Jetzt versuche ich noch die Kurve von der Resonanz zur erzwungenen Schwingung zu kriegen und setze dazu ein Kind auf eine Schaukel:
Es sitzt bewegungslos (unrealistisch, man muss sich hier jetzt trotzdem bemühen, es sich so vorzustellen) und schwingt hin und her. Das würde eine Weile so gehen, also haben wir da ein wenig gedämpftes System.
Papa will seinen Spross energiesparend weiter schaukeln lassen, also nützt er die Resonanz, speist periodisch aus dem System entwichene Energie wieder ein. Ein Schubs pro Zyklus, wo ist egal, solange die Geschwindigkeit des Schubses zu der vom Kind passt, es soll ja die harmonische Schwingung nicht allzu sehr gestört werden.
Wir haben also eine resonante harmonische Pendelschwingung, ständige Umwandlung von maximaler potentieller Energie vorne und hinten in kinetische am tiefsten Punkt und wieder zurück. Energieverluste des Systems werden regelmäßig ausgeglichen, das System schwingt in seiner Eigenfrequenz. Trotz geringer Dämpfung läuft es nicht in die Resonanzkatastrophe, Papa checkt ja dauernd die Amplitude, speist nur ein, was verloren geht.
Wenn Papa jetzt auf die Idee kommt, die Schaukel schneller oder langsamer schwingen zu lassen, dazu noch das ganze in einer Sinusfunktion zu halten, sollte er besser die Länge der Seile (die Eigenfrequenz) verändern, sonst wird´s mühsam!
Papa produziert dann nämlich eine erzwungene Schwingung, und das bedeutet:
Einerseits kann er jetzt nicht mehr, wie im Resonanzfall, irgendwann einen kleinen Schubs ins System schicken, sondern muss während der gesamten Schwingung kontinuierlich Energie zu- und abführen, Kind und Schaukel permanent bremsen und beschleunigen, ständig andere Bewegungen erzwingen als von selbst ablaufen würden.
Andererseits ist das Timing anspruchsvoll, wenn am Ende wieder so etwas wie eine Sinusschwingung entstehen soll.
Man kann die Sache an zwei (drei, vier) Eckpunkten aufhängen:
Null Geschwindigkeit an den Umkehrpunkten (Sinus Maxima), maximale Geschwindigkeit unten (Sinus Nulldurchgang).
Damit wird klar, dass die Anregung auch von der Geschwindigkeit her passen muss, langsam an den Maxima, schneller an den Nulldurchgängen. Die jetzt nicht mehr nur schubsende Hand, sondern die nun schwingungserzwingenden Hände können ohne Geschwindigkeitsdifferenz zum schaukelnden Kind keine Kraft übertragen. Anders als bei der Resonanz muss die Sache dazu noch nicht nur in einem schmalen Anregungsbereich stimmen, sondern während der gesamten Schwingungsdauer.
So, genug mit Nachwuchs, zurück zum Rotor - nach dem Sonntagsfrühstück!
LG, Philipp


). Denke, da muß ich mich doch mal intensiver mit Physik befassen.
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