sehr gerne, mich hat schon immer interessiert was hinter den Dingen steckt. Einfach nur mit etwas zufrieden sein, funktioniert bei mir eher wenig. Ich möchte verstehen warum etwas ist wie es ist oder funktioniert wie es funktioniert. Dies ist demnach auch bei meinen Modellen so und hier hat mich der Seven im ganz besonderen abgeholt. Soviel kompromisslos gute Ideen, wie an der Seven Mechanik umgesetzt wurde, sowas kenne ich von keinem anderen Modell. Manches ist versteckt, anderes offensichtlich und so habe ich Dino den Bauch mit Fragen durchlöchert. Hier habe ich vermutlich Dinos Geduld mehr wie einmal hoch strapaziert, aber letztendlich hat der Wissenstransfer meine Freude an dem Heli gesteigert. Von daher war ich diesbezüglich egoistisch. Meines Erachtens ist es gut und auch richtig von dem eigenen Modell überzeugt zu sein. Deswegen rede ich aber jetzt nicht bei z.b. den Banshee Piloten mit und versuche dort die Unterschiede zu erklären, warum z.b. ein Diabolo doch viel cooler ist. Nein, das mache ich nicht, weil ich den Banshee überhaupt nicht verstanden habe und keine umfassende Kenntnisse über die Konstruktionsdetails und deren Hintergründe besitze. Deswegen ist es mir auch wichtig, dass diejenigen welche sich für den Specter interessieren, sich doch bitte in eigenen Threads austauschen. Hier geht es um den Seven und den Erfahrungen damit.
Anbei habe ich dir ein Bild von einem meiner Seven Trainingsflüge gemacht. Hierbei ging es mitunter um Autorot Übungen ohne Landung. Wie man gut erkennen kann, geht das bis zu einem gewissen Punkt, dann habe ich das Bonbon zerbissen und musste mich kurz abreagieren um danach wieder weiter zu üben. Ein klassicher "an den Nerven zehrender" Trainingsflug eben. Der Aureus ist bei 200A limitiert. Mir geht es nicht um Poser Peaks sondern um eine fortlaufende Nutzung. Am Ende des Fluges wartet ja schon der nächste volle Akku auf den Seven.
Bildschirmfoto 2024-11-16 um 21.01.00.png
Dino, wirklich auffällig wurden nur die Lager der Heckrotorwelle. Die habe ich mittlerweile mehrfach getauscht. Das merkte ich meist, wenn die Maschine ausläuft. Die Lebenserwartung der Heckrotorwellen-Lagerung konnte ich mit dem Riemenspanner etwas korrigieren. Wenn der Spanner etwas mehr Weg bis zum Anschlag hat, dann leben die Lager scheinbar etwas länger. Das Durcklager der Zwischenwelle musste ich nicht mehr tauschen, seit ich das Langzeit MOS Fett da drin habe. Das Lager habe ich damit so voll wie möglich gemacht und die Zwischenwelle dann bis zur oberen Kante durchgeschoben. So ist das Lager fast schon geschlossen und das schwarze Fett tritt nicht aus. Ich prüfe das aktuelle Durcklager auf Wärmeeinbringung regelmäßig mit dem Finger. Deine Empfehlung zum Trotz, habe ich hier einen bequemen Weg gesucht. Bisher läuft das Drucklager unauffällig. Nachgeschmiert habe ich seit der Mos Fett Füllung auch nicht mehr. Sollte mein Jugend forscht Projekt in die zweite Runde gehen müssen, habe ich mir eine Lager-Reserve angeschafft. Ich muss aber dazu sagen, dass mein Setup zwischenzeitlich deutlich milder geworden ist, wie es zu Beginn einmal war. Was der Heli kann, habe ich mittlerweile verstanden, jetzt geht es mir mehr um den Dauerbetrieb. Wobei weniger die Mechanik Stress mit Verschleiss hat, als vielmehr die Komponenten. Motorenlager und Servogetriebe ist der Flaschenhals.

Ich mag schön gemachte Mechanik, zB wenn ein Getriebe fein samtig läuft. Und einen schönen Heli behalte ich auch jahrelang, was durch dein Bild noch unterstützt wird.

Kommentar