Verbaut habe ich einen Robbe Roxxy 9100-6 mit Scorpion 4015 am 16er Ritzel. Ich habe die Gasgeraden bei 30, 50 und 85%.
Auf der Taumelscheibe werkeln 3x DS510, am Heck ein DS650. Beim letzten Absturz hatte ich noch Paddel und einen LGT-2100. Ich habe nach 2 Minuten Flug dann auf die höchste Drehzahl gestellt (ausgelesen an der Progbox knapp über 2800). Nach einem schnellen Loop entwickelte der Heli auf einmal Eigenleben. Ich flog auf mich zu und er dreht plötzlich eine halbe Pirouette. Wieder umgedreht, auf einmal kippt er über die Taumelscheibe weg. Steuereingaben werden zwar gefühlt angenommen, aber nicht korrekt. Einschlag dann seitlich im Acker.
Nun habe ich auf Microbeast umgerüstet. Erst mit niedriger Drehzahl geschwebt und Rundflug gemacht, dann mit mittlerer Drehzahl. Heck dreht bei Pitchstößen raus. Bei niedriger Drehzahl leicht, bei mittlerer um 90° (vermutlich noch weiter aber hab sofort wieder Pitch rausgenommen). Hatte die Empfindlichkeit so eingestellt wie man es zu Beginn nach Anleitung machen soll, waren dann 50% auf meiner DX7. Auf 70% erhöht fing Schwingen an. Bei 60% waren diese dann weg, aber er drehte weiter raus. Dann auf die höchste Drehzahl umgeschaltet (ausgelesen 2827). Ich hab dann ein paar leichte Pitchstöße gemacht. In großer Höhe auf einmal wieder genau das gleiche. Heli schmiert über die Taumelscheibe ab und reagiert nur sporadisch auf Steuereingaben. Als er wieder mit Rotor auf der Seite Richtung Acker raste, hab ich schnell den Flugphasenschalter wieder auf die niedrige Drehzahl umgelegt. Es hat noch einen kleinen Moment gedauert, dann hatte ich ihn wirklich nur durch Zufall mit wildem Knüppelgerühre genau waagerecht auf dem Rücken. Kurz Negativpitch rein, umgedreht und mit schlotternden Knien gelandet.
Die Frage ist nun: Was war das bitte?
Ein Flächenfliegerkollege und auch die Teamspeakkollegen gehen von BEC-ßberlastung aus. Klingt für mich auch irgendwie logisch. Das würde auch das rausdrehende Heck erklären, da dann einfach nicht genug Strom am Heckservo ankommt. Das Problem mit dem nicht haltenden Heck hatte ich jetzt schon das ganze Helileben. Mit LGT-2100 und Originalantriebsstrang mit DS510 und auch DS650, mit LTG-2100 und Scorpion und Roxxy auch mit beiden Servos getestet und beides jeweils sogar mit Originalplasteblättern und den Carbonblättern vom Blattschmied probiert. Und nun mit Microbeast bisher nur mit DS650 und den Plasteblättern.
Jetzt habe ich den ganzen Jive mit Stützakkuthread gelesen. Da steht irgendwo einmal dass bei BEC-ßberlastung = Spannungseinbruch die Servos langsamer reagieren müssten (und nicht so wie bei mir). Ein zweites Problem was dort genannt wurde ist der hohe Rückstrum von den Savox-Servos (dürfte ja jeder wissen dass die Align DS baugleich sind).
Leider habe ich ganz vergessen auf die Unterspannungsanzeige des AR7000 zu achten. Aber hätte der bei so einem derartigen Einbruch nicht abschalten müssen? Motor, Regler und Akku habe ich auch erst ca. 2 Minuten nach dem Landen angefasst. Waren alle unkritisch von der Temperatur. Servos habe ich leider nicht angefasst.
Hatte bei Paddelbetrieb 12° Pitch und jetzt 14° Pitch eingestellt. Hab weiterhin die GCT Ultra (nicht FBL) drauf. Sprich Strom wird wohl schon ordentlich gezogen bei mir. Aber andere fliegen den Roxxy aufm 600er Rex wo nur dicke Servos drin sind.
Was wird also vermutlich das Problem gewesen sein bzw. wie werde ich es möglichst gefahrlos eingrenzen können?
Ich habe erstmal an Pufferakku gedacht. Müsste den Rückstrom auffangen und auch den Spannungseinbruch so weit abfedern, dass zumindest beim Pitchen ein feststehenderes Heck zu bemerken sein sollte. Mit voller Drehzahl will ich möglichst erstmal garnicht mehr probieren (abgesehen dass ich die eh nicht brauche). Trotzdem möchte ich die Ursache herausfinden. Ist mir einfach zu wenig Sicherheitsreserve wenn ich jetzt einfach nur noch mit mittlerer Drehzahl flieg.

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