Hallo,
der Artikel in der MTB-Zeitung beschreibt es eigentlich recht gut.
Auch meine Messungen und Erfahrungen mit getemperten Carbon (von Procarbon Pfurner) zeigten, dass bei gleichen Querschnitten und gleicher Last höhere Durchbiegungen resultieren. Warum? für die Durchbiegung maßgebliche Materialkennwert ist der E-Modul und leider sind die so schön hohen Werte für die rohe Faser ohne Matrixwerkstoff=Harz auf reinen Zug. D.h. ein Rohr das im 45°-Winkel gelegt ist, wär zwar theoretisch gut auf Torsion, dafür schlecht auf Biegung. Und umgekehrt. Und durch den Matrixwerkstoff wird zwar Faser in Form gehalten, aber das E-Modul deutlich reduziert.
D.h. Carbonfaser ist nur deshalb interesant für die Luftfahrtindustrie, weil die Dichte = Gewicht kleiner ist als Aluminium, die Zugfestigkeit sehr hoch ist und damit bei gleichen Querschnitten vergleichbare Festigkeiten von Aluminium erreicht werden bei geringerem Gewicht.
Mein theoretisches und praktisches Ergebnis zu Carbonheckrohren ist zum einem, dass beim Chrash gleich noch mehr kaputt geht und dass es eher zu Schwingungen neigt als ein gleich dickes Alurohr. Aber daür auch gut 35% Gewicht spart.
Albert

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