Auch wenn ich es gar nicht mag an einer bestehenden und wie ich meine sehr sehr guten Mechanik etwas zu verändern, so fühlte ich hier dazu gezwungen.
Es kommt mir so vor, als ob die leichte und stabile Konstruktion den Voodoo immer wieder vor außergewöhnliche Herausforderrungen stellt. Meinen Voodoo 700 fliege ich mit 10S 2200mah, 14,5 grad pitch und 1080 Umdrehungen. Abfluggewicht MIT Lipo liegt bei knappen 3400gramm.
Ich habe dabei wirklich NICHT das Gefühl einen low RPM Heli zu fliegen. Ich finde, er geht wie sau. Aber das ist nur mein Empfinden. Ich bin glücklich damit.
Nur das Heck kommt dabei nicht mit. Auch nicht bei Verwendung von 120mm Heckblättern und Erhöhung von I auf den doppelten Standartwert. (von 60 auf 120 im V-Stabi)
Also musste eine kleinere Heckübersetzung her. Ich habe einfach mal geschätzt und mir ein 24er und ein 22er Heckritzel besorgt. Das Original hat 26.
Nun passten natürlich die Riemenandrückrollen nicht mehr. Deshalb habe ich mir ein Alu Rohr mit 1mm Wandstärke bestellt das abgesägt und über die original rollen geschoben, um so den Durchmesser der Andrückkugellager zu vergrößern. Das sah dann so aus.
Beim Flug hat das Heck durch die nicht wirklich runden und ungewuchteten Alu Rohr stücke merklich vibriert.
Nach ein paar Pirouetten die ich Glücklicher weise vor mir in einer Höhe von ca. 3 Metern gemacht habe, hat sich das alles sehr komisch angehört. Nach hektischer Landung bot sich mir folgendes Bild.
Der Riemen war gespalten und zugleich verdreht, so dass er mit der glatten Rückseite über die Ritzel vorne und hinten gelaufen ist. Die eine Hälfte ist auch schon gerissen. Glücklicher Zufall, das nichts passiert ist.
Nach diesem Rückschlag war mir klar, das der Umbau mal wieder meine Möglichkeiten ßbersteigt. Wie auch beim Tridoo bin ich auf die Hilfe andere Bastler angewiesen, da ich weder eine richtige Werkstatt noch das nötige Fachwissen zum Fräsen etc. habe. Geholfen hat mir der Hersteller der bekannten Voodoo Akkuschiene, Microheli.
Es mussten zwei neue Heckseitenplatten angefertigt werden mit neuen Bohrungen für die original Führungsrollen. Nach meinen Erfahrungen mit dem gespaltenen Riemen, haben wir uns Zusätzlich für eine dritte Führungsrolle entschieden um mein Glück nicht unnötig weiter zu strapazieren.

Die neuen Seitenplatten sind aus 2mm Carbon gefräst und bringen die original Anpresspollen 4mm näher zu einander. Hinten ist die dritte Rolle dazu gekommen, die aber nicht am Riemen aufliegt und ca. 0,2mm Abstand zum Riemen hat.
Nun ging alles gut. Auch wenn ich die drei ersten Lipos nur mit Pirouetten in geringer Höhe geflogen bin.
Allerdings habe ich bei den vielen Landungen zur Kontrolle des Riemens eine deutliche Erwärmung des Hecks festgestellt. Sowohl des Riemens, der Kugellager als auch des Heckritzels.
Mach erneuter Rücksprache habe ich die Bohrungen für die original Führungsrollen wieder 2mm weiter auseinander gesetzt.
Der Heckriemen wird nun so gut wie nicht mehr -geknickt-. Er wird nur noch geführt und verläuft fast gerade.
Die gefürchtete Erwärmung war nun verschwunden....
Nun konnte ich bei Verwendung von 115mm Heckblättern die Ritzel testen. Das 24er geht gut und ist auch schön leise. Nur gehen Vorbeiflüge mit Pirouetten nicht wirklich gut. Wenn das Heck in Flugrichtung gegen den Flugwind kämpfen muss wird es immer noch deutlich langsamer.
Das 22er Ritzel, welches immerhin 18% höher dreht als das original ist deutlich besser. Ein Unterschied bei den Pirouetten ist zwar noch wahrnehmbar aber minimal. Auch wenn ich natürlich das dominanter gewordene Heckrotorgeräusch nicht mag. Das ist aber zu verkraften und das gute Heck ist es mir Wert.
In der Summe hat mir der Umbau viel Spaß gemacht und das Heck passt nun zu den anderen wie ich finde sehr guten Flugleistungen.

Außerdem ist es mir wichtig, das ich mir ungeachtet meiner Umdrehungen nun keine Gedanken mehr über ein umschlagendes Heck beim Rückwärtsflug machen muss. Vorallem weil ich mit Pitch nicht annähernd so gut umgehen kann wie die Professionellen Piloten.
Beim Voodoo 600 sorgt übrigens das hochschrauben des I-Wertes im Stabi und die Verwendung von 115mm Heckblättern für ausreichend Schub am Originalheck. Zumindest bis 1250U, darunter finde ich das 24er Ritzel besser.
Grüße
Caren

Nichts is so gut das es nicht noch weiter verbessert werden könnte. Vielleicht greift ja Stefan die Idee auf und bietet es selbst an. Gibts ja beim Diabolo auch, das rote Riemenrad fürs Heck für mehr Drehzahl.







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