Ich gehe jetzt mal weiter, würdest du nur soviel Druck ausüben das sich das Lineal nicht verbiegt wäre das eine Stastische Belastung. Da kommst du nicht über das widerstandsmomment des Material hinaus.
Bei der Schraube in diesem Fall heißt das, nur Zug Belastung. Also schwellend.
Hoffe das ich das einigermaßen Plausibel erklärt habe.
Zustande kommt die schwellende Belastung durch das Gewicht der Blätter und der Drehzahl.Zuletzt geändert von Gast; 13.08.2014, 20:27.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hi,Zitat von flyingchris1987 Beitrag anzeigen...Somit ergibt sich eine maximal zulässige Kraft von F=Streckgrenzspannung/Spannungsquerschnitt = 1080 MPa / 14.2 qmm = 15336 N.
Wenn man jetzt schaut, dass die korrekte Vorspannung einer M5 12.9 rund 10000 beträgt, bleiben als zusätzliche Zugbelastung durch den Blatthalte nur noch rund 5000 N über.
Da muss ich widersprechen.
Ich nehme an, mit 10000 meinst Du 10000N, oder?
Das bedeutet, die Schraube ist soweit vorgespannt, dass der Querschnitt der Schraube (unter dem Schraubenkopf) eine Zugkraft von 10000N überträgt/ausübt. Wird die Schraube nun durch die Fliehkraft der Blätter belastet, ändert sich an der Spannung in der Schraube erst etwas, wenn die Zugkraft (hervorgerufen durch die Fliehkraft der Blätter) die genannten 10000N übersteigt.
Jetzt ist die Vorspannkraft quasi aufgehoben, der Schraubenkopf hat quasi keinen Kontakt mehr zur darunterliegenden Scheibe, die Kraft geht komplett in die Blätter (über die Blatthalter).
Gruss ReimundZuletzt geändert von tiepel; 13.08.2014, 20:32.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hi Helino,
Der Unterschied zwischen schwellender Belastung und dynamischer Belastung ist mir bewusst.
Meine Frage ist aber, wie Du die schwellende Belastung an der Blattlagerwelle siehst.
Gehen wir von konstanter Drehzahl (und vibrationsfreiem system) aus, haben wir es an der Blattlagerwelle quasi (annähernd) mit einer statischen Belastung zu tun.
Gruss Reimund
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Entschuldige ich will dich nicht angreifen oder dich in Frage stellen. Ich möchte das nur richtig stellen.Zitat von Joe Beitrag anzeigen1.) Oh mann, erschiess mich bitte weil ich die Formulierung falsch gewählt hab....
2) Dauerbruch / Schwingbruch hab ich ja selber geschrieben
3) woh steht das mit der plastischen Verformung? Von der Erfahrung her weiß ich, dass das eine Schraube schon ne Weile mitmacht, je weicher desto länger....
Ich habs sogar mal live gesehen alsn Kollege am Hydraulikprüfstand nen Zylinder bis zur Zerstörung überlastet hat... da waren längere Schrauben als Stehbolzen und die hats richtig durchgewalkt.. hat ausgesehen als ob sich kleine Tierchen unter der Oberfläche bewegen.....
Aber du hast es schlichtweg nicht begriffen.
Eine Plastische Verformung hat nix mit dem Ermüdungsbruch zu tun. Der ermüdungsbruch tritt bei wesentlich geringeren Kräften ein als das Material verkraften kann. Jetzt ganz wichtig: das Gitter des Materials wird nicht verformt, bzw geht zum Ursprung zurück. Hier wird nicht über das erwähnte Rp0,2 belastet oder auch Sigma Zd genannt. Hingegen wenn man das Material über die Rp0,2 belastet ist das Kristallgitter im Arsch.( im warsten Sinne des Wortes). Und na klar hält es dann noch, wenn du zB nur 100N drüber bist. Was soll es den sonst machen? explodieren?
Nix für ungut, aber du solltest mal das Tabellenbuch Metall lesen. Ist echt nicht böse gemeint.
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hallo Tiepel, ganz genau genommen nicht. Da die Drehzahl ja nicht sofort und immer 100% konstant ist nö. Es ist eine Schwellende Belastung.
Aber zurück zum TE. Da wirst du wohl ein Griff ins Klo gemacht haben mit den Schrauben. Besser ist echt beim Schraubendealer zu Kaufen bzw die Originalen.Zuletzt geändert von Gast; 13.08.2014, 20:56.
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Jugend forscht.
Hier könnt Ihr eine Gemeinschaftsdoktorarbeit über die Festigkeit von Schrauben an der Blattlagerwelle lesen.
Jungs, geht`s noch?
So langsam streitet Ihr um des Kaisers Bart!
[FONT="Arial Black"][/FONT]GruÃ?-Helmut
Jeder hat das Recht auf meine Meinung!
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Helino
AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Jop, das ist vollkommen korrekt. Sonst wäre es ja Sinnfrei.Zitat von tiepel Beitrag anzeigenHi,
Da muss ich widersprechen.
Ich nehme an, mit 10000 meinst Du 10000N, oder?
Das bedeutet, die Schraube ist soweit vorgespannt, dass der Querschnitt der Schraube (unter dem Schraubenkopf) eine Zugkraft von 10000N überträgt/ausübt. Wird die Schraube nun durch die Fliehkraft der Blätter belastet, ändert sich an der Spannung in der Schraube erst etwas, wenn die Zugkraft (hervorgerufen durch die Fliehkraft der Blätter) die genannten 10000N übersteigt.
Jetzt ist die Vorspannkraft quasi aufgehoben, der Schraubenkopf hat quasi keinen Kontakt mehr zur darunterliegenden Scheibe, die Kraft geht komplett in die Blätter (über die Blatthalter).
Gruss Reimund
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AW: Niemals 8.8er Schrauben, oder wie weit kann euer Heli ohne Rotorblätter fliegen
Hi,Zitat von Helino Beitrag anzeigen. Da die Drehzahl ja nicht sofort und immer 100% konstant ist nö. Es ist eine Schwellende Belastung.
Die Belastungspausen kann man aber nicht einrechnen.
Aber lassen wir es dabei. Das System "Rotorkopf am RC-Heli" ist in irgendeiner Form eine Art "dynamisches System", schwellende Belastung ist mit Sicherheit nicht komplett falsch. Wenn man aber den Angaben des Herstellers folgt, passt es schon.
Gruss Reimund
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Schraube reißt weil Loctite noch feucht
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