... der offiziellen Weiterentwicklung dieses Klassikers.
Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige, dem das so geht: Man gibt sich mit Feuereifer an ein Projekt, arbeitet emsig daran weiter, doch irgendwann kommt
etwas dazwischen, das wichtiger/eiliger/interessanter ist, so dass man das begonnene Projekt "kurzzeitig" unterbrechen muss - doch dann bekommt man für
eine viel längere Zeit, als ursprünglich beabsichtigt, einfach "nicht mehr die Kurve" daran weiterzuarbeiten.
So ging es mir mit diesem Modell.
Zudem hatte ich mir vorgenommen, nur noch an Modellen zu bauen, wenn ich wirklich Lust dazu habe, im Gegensatz zu früher, wo im beruflichen Alltag stets
irgendwelche Modelle fertig werden mussten.
Wie auch immer: Jetzt ist bei mir wieder Bell 212 TwinJet angesagt:
Während der Unterbrechung der Arbeit an diesem Modell traf der GfK-Beschlagsatz von Ewald Glanzer ein. Die Teile sind wirklich sauber gefertigt, mit
einwandfreier weißer Deckschicht. Mir ging es hauptsächlich um den Rumpfdeckel, der ursprünglich tiefgezogen war und mit einem Versteifungsgerüst versehen
werden musste. Ich habe darüber hinaus noch den Rand mit einem dünnen Glasgewebeband verstärkt, das auf der Unterseite mit dünnflüssigem Cyanokleber
aufgebracht wurde und das verhinderte, dass das ABS unter dem Druck der Schrauben mit der Zeit brüchig wird und Sprünge bekommt.
All das ist bei dem Deckel von Ewald nicht erforderlich: Er besteht aus einer Kohlefasermatte, die auf die weiße Deckschicht laminiert wurde, so dass man
lediglich die Unterseite des Deckels plan schleifen muß (eigentlich nur den Rand). Ein Verstärkungsgerüst ist ebenso überflüssig, wie eine Verstärkung der
Befestigungsbohrungen.
Normalerweise wird der Deckel auf den Rumpf gelegt und ausgerichtet; dann bohrt man die Befestigungslöcher gleichzeitig durch Deckel und Auflage am Rumpf,
so dass sie in jedem Fall fluchten. Bei einem zu restaurierenden Rumpf aber sind meist die Einschlagmuttern für die Befestigung des Deckels schon angebracht,
so dass man sie nun auf den Deckel übertragen muss.
Nach einigem ßberlegen habe ich einen einfachen Weg gefunden: Auf dem Rumpfrücken habe ich ein Stück Transparentpapier über die ßffnung gespannt und mit
Tesafilm fixiert. Die durchscheinenden Bohrungen habe ich dann mit schwarzem Filzstift auf das Transparentpapier übertragen. Mit Tesa Fotostrip (ein sehr dünnes,
doppelseitig klebendes Klebeband) habe ich dann den Deckel korrekt ausgerichtet auf das Transparentpapier geklebt und die Tesafilm-Streifen vom Rumpf entfernt.
Jetzt klebte das Tranparentpapier auf der Unterseite des Deckels, so dass ich ihn lediglich herumdrehen musste und die Bohrungen von der Unterseite her durch die
Markierungen hindurch anbringen konnte - es passte auf Anhieb.
(wird fortgesetzt)
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