Erst heisst es "made in Germany", dann Komponenten auch aus China. Nun made in Italy und die Teile müssen nun doch nach China geschickt werden *Kopf kratz*. Jedenfalls haben wir jetzt ein Kit bekommen und auch gleich mit dem Zusammenbau begonnen.
Erster Eindruck Anleitung:
Die Anleitung ist detailliert was den Zusammenbau betrifft. Leider enthält Sie jegliche Informationen über Einstellung und Inbetriebnahme vor:
- Spannen und Einstellen der Riemen > Fehlanzeige
- Justierung des Motorträgers > Fehlanzeige
- Vorschläge Drehzahlen > Pitchkurven > Fehlanzeige
- Sicherheitstipps > Nada
Erster Eindruck Teile:
Schlecht gefinischte und grob geschlichtete Ausführung der Metallteile, wo an manchen stellen sehr lieblos "SAB" eingefräst wurde.
Billigste Glasfaser die als "Dekorfinish" mit einer Kohlefolie dekoriert wurde.
Das wabbelige Chassis in 1,4mm Faserverbund auf dem beim Flug das gesamte Gewicht der Akkus und Rahmenkonstruktion ruht hat nach unten keinerlei Versteifungen.
Die Motorlagerung und die seltsame "Spannvorrichtung mit zwei Kugelschreiberfedern" ist ein schlechter Witz für einen Heli der 700er Klasse.
Der aber sofort vom "Heck" getopt wird > Ein billligst ausgeführtes GFK Stanizel in dem ein Riemen läuft den wir nicht mal in einen 450 einbauen würde. Der Riemen soll so die Auskunft des Händlers mit der Spannrolle mit einer weiteren Kugelschreiberfeder gespannt werden. Hier haben sich wohl die Chinesen den aktuellen Trend der "Vibrationsdämpfer" angesehen und nahmen an, dass damit der Riemen gespannt werden soll. Das kleine Ding mit seinem Federchen klappt jedenfalls schon weg wenn man der Riemen mit Hand andreht
.Weiterer kapitaler Fehler: Leider haben die Jungs übersehen, dass auf der gegenseite der Riemen UNBEDINGT in einer Doppelführungsrolle geführt werden muss da er sonst abspringt. Zusammen mit der "Spannvorrichtung" ein absolut lebensgefährliches "Duo".
Dann die "Anlenkung" des Hecks. Hier wird klar, dass der "Konstrukteur" nicht mal ansatzweise verstanden hat warum manche Hersteller als Anlenkstange Carbonstäbe verwenden. Man kann darüber diskutieren ab Modehype oder die geringere Masse bei sehr schnellen Anlenkungen Sinn macht. Sicher ist aber meine Herren: Ein Carbonstab darf nicht auf Biegung belastet werden und muss daher präzise geführt werden. Die eine kleine PVC Klammer in der Mitte des Stanizels ist jedenfalls keine Führung. Das Einzige was die tut ist das ungeschützte Carbon aufzuscheuern. Hier sei der Hinweis erlaubt: Carbon ist ein unter Hochdruck mit Expoidharz pultrodierter Faserverbundwerkstoff und daher an der Oberfläche reibungsempfindlich. Bitte Hier mal ALLE Lösungen am Markt genau ansehen und überlegen "walum die Helstellel wohl die Stange in Alu laufen lassen?". Bitte da mal den GAUI X7 ansehen wie sowas gemacht wird. Hmmm.
Die Hauptrotorwelle ist ausgeführt wie ein Abfallteil aus einer drittklassigen Autowerkstatt: Ratter und Schlagmarken wohin das Auge sieht. Auch im Bereich der Taumelscheibe
.Kommen wir zur Taumelscheibe: Hier wird es aus unserer Sicht echt lebensgefährlich: Die Führung ist tatsächlich in Polyamid ausgeführt, welches bereits im Auslieferzustand verdrückt ist. Wir wollen uns nicht vorstellen, was diese Plastikführung macht wenn der Rotorkopf anläuft und die Blätter sich (bei einem 700er Heli!!!!) ausrichten.
Die Haube OH ßBERRASCHUNG kommt nicht etwa von SAB (was wir hofften) sondern von CANOMOD. Leider machen die Jungs keine Haubenbefestigungungen daher sind die beiliegenden Haubenschrauben gerade mal als Notlösung tauglich: Die Schrauben werden einfach von aussen in die grob ausgefransten (leider ab Werk) "Löcher" gesteckt. Dabei aufpassen, dass die einfach eingelegten 2 O- Ringe nicht rausfallen und schnell reingeschraubt. Nimmt man die Haube ab so fallen die Schrauben und die O-Ringe einfach ab. In der Haube befestigt > Iss nicht. Also die Schraubingers fluggs "in die Hosentasche" gesteckt
.Tatsache: Das einzige was hier von SAB kommt sind erwartungsgemäß die Hauptrotorblätter. Selbst die Heckblätter *WUT* sind aus GFK!!! und schwarz überlackiert. Da scheuert das "Kohlefaserimitat" schon bei der Erstmontage in den Blatthaltern ab und entlarvt ist der Originalwerkstoff.
Wir werden dieses "Meisterwerk" deutscher Ingenieurskunst in der nächsten Woche in unserem "Schleuderbunker" mal in Betrieb nehmen und berichten.
Galuwen



Kommentar