das hat eher was mit einem weitflugwettbewerb zu tun
die regeln müssen angepasst werden.
das ist für helis einfach unpassend.
Warum unpassend?
Ist doch eine Herausforderung für Technik und Pilot die Messstrecke sauber zu fliegen.
Anstechen und den Schwung mitnehmen kann jeder.
Nur die Kraft eine bestimmte Geschwindigkeit auf einer bestimmten Länge zu erreichen und zu halten, das ist die wirkliche eigene Kraft des Helis.
Somit sind die knapp 250 die hier im Raum stehen absolut nicht vergleichbar und das wissen auch die Piloten.
Die Regeln werden von der FAI vorgegeben und sind klar definiert.
Wer den anerkannten Weltrekord erlangen will, der muss sich diesen Regeln unterwerfen, das ist ganz einfach !
Es sind halt zwei total unterschiedliche Bewerbe.
Bei beiden geht es um Geschwindigkeit. Das ist aber auch schon der einzige Berührungspunkt.
Sonst unterscheiden sie sich halt komplett.
Beide Formen haben sicher ihre Berechtigung, nur vergleichen kann man halt untereinander nichts.
Die Einen haben höhere Geschwindigkeiten, dafür haben die Anderen einen anerkannten Weltrekord.
Ich finde beides interessant!
Neugierig wäre ich darüber, wie ein Hubipilot mit dem gleichen Hubi in beiden Bewerben abschneidet. Wobei da auch noch zu viele andere Faktoren mitspielen, um das endgültig vergleichen zu können.
danke für Deine Korrektur.
Hast natürlich Recht und ich habe das Wort "amtlich" zu leichtsinnig gewählt.
Wollte nur ausdrücken dass die offizielle Vmax in der Rubrik Heli am Samstag schon erreicht wurde.
Ich drücke auch die Daumen dass das amtliche OK der FAI kommt.
Gruß,Steffen
Ist schon klar. Ich wollte nur verständlich machen, dass es hierbei wesentlich "bürokratischer" zugeht, da es sich ja auch um einen offiziellen FAI-Weltrekord handelt.
Viele kenn ja die Unterschiede nicht und hier wird ja auch gerade einiges an Neuland betreten.
da sprichst Du ein wichtiges Thema an - die ganze Dokumentation und Arbeit für die Einreichung ist massiv, da ist einiges an Dokumenten auszufertigen und zu bestätigen.
Dennoch war die Stimmung bei der Veranstaltung in Rothenburg - was die Teilnehmer so erzählen - wirklich sehr gelöst und freundschaftlich, obwohl die Heliflieger ja quasi nur als Draufgabe mitfliegen konnten, es war ja ursprünglich eine reine Flächen-Speed-Veranstaltung.
Sogar einige zuerst skeptische Flächenspeeder konnten quasi "bekehrt" werden...da meinte doch tatsächlich einer (und kein schlechter!), er müsse sich wohl nun einen Heli besorgen und nächstes Jahr auch mitmachen!
Die direkte Vergleichbarkeit der Werte beim Speed Cup (inkl. Schwung aus dem Sturzflug, Momentaufnahme des allerhöchsten Speeds) und bei den WR-Versuchen in Rothenburg (Durchschnitt über 200m horizontale Strecke mit 100m horizontalem Einflug vorher) ist einfach nicht gegeben. Klar erreicht man auch hier kurz mehr Vmax, die aber in der Meßstrecke gar nicht aufscheint.
lG,
Simon.
P.S.: die Helme waren Pflicht - es waren auch Flächen mit 400+ km/h unterwegs, nicht vergessen...und ja, es waren nur TDRs am Start, von 3 Piloten inkl. Olli. Norman war auch dort, und ein 2. Olli aus dem Henseleit Team. Eigentlich hätte ich auch dort sein sollen, aber da kam mir eine Autopanne dazwischen. Echt zum Ko**en...
Hallo zusammen,
nachdem ich in Rothenburg und auch bei den bisherigen Speedcups als Helfer dabei sein durfte, aus meiner Sicht die Unterschiede dieser beiden Geschwindigkeitsveranstaltungen:
Da es sich um völlig unterschiedliche Geschwindigkeitsmessungen handelt, ist auch die Flugtaktik und die Abstimmung des Helis sehr unterschiedlich.
Speedcup:
Hier wird die maximal erreichbare Geschwindigkeit mit einer Radarpistole gemessen. Dazu ist es sinnvoll, auf möglichst große Höhe zu steigen, um dann die Fallgeschwindigkeit in einem sanften Bogen in den Horizontalflug umzusetzen. Entscheidend ist die V max die von der Pistole aufgezeichnet wird (im Idealfall zu Beginn des Abfangbogens). Hier sind gute aerodynamische Eigenschaften des Helis in Verbindung mit sehr hohen Drehzahlen am Rotorkopf gefragt, da der Rotor und die Flugebene annähernd gleich sind und somit das rücklaufende Rotorblat mit zunehmender Fluggeschwindigkeit in den Strömungsabriss kommen kann, was ein schlagartiges Aufbäumen zur Folge hat ---> Geschwindigkeit kaputt.
Speedweltrekordmessung nach FAI-Regeln:
Bei der Speedmessung nach FAI-Regeln geht es um den schnellen horizontalen Durchflug einer Messstrecke von 200 m Länge und 20 m Breite. Schon 100 m vorher muß der Heli in einem Höhenfenster von 5 - 35 m sein. Also kann man sagen, dass hier 300 m nahezu horizontal geflogen werden muß. Hierbei geht der Heli mit einem Anstellwinkel von 20-30° durch die Messstrecke. Vorher Schwungholen bringt hier wenig und erschwert den richtigen Einflug in die Messstrecke. Da der Heli um 20 - 30° geneigt fliegt, ist auch die Gefahr des Strömungsabrisses nicht so groß, da der Rotor ja nicht parallel zur Flugrichtung steht und somit auch ein bischen die Funktion einer Luftschraube hat. Trotzdem sind auch hier hohe Drehzahlen gefragt und natürlich Power, was der Akku hergibt. Die PWM des Reglers ist übrigens spätestens beim 2. Durchflug voll durchgeschaltet und die Drehzahl ist somit "Lipogesteuert".
Um bei dieser Messung gute Ergebnisse zu erreichen, muß die Aerodynamik des Helis an die Fluglage angepasst werden. Und sonst gibt es auch noch so einige Schräubchen, an denen gedreht werden kann.
Ich gratuliere auf jeden Fall Oliver Jellen zu der hervorragenden Leistung und hoffe, dass der bürokratische Weg zur offiziellen Anerkennung nicht zu steinig wird.
Für den Speedcup am kommenden Wochenende in der Schweiz bei Stefan Segerer wünsche ich uns natürlich gutes Wetter, wieder neue Erfahrungen und vielleicht auch einen neuen Rekord.
In meinen Augen haben beide Veranstaltungen ihre volle Berechtigung und ihren eigenen Reiz, nur miteinander vergleichen darf man sie nicht.
da sprichst Du ein wichtiges Thema an - die ganze Dokumentation und Arbeit für die Einreichung ist massiv, da ist einiges an Dokumenten auszufertigen und zu bestätigen.
Dennoch war die Stimmung bei der Veranstaltung in Rothenburg - was die Teilnehmer so erzählen - wirklich sehr gelöst und freundschaftlich, obwohl die Heliflieger ja quasi nur als Draufgabe mitfliegen konnten, es war ja ursprünglich eine reine Flächen-Speed-Veranstaltung.
Sogar einige zuerst skeptische Flächenspeeder konnten quasi "bekehrt" werden...da meinte doch tatsächlich einer (und kein schlechter!), er müsse sich wohl nun einen Heli besorgen und nächstes Jahr auch mitmachen!
Die direkte Vergleichbarkeit der Werte beim Speed Cup (inkl. Schwung aus dem Sturzflug, Momentaufnahme des allerhöchsten Speeds) und bei den WR-Versuchen in Rothenburg (Durchschnitt über 200m horizontale Strecke mit 100m horizontalem Einflug vorher) ist einfach nicht gegeben. Klar erreicht man auch hier kurz mehr Vmax, die aber in der Meßstrecke gar nicht aufscheint.
lG,
Simon.
P.S.: die Helme waren Pflicht - es waren auch Flächen mit 400+ km/h unterwegs, nicht vergessen...und ja, es waren nur TDRs am Start, von 3 Piloten inkl. Olli. Norman war auch dort, und ein 2. Olli aus dem Henseleit Team. Eigentlich hätte ich auch dort sein sollen, aber da kam mir eine Autopanne dazwischen. Echt zum Ko**en...
Hallo Simon,
Du warst etwas schneller, aber ich habe mal wieder viel mehr geschreibselt.
Ein kleine Korrektur noch von meiner Seite:
Es waren 4 Teilnehmer geplant: Jan Henseleit, Olliver Jellen, Norman und Du Simon.
Jan und Simon mußten leider aus verschiedenen Gründen kurzfristig absagen. Somit waren nur noch Olli und Norman vor Ort. Am Samstag haben wir uns erstmal alle auf die Flüge von Olli konzentriert, was ja auch zu den guten Zeiten verholfen hat. Norman wollte dann am Sonntag fliegen, konnte dann aber wegen einer Autopanne leider nicht mehr nach Rothenburg kommen. Also war Olli der einzige offizielle Pilot der dann mit seiner heißen Maschine die 190 kmh geknackt hat (Samstag Abend, nachdem der Crosswind eingeschlafen war).
Interessant ist vielleicht noch der Vergleich mit meiner Serienmaschine. Ich hatte freundlicherweise die Gelegenheit, nach der offiziellen Veranstaltung auch noch einen Messflug zu machen und bin dabei mit Crosswind immerhin auf 175 kmh gekommen. Unter gleichen Windverhältnissen lag Olli bei ca. 185 kmh. Also ist der Unterschied gar nicht sooo groß. Wichtig ist also, die enorme Power, die das Setup von Olli zur Verfügung stellt, noch besser in Geschwindigkeit umzusetzen. Daran gilt es zukünftig zu arbeiten.
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