Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

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  • Running Man
    Gast
    • 04.11.2002
    • 5538
    • Markus
    • Rhein-Main

    #46
    AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

    Von Grafitspray wird allgemein abgeraten, weil die Haltbarkeit des Riemens angeblich darunter leidet. Lediglich Silikonöl wird hier und da verwendet, das aber, um die Lebensdauer des Riemens zu verlängern.

    Ich verwende nichts von alledem.

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    • dh7lk
      Member
      • 29.06.2007
      • 260
      • Lutz
      • Saarmund bei Berlin

      #47
      AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

      @ Scholli, habe die gleiche Erfahrung, bei trockener Luft ist das ganz besonders schlimm, Gruß aus der saudischen Wüste, Lutz.

      Z. Info einen Artikel, den ich wort- und bildgleich im VStabi Forum auf Anfrage eingestellt habe, hat aber nichts mit dem VStabi selber zu tun:


      Allg. Anleitung Potentialausgleich

      Das Grundprinzip ist: Der Heli besteht aus Kunststoffteilen, die sind ein recht guter Isolator und einigen Metallteilen, diese sind sehr gute Leiter. Durch die bewegten Teile, ganz besonders der Heckriemen, kann es zur Ladungstrennung kommen und verschiedene Teile des Helis bekommen stark unterschiedliche Potentiale. Irgendwann kann die Differenzspannung zwischen den Teilen derart hohe Werte annehmen, das es zur Entladung, Durchschlag (Funken, Blitz) kommt. Dies ist störend, wenn es unglücklicher Weise in der Nähe oder sogar direkt in die Teile der Fernsteuerung (Servos, Kabel, VStabi etc.) einschlägt. Typisch für diese Entladungen sind unregelmässige Störungen, ''Zucker'', im schlimmsten Falle Zerstörung. Auch kann der Empfänger ausserTritt geraten und geht trotz geringer Entfernung in Fail Safe. Diese Aufladungen und die damit verbundenen störenden Entladungen sind bei trockener Luft eher als bei feuchter Luft anzutreffen. Mal isses, mal isses net...

      Wer sich für die Theorie interessiert findet bei wikipedia.org unter dem Stichwort ''van-de Graaff-Generator'' eine nette Erklärung samt Skizzen, die sich auf fatale Weise dem Riemenantrieb und Heckrotor unserer Helis gleichen!

      Abhilfe: Sinn der ganzen Massnahmen ist es, das Aufladen auf unterschiedliche Potentiale zu vermeiden, indem alle Bauteile, die ein unterschiedliches Potential annehmen könnten, leitend miteinander verbunden werden. Somit können die unterschiedlichen Potentiale ausgeglichen werden, es kommt nicht zu ßberschlägen. Die dabei fliessenden Ausgleichsströme sind sehr sehr gering. D.h. es reichen sehr kleine Drahtquerschnitte aus, bestimmend ist eher die mechanische Festigkeit der Verbindungen.
      Die wichtigste Verbindung am ''van-de-Graaff-Generator-HECK'' ist das Heckrohr.
      Die Aluminiumoxidschicht der Heckrohre ist NICHT-leitend, also entweder abschmirgeln, bis man auf blankes Alu kommt oder z.B. durch eine Schraube mit dem Aluminium eine Verbindung herstellen.
      Beim Logo 600 in der Karbonversion kann man sehr einfach die Achse der Andruckrolle mit dem Heckrohr verbinden, siehe Foto. Das abisolierte Ende z.B. zwischen Heckrotorhalterung und einer freigeschirgelten Stelle des Heckrohres einklemmen.
      Bei einem Karbonrohr muss die klare Harzdeckschicht vorsichtig abgeschirgelt werden, ähnlich wie am Alurohr, um auf die leitende Kohlefaserschicht mit dem Draht zu kommen.
      Der gleiche Vorgang dann am anderen Ende des Rohres kurz vor dem Rumpfeintritt. Im Foto erkennbar: Der Draht ist mehrmals um das freigeschmirgelte Rohr gelegt. Die hässliche Stelle ist mit schwarzem Isolierband und 2 Kabelbindern abgedeckt, für hübschere Lösungen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
      Der Anschlußdraht (besser -Litze) geht zum Motorgehäuse oder zur Motorplatte. Egal wie, es sind wieder die leitenden Teile zu verbinden.
      SEHR WICHTIG: Den Erfolg der ganzen Aktion kann und sollte man unbedingt messen.
      Mit einem Vielfachinstrument, das sollte wohl jeder haben, wird im Widerstandsmessbereich der Widerstand zwischen den Verbingungen überprüft. Bei Alurohr dürfen das bestensfalls einige wenige Ohm sein. Beim Karbonrohr kommt man wegen der schlechteren (aber doch erstaunlich guten) Leitfähigkeit auf Werte um die 50 Ohm und niedriger. Sollte der Durchgangswiderstand wesentlich höher oder unendlich sein, ist eine der Kontaktstellen nicht ok!

      Masseverbindung mit der Masse der RC-Anlage: Ein etwas heikles Thema. Die o.a. Vorkehrungen sorgen bei allem was ich gesehen habe normaler Weise für Ruhe. Man kann die Empfängermasse auch mit einbeziehen. Bei 35MHz Anlagen hat das auch Auswirkungen auf die Antenne, die zusätzliche Masseverbindung kann verbessernd wirken, wenn die Antenne vom Heckrohr entgegengesetzt geführt ist (Dipolanordnung). Bei Parallelführung, also Antenne zum Heckrotor/Seitenleitwerk gespannt, auch sich negativ auswirken! Bei Ghz Anlagen ist das egal.
      Im Störungsfalle, Motor hat Wicklungsschluß zum Gehäuse o.ä. und einer Verbindung zur Masse von Regler und/oder Empfängermasse können hohe zerstörerische Ströme fliessen. Wer hier ganz vorsichtig sein möchte, kann hochohmige Widerstände in die Leitungen legen. Die Ableitung der hohen Spannungen wird nicht beeinträchtigt, aber Fehlerströme aus Anlage, Akku, Regler und Motor kann man verhindern. Der Wert ist völlig unkritisch, z.B. 47 KOhm (Kiloohm!) tun es. Die Widerstandbelastung ist auch egal, man nehme eher mechanisch stabile Versionen, also etwa 1/4 bis 1 Watt Typen. Links und rechts das Kabel anlöten, schwarzen Schrumpfschlauch macht die Sache unauffällig (kein Foto dabei).

      Gruß
      Lutz
      Angehängte Dateien
      Zuletzt geändert von dh7lk; 24.05.2010, 06:47.
      TRex450SE, Logo103D, Logo6003D, Logo600(xl), Logo 800, MC-24+Spektrum, div. Flächenmodelle

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      • sridii
        Member
        • 24.09.2008
        • 528
        • Stefan
        • LU, CH, auf allen Wiesen

        #48
        AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

        Ich nehm' Silikon-Spray.

        Der Riemen dreht danach besonders lang (Auslauf), praktisch ohne Widerstand. Ob dies auch noch einen Einfluss auf die statische Aufladung hat, weiss ich nicht.
        Der Riemen hält seit > 250 Flügen, schadet also nicht.


        Ich hab den Logo 500 vor dem Erstflug präventiv geerdet.
        Gruess, Stephan

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        • worldofmaya
          worldofmaya

          #49
          AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

          @sridii: welches nimmst du dafür?

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          • scrat
            Senior Member
            • 08.10.2008
            • 2424
            • Wolfgang
            • Hangover

            #50
            AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

            Zitat von Scholli Beitrag anzeigen
            Erster Treffer bei Google: http://www.conrad.de/ce/de/product/8...T-SPRAY-200-ML

            Wäre mir zuviel Sauerei und ich bin mir nicht so sicher dass das gut auf dem Logo-Heckriemen haftet. Lieber zwei kleine Drähte verlegen...


            Marius
            Schon, aber das hat nicht gereicht, allerdings beim Raptor. Hecklager (hat Durchgang zur Welle mit Aluriemenrad) zu Heckrohr, Heckrohr zu Motorplatte, Motorplatte zu Empfängermasse haben super Durchgang. Dennoch gibt es Probleme. Daher will ich weiteres versuchen.
            GruÃ?, Wolfgang

            Pure Vernunft darf niemals siegen!

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            • Scholli
              Member
              • 01.03.2008
              • 234
              • Marius
              • Albuquerque, New Mexico

              #51
              AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

              Du kannst auch versuchen einen Schleifkontakt oder ein Kugellager am Riemen vorne anzubringen, als Abnehmer direkt am Riemen. Vllt. ist es bei dir so, dass die Motorplatte recht gut vom Riemem isoliert ist und es deshalb immer noch zu Aufladungen kommt. Ich habe das so gelöst bei meinem Logo. Ich hatte die optionale Riemenandruckrolle noch übrig, das ist ja nur ein Kugellager an einem CFK-Arm. Der Arm wurde so angebracht, dass das Kugellager vorne auf dem Zahnriemenrad mitläuft. Dann ein Kabel vom CFK-Arm zum Heckrohr (oder bei dir zur Motorplatte), fertig.

              Marius
              Logo 700, Logo 600, Trex 500

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              • handlamp
                handlamp

                #52
                AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                Hi,
                hatte ja einen eigenen Thread über dieses Thema aufgemacht, aber da hier ja eifrig disskutiert wird melde ich mich hier zu Wort.

                Also nachdem Hauptzahnradwechsel in meinem Logo 600 nach ca 40 Flügen hatte ich auf einmal
                das Problem mit solchen heftigen Zuckungen auf der TS. Oft nur einmal pro Flug, aber dann heftig.
                Nun habe ich das mit dem Heck "erden" gemacht. Ist jetzt bei bei 4 Flügen einmal wieder aufgetreten :-( (auf Durchgang habe ich natürlich geprüft)
                Muss jetzt nochmals paar Flüge damit machen vielleicht war es ja doch nur ne heftige Windböhe.

                Soll ich das jetzt auch noch mit Masse des Empfängers verbinden oder nicht? Man liest unterschiedliches.

                Gruß Christian
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                • scrat
                  Senior Member
                  • 08.10.2008
                  • 2424
                  • Wolfgang
                  • Hangover

                  #53
                  AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                  So, habe jetzt mal Graphit getestet. Scheint zumindest nicht nachteilig zu sein. Allerdings haben sich noch andere Parameter geändert.

                  Noch eine Frage: Wie lange hält den das Graphit so auf Riemen und Zahnrädern? Gibt es da Erfahrungswerte, wann man nachpinseln muß?

                  Für Tips weiter dankbar.....
                  GruÃ?, Wolfgang

                  Pure Vernunft darf niemals siegen!

                  Kommentar

                  • Fred-von-Jupiter
                    Fred-von-Jupiter

                    #54
                    AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                    Ich habe eine Frage? Würde es am Carbon Heck des 600er nicht langen wenn die Kohlefaser Finne mit Aluhalter statt den Kunstoffhaltern mit dem Heckrohr verbunden wäre. So viel kann doch die Herstellung Vier dieser Halter nicht kosten. Gibts so was schon ?

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                    • worldofmaya
                      worldofmaya

                      #55
                      AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                      Nur wenn das Heckrohr nicht isoliert wäre, was es aber ist. Du kannst das Rohr natürlich anschleifen. So hab ich das beim Protos gemacht und einfach zwischen Gehäuse und Rohr einen Draht eingeklemmt.

                      @scrat: mir wurde damals (vor 2 Jahren) etwa 20 Flüge empfohlen. Ich sprüh die Riemen vor dem Einbau ein, danach vertraue ich auf die Verdrahtung und bin damit die letzten beiden Jahre problemlos unterwegs...
                      -Klaus

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                      • scrat
                        Senior Member
                        • 08.10.2008
                        • 2424
                        • Wolfgang
                        • Hangover

                        #56
                        AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                        Merci!
                        GruÃ?, Wolfgang

                        Pure Vernunft darf niemals siegen!

                        Kommentar

                        • Wutz
                          Gast
                          • 12.01.2008
                          • 1377
                          • Michael
                          • Essen/Hornbach

                          #57
                          AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                          Hallo

                          Ich bin mit meinem Logo 600 ca. 60 flüge (ohne Potentialausgleich) mit AC3X geflogen,ohne Probleme.
                          Das gleiche ein Bekannter mit V-Stabi,auch ohne Potentialausgleich

                          Seit dem ich das Beast drin habe,hatte ich direkt Probleme, zucker auf TS...Heck schwingte hin und her.Nach einer rechtskurve zuckte das Heck,danach war die TS nicht mehr steuerbar.

                          Ich denke das AC3X und V-Stabi sind da besser abgeschirmt.

                          Kommentar

                          • scrat
                            Senior Member
                            • 08.10.2008
                            • 2424
                            • Wolfgang
                            • Hangover

                            #58
                            AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                            Bei mir und einem Raptor war es genau umgekehrt.
                            GruÃ?, Wolfgang

                            Pure Vernunft darf niemals siegen!

                            Kommentar

                            • carsten01
                              carsten01

                              #59
                              AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                              Hallo zusammen,

                              hat jemadn einen Link für mich wo man das Kabel bei Mikado findet? Mein Logo fliegt übrigens seit vielen Flügen proplemlos..

                              Gruß Carsten

                              Kommentar

                              • Toto
                                RC-Heli Team
                                • 02.03.2008
                                • 3390
                                • Thorsten
                                • MLC Recklinghausen

                                #60
                                AW: Erfolgreicher Potentialausgleich im Logo 600

                                Hallo Carsten,

                                schau mal hier :

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                                Gruß

                                Toto
                                Gruß Toto

                                Kommentar

                                Lädt...
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