pünktlich zu Weihnachten am 23.12. hat der gute Paketmann mit den Hobbyking 90er gebracht. Hier eine kurze Zusammenfassung. Am 01.12 habe ich umgerechnet 206,- Euro incl. Versand überweisen. Der Zoll hat noch mal 49,67 Euro für Steuer und Zoll verlangt die ich beim DHL-Mann an der Haustüre bezahlt habe. Paket wurde vom Zoll geöffnet und wieder ordentlich verschlossen.
Im Paket selber war alles ordentlich nach Baugruppen in Tüten verschweißt. In Tüten mit mehreren Kleinteilen wurde hier noch mal zusätzlich innerhalb einer Tüte verscheißt um den Durchblick zubehalten. Verwundert war ich, das der Heli sehr weit vormontriert angeliefert wurde. Das Chassis ist mit allen Umlenkhebeln bereits fertig und alle Schauben sind mit Schraubensicherung versehen und bombenfest. Bei der Schraubenqualität gibt es nichts auszusetzen, auch die Anzahl hat gepasst. Schrauben wo noch selber Hand angelegt werden muss sind nur locker eingedreht z.B. da wo die Heckstreben noch montiert werden müssen. Die sind auch schon fix und fertig zum anbauen.
Das Heck und der Rotorkopf ist auch schon komplett montriert und sehr spielfrei incl. der Taumelscheibe. Die Heckrotorwelle ist mit 6mm sehr massiv. Das Hauptgetriebe war etwas fummelig, da ein weiterer Stellring unter dem zweiten Domlager und Riemenrad montiert werden muss. Es geht hier sehr stramm zu, wodurch es nicht einfach war die Teile fluchtend auszurichten um die Hauptrotorwelle durchzustecken. Erfreulicherweise war auch ein 80ml Headertank dabei der auch wie der Haupttank schon die Schläuche und Tankpendel verbaut hatte. Der Tanknippel am Header hat ist sogar aus Metall und macht einen dichten Eindruck. Alle Spritschläuche sind passend abgelängt und werden sauber an einigen Stellen durch das Chassis mit dicken Gummis in den Chasisbohrungen geführt. Echt sauber gemacht. Vorher hatte ich mir Gedanken gemacht wie denn die Verbindung zwischen Motor und Lüfter hergestellt wird, ob mit Konus oder mit Passfeder, beides ist auf der Baunaleitung nicht zu erkennen. Ganz einfach, der Kunststofflüfter hat innen das Gewinde von der Kurbelwelle und wird einfach aufgeschraubt und mit der Mutter gekontert. Die Kupplungsnabe ist aus Alu und mit dem Lüfter zusammen gespritzt, also alles ein Teil aus zwei Materialien. Der Lüfter misst 62mm im Druchmesser und hat im Schacht rundherum noch reichlich platz. Ich hoffe das die Kühlleistung im Sommer ausreichend ist, wenn nicht hat man hier genügend Spielraum für einen größeren Lüfter.
Auch schön sind die biegsamen Schellen am Heckrohr für die Heckanlenkung, hier kann entweder der 2mm Stahldraht oder eine 4mm CFK-Anlenkstange darin geführt werden. Ich habe mich für die CFK-Stab Variante entschieden. Ein 2mm Stahldraht liegt fertig bei.
Klasse ist auch das alle Anlenkgestänge bereits fertig verschraubt und abgelängt dabei liegen. Die gedruckte Bauanleitung lässt hier keine Fragen offen wo was hinkommt. Ich musste lediglich hier und da eine Umdrehung hin oder her machen um auf das in der BA beschriebene Maß zu kommen. Meine Fingerkuppen waren bei diesem Bau sehr entspannt :-) Sehr gefreut habe ich mich auch über die massiven Kugelpfannen, sie haben eine bedruckte Außenseite sodass klar ist, wie rum sie aufgeklipst werden. Beim ersten Aufklipsen mit meiner Kugelkopf-Zange aus Metall habe ich zuerst gedacht das sie den Geist aufgibt da die Pfannen sehr schwer aufzuklipsen sind. Einmal drauf, laufen sie in sehr sehr leicht und haben in axialer Richtung dennoch kein Spiel. Hier können sich nahmhafte Kugelpfannenhersteller mal eine Scheibe von abschneiden, die Pfannen sind echt klasse.
Positiv fand ich auch das Klettband und kleine Schwarze Kabelbinder zur Akku / RC.-Befestigung mit dabei liegen. Einen antivbrations Heckstrebenverbinder gibt es auch :-) ßberaus erfreut war ich auch über das komplette Servobefestigungsequipement wie passende M2,5 Inbusschrauben in schwarz mit Stoppmuttern und silbernen Alusservoplättchen. Somit waren die Servos auch ruckzuck drin. Das einzigste was nicht auf anhieb gepasst hatte war eine Bohrung in der G10 Chassis-Bodenplatte, hier musste ich die M3-Schraubenbohrung etwas auffeilen damit die Schraube passt. Vielleicht hätte es auch gereicht wenn ich die Platte umgedreht hätte !!!. Das rote Spritzguss Hauptzahnrad mit 91Z hat auch eine leichte Unrundheit die sich beim Durchdrehen leicht bemerkbar macht. Ich bin mir sicher das sich das nach dem Erstflug eingelaufen hat. Etwas unschön ist auch die Haube die nicht sooooo ganz sauber lackiert ist wie man es von namhaften Herstellern gewohnt ist. Im Bereich der vier Bohrungen ist der Lack ein wenig eingerissen und der weisse Lack ist auch etwas dunkel ausgefallen, Typ Cremeweis. Gut dimensionierte Haubengummis mit vier schwarzen Rändelschrauben liegen bei und müssen selber eingepasst werden. Im RC-Vorbau aus Glasfaserverstärktem Kunststoff ist viel Platz und es gibt unzählige Schlitze und Durchbrüche für Klettbänder und Kabelbinder. Das ganze ist so geschickt gemacht das man fast alle Kabel innen verschwinden lassen kann.
Ich werde heute noch den optischen Sensor vom Drehzahlregler anbringen. Magnete für Hall-Sensoren kann man entweder in der Kupplungsglocke oder im Lüfterrad einkleben, hier sind jeweils zwei Vertiefungen dafür vorgesehen.
So fertig aufgbaut ist der TZ-V2 90 schon ein richtig großer Junge der meinen anderen 90er dagegen klein wirken lässt. Grob mal gewogen kommen mit Blättern und Haube 4600 Gramm trocken auf die Waage, was ich bei der Größe akzeptabel finde. Alles in Allem ist der TZ kein für rund 250,- Euro ein sehr hochwertiger Heli der sich in vielen Details vor keinem Namhaften verstecken muss. Ob er sich in Summe beweist kann ch nach ein paar Flügen sagen. Vorab würde ich schon mal eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Anbei ein par Bilder vom Bausatz vor dem Bau. Die Bilder vom kompletten Heli muss ich heut noch machen.
Frohe Weihnachten



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