Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

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  • M28t
    Member
    • 13.02.2013
    • 477
    • Tomas
    • O.Ã? Wildfliger

    #166
    AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

    Bis jetzt noch keine Probleme gehabt
    Original Dämpfung
    Es war der pro mit den Aluteilen habe aber auf die Plastik gewechselt wegen Gewicht und ausfräsen der dickeren Blattwurzel

    Kommentar

    • Jörg Nickel
      Member
      • 05.06.2002
      • 864
      • Jörg
      • Wildflieger rund um 31228 Stederdorf

      #167
      AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

      Allein, wenn ich versuche das am Rotorkopf oder im Modellbauerkopf nachzuvollziehen, klemmt es nicht notwendigerweise.
      Zwar wandert der Winkel zwischen Blattlagerung und Taumelscheibe , aber über die Kugelgelenke bleiben die DFC Anlenkungen frei.

      Kannst du das Klemmen mechanisch beschreiben?
      Zu Eckis Ausführungen gibt es ein schöne Video � etwas tiefer.

      Ein uraltes Thema,
      Align-DFC funktioniert (egal welche Heligröße) nur dauerhaft ohne Rotorkopfdämpfung.
      Damit sind nach meinen Erfahrungen nur hohe Drehzahlen möglich, niedrig drehende 2-Blatt Scale-Helis neigen extrem zum wobbeln.
      In wieweit schlagweiche Rotorblätter dem entgegen wirken habe ich nicht versucht.
      Compass hat weiche -biegsame- Anlenkungen, deshalb ist es dort OK u. funktioniert dauerhaft trotz Dämpfung im Kopf.

      Auf diesem Video ist es sehr gut erklärt, die Sprache ist dabei völlig egal!

      Ich habe mit Teilen der Vorgänger Helis den Kopf -weich- gemacht, allerdings muss das natürlich die Anlenkung dauerhaft aushalten.
      Hier gelöst mit Teilen von Jan-s TDR1, ein 8Kg-Scale-Heli mit Align-DFC-Kopf. 1200 U/min mit asym.-Blättern, kein Problem!





      Gruß Jörg
      Zuletzt geändert von Jörg Nickel; 04.12.2017, 08:23.

      Kommentar

      • enied
        Senior Member
        • 17.06.2017
        • 3076
        • Eugen
        • Tirol

        #168
        AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

        Zitat von Jörg Nickel Beitrag anzeigen
        Zu Eckis Ausführungen gibt es ein schöne Video � etwas tiefer.

        Ein uraltes Thema,
        Align-DFC funktioniert (egal welche Heligröße) nur dauerhaft ohne Rotorkopfdämpfung.
        Damit sind nach meinen Erfahrungen nur hohe Drehzahlen möglich, niedrig drehende 2-Blatt Scale-Helis neigen extrem zum wobbeln.
        In wieweit schlagweiche Rotorblätter dem entgegen wirken habe ich nicht versucht.
        Compass hat weiche -biegsame- Anlenkungen, deshalb ist es dort OK u. funktioniert dauerhaft trotz Dämpfung im Kopf.

        Auf diesem Video ist es sehr gut erklärt, die Sprache ist dabei völlig egal!

        Ich habe mit Teilen der Vorgänger Helis den Kopf -weich- gemacht, allerdings muss das natürlich die Anlenkung dauerhaft aushalten.
        Hier gelöst mit Teilen von Jan-s TDR1, ein 8Kg-Scale-Heli mit Align-DFC-Kopf. 1200 U/min mit asym.-Blättern, kein Problem!

        Gruß Jörg
        Hallo,

        In dem Video fehlt aber auch die Kopfdämpfung, das sind bei Align doch ohnehin POM Buchsen die praktisch nicht nachgeben ?

        LG

        Kommentar

        • Jörg Nickel
          Member
          • 05.06.2002
          • 864
          • Jörg
          • Wildflieger rund um 31228 Stederdorf

          #169
          AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

          Eben, es geht hier darum das eine Dämpfung im DFC-Kopf nicht möglich ist � oder nur zeitlich sehr begrenzt halten wird.
          Die Dämpfung muss bei originaler DFC-Anlenkung mit entsprechend harter Lagerung der Blattlagerwelle verhindert werden!

          Kommentar

          • Helibri
            Member
            • 23.05.2015
            • 297
            • Stefan
            • Berlin Blankenburg

            #170
            AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

            Hallo zusammen,
            was für eine Woche, Torschlusspanik vor Jahresabschluss, Weihnachtsfeiern und Adventstour- und Weihnachtsmarktwahnsinn haben mich effektiv vom wichtigsten Thema der Welt abgehalten.

            Danke für die Rückmeldungen zum DFC Kopf! Wär doch gelacht, wenn ich das Thema nicht doch noch durchbohrt bekomme.

            @Egbert: Danke für die ausführliche Erklärung. Werd ich gleich mal am Objekt Nachvollziehen, sobald ich die heimische Werkstatt wieder erreicht habe.

            @M28t: Was fliegst du denn für Drehzahlen? Klappt das, nach Egbert, bei dir weil das System bei extrem hohen Drehzahlen steif wird?

            @Jörg: Danke für die Bilder und den Link zum Vid, kanns noch nicht anschauen, da ich noch im Auto hocke. Aber die Bilder zeigen doch einen regulären Mitnehmer, der am Anlenkgestänge ansetzt. Das ist doch nicht DFC?
            Machen ist wie wollen, nur krasser.

            Kommentar

            • Helibri
              Member
              • 23.05.2015
              • 297
              • Stefan
              • Berlin Blankenburg

              #171
              AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

              So, endlich daheim. Aber die Story muss jetzt weiter gehen, ich hab da mal noch was vorbereitet. Das nächste Kapitel.

              Neuer Kopf für den Trex

              Die Erfahrung mit dem sich verwindenden DFC Kopf zusammen mit der Forumhinweis auf die nachgiebigen Blatthalter konnten nur zu einem Schluss führen: Ein anderer Kopf musste her. Alu DFC Grips oder ein regulärer FBL Kopf mit Taumelscheibenmitnehmer? Der DFC Kopf ist, wie gesagt, schön kurz. Der Standard-FBL Kopf sitzt auf der längeren Hauptrotorwelle um genügend Platz für den Taumelscheibenmitnehmer zu bieten. Und derselbe sah in den Bestellkatalogen sehr windig aus: ein kleines Alufrästeil mit einer winzigen Klemmschraube zur Befestigung an einer 3,5mm Hauptrotorwelle. Ich fühlte förmlich im Handgelenk, wie der Inbusschrauber die Gewindegänge aus dem Metall zieht... Auf der anderen Seite war mein DFC Experiment bisher wohl gescheitert, und Align hat die Fortsetzung desselben inzwischen auch ad Acta gelegt.

              Aber da die Kapitalbilanz dieses Projekts sowieso rettungslos abgeschmiert war, konnte ich auch gleich einfach beide Varianten ordern. Also neue Kleinteilebestellung: Ein Taumelscheibenmitnehmer, ein Set Alu-DFC Grips, ein Set Alu-Standard Grips, ein Set FBL Anlenkgestänge, einmal lange Hauptrotorwellen. Sehr schön.

              Auch diese Lieferung kam schließlich, und ich hatte Termine am Wochenende. Also schnell arbeiten... Die Anlenkgestänge für die Blattanlenkung zusammengeschraubt - was für ein gefummel. Die Gestängegewinde haben extrem schlecht in den mitgelieferten Kugelpfannen gegriffen. Nach viel Rumgewürge waren sie endlich drauf, eine ließ sich einfach nicht gerade draufdrehen. Die normalen FBL Grips an den Kopf dran und Gestänge probehalber angesetzt... natürlich viel zu lang bei dem kurzen Kopf. Jetzt kam also die Gewissensfrage: Anlenkungen kürzen oder lange Hauptrotorwelle einbauen? Ich steh ja auf den kurzen Kopf...

              Also mit scharfem Auge den Taumelscheibenmitnehmer betrachtet, und mit welchen Pitchweg die Taumelscheibe hoch und runter geht. Ooohh, ganz ganz knapp. Unten kein Millimeter überm Lagerblock und oben fast bis zum Anschlag an das Mittelstück des Taumelscheibenmitnehmers. Die Kniegelenke des Taumelscheibenmitnehmers grätschen bedenklich nach oben - oh so knapp. Aber die Klemmung des Taumelscheibenmitnehmers gefällt mir so gar nicht. Wenn man nun am Klemmspalt den Taumelscheibenmitnehmer einen halben Millimeter runterfeilt und das Rotorkopfstück auch am Klemmspalt auf der anderen Seite runterfeilt? Dann könnten die Stufen für eine formschlüssige Verbindung wie bei einer Klauenkupplung ineinander greifen für die Momentenübertragung. Und man hätte nochmal etwas Pitchweg für die Taumelscheibe gewonnen...

              Gesagt getan, und siehe, der Taumelscheibenmitnehmer fügt sich fast perfekt mit dem zurechtgefeilten Kopf. Nur leider stehen Taumelscheibenmitnehmer und Kopf im total falschen Winkel um die Mitnehmergelenke an der Taumelscheibe anzuklipsen?? Der Klemmspalt am Taumelscheibenmitnehmer hat im Winkel natürlich nicht zum Kopfklemmspalt gepasst, war ja so vom Erfinder auch nie vorgesehen. Gnngngngn.
              Also nächste Phase: von der langen Hälfte der Kopfhülse musste jetzt halt soviel weichen, bis der gewünschte Winkel erreicht war. Ade symmetrische Klauenkupplung. Nach dreimal Nacharbeiten war die kopfseitige Klaue soweit degeneriert, dass der Winkel nun stimmte. Und damit war nach nur knapp 2h Arbeit der Taumelscheibenmitnehmer in gewünschter Weise montiert. Dumm nur, dass mein Tagesbastelzeitplan dafür ca. 5min vorgesehen hatte.

              Jetzt aber zack, zack, das Gestänge prüfstandtauglich machen, damit wenigstens das Pitchverhalten noch gecheckt werden kann. Die Pfannen von den Blattanlenkungen also nochmal runter, mal ca. 1,5mm vom Gewinde je einer Seite abgeknipst. Mit der Feile entgratet und gleich abgelängt, Kugelkopfpfannen wieder drauf, inzwischen waren die Gewinde in den Pfannen ja gut eingekerbt. Naja, immernoch zu lang. Aber für den Prüfstand langts, fliegen konnte ich an dem Tag aus Zeitmangel eh nicht mehr.

              Auf's Neue den Heli auf die Tischplatte gespannt und, nicht vergessen, Schutzbrille auf. Hochdrehen etwas mühsam, wegen viel zu viel positivem Pitch von den langen Gestängen. Idle-up und zum Ausgleich Pitch runterziehen, jaaaa, jetzt läuft er sauber. Pitchen auf und ab, uuuunnnddd: definitiv najjjaaaaahh. Da waren immernoch Wabbeleffekte. Also runtergedreht wieder mit rabiatem Aufwärtspitch beim Flymodewechsel. Uääähh.

              Als nächstes wieder der Test mit handbedienter Anlenkung. Hochdrehen wieder blöd mit zu viel Pitch, umgeschalten auf Idle-up und najjjaaaaahh. Da waren immer noch Kräfte an der Anlenkung beim Neutralpitchdurchgang. Aber immerhin deutlich weniger als alles was bisher zu verzeichnen war. Schön, schön, jetzt war in Punkto Trockenschwimmübungen getan was getan werden konnte, jetzt konnte nur noch der nächste Testflug weiterhelfen.
              Machen ist wie wollen, nur krasser.

              Kommentar

              • M28t
                Member
                • 13.02.2013
                • 477
                • Tomas
                • O.Ã? Wildfliger

                #172
                AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                eben keine Mörder-Drehzahlen
                Drehzahl 2800-3200-3600

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                • Slumi
                  Member
                  • 04.07.2016
                  • 268
                  • Sven
                  • Flugort Olm, Luxemburg

                  #173
                  AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                  Hallo Helibri,

                  ja die Micros können einem den letzten Nerv kosten.
                  Weiter so mit der Weihnachtsgeschichte

                  Kommentar

                  • Helibri
                    Member
                    • 23.05.2015
                    • 297
                    • Stefan
                    • Berlin Blankenburg

                    #174
                    AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                    ... und es geht weiter, denn ursprünglich war ja gar keine Weihnachtsgeschichte geplant! Aber das Thema hat jetzt doch tatsächlich 12 Monate umrundet. Da wir schon zu sehr auf Heiligabend zuschlingern, schnell das nächste Kapitel.

                    Freud und Leid so eng gepaart

                    Der neue Kopf war drauf, jetzt aber flott zum Testen raus. Nur, dummerweise, war das Gestänge ja noch nicht justiert. Die Zeit wie immer knapp, die zu langen Blattanlenkungen runter, vom ungekürzten Ende auch ca. 1,5mm abgeknipst. Und, nur zur Sicherheit, bei den Taumelscheibenanlenkung aller drei Servos das Selbe nochmal. Sauber entgraten, alles wieder zusammen schrauben und ... zu kurz.
                    Naaaaa suuuuper. Da bin ich mal wieder in der Hektik sauber übers Ziel geschossen. Naja, nicht verzagen, schließlich wollte ich ja auch den Taumelscheibenweg nach unten maximieren. Das ist mir jetzt zweifelsohne gelungen, die saß jetzt fast auf dem Rahmen bei maximal negativem Pitch. Also die Kugelpfannen zwei bis drei Umdrehungen raus, und es gab wieder Luft für zyklische Steuereingaben. Oben blieb etwas mehr als 1mm Abstand zum Taumelscheibenmitnehmer und unten 1mm plus zum oberen Hauptlager.

                    Noch mal schnell die Freigängigkeit der Taumelscheibe in alle Richtungen checken, sst-sst-sst, oben prima, ... sstic-sstic..., was ist das wieder? In der untersten Position bei Nick voll zurück schlug jetzt der Verdrehsicherungsstift der Taumelscheibe am unteren Ende der des Führungsschlitzes an. Da hab ich wohl mal wieder den vom Hersteller empfohlenen Bereich verlassen... Macht aber nix, das Plastikteil kann man am unteren Ende auftrennen ohne dass es auseinanderfällt. Der Taumelscheibenstift lief so wieder frei ohne den jetzt unten offenen Schlitz zu verlassen.

                    Nach dem diese Einstellung saß, musste jetzt die restliche fehlende Länge also aus den Blattanlenkungen kommen, dementsprechend wurden dort alle Kugelpfannen auch ein paar Umdrehungen gelockert. Zwar nicht mehr ganz optimal, aber das Gestänge war jetzt zumindest geometrisch wieder einwandfrei. Jetzt waren die Einstellungen am Brain nochmal schnell zu überarbeiten. Und dann ergab sich wieder einer dieser ganz besonderen Momente: Nachdem der Heli hochgefahren war und das Microbrain mit dem Rechner verbunden, die Brainsoftware gestartet, erschien mir nicht die erwartete Start-up Ansicht, sondern die Meldung:

                    - Eine neue Version der Software veröffentlicht. Die Software aktualisiert werden muss. -

                    ...?
                    Aha. Nicht einfach meinen Heli programmieren ich kann. Noch viel Lernen zunächst ich muss, als junger Paravanschüler der ich bin.

                    Mit der Abarbeitung eines längeren Ladebalkens ging dieser yodaeske Moment dahin, und die Software meldete sich endlich wieder auf vertrautere Weise. Die Einstellungen waren schließlich ungeduldig überprüft, der Heli startklar und mein Gipskarton Heliport im Garten vorbereitet.
                    Was soll ich sagen - er flog!

                    Das erste mal, dass ich meinen 250er Trex einfach ganz normal und kontrolliert abheben und völlig kontrolliert auf Augenhöhe schweben konnte. Was für ein Hochgefühl! Halbe Pirouette linksrum, nose-in schweben, weiterdrehen, wieder tail-in, Pitch auf, Pitch ab, sauber, knackig, spontan, ohne irgendwelche Hakeleien. Im Freudentaumel habe ich noch ein paar kleine Runden gedreht, bis, ja bis, was wohl unvermeidlich war, ich unkonzentriert zu nahe Richtung Zaun geschwebt bin und dann hektisch geworden bin und natürlich verknüppelt habe. Mein frisch aufgebauter Trex trieb rückwärts in den Maschendrahtzaun und - ZING - beide Rotorblätter flattern wie abgetrennte Schmetterlingsflügelchen zu Boden. Der Rest vom Heli blieb noch einen Moment im Zaun hängen und plumpst dann auf sehr traurig unelegante Weise ebenfalls auf den Boden. Der Herr hat's gegeben - der Herr hat's genommen.

                    Erstaunlicher Weise war gar nicht so viel kaputt gegangen. Die Blattlagerwelle war an beiden Enden sauber abgebrochen, sowas hatte ich auch noch nicht. Ansonsten musste nur das Heckrohr gerichtet werden, und die Rotorblätter hatten beide eine Macke an der Vorderkante. Nun gut, zurück zur Werkbank. Von einer gebrochenen Blattlagerwelle lasse ich mir doch nicht den Flugtag versauen. Also flink die Macken in den Rotorblättern mit Epoxy gefüllt und die Blattlagerwelle gewechselt. Dabei noch mal die Lager in den Blatthaltern geprüft - laufen rauh, Mist. Vorbei die Zeit der lagerfreundlichen Plastikgrips, das steife Alu fordert Tribut. Aber auch dafür war ja mal bisher nicht gebrauchter Ersatz beschafft worden. Schlimm waren die äußeren Lager, die ja auch die Zentrifugalkräfte am Rotorblatt aufnehmen. Also wurden beide äußeren Lager ersetzt.

                    Kaum eine Stunde später war der im Garten benutzte Akku wieder geladen und der Heli wieder Flugklar. Die deutlich gesetzten Warnzeichen ignorierend ging's daraufhin auf die Wiese, richtig fliegen. Startplatz aufgebaut, Heli bereit gemacht, gestartet und - juhuuu! - endlich fliegt er! Links, rechts, hoch, runter und im Kreis, wie er soll!



                    Bisschen viel Aufwärtspitch brauch ich beim Schweben... mussichmalnochbei. Also erst mal einen Backflip ins Rückenschweben, naja, leicht gewackelt. Ranziehen, negativ Pitch für einen hochgeworfenen vorwärts Flip - ohouoouuuohhhhohoh! Da dreht mir doch total das Heck weg! Erst mal den Adrenalinschub verdauen. Noch die eine oder andere Runde gedreht, wieder auf den Rücken gerollt, eine Runde Rückenflug. Beim Zurückrollen in Normallage, Scheiß noch eins!, wieder total das Heck verloren! Diesmal war der Heli dummerweise ein Stück weg, und die handliche Größe des 250ers steht in gewissem Sinne der Sichtbarkeit entgegen. Da ich an der Stelle das Gefühl für mein Modell verloren hatte, konnte ich die Silhouette nicht mehr vernünftig einer Fluglage zuordnen. Das Ding war aber immernoch im Wesentlichen im Rückenflug und in einer Panikreaktion hab ich nochmal negativ Pitch erwischt - das gab dem Einschlag noch einen kleinen Aufschub, aber wieder reißt es den Heli im Kreis rum, die Fluglage ist jetzt komplett unklar und jegliche Hoffnung die Kontrolle jemals wiederzuerlangen ist perdu.
                    Und natürlich immer noch keine Rettungsfunktion angelernt.

                    Hätte ich Zeit zum Seufzen gehabt, dann hätte ich es in dem Moment beim Throttle Hold ziehen getan. So habe ich nur weitere anderthalb Sekunden zugesehen, wie der Heli schräg rückwärts kopfüber in die Wiese niedergeht, unfähig ein sinnvolles Maneuver einzuleiten. War wohl trotz des Teilerfolgs nicht mein Tag, und das hätte ich beim ersten Crash schon realisieren sollen. Mit hängenden Schultern über die Wiese geschlichen, um die Reste einzusammeln - wieder ein einzeln liegendes Rotorblatt wegen abgebrochener Blattlagerwelle! Hab ich da eine schlechte Charge erwischt? Zwei gebrochene Blattlagerwellen an einem Tag, das war neuer Rekord. Abgerissene Blattlagerwellen hatte ich bisher nur bei wirklich kapitalen Crashes. Allerdings sind Blattlagerwellen immer noch günstiger als Rotorblätter, was immer es bedeuten mag.
                    An dem Tag habe ich nicht ganz fünf Minuten Flugzeit auf dem 250er zusammen gebracht und habe ihn zweimal voll zerdeppert. Und - man mag's kaum glauben - das war nicht der einzige Heli, den ich an dem Tag in den Acker gesteckt hab. Manchmal ist man doch echt schwer von Begriff.

                    Machen ist wie wollen, nur krasser.

                    Kommentar

                    • Helibri
                      Member
                      • 23.05.2015
                      • 297
                      • Stefan
                      • Berlin Blankenburg

                      #175
                      AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                      Neues aus der Werkstatt:

                      Danke nochmal an Jörg für den Link zum Vid. Ich hab mal den Rotorkopf runter gemacht und die Situation nach Egberts Beschreibung nachgestellt.

                      Eine Kugel ausgehängt, Ausgangssituation.
                      WIN_20171211_12_48_00_Pro.jpg

                      Kopf auf Schlag belastet, die Kugel wandert deutlich aus.
                      WIN_20171211_12_48_16_Pro.jpg

                      Ich hab auch nochmal meinen Fireball gecheckt, Der Kopf ist deutlich härter, die Anlenkungen kürzer und etwas Elastizität ist in den Anlenkungen vorgesehen. Das Problem ist da also minimiert worden.

                      Das zeigt also, dass beim weichen DFC Kopf die Schlagbewegung behindert ist. Aber: Warum stört mich das beim Pitchen? Wenn ich schwebe und keine zyklischen Eingaben mache sollten doch auch keine Schlagbewegungen auftreten.
                      Machen ist wie wollen, nur krasser.

                      Kommentar

                      • echo.zulu
                        Senior Member
                        • 03.09.2002
                        • 3985
                        • Egbert
                        • MFG Wipshausen

                        #176
                        AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                        Doch die Blätter schlagen allein schon durch z.B. eine Windböe. Ganz gerade ist die Taumelscheibe auch nie. Dafür sorgt schon das FBL-System, das kleinste Abweichungen korrigiert. Wenn dann auch noch eine Schwergängigkeit auftritt, so gibt das FBL-System einfach noch größere Ausschläge, weil ja die gewünschte Reaktion des Helis ausbleibt. Du musst halt immer bedenken, dass Du selbst keine direkte Kontrolle über die Taumelscheibe hast, wenn ein FBL-System verbaut ist. Zusammenfassend kann man einfach nur sagen, dass eine DFC-Anlenkung in der Align-Machart ziemlicher Blödsinn ist und der Konstrukteur ganz offensichtlich das Prinzip nicht vollständig verstanden hat. Wenn man schon von anderen kopiert, dann sollte man eben sein Augenmerk mehr auf die Technik und weniger auf das Bling-Bling legen.
                        Zuletzt geändert von echo.zulu; 11.12.2017, 16:58.
                        CU,
                        Egbert.

                        Kommentar

                        • vlk
                          vlk
                          Senior Member
                          • 26.09.2009
                          • 6996
                          • Sigmund
                          • Wuppertal

                          #177
                          AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                          Wenn wir jemanden hätten der eine harte Dämpfung z.B. aus Delrin machen kann, müsste das Problem doch gelöst sein, oder bekommen wir dann Wobbeln?
                          Gruß
                          Siggi

                          Kommentar

                          • echo.zulu
                            Senior Member
                            • 03.09.2002
                            • 3985
                            • Egbert
                            • MFG Wipshausen

                            #178
                            AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                            Wobbeln kann immer passieren. Da bleibt dann nur noch die Drehzahl weiter rauf zu setzen, wenn es der Antrieb hergibt. Oder aber man geht den anderen Weg und verzichtet auf den DFC-Quatsch.
                            CU,
                            Egbert.

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                            • Helibri
                              Member
                              • 23.05.2015
                              • 297
                              • Stefan
                              • Berlin Blankenburg

                              #179
                              AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                              Wenn wir jemanden hätten der eine harte Dämpfung z.B. aus Delrin machen kann, müsste das Problem doch gelöst sein, oder bekommen wir dann Wobbeln?
                              Wär mal ein guter Ansatz um das Thema wenigstens zu Grunde zu testen. Ich versteh zwar Egberts Worte, bin aber nicht endgültig überzeugt. Festgestellt hab ich das Problem auf dem Prüfstand. Da macht das FBL keine sinnvollen Eingaben. Ganz grad läuft die Taumelscheibe zwar trotzdem nicht, aber was auch immer...

                              Vielleicht finde ich ja ein Stückchen Kunststoffrohr oder Hülse, das man zweckentfremden kann. Falls es klappt, werde ich berichten.
                              Machen ist wie wollen, nur krasser.

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                              • Helibri
                                Member
                                • 23.05.2015
                                • 297
                                • Stefan
                                • Berlin Blankenburg

                                #180
                                AW: Trex250 - Der Weihnachtshubschrauber

                                Zitat von echo.zulu Beitrag anzeigen
                                Oder aber man geht den anderen Weg und verzichtet auf den DFC-Quatsch.
                                Ganz mein reden, der Rest ist rein akademisches Interesse.
                                Drum noch die Bilder vom letzten Zustand des Helis in gesunder Konfiguration ohne DFC.

                                ßbersicht von der Seite mit dem Microbrain
                                WIN_20171211_11_58_56_Pro.jpg WIN_20171211_11_59_10_Pro.jpg WIN_20171211_11_59_24_Pro.jpg

                                Draufsicht Rotorkopf
                                WIN_20171211_12_01_29_Pro.jpg WIN_20171211_12_02_06_Pro.jpg

                                Taumelscheibe in oberer und unterer Endstellung
                                WIN_20171211_12_04_06_Pro.jpgWIN_20171211_12_05_07_Pro.jpg

                                Rotorkopf und Taumelscheibenmitnehmer greifen ineinander
                                WIN_20171211_12_08_12_Pro.jpg

                                Abfluggewicht nach den letzten Umbaumaßnahmen
                                WIN_20171211_12_10_26_Pro.jpg

                                Die Alu Grips sind etwas schwerer wie die Plastik Grips, dafür sind die einfachen Anlenkungen leichter als die gelagerten DFC Anlenkungen. Dazu kommt natürlich der Taumelscheibenmitnehmer. Leider habe ich beide Hauptlager zerstört und Ersatz war nur in Alu zu bekommen, nochmal je ein halbes Gramm schwerer. Außerdem ist die wieder vollständige Bodenplatte auch ein Gramm schwerer wie das Puzzle, das ich zwischenzeitlich verwendet habe. Macht insgesamt gut 5g Zuwachs.
                                Machen ist wie wollen, nur krasser.

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